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....vorgestern ist mein Vater plötzlich verstorben und momentan bricht teilweise irgendwie so vieles zusammen. Es herrscht Leere,Verzweiflung, Trauer..vieles negative nimmt den gesamten Raum in mir und meiner Familie ein.



Seit gestern bin ich im Haus meiner Eltern,um meine Mutter zu unterstützen, die seit einem Schalaganfall auch in dieser Hinsicht von meinem Vater abhängig gewesen ist. Es ist alles sehr schwer,-aber ich bemühe mich...

..ABER ER FEHLT SO......

05.12.2007 12:59 • 08.12.2007 #1


15 Antworten ↓


Mein herzliches Beileid.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft für die Zeit, die jetzt folgt. Es tut sooooo weh, jemanden zu verlieren, den man geliebt hat.

Auch wenn wir uns nicht kennen, ich denk an Dich.

Alles Liebe
Lilly

05.12.2007 18:55 • #2



Tod eines geliebten Menschen

x 3


Das war ich.

05.12.2007 18:56 • #3


Lieber Fraxizz,

ich schließe mich Lilly an.Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft alles durchzustehen.Es werden noch schlimme Tage auf euch zukommen.Wichtig ist,daß ihr füreinander da seid. Ich finde es auch sehr
lieb von dir,daß du dich so sehr um deine Mutter kümmerst. Und denk dran sprich über deine Trauer,es ist wichtig.Ich habs leider nicht getan.....
Als mein Vater starb haben viele Leute gesagt man lernt mit dem Verlust umzugehen(ich konnte und wollte es nicht glauben).Aber es ist Tatsache,aber es braucht Zeit.

Die Bande der Liebe werden mit dem Tode nicht durchgeschnitten.

Thomas Mann

Alles Liebe Claudia

05.12.2007 19:22 • #4


chuchu
sorry,war nicht eingeloggt.
Ich habs geschrieben:chuchu

05.12.2007 19:25 • #5


aber er fehlt so......
das kann ich gut nachvollziehen. es ist immer schlimm, wenn man sich von menschen für immer verabschieden muß. hoffentlich hatten deine mutter und du noch gelegenheit, deinen vater zu sehen und vielleicht auch richtig abschied zu nehmen.
denn es gibt die ja die möglichkeit, z.b. lange schwerkranke angehörige zu pflegen und zu begleiten bis zum ende. das könnte dann nach einiger zeit vielleicht helfen, den verlust eher zu verkraften. wenn jemand aber plötzlich durch einen unfall oder fremdverschulden aus dem leben gerissen wird, stelle ich mir die situation noch furchtbarer vor.

meine mutter ist vor mehr als 30 jahren innerhalb von 14 tagen gestorben (hirntumor), und es vergeht seitdem nicht eine woche, wo ich sie immer noch vermisse! ich war damals erst 16 jahre alt, und habe soviel vermißt, was man als teeny gerne mit seiner mutter bequatscht hätte...

möchtest du vielleicht auch hier mitteilen, unter welchen umständen dein vater gestorben ist? kann ja über die ersten schlimmen tage hinweghelfen...

alles gute
carmen.

05.12.2007 20:14 • #6


....dankeschön Lilly,dankeschön Chuchu,-..eure Worte helfen mir,mich etwas verstanden zu fühlen. So bewusst habe ich den Tod eines Menschen noch nie erlebt und zeitweise bin ich wie gelähmt....

LG

05.12.2007 20:14 • #7


Hallo Carmen..

...ich kann das so gut nachvollziehen,dass auch Jahre später die Trauer immer noch tief sitzt..und weiss,dass es auch bei mir nicht anders sein wird.

Mein Vater ist plötzlich nachts im Bett neben meiner Mutter an einem Herzinfark gestorben und es war trotz der schnellen Hilfe der Notärzte nichts mehr zu retten,obwohl meine Mutter sie noch informierte,als er noch lebte und über Atemnot klagte. Meine Mutter ist seit 4 Jahren nach zwei schweren Schlaganfällen selbst ein Pflegefall und sie war es,die auf Hilfe angewiesen war/ist. Aber in dieser Situation hat sie es geschafft,Hilfe zu kontaktieren...

05.12.2007 20:20 • #8


hallo fraxizz,
genau das sind die schlimmsten umstände - plötzlich und unerwartet!
man macht sich sorgen um die mutter, die ja schon heftig erkrankt ist, und dann muß (?) dein vater sterben. zu der trauer kann sich dann auch noch ganz schnell WUT gesellen. man fragt sich immer wieder WARUM?
da soll es dann noch sowas wie gerechtigkeit geben? wenn man dann noch mit gott und kirche nicht gerade eng verbunden ist, dann ist spätestens jetzt der zeitpunkt, das alles in frage zu stellen...

ich wünsche dir jedenfalls, daß du so gut wie möglich mit der situation umgehen kannst, und auch deiner mutter die richtige hilfe geben kannst.

was auch wichtig ist, das ist dein oder euer umfeld und freundeskreis. denn die wissen oftmals auch nicht, wie man nun helfen kann. das solltest du vielleicht auch unmißverständlich sagen! brauchst du vielleicht nur jemanden, der einfach für dich (euch) jetzt DA ist und zuhört, oder kann jemand auch tatkräftig etwas beitragen? viele haben auch einfach angst, weil sie die passenden worte nicht finden und melden sich nur mit den üblichen beileidsbekundungen...du solltest ruhig sagen, wen du nun sehen und sprechen möchtest und wen du um dich haben willst!

carmen

05.12.2007 20:49 • #9


Hallo Carmen...

.....du bist wirklich lieb und tausend dank für deinen Beitrag! Ich bin wirklich dankbar,dass es so Menschen gibt,wie die hier im Forum,die sich Gedanken machen und Ratschläge geben!



Warum bist du denn nicht angemeldet hier?

LG

05.12.2007 21:23 • #10


warum nicht angemeldet....?
hi fraxizz (was für ein nick...).
ich habe keine gute erfahrung mit foren gemacht. finde hier die möglichkeit sehr gut, daß ich auch als gast schreiben, fragen und antworten kann.

ja - auch ich habe als angst-und panikattacken- belastete sehr viel hilfe bekommen! in diesem forum gibt es ja die veschiedenen rubriken....

habe es auch erst im sommer gefunden, da ging es mir mal wieder sehr schlecht und pillen wollte ich nicht wieder schlucken...na ja - andere baustelle.

da ich aber regelmäßig hier lese, habe ich heute auch deinen beitrag nicht übersehen. und spontan ist mir meine damalige situation wieder ganz bewußt geworden...
umso mehr freut es mich , daß dir meine persönliche erfahrung und meinung zu deiner momentanen lage vielleicht ein wenig geholfen hat.

wie schon gesagt, es fällt vielen menschen nicht leicht, mit dem tod (allgemein) umzugehen. da ringt man nach worten und erklärungen...aber was ist bloß richtig?

ich würde dir gerne noch viel mehr schreiben, aber dadurch, daß ich hier mich auch in zukunft nicht anmelden möchte, muß ich mich weiterhin auf dieses öffentliche posten beschränken...

bin übrigens auch aus NRW (duisburg).

für heute muß ich mich nun leider verabschieden, werde aber morgen wieder reinschauen, um zu sehen (lesen), wie es dir geht. vielleicht meldest du dich auch erst in ein paar tagen wieder...oder auch gar nicht...jedenfalls wünsche ich dir, daß du die für dich beste auseinandersetzung mit der traurigen tatsache findest.

liebe grüße
carmen.

05.12.2007 21:59 • #11


Hallo Fraxizz,
mein herzliches Beileid zum Tode deines Vaters. Und ich meine es wirklich von Herzen!

Ich kann bestens nachvollziehen, wie ihr euch nun fühlt, wie du dich fühlst. Mein Vater ging vor 15 Jahren, und ich konnte bis heute nicht damit abschließen. Am 6. August dieses Jahres verstarb meine Mutter, also fange ich wieder da von vorne an, wo ich nie zu Ende kam.

Es ist, als würde man in ein Loch fallen, oder besser, als hätte jemand oder etwas einen da hinuntergestoßen. Es ist völlig normal, dass du jetzt verzweifelt bist. Trösten kann einen da keiner. Höchstens zuhören, aber das wollen auch die wenigsten.

Verabschieden können ist wichtig, und erscheint einem danach um so wichtiger, wenn man diese Gelegenheit nicht bekommen hat, zuweilen kommen dann auch Schuldgefühle. Bei meinem Vater war ich bis zur letzten Sekunden dabei. Bei meiner Mutter wurde mir dieses, warum auch immer, versagt. Genau eine Stunde und 37 Minuten vor dem Anruf des Krankenhauses war ich noch bei ihr auf der Intensivstation, sprach mit ihr, ging davon aus, dass es ihr etwas besser ginge, was mir auch eine Krankenschwester bestätigte. Dann der Anruf und die Worte des Arztes es tut mir leid.... Ich fing an, mit ihm zu diskutieren, sagte, das könne nicht sein und dass er da bestimmt was verwechselt, denn ich war ja eben noch da. Ich fuhr noch einmal ins KH, um mich zu überzeugen, dass es stimmt und um von ihr wenigstens so Abschied zu nehmen. Dass du dir wie gelähmt vorkommst, ist ganz normal. Das ging und geht mir nicht anders, vor allem in den ersten Wochen.

Wenn du vorab weißt, dass es bei dir sehr lange dauern wird, dann lasse es bitte einfach zu. Unterdrückte Trauer ist nicht gut. Lasse die Trauer zu und lasse deine Tränen zu! Einen Tag vor der Beisetzung hatte ich ein Gespräch mit dem Pfarrer, wegen dem Ablauf. Mir kamen wieder die Tränen, ich konnte einfach nicht mehr und entschuldigte mich bei ihm. Er sagte daraufhin: dafür brauchen Sie sich nicht zu entschuldigen. Das ist völlig in Ordnung, denn - wo keine Trauer ist, wo keine Tränen sind, da war auch keine Liebe.

Vielleicht nimmst du dir diese Worte auch zu Herzen.

Und noch etwas würde ich gerne mit dir teilen:
als ich im KH war rief der Arzt den katholischen Seelsorger an. Er ging mit mir in die Kapelle und sprach mit mir. Er sagte zu mir, ich solle mir vorstellen, wie Gott seine Hände zu einer Art Korb formt und meine Mutter darinnen behütet, geborgen und ruhig schlafend darinnen ihre Ruhe gefunden hat. Dieses Sinnbild, diesen Gedanken finde ich sehr schön. Ich habe sogar eine kleine Engelsfigur aufgetrieben, die diesem fiktiven Bild sehr nahekommt. Es wäre schön, wenn auch du dir versuchen könntest, deinen Vater so wohl behütet vorzustellen. Mir half und hilft es, die Tränen sind zwar dann dennoch am laufen, aber das nehmen dir dein Vater und mir meine Mutter nicht übel...

Du wirst vielleicht auch Zeiten erleben, wo du gar nicht mehr weinen kannst. Wo du - wie du selbst schreibst - wie gelähmt bist. Wenn dieses so ist, dann mache dir keine Vorwürfe und denke nicht, dass du nicht traurig genug bist, denn es ist normal. Es wird auch irgendwann die Phase eintreten, wo du wütend wirst auf deinen Vater. Warum hast du mich/uns allein gelassen? Diese Frage stellte ich anfangs meinem Vater, machte ihm Vorwürfe, er habe nicht genug gekämpft. Und oft habe ich ihn gefragt warum hast du mich nicht gleich mitgenommen? Wahrscheinlich bist du jetzt mit deinen Gefühlen so durcheinander, dass du es nicht realisieren kannst oder willst. Dieses sind alles ganz normale Phasen der Trauer. Lasse deine Gefühle einfach zu und lass sie raus, wenn dir danach ist. Wenn du im Umfeld wirkliche Freunde hast, dann werden sie dir auch zuhören wollen, und sie werden auch nicht versuchen, dass du, wenn du weinen musst oder willst, dieses zu unterdrücken. Die, die dir jetzt, in der wohl schwersten Zeit, nicht zuhören und deine Trauer nicht akzeptieren wollen, sind auch keine echten Freunde...

Wenn du das Bedürfnis hast, dann schreib dir hier alles einfach von der Seele. Oder auch, wenn dir sonst niemand zuhört. Es ist immer gut, wenn man irgend einen Weg finden kann, um seinen Kummer, seine Trauer zum Ausdruck zu bringen. Ich bin zwar noch nicht lange hier in diesem Forum, aber nach dem, was ich hier lesen konnte, glaube ich, dass die meisten Menschen hier für dich und deine Situation Verständnis haben und dir auch zuhören werden.

Dir und deiner Mutter wünsche ich für die nächste Zeit alle erdenkliche Kraft und Unterstützung und dass es euch, dass es dir gelingt, mit dieser Situation irgendwie fertig zu werden. Das ist nicht einfach, das weiß ich, zumal ich auch noch mittendrin stecke und nicht so recht hinauskommen kann oder will. Aber vielleicht hilft es dir ja doch ein wenig, zu lesen, dass es auch andere vollkommen umwirft und dass die Gefühle, die sich einstellen werden, nicht unnormal sind...

Liebe Grüße an dich und deine Mutter!

06.12.2007 00:25 • #12


Hallo Fraxizz,
auch von mir mein tiefstes Mitgefühl. Dein Schmerz ist mir noch so vertraut. Letztes Jahr starb mein Neffe mit 17 Jahren bei einem Verkehrsunfall und ja man ist wie gelähmt und denkt, irgendwann muss ich doch wieder aufwachen, dieser Alptraum ist bald vorbei. Wenn man so gar keine Chance hat, sich zu verabschieden ist es besonders schwer. Mich hat kurz danach ein Buch gefunden, das ich als sehr,sehr tröstlich empfunden hab. Mitch Albom:Die 5 Menschen, die dir im Himmel begegnen.Hab viel geweint dabei, aber es war die schönste Vorstellung vom Leben danach, die ich je gelesen hab.
Wir kennen uns nicht und ich bin auch kein großer Christ, aber ich bete für dich und deine Familie, um Kraft, Hoffnung und Mut Und um Vergebung, auch für die Menschen, die dich in den nächsten Wochen und Monaten enttäuschen werden, weil sie nicht kommen,das falsche sagen oder tun. Sie haben auch nur ganz viel Angst, zu versagen.
Robert H.Schuller: Das Leben ist nicht fair,aber Gott ist gut.

06.12.2007 16:05 • #13


Hallo Fraxizz,

Auch ich möchte dir mein tiefstes Mitgefühl und Beileid
aussprechen.

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Stärke und Kraft für die
schwere Zeit wichtig ist das ihr füreinander da seit und
zusammenhaltet.





Alles Liebe Dark Prinzess

07.12.2007 22:41 • #14


Hallo..

..danke euch für eure Beiträge! Danke...

Gestern war die Beerdigung und ich glaube,ich hab dauerkopfschmerzen. Es war so schlimm. Es war eine Urnenbestattung und meine erste Beerdigung überhaupt,die ich miterlebt habe. Hab so an ihn gedacht und konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Heute dachte ich,es geht...aber beim Frühstück ging es wieder los. Ich hoffe,dass alles irgendwann wieder ein Stück weit normal werden wird,aber momentan würde ich das auch garnicht zulassen wollen,die Normalität........

08.12.2007 18:35 • #15


hallo fraxizz,
mit der beerdigung ist nun auch die zeit gekommen, wo du dir zunächst erst mal noch mehr gedanken über alles machen wirst. vielleicht weil jetzt auch eine gewisse ruhe einkehrt. die letzten tage waren mit einigen vorbereitungen für die bestattung und viel papierkram ausgefüllt. da bleibt nun mehr zeit als man sich wünscht, über die letzten jahre nachzudenken.
manche sehen sich alte fotos an und denken einfach nur an die schöne zeit, die sie zusammen verbringen konnte. oder andere machen ganz das gegenteil, und trennen sich so bald wie möglich von allem, was an den verstorbenen erinnert, weil das zu schmerzhaft wird...
da findest du bestimmt deinen eigenen weg. das wird auch noch dauern - aber es ist zu schaffen.
bist du eigentlich berufstätig? kann mich nicht erinnern, das gelesen zu haben.
denn dann muß dich der alltag ja über kurz oder lang wieder einholen.
und für deine mutter wird es dann auch bestimmt eine hilfe geben, daß sie nicht allein zu hause ist.

weiterhin alles gute
carmen.

08.12.2007 21:32 • #16



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