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Nichts ist mehr wie es mal war

Letzten Freitag änderte sich alles, ich selber kann mich an nichts mehr erinnern nur dass ich im Krankenhaus wieder aufgewacht bin

Meine Mutter erzählte mir dass ich plötzlich einen krampfanfall hatte und mit dem Krankenwagen ins Klinikum eingeliefert wurde.

In der Notaufnahme hatte ich für 1 Minute wieder gekrampft und war für 1/2 Tage auf einer wachstation. CT wurde gemacht alles im normalen Bereich nur mein EEG war diesmal nicht so gut, nach 5 Tagen wurde ich entlassen und darf 6 Monate kein Auto fahren und soll morgens und abends kreppa 10ml einnehmen - seitdem fühle ich mich erschöpft, erschlagen und müde (Nebenwirkung vom Medikament)

Ich stehe noch unter Schock da es einfach von heute auf morgen passiert ist, die Ärzte gehen davon aus dass ich den Anfall hatte weil ich in letzter Zeit einfach zu viel durch gemacht habe

Gibt's hier jemanden der Ähnliches erlebt hat?

07.05.2016 10:17 • 12.05.2016 #1


14 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey Jasy,

ja, kenne es. Dem ging allerdings vermehrter Alk. durch den Verlust meiner Tochter hervor. Ich krampfte Samstagmorgen und konnte mir mit Mühe und Not noch den Rettungwagen bestellen. Sie fixierten mich und ab ins KH. Montagabend fiel ich dann für 4 Tage ins Koma.

Ich habe noch nie gehört, das jemand durch Angst krampft. Würde es dringend beobachten lassen und was wird nun mit dem EEG gemacht?

Ich stelle mir vor, das es ein Schockl für Dich ist und wäre es für mich auch. Hey, Du musst einen Gang zurückschalten.

07.05.2016 10:30 • #2


Danke für deine Antwort, ich soll erstmals für 6 Monate das Medikament einnehmen und dann nochmal einen Termin beim Neurologen machen, da soll nochmal ein EEG gemacht werden.

Gang runter schalten ja nur wie, habe 2 Kinder (Sohn hat ADHS ect.) er hat leider alles mitbekommen dazu haben wir auch noch andere sorgen und Probleme

Montag muss ich erstmal zu meiner Hausärztin die Befunde abgeben und dann sehe ich weiter, ist gerade nicht einfach im Moment

Vor 2 Wochen hatte ich eine Grippe mit Fieber, der Arzt verschrieb ein Antibiotikum das ich nicht vertragen habe, da alles nach Metall schmeckte, ob es da auch einen Zusammenhang gibt? Ich würde gern wissen was den krampfanfall auslöste aber das konnten die Ärzte nicht feststellen

07.05.2016 10:48 • #3


petrus57
Meine Frau hatte das auch mal vor Monaten. Wenn ich heute wieder dran denke bekomme ich fast wieder Panik.

Es weiß wohl keiner so richtig wovon das gekommen ist. Meine Frau hatte damals relativ viel getrunken und dazu noch Antidepressiva genommen.

An diesem Tag bekam sie auch noch die Nachricht, dass ihre Mutter schwer krank ist. Sie wollte gerade ihre Mutter anrufen auf einmal hat sie angefangen am ganzen Körper zu zittern, dann ist sie abgeklappt und hat gekrampft. Ich dachte schon das wäre ihr Ende.

Seit dem ist es aber nicht mehr passiert. Sie trinkt jetzt in Maßen und hat die Antidepressiva abgesetzt.

07.05.2016 12:41 • #4


Cathy79
Hallo Jasy1983,

als selber von Epilepsie Betroffene kann ich dir vielleicht ein bisschen die Angst nehmen. Ich habe diese Krankheit von Kindheit an und musste damals fünf Jahre lang Medikamente einnehmen. Dann hatte ich jahrelang Ruhe und erst als Erwachsene wieder Anfälle.

Nun nehme ich seit 10 Jahren ein Medikament und habe damit überhaupt keine Anfälle mehr. Ich darf auch wieder Auto fahren.

Du nimmst Keppra, das ist ein sehr gutes Medikament. Wir haben das Glück dass Epilepsien heute sehr gut behandelbar sind.

Begib dich auf jeden Fall in regelmäßige neurologische Behandlung.

Alles Gute für Dich!

07.05.2016 12:57 • #5


Vergissmeinicht
Sehr schön geschrieben Cathy


Liebe Jasy,

warte mal den Montag ab und schalte dennoch bei allem einen Gang zurück. Kann Dein Mann Dich ein wenig mehr unterstützen?

07.05.2016 16:54 • x 1 #6


Mein Mann ist auch bis Mittwoch krank geschrieben, ich nehme kreppa seit 1 Woche und fühle mich immer noch schlapp und müde - wollte so gern etwas Haushalt machen um mich abzulenken aber mir fehlt die Kraft . Arzttermin habe ich heute um 12:30

Habe Angst dass ich nicht mehr wie früher werde und auf Hilfe angewiesen bin

09.05.2016 09:15 • #7


Cathy79
Ich verstehe deine Ängste absolut. Man fühlt sich als ob einem der Boden unter den Füssen weg gerissen wird.

Aber nochmal, du hast ein gutes Medikament, das über Jahre erprobt ist und sehr gut hilft. Am Anfang ist es normal dass man sich schlapp und müde fühlt. Der Körper muss sich auf jedes Medi ja erstmal einstellen.

09.05.2016 11:23 • #8


Vergissmeinicht
Hey Jasy,

was hat der Arzttermin ergeben?

09.05.2016 12:51 • #9


@cathy79, genauso fühlt es sich an

@vergissmeinnicht, also unsere Ärztin sagte, da ich ja opipramol nehme und als ich mit meiner Mutter beim Arzt war (als wir die Grippe hatten), zu der Zeit war unsere Ärztin im Urlaub

Dieser Arzt hat mir ein Antibiotikum verschrieben was einen bestimmten Wirkstoff hatte und dieser Verträgt sich mit dem Antidrepressiva nicht deswegen der krampfanfall (ich war stinkesauer als ich das erfahren habe) wobei ich dem Arzt sagte dass ich Antidrepressiva einnehme

Wären wir nicht bei diesem Arzt gewesen wäre das alles nicht passiert - mal angenommen wie würdet ihr reagieren wenn ihr an meiner Stelle wärt?

In dem Brief vom Klinikum steht als Diagnose nämlich: Gelegenheitsanfall bei Infekt und antibiotischer Medikation

09.05.2016 17:43 • #10


Cathy79
Hey also wenn du nur einen Gelegenheitsanfall hattest und man den Auslöser kennt brauchst du eigentlich auch keine Medis mehr nehmen.

Das ist allerdings eine absolute Sauerei dass nicht drauf geachtet wird was man für Medis miteinander einnimmt. Ich bestehe da immer drauf vom Arzt genau beraten zu werden. Mein Hausarzt weiss auch Bescheid und achtet genau drauf. Als ich einmal beim Zahnarzt war und dort AB bekommen sollte hab ich ihm auch genau gesagt dass ich Antiepileptika nehme und er doch bitte drauf achten soll. Und wenn ich mir nicht ganz sicher bin frag ich auch in der Apotheke extra nochmal nach.

09.05.2016 17:52 • #11


Vergissmeinicht
Hey Jasy,

kann Dich da voll verstehen, wobei jetzt weißt Du um die Ursache. Denke, es wird nicht wieder geschehen und versuche es nicht zu sehr an Dich ranzulassen.

09.05.2016 19:01 • #12


Danke euch, naja ich stehe noch unter Schock .. Sowas ist mir noch nie passiert

Meine Mutter erzählte mir wie es genau war, das volle Programm in der Notaufnahme mit Sauerstoffmaske, 5 Ärzte auf mich zu, CT usw. Jetzt bin ich irgendwie traumatisiert weil ich mich an nichts erinnere

Wie kann man sowas verarbeiten? 6.6. hab ich wieder Termin bei meiner Psychologin, da werd ich das mal ansprechen

12.05.2016 07:21 • #13


Moet7777
Huhu jasy deine Diagnose sagt nur aus das du auf das Medikament nicht gut reagierst und dein Gehirn es nicht verarbeiten kann. Lass dir nicht einreden das du Epilepsie hast erst wenn du mehrere Anfälle hintereinander hast spricht man von Epilepsie. Ich hatte das vor Ca . 7 Jahre obwohl ich Kern gesund war es kann durch Mangel an Schlaf Stress kommen. Lass es einfach zu Sicherheit beobachten. Die Medikamente machen dich müde das wird Ca 14 Tage dauern bis der Körper sich umstellt. ich persönlich hab damals mehrmals die Ärzte gefragt ob die mediakamenge sich vertragen und auch in der Apotheke. Mein Rat an dich schlalte ein Gang runter nimm die erholungspause. Lenk dich ab. Ich wünsche dir viel Kraft

12.05.2016 07:34 • #14


Vergissmeinicht
Hey Jasy,

ich glaube Dir genre, das es nachwirkt. Hatte selber lange Angst davor, als ich 2002 für 4 Tage ins Koma fiel. Durfte auch 1/2 Jahr kein Auto fahren etc. Es kam nie wieder. Bei mir war es durch Alk. ausgelöst worden. Von daher glaube ich bei Dir lag es an den Medis und wird nicht wieder vorkommen.

12.05.2016 13:46 • x 1 #15




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