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Ich mache dazu mal ein neues Thema auf.

Hatte heute Verhaltenstherapie und aufgrund meiner Gewichtsprobleme hat mir meine Therapeutin erneut eine weizenfreie Ernährung nahegelegt.
Sie weiss,dass ich quasi unkontrolliert esse,meint aber ,alleine durch den Verzicht auf Weizen kann ich abnehmen.
Und ich soll Olivenöl statt andere Öle nehmen.
Es ginge nicht um Kalorien sondern darum,dass der Körper alles andere,was man isst besser verstoffwechseln kann,wenn kein Weizen drin ist.

Hat jemand Erfahrung mit weizenfreier Ernährung?

31.01.2018 17:14 • 02.02.2018 #1


52 Antworten ↓


Kommt drauf an, bei manchen funktioniert das, bei anderen wieder nicht.
Einige vertragen, die Gluten im Weizen nicht, die dann den Stoffwechsel blockieren.
Es gibt da ein ganz bekanntes Buch darüber "Weizenwampe", aber denke auch wieder
nur so eine Modewelle, was Ernährung angeht. Was für die einen gut ist, ist für die
anderen wieder das Gegenteil. Allgemeingültig, kann man glaube ich gar kein
Nahrungsmittel verdammen, die Dosis macht das Gift. Es geht alles in Maßen und
der Rest, am besten gut ausgewogen.

31.01.2018 17:20 • x 1 #2



Bin zu dick - weizenfreie Ernährung - Erfahrungen

x 3


la2la2
Zitat von Flame:
quasi unkontrolliert esse,meint aber ,alleine durch den Verzicht auf Weizen kann ich abnehmen.

Eher unwahrscheinlich, dass sich nur durch den Verzicht auf Weizen und Olivenöl statt andere Öle wirklich was am Gewicht ändert..... aber du hast nichts zu verlieren bei dem Versuch.
Hast du denn eine Weizenunverträglichkeit oder irgendwelche Symptome, die darauf hindeuten könnten?

Zusätzlich zum Weizenverzicht wären einige andere Dinge mindestens genauso wichtig:
- Zucker reduzieren! ! ! (es gibt nicht schlimmeres als Zucker für den Stoffwechsel)
- Bewegung (2-3x pro Woche intensiv Sport machen und insgesamt mehr Bewegung - z.B. mehr zu Fuß erledigen oder Bewusst 1-2 Haltestellen später einsteigen / früher aussteigen.
- viel mehr frisches Obst und Gemüse statt Fertigprodukte
- Trinken: Nur noch (Mineral)wasser und Tee ohne Zucker 1,5-2,5l pro Tag. Limonaden, Kaffee, etc. nach möglichkeit garnicht mehr - oder so wenig wie möglich
- Die Gesamtmenge am Tag beachten. Es bringt wenig auf Weizen zu verzichten, wenn du unterm Strich deutlich über die empfohlene Kalorienmenge kommst....

31.01.2018 17:32 • x 1 #3


Zitat von la2la2:
Die Gesamtmenge am Tag beachten. Es bringt wenig auf Weizen zu verzichten, wenn du unterm Strich deutlich über die empfohlene Kalorienmenge kommst....


Genau das "fürchte" ich im Prinzip auch.
Sie meint aber,Kalorien würden in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen (kann das auch kaum glauben).

@Blackstar
Das Buch "Weizenwampe" hatte sie mir schonmal ausgeliehen.
Ziemlich am Ende des Buches stand dann halt,dass es dann doch nicht viel bringt,wenn man Zuviel an Zucker und Fett aufnimmt.
Deswegen hatte ich die Idee auch schnell wieder fallen lassen.
Meine Therapeutin meinte aber heute,ich könne ruhig alles andere unbegrenzt essen.
Vielleicht will sie auch einfach,dass ich aus meinen "üblichen Essmustern" einfach mal rauskomme,keine Ahnung....

Insgesamt vertraue ich ihr.

31.01.2018 17:38 • #4


YesItsMe0
Ich halte davon nichts.
Was ich empfehlen kann ist bestimmte Produkte auf die man heißhunger hat und die viele Kalorien haben erst gar nicht zu kaufen. So habe ich sämliche Süßigkeiten bei mir Abgeschafft und durch Obst ersetzt.
Zudem würde ich parallel dazu Sport empfehlen um Muskeln aufzubauen. Muskeln erhöhen den täglichen Kalorienverbrauch des Körpers. Manche Trainingsarten kann man auch zu Hause machen. Außerdem stärkt Sport das Selbstvertrauen

31.01.2018 17:41 • x 1 #5


YesItsMe0
Zitat von Flame:


Das ist ja schön und gut aber sie ist nunmal keine ErnährungS.pertin, daher würde ich ihrem Rat nicht allzu viel Gewicht beimessen und lieber auf das Buch hören. Der Autor wird es ja nicht umsonst reingeschrieben hat.

31.01.2018 17:44 • #6


la2la2
Sie ist ja auch ausgebildete Seelenklempnerin und nicht Ernährungsberaterin.

Es gibt professionelle Ernährungsberater (eigentlich in jeder Stadt in Deutschland). Von denen haben manche auch eine "Kassenanerkennung" - einfach bei deiner Krankenkasse anrufen/vorbeigehen. Lasse dir von deinem Hausarzt dann mal einen Überweisungsschein ausstellen für ne Ernährungsberatung. Damit gehst du dann zum Ernährungsberater und das ganze wird über die Krankenkasse abgerechnet.

31.01.2018 17:45 • x 2 #7


Zitat von la2la2:
Es gibt professionelle Ernährungsberater (eigentlich in jeder Stadt in Deutschland). Von denen haben manche auch eine "Kassenanerkennung". Lasse dir von deinem Hausarzt einfach mal einen Überweisungsschein ausstellen für ne Ernährungsberatung. Damit gehst du dann zum Ernährungsberater und das ganze wird über die Krankenkasse abgerechnet.


Mein Problem ist,dass ich mein Essverhalten nicht unter Kontrolle habe.

Deswegen würde auch eine Ernährungsberatung nichts bringen.
Ich kenne (als Essgestörte) die Kalorienanzahl sämtlicher Nahrungsmittel auswendig.

31.01.2018 17:48 • #8


la2la2
Zitat von Flame:
Mein Problem ist,dass ich mein Essverhalten nicht unter Kontrolle habe.

Was isst du denn so hemmungslos und unkontrolliert? Eher Obst, Gemüse, Brot mit Käse/Wurst/..... oder eher Schokolade, Kekse, Chips, Limonaden etc. pp.?

31.01.2018 17:51 • #9


Natürlich letzteres!Sonst wär ich wohl auch nicht so fett!

31.01.2018 17:59 • #10


la2la2
Zitat von Flame:
Natürlich letzteres!Sonst wär ich wohl auch nicht so fett!

Dann wäre das vielleicht der sinnvollste Ansatzpunkt: Ab sofort KEINE Chips, Schokolade, Limonoade und Co. mehr einzukaufen. Dafür viel mehr Obst und Gemüse. Falls es dann wieder zu unkontrollierten Fressattacken kommt, ist es nicht mehr so schlimm.

31.01.2018 18:09 • x 2 #11


Zitat von la2la2:
Dann wäre das vielleicht der sinnvollste Ansatzpunkt: Ab sofort KEINE Chips, Schokolade, Limonoade und Co. mehr einzukaufen. Dafür viel mehr Obst und Gemüse. Falls es dann wieder zu unkontrollierten Fressattacken kommt, ist es nicht mehr so schlimm.


Längst passiert.

Aber ich bin DERMASSEN essgestört,dass ich zur Not Brot in Öl tränke.
Habe auch noch einen Ehemann zuhause.
Kann also nicht alle Lebensmittel verbannen.

Hab das aber früher( als Singel) tatsächlich so gemacht:
In meinem Kühlschrank standen nur Möhren.
Bin dann nachts an die Tanke und hab mich dermassen mit Frikadellen und Kartoffelsalat überfressen,dass ich mich am nächsten Tag krankmelden musste.
Willkommen in der Welt der Essgestörten!

31.01.2018 18:17 • #12


Zitat von Flame:
Natürlich letzteres!Sonst wär ich wohl auch nicht so fett!

Dann weißt Du ja, woran es liegt. War auch jahrelang süchtig nach dem Zeug, aber inzwischen esse ich es nur noch ab und zu, weil es mir nicht mehr so gut schmeckt.
Ab und zu, heißt jetzt bei mir, etwa einmal in der Woche. Davor war ich so süchtig, daß ich fast nichts anderes mehr gefuttert habe.
Irgendwann bekam ich zum Glück die Kurve und ersetzte das Süßzeug durch Obstsmoothies und siehe da, es war ein guter Ersatz.
Weißmehl esse ich auch kaum mehr und hab es durch Vollkornbrot ersetzt, auch Nudeln esse ich fast keine mehr.

Da hat @lala2 schon gut recht, denn wenn man das Zeug nicht einkauft, dann kann mans zu Hause auch nicht futtern.
Deshalb, immer vor dem Einkaufen essen, bis man satt ist und mit Einkaufszettel!

Zitat von Flame:
Aber ich bin DERMASSEN essgestört,dass ich zur Not Brot in Öl tränke.

War ich auch, hab mich in Spitzenzeiten, wochenlang fast nur noch von Weißmehlprodukten und allen Arten von Süßkram ernährt, besonders Schokolade in jeder Form.
Wenn der Suchtpeak oben war, habe ich tagelang nur noch Schokolade und Kekse in mich reingesaufelt, durch den Industriezucker will man immer mehr davon.
Nicht umsonst wird der Maltosesirup, der zum süßen überall reingemacht wird, für die Schweinemastzucht verwendet. Die Nahrungsmittelindustrie setzt es ganz bewußt
ein, damit die Leute viel mehr kaufen, als sie brauchen und dazu verdienen. Parallel dazu verdient sich die Pharmaindstrie dumm und dämlich an den Diabetesleuten!

Übrigens ist heute Vollmond, da könnte ich auch immer futtern ohne Ende, oder wenn es mir nicht gut ging, habe ich mit Essen trösten wollen.

31.01.2018 18:19 • x 1 #13


Schokopudding
Ehrlich gesagt, finde ich das ziemlich fragwürdig, was deine Therapeutin dir da empfohlen hat.
Essstörungen lassen sich ja nicht dadurch behandeln, indem man Diäten, best. Ernährungsweisen etc. vorschlägt.
Hat sie überhaupt professionelle Erfahrung mit Essstörungen?
Wenn nicht, dann wäre wirklich zu überlegen zu jemandem zu wechseln, der hierauf spezialisiert ist, da ja doch ein erheblicher Leidensdruck deinerseits vorzuliegen scheint.

31.01.2018 18:30 • #14


Habe jetzt nicht alles gelesen, daher sorry falls es schon besprochen wurde.

Ich kenne mich ziemlich gut mit Ernährung aus würde ich behaupten. Zwar mehr in die Richtung Leistungssport, aber das geht auch anders rum.
Habe meinen Eltern einen Ernährungsplan zum abnehmen gegeben und sie sind begeistert.

Also
Alles was zählt sind kalorien und nicht's anderes!
Auch zu wissen was man meiden sollte usw. zum Beispiel sehr sehr wenig obst keine Nüsse.
Mageres Fleisch geht immer sowie das meiste Gemüse, aber das kann man alles im Netz nachschauen was kalorienarm ist.
Keine zuckerhaltigen Getränke.
Wichtig ist mehr kalorien zu verbrauchen wie das man zu sich nimmt und das nicht auf den Tag sondern auf die Woche gesehen!
Und das wichtigste sich Zeit lassen, wenn man sich zu sehr quält nimmt man zwar schneller ab, aber die meisten geben dann irgendwann auf.

Hoffe das hilft dir etwas

31.01.2018 18:31 • x 2 #15


Zitat von Blackstar:
Dann weißt Du ja, woran es liegt.


Ja,das weiss ich...vom Kopf her weiss ich das alles.

Ich esse eben auch,wenn es mir nicht gut geht.Emotionales Essen halt,nicht auf tatsächlichen Hunger begründet.

Früher (vor der Angststörung) hatte ich es trotzdem noch im Griff mit viel Mühe.
Seit der Angststörung lief es immer mehr aus dem Ruder.

Danke für Deinen einfühlsamen Beitrag,tut gut.

31.01.2018 18:36 • x 1 #16


Icefalki
Ach Flame, zur Zeit quälst du dich aber echt durch alles. Du hast einen wichtigen Satz geschrieben, der mit dem emotionalen Essen. Hier liegt eben die Ursache. Trost und Belohnung. Ich denke, das kennen wir alle.

Blacky hat ihre Lösung mit ihren Smoothies schon gefunden, evtl wäre das ein super Ersatz. Hihi, ich hätte mal lange Zeit die Lösung meines Problems. Hab irre viel Erdbeeren gepflügt und sie dann eingefroren. Hab die dann im gefrorenen Zustand gelutscht. So 500 g waren gar nix.

Anschliessend gefroren wie ein Schneider, aber mein Gewicht super gehalten. Allerdings hatte ich noch nie Probleme mit meinem Magen. Also, keine Ahnung, ob das empfehlenswert ist. Aber die waren wie Zuckerle.

31.01.2018 18:46 • x 2 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Sehe gerade das eine Essstörungen thematisiert wurde.
Das muss nicht unbedingt Psychisch sein diese "Fressattacken" sondern viel mehr auf Grund falscher ernährungsgewohnheiten .
Wichtig ist gleichmäßig und über den Tag ein konstante Kalorienzufuhr zu haben. Das lindert den Heißhunger.
Und wie schon gesagt die Kalorien auf die Woche zählen dadurch kann man an einem oder zwei Tagen in der Woche leicht im Kalorien Plus sein was wieder für mehr Energie und Motivation sorgt.

31.01.2018 18:48 • x 1 #18


Zitat von Icefalki:
Ach Flame, zur Zeit quälst du dich aber echt durch alles. Du hast einen wichtigen Satz geschrieben, der mit dem emotionalen Essen. Hier liegt eben die Ursache. Trost und Belohnung. Ich denke, das kennen wir alle.

Blacky hat ihre Lösung mit ihren Smoothies schon gefunden, evtl wäre das ein super Ersatz. Hihi, ich hätte mal lange Zeit die Lösung meines Problems. Hab irre viel Erdbeeren gepflügt und sie dann eingefroren. Hab die dann im gefrorenen Zustand gelutscht. So 500 g waren gar nix.

Anschliessend gefroren wie ein Schneider, aber mein Gewicht super gehalten. Allerdings hatte ich noch nie Probleme mit meinem Magen. Also, keine Ahnung, ob das empfehlenswert ist. Aber die waren wie Zuckerle.


War ja auch Zucker 500g Erdbeeren sind ca. 80g Kohlenhydrate.

31.01.2018 18:51 • #19


Ihr seid so süss....

Da brauche ich keine Schokolade mehr....

31.01.2018 18:57 • #20



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