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hallo zusammen,

im Januar soll bei mir eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden oben am Eckzahn.
letztes Jahr hab ich den letzten Backenzahn hinten extrahiert bekommen und das war auch ertragbar,
aber die Wurzelspitzenresektion dauert deutlich länger und ich soll da ohne Vollnarkose durch.
ich weiß nicht ob ich das ertrage wenn die meinen Knochen aufsägen,
die ganze Prozedur dauert zwischen 40 und 70 Minuten.
hat von Euch einer Plan davon ob ich da Anspruch auf Kostenübernahme der Narkose durch die Kranenkasse habe ?
hab ja mehrere körperliche und psychische Erkrankungen und will mich nicht unnötig belasten.
der Chirurg hat gesagt dass ich das selber zahlen müsste (ca 400 Euro) wenn ich Narkose wünsche.
finanziell ist das momentan nicht drin bei mir.
um so näher der Termin rückt um so rappeliger werd ich.

08.12.2015 22:34 • 20.01.2016 x 2 #1


26 Antworten ↓


Icefalki
Habe ich auch erlebt. Habe mich als angstpatientin geoutet. War in einer fachzahnklinik und ohne Probleme. Bei mir war es der obere Schneidezahn. Die haben mich hingelegt, einen pulszähler an den Finger geklemmt, eine Wahnsinns tolle örtliche Betäubung gegeben. Und dann haben wir Witze gerissen. D.h. Die haben rumgealbert und ich unterm Tuch mich hergekichert.

Es war ohne Schmerzen, ohne Panik, ohne Stress und ich war ein Zahnarztphobiker vom Feinsten.

Dir kann gar nix passieren. Ich hab das wunderbar überstanden.

08.12.2015 22:42 • #2


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Angst vor Wurzelspitzenresektion

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damke für Deine lieben Worte @Icefalki,
aber den Stress und die Angst habe ich jetzt schon in Form von Tränen und langsam wahnsinnig werden.

08.12.2015 22:49 • x 1 #3


Icefalki
Kenn ich auch, das war bei mir ja auch so. Und drum schrieb ich dir, dass es überhaupt nicht schlimm war..

Geh mal gedanklich alles wirklich durch. Total panisch reinkommen. Ok, noch kannst du gehen. Lage sondieren, sofern noch machbar. Noch kannst du gehen.

Hinlegen, Betäubung bekommen. Immer noch kannst du gehen. Jemand soll deine Hand halten und mit dir sprechen. Noch kannst du gehen, wenn die blöd sind.

Ergo, bis zum Schnitt, kannst du gehen. Und bis das erfolgt, kannst du mitmachen oder nicht. Du bist nicht ausgeliefert.

Du gehst, dann musst du für die Narkose sparen. So musst du denken.

Diese Hintertürchen haben mich immer erstmals dazu gebracht, überhaupt hinzugehen.

ich gehe einfach, wenn es nicht mehr geht. Und dann ist es immer gegangen.

Situationen in unseren Gedanken sind viel schlimmer, als dann in Wirklichkeit.

So sind wir halt. Und doch unendlich tapfer. Bis Januar ist auch noch Zeit. Panikschieben reicht noch bis kurz vorher.

Ok, du bekommst einen Nervenzusammenbruch. Die haben medis, dann wird dir geholfen.

Soweit wird es aber nicht kommen. Du bist nicht die erste, die Panik schiebt.

Und man erkennt die Paniker. Ich mach in der Praxis den Hörtest. Da ist man schön in einer kleinen Kabine drin und die Tür ist zu. Ich krieg alle Angsthasen da rein und wieder raus.

Glaub mir, med. Personal hat ein Herz für kleine Angsthasen.

08.12.2015 23:07 • x 1 #4


P
@Icefalki :
ich danke Dir für Deine Worte und für die Mühe die Du Dir gegeben hast mit dem Beitrag.

ehrlich gesagt hatte ich mir erhofft ein paar Antworten zu bekommen wegen dem Thema Vollnarkose.
hab schon gehört dass Weißjeitszähne unter Vollnarkose gezogen werden,
aber ich bin bißchen wirr weil ich da jetzt völlig nüchtern durch muss.

09.12.2015 22:41 • x 1 #5


V
Eine Freundin von mir ist auch Angstpatientin, besonders was Zahnärzte angeht. Sie hat eine Vollnarkose bekommen ohne Zuzahlung. Ich habe schon zwei Wurzelspitzenresektionen hinter mir. Ich bin voller Panik in die Praxis gegangen. Beim ersten Mal mussten der Doc mir sogar Valium zur Beruhigung geben. Aber das war nur wegen meiner Angst. Im Nachhinein kann ich sagen, dass die Behandlung völlig unproblematisch und schmerzfrei war n

09.12.2015 23:09 • #6


M
Vollnarkose ist begrifflich nicht ganz richtig. Bei zahnärztlichen, resp. kieferchirurgischen Eingriffen kann man eine Schlafspritze bekommen. Da gibt es zwei Mittel, das eine ist Propofol, das andere ist Dormicum, beides wird in die Vene gespritzt. Dormicum ist dabei ein sogenanntes Haluzinogen, es wirkt eine kurze Zeit und man kann sich nach dem Eingriff nicht mehr an den Eingriff erinnern. Weitere Informationen dazu findet man im Netz.

Eeine Ampulle Dormicum kostet nicht die Welt. Klar, der Arzt will auch Geld dafür haben, dass er die Spritze setzt, aber da reden wir nicht von 400 Euro!

Schau mal hier:
http://www.wurzelbehandlungberlin.de/dormicum

Da ist zwar auch von Vollnarkose die Rede, aber wie gesagt, es stimmt begrifflich nicht.

lg Mond

10.12.2015 07:54 • x 1 #7


engeline1705
Also ich kann dir von meiner Wurzelspitzenresektion erzählen. Auch ich hab so eine Panik davor gehabt ganz schlimm....ich war vorher sogar bei einer Hypnose wegen meinen Ängsten und Panikattacken...mir wurde auch der Knochen aufgesägt und dann die Zyste rausgenommen, ich hab es mir viel schlimmer vorgestellt als es war...
Ich hab nicht mal von meinen Ängsten erzählt aber ich war ganz ruhig nach Aussen nur innen hab ich gebebt....die haben mich abe rschon gefragt ob alles ok ist? Und mich an der Schulter gestreichelt. Ich hab versucht so ne Art Selbsthypnose zu machen...ist mir nicht ganz gelungen aber ich hab mir andere Bilder im Kopf hervorgerufen.
Und zu der Vollnarkose es ist so das wenn du zum Hausarzt gehst und sagst das du Angstpatient bist das die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Der Hausarzt wird irgendwas zur Krankenkasse schicken und dann bekommst du sie. Leider wissen es nicht viele oder es wird einem extra nicht gesagt...

10.12.2015 08:38 • #8


P
@engeline1705 , @Violetta und @Mond-am-Himmel

danke für Eure Beiträge

ich bin mir noch nict sicher wie ich damit umgehen werde

nach den Weihnachtstagen werd ich meine Hausärztin um Rat bitten.

10.12.2015 19:07 • x 2 #9


K
Hallo Painfull
Ich hatte verg. Monat eine solche Resektion mit ähnlichen zahnärztlichen Symptomen wie oben beschrieben.
Eine Vollnarkose ist meines Erachtens nicht notwendig, da der Chirurg Dir im Normalfall einige Spritzen (lokal) geben wird. So war es bei mir. 5 Spritzen gegeben, wobei man nur 1 oder 2 ganz kurz merkt, da die Wirkung der Betäubung extrem schnell eintritt. Dann nach ca. 10 min Warten auf die Betäubung ging's los... ich habe NIX gemerkt, wirklich überhaupt NIX! Ich hatte an den Tagen bei mir den Blutdruck gemessen, der war an dem Tag hoch, mehr aber auch nicht. Nachkontrolle und Fädenziehen (da hatte ich Schiss, weil ohne Betäubung) - alles ohne Probleme. Fäden ziehen ist in etwa so, als wenn man ein Pflaster abzieht - es ziept n bissel mehr nicht. Ich hatte eher mit den Nachwirkungen danach etwas zu kämpfen - Kopfschmerzen am Folgetag und eben die taube Zunge / Wange am Tag des Eingriffes. Beides ging aber alles schnell wieder vorbei.
Ich kann Dich nur ermutigen, es ohne Vollnarkose machen zu lassen, da eine solche IMHO ein viel grösseres Risiko bzw. Problem für den menschlichen Körper darstellt!
Falls Du Dir unsicher bist, achte auf die Wirkung der Spritzen. Du solltest ein taubes Gefühl im Mundbereich haben und evtl. wird die Zunge etwas taub... im Normalfall kannst Du sicher sein, dass Du dann keine Schmerzen haben wirst. Vertraue den Ärzten!

Was mir immer geholfen hat, bei solchen Dingen. Versuchen abzudriften, in dem man an schöne Dinge denkt... ich wäre dabei beinahe eingepennt....

btw. Ein Weissheitszahn muss bei mir noch raus....

13.12.2015 17:07 • x 1 #10


Icefalki
Painfull, ich habe mich ja als zahnphobiker geoutet. Und deshalb auch eine Vollnarkose selbst bezahlt. Das war aber vor über 13 Jahren. Damals war es für mich die einzigste Möglichkeit, damit umzugehen.

Anschließend die wurzelspitzenresektion konnte ich mit der Lokalen sehr gut durchstehen.

Wenn ich jetzt so überlege, war es dieses Ausgeliefertsein, das ich damals nicht ertragen konnte. Solche Situationen habe ich als total feindselig gegen mich gewertet, weil ich eh nicht mehr ein und aus wusste.

Dass die Menschen mir helfen würden, kam mir gar nicht in den Sinn. Ich war so in meiner Angstwelt gefangen, dass reales und klares Denken nicht möglich war.

Deshalb auch die Narkose, sonst hätte ich es nicht gemacht. Und Narkosen finde ich persönlich total klasse. Wachste wieder auf und alles ist erledigt, ok, die Wunden müssen noch heilen, wach ich nicht mehr auf, hat sich das auch erledigt. (Klingt jetzt krass, aber so denke ich einfach).

So oder so, lass es machen.

13.12.2015 19:36 • #11


jessiiii
Huhu .
Ich arbeite in einer Mund Kiefergesichts-chirurgischen Klinik . Wenn du eine Vollnarkose bekommen möchtest dann geh zu deiner Psychologen und lass es dir attestieren das es ohne diese nicht funktioniert oft übernimmt es dann die Krankenkasse.
Ansonsten kann ich dir Dormikum sehr empfehlen ... Leck-mich-am-Arsch Tablette .. wir geben oft eine Tablette, die kostet 35 Euro . Viele wissen schon noch was passiert, ist oft ist es ein beschwipstes Gefühl .Kommt halt auch drauf an wie hoch man es dosiert .. intravenös geben wir es auch.
In der Regel dauert die Wurzelspitzenresektion bei uns 20 min . Mit Dormikum gut machbar .
Viel Glück und alles Gute !

13.12.2015 20:01 • #12


P
@ jessiiii
ich bin derzeit nicht in psychologischer Behandlung. und einen Termin beim Facharzt hab ich erst wieder im Juni, glaub bis dahin hab ich die Wurzel selber rausoperiert. trotzdem danke fü den Tipp!

@ Icefalki
danke für Dein Outing und Deine Worte
das Gefühl des ausgeliefert seins ist nicht so das Problem bei mir und dass man mir da helfen will ist mir bewusst. ich hab egentlich nur Angst vor den körperlichen Schmerzen. ich hab zwei Krebserkrankungen hinter mir, incl allem was dazu gehört, also auch sehr schmerzhafte OPs etc. und ich hatte mit Anfang 20 mehrer OPs an den Augen, und auc die waren schmerzhaft. ich bin an sich nicht so der wehleidige Typ, aber ich hab Angst dass mir wieder ein Arzt weh tun wird. seit meiner vorletzten OP (wg dem Krebs) hab ich eine regelrechte Ärztephobie. ich geh also erst wenn ich den Kopf sozusagen schon unterm Arm hab - auch wenn ich viel öfter müsste zB wegen Nachsorge etc

@ Klump
auch Dir danke für die netten Worte und die Mühe die Du Dir gegeben hast.
ich bin froh zu lesen dass Du das auch unbeschadet überstanden hast.
ich denke ich werde das auch schaffen.

13.12.2015 20:13 • x 1 #13


igel
@-Jesiii Dormicum ? Bei euch wird aber scharf geschossen. 1,0 mg Lorazepam i.v. dürften doch auch genügen.

13.12.2015 20:18 • #14


jessiiii
Dormikum ist ein gängiges Präparat in unserer Branche

13.12.2015 21:21 • #15


A
@Painfull
Hatte schon mehrmals WSR und kann Dich ebenso beruhigen. Bei mir gab es auch mehrere örtliche Betäubungen
und ich merkte so gut wie nichts davon. Heute sind sie da schon sehr viel weiter.
Mach Dir keine unnötige Gedanken, die sind es nicht Wert und freu Dich einfach dass Dein Zähnchen dann wieder
in Ordnung kommt. Es tut nicht weh und hatte das schon ein paarmal, sogar zweimal beim Gleichen.

13.12.2015 21:32 • #16


K
Ich bin nicht so der Fan von Psychopharmaka oder eine Vollnarkose. Bedenkt. Zumindest bei mir hat man dazu noch 3 Röntgenaufnahmen gemacht. Eine beim Zahnarzt, 2 beim Chirugen (eine vor der OP, eine nach der OP). Das alles zusammen belastet meiner Meinung nach den Körper um ein vielfaches mehr, als wenn man lediglich die lokale Betäubung nutzt anstatt einer Vollnarkose. Sicherlich ist das einfach zu sagen bei einem Angstpatienten...
Painfull. Die Wundheilung ist eben das, was andauert. Auch das Spritzen bei einfachen Zahnarztbehandlungen... da ist das Spritzen meist hinterher wegen der Wundheilung nerviger als die eigentliche Behandlung mit einem kurzen Schmerzen...
Vielleicht ist die Tablettensache (wenn man es nur bedingt einsetzt) gar das Beste...wenn man zwingend etwas benötigt.

13.12.2015 21:34 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Icefalki
Painfull, also Schmerzen hast du da nicht. Die haben mir einen wunderbaren Block gesetzt, der was vom Feinsten. Und anschließend war auch alles gut. Also schmerzen, nee, da war wirklich nichts mit der lokalen Betäubung. Ehrlich.

13.12.2015 21:46 • #18


M
Zitat von jessiiii:
Ansonsten kann ich dir Dormikum sehr empfehlen ... Leck-mich-am-Arsch Tablette .. wir geben oft eine Tablette, die kostet 35 Euro .

Eine Tablette 35 Euro? Eine Packung mit 20 Tabletten (!) kostet um die 24 Euro. Eine Packung mit 10 Ampullen zur Injektion kostet um die 20 Euro. Mir wurde vom Arzt für eine Ampulle um die 5 Euro berechnet. 35 Euro für eine (!)Tablette, da sieht man mal wieder, wie die Ärzte ihre Patienten abzocken!

lg Mond

14.12.2015 07:39 • #19


jessiiii
Keine Ahnung ... ich mach die Preise nicht
...
Aber glaub mal unsere Patienten bekommen genug geschenkt....

14.12.2015 14:50 • #20


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