Hey ihr Lieben, ich habe etwas auf dem Herzen. Es ist so, meine Mutter hat mein Leben lang gearbeitet, da sie alleinerziehend war. Weil sie den ganzen Tag weg war, hat mich meine Oma sozusagen groß gezogen. Liebevoll aber auch mit der Einstellung "Schläge haben noch keinen geschadet". Ich hatte eine teils glückliche, aber auch eine einsame Kindheit, ohne Geschwister. Meine Oma hat immer mit mir gekocht und mir viel beigebracht. Mittlerweile sitzt sie im Rollstuhl. Ich gucke jeden Tag mehrmals nach ihr und koche für sie und mit ihr Und bringe sie alle paar Tage ins Bett, erledige Einkäufe, geh mit ihr spazieren usw. Ich habe sehr viele Onkels und Tanten und Cousinen und Cousins von denen viele im Ort wohnen. Die machen sich aber rar und sind immer etwas ganz besonderes und tolles, gerade weil sie so selten kommen. Regt sich Meine Oma über etwas auf, darf ich es ausbaden, weil ich IMMER da bin. Wenn sie krank ist komme ich jede Stunde und guck nach ihr, rufe ich aber zb bei 40 Grad Fieber den Arzt (Sie ist 88) bin ich das letzte weil sie das nicht will. Wenn ich mal keine Zeit habe heißt es wo ich bin, was ich schon wieder mache. Wenn ich falsch koche, kann ich nichts ,bin zu nichts fähig usw. Hab ich die Haare auf sehe ich unmöglich aus und soll mich schämen, hab ich etwas zu enges an "Sieht man meine fetten Beine, meinen fetten Ar. und Rettungsringe", ich bin eine Schande wenn ich nicht arbeiten gehe und warum bin ich überhaupt krank, ich soll mich nicht anstellen. Als ich nach bestandener Abschlussprüfung zuhause angerufen hab, wie die anderen, wurde denen gesagt es wird gefeiert und wie stolz alle sind , mir aber das ich ja trotzdem keinem Job hab und kein Geld verdiene. Das sind nur minimale Auszüge, was ich mir seit Jahren jeden Tag anhören kann. Vor allem wenn ich etwas normales Frage werde ich sofort angeschnautzt. Gestern ist mir der Kragen geplatzt! Ich hab eine normale freundliche Frage gestellt "ob die Karotte vom essen ausgeschnitten wurde", weil meine oma nämlich gerne schimmelige Sachen, trotzdem isst und die Antwort war " glaubst du ich bin dumm, natürlich immer diese ***eiß dummen Fragen, usw. Es hat mir gereicht, ich hab gesagt, das ich nicht mehr so mit mir reden lasse und hab alles gesagt was mich alle Jahre belastet hat und ich mal einfach gerne ein Danke hätte für alles was ich tue . Sie sagte , da sie mich finanziell unterstützt, dass das ja wohl reicht und das ich undankbar bin. Das der psychische Druck nicht mit Geld zu vergleichen oder zu bezahlen ist, wollte sie nicht begreifen und wollte mich raus werfen. Dann meinte ich das sie es sich gut überlegen soll, weil ich sonst ganz weg bin. Sie meinte das es ihr reicht und sie hofft das sie bald stirbt und ihre Ruhe vor mir hat (Wie ich das hasse,das hat mich nur dieses mal nicht verletzt, weil es soooo dumm war). Ich hab vor Wut so geheult und geschrien, weil sie mich so als asozial hin gestellt hat, wie ich so Sachen sagen, behaupten und Lügen kann. Nein sie ist nicht dement sie ist Top fit im Kopf. Klar hatte und hab ich ein schlechte Gewissen, weil sie mich aufgezogen hat und mich finanziell unterstützt, aber muss ich alles mit mir machen lassen? Ich hab es doch mehr als gut gemacht! Ich lass immer alles stehen und liegen wenn sie was braucht. Als (scheinbar stessbedingt) mein Gesicht noch teilweise gelähmt war ,wegen der Faszialisparese, meinte sie auch nur "Bin gespannt ob ich erlebe das du mal wieder arbeitest" ich konnte nicht mal trinken weil mein Mund runter hing! Ich hab sie dann gestern ins Bett gebracht und hab zuhause Stunden weint. Meine Mutter meinte nur, als ich es erzählt hab. Ja reicht jetzt auch, ist doch immer das selbe und heute ist sie dann sogar alleine zu ihr rüber, zum Kaffee. Ich bin dann nach und als wir das Essen für gestern besprochen haben, Meinte ich das ich die Tomatensoße für die Bolognese raus Stelle und meine Oma meinte dann "Das kommt nicht rein, so ein Schweinefutter brauch ich nicht!" Ich hab dann meine ganzen Sachen aus den Schränken und mit Heim genommen. Es reicht mir! Ich schaffe das nicht mehr. Nächste Woche hat sie Geburtstag und ich organisiere alles und muss mir das gefallen lassen? Ich bin morgen zum Essen bei ihr, Montag bis Mittwoch bin ich bei meinem Freund und beim MRT (sollte ich laut Mama alles wenn möglich absagen damit ich Kuchen backen helfen kann *eck mich! NEIN! und dann helfe ich Donnerstag Freitag, am Samstag am Geburtstag bringe ich das Geschenk und esse mit meinem Freund dort und dann gibt es eine Veränderung. Ich komme nur noch das Nötigste und suche mir mit meinem Freund eine Wohnung. Ich weiß dann lebt sie nicht mehr lange, weil keiner mehr mit ihr spaziert, zum Friedhof, zur Kirche, zu festen geht, liest ,kocht oder backt. Aber ich kann nicht mehr

Natürlich hab ich ein schlechtes Gewissen und werde es mir nie verzeihen, aber hallo darf ich mal an mich denken? Oder ist das falsch? Muss ich mir das antun bis sie stirbt? Nur um kein schlechtes Gewissen zu haben? Ich hab doch so viel getan! Klar hätte ich gestern meine Klappe halten können, aber ich kann nicht mehr! Ich muss mittlerweile sogar Medikamente nehmen wegen dem Stess ! Die anderen sind nieeee da und sind sooo toll , so wie meine Cousine weil sie ja ein Auto hat, wegen dem sie aber 20000Euro Schulden hat, was meine Oma natürlich nicht weiß! Trotzdem ich bin immer die dumme die nix ist, nichts kann und nichts wird, obwohl ich eine super Abschluss, eine Ausbildung und einen tollen Freund hab! Darf man egoistisch sein um sich selbst nicht kaputt zu machen?
