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Hallo zusammen,

eigentlich komme ich aus dem "Angst vor Krankheiten" Forum aber jetzt muss ich leider einen Ausflug zu euch machen.
Am Montag habe ich erfahren, dass meine liebe Oma Bauchspeicheldrüsenkrebs hat. ich bin fix und fertig mit den Nerven, wir leben zusammen mit ihr und meinem Opa in einem Zweifamilienhaus, ich sehe sie jeden Tag.
Sie ist jetzt der Meinung, dass sie nur noch Tage oder wenige Wochen noch zu leben hat, der Krebs ist leider auch nicht mehr operabel. Das tut einfach so weh, wie sie jetzt schon ihre Habseligkeiten verteilt. Sie ist mit Abstand der liebste Mensch, den ich kenne, ich habe ihr und meinem Opa einfach so viel zu verdanken, das könnte ich in 100 Leben nicht wieder gut machen. und dann muss sie jetzt so ein Schicksal erleiden. obwohl sie immer da war und jedem immer helfend zur Seite stand, das tut einfach nur so weh!
Es geht ihr augenscheinlich noch soweit ganz gut, sie ist noch in ihrer Wohnung und kümmert sich normal um alle Dinge, die anfallen. Aber sie war noch nie ein Mensch, der gesagt hat, wenn was ist oder wenn es ihr nicht gut ging.
Ich mache mir natürlich auch so große Sorgen jetzt um meinen Opa. er kann eigentlich nichts mehr alleine, bei ihm wird die Demenz jetzt immer schlimmer.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter, am Mittwoch nächste Woche hat sie erst einen Termin in der Uniklinik hier, da wird eine mögliche Chemo besprochen um das Leben vielleicht noch ein bisschen zu verlängern.
Ich hab einfach so Angst davor, wenn sie geht, das hat sie nicht verdient! Dass sie mit 81 irgendwann sterben könnte verstehe ich, das ist schlimm genug aber das wie ist jetzt das ausschlaggebende, das ich nicht akzeptieren kann! Nicht so!
Ich fühle mich einfach nur noch machtlos, ängstlich und fertig, ich kann nicht mal mehr einkaufen fahren oder kochen, das ist mir schon alles momentan zu viel.
Freitag muss ich mal wieder einen Tag arbeiten (arbeite nur 2 Tage pro Woche), ich hab keine Ahnung wie ich das schaffen soll.

Tut mir leid für das riesige Gejammer, aber es tut gut es sich einfach mal von der Seele zu schreiben.

Schlaft gut!
Luna

27.11.2019 22:59 • 28.11.2019 #1


3 Antworten ↓


survivor3
Hallo,

es tut mir sehr leid,dass deine Oma diese Diagnose hat.Nach dem Termin wisst ihr besser,was jetzt ansteht.
Ich moechte darueber lieber nichts weiteres schreiben.
Was deinen Opa angeht,hat er schon eine Pflegestufe?
Wenn nicht,kann die in die Wege geleitet werden,sodass zumindest fuer einige Dinge gesorgt werden kann.
Falls es deine Grosseltern nocht nicht haben,so ist auch eine Patientenverfuegung sehr wichtig.
Fuer jeden Menschen im Uebrigen.
Damit wird sicher gestellt,dass die Wuensche des Patienten ausgefuehrt werden.

Ich wuensche dir viel Kraft bei der Begleitung deiner Grosseltern.Du bist das Beste ,was ihnen passieren kann.
Achte bitte auch darauf,dass du dir selbst auch etwas Gutes tust,das ist wichtig ,um bei Kraft zu bleiben.

28.11.2019 03:31 • x 1 #2


Schlaflose
Zitat von Bluelagoonaluna:
Ich hab einfach so Angst davor, wenn sie geht, das hat sie nicht verdient! Dass sie mit 81 irgendwann sterben könnte verstehe ich, das ist schlimm genug aber das wie ist jetzt das ausschlaggebende, das ich nicht akzeptieren kann! Nicht so!


Wie denn? Was wäre in deinen Augen eine Art zu sterben, die sie verdient und du akzeptieren kannst?
Meine Mutter wurde nur 79 und starb innerhalb einer Woche an den Folgen eines Schlaganfalls. Wäre das besser?

28.11.2019 14:27 • #3


Naja, wie und wann die Einzelnen Personen hier gestorben sind hilft niemanden weiter.
Egal wie alt man ist... Es ist immer hart, wenn uns ein geliebter Mensch verlässt. Meine tolle Schwiegermutter ist letzten Monat gestorben und meine Mama war gerade mal 46 Jahre alt. Ich bin jetzt älter als sie zu ihrem Tode.
Das Alter spielt hier aber keine Rolle. Es ist die Liebe, die uns machtlos werden lässt. Deine Oma wünscht sich bestimmt nichts mehr, als dass Du dennoch ein erfülltes Leben führst. Die Trauer muss sein. Wenn der Tag kommt, musst Du weinen, du musst wütend sein und alles verdammen. Dieser ganze Mist, die Trauer, die Wut MUSS raus. Die Zeit wird dann nach und nach die Wunden heilen und dein Leben geht weiter. Man sollte es nicht glauben, aber genau das wird passieren, wie schlimm dieser Moment auch immer für dich und deiner Familie sein wird. Das schönste, was deiner Oma passieren kann ist, wenn du hin und wieder mit einem Lächeln an sie denkst. So verlassen uns unsere liebsten niemals.

28.11.2019 14:37 • x 1 #4