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Hallo Forumsgemeinde,

mein Name ist Michael, ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und mein Leben ist im Augenblick die Hölle für mich.

Vor ungefähr 1 1/2 Jahren fing alles für mich an, in dem ich mich für eine Karriere als Nachwuchsführungskraft entschieden habe. Arbeitstage mit 10-15 Stunden, viele Reisen und jede Menge Stress waren über lange Zeit meine täglichen Begleiter.
Ab Anfang 2011 wurde es sogar noch schlimmer. Meine Führungskräfte gaben mir noch mehr Aufgaben, meine Ansprüche an mich stiegen immer mehr und auch mein Kaffee- und Zig. erreichte ungeahnte Höhen.
Hinzu kamen immer wieder gestrichene oder gekürzte Urlaubszeiten und viele andere Enttäuschungen, die ich im Berufsleben erfahren habe.

Ungefähr ab Mai erlebte ich Albträume. Zuerst beruflicher Natur, dann privater und schließlich vermischt. Bei den beruflichen Albträumen ging es um negativ fokussierte Reflexion. Zumindest habe ich das immer gedacht. Ich habe geträumt, was man von mir anders oder besser erwartet hätte.
Dann kam die Vermischung mit meinem Privatleben. Ich träumte von Arbeitslosigkeit, sozialem Abstieg und vom Verlust meiner Selbstachtung.
Zuletzt wurden es Todesangstträume. Ich träumte von gesundheitlichen Problemen, meinem eigenen Tod und sah immer wieder meinen kleinen Sohn und meine Frau an meinem offenen Grab stehen.
Neben den Träumen hatte ich über eine sehr lange Zeit schon Schlafstörungen. Eine Nacht mit drei oder vier Stunden, auch am Wochenende, war schon viel. Ich war reizbar, habe einmal sogar meinen Laptop zertrümmert, weil ich mich im Restaurant nicht für ein Essen entscheiden konnte.

Vor sechs Wochen habe ich meinem Chef die Brocken hingeworfen und mir einen neuen Job gesucht und gefunden. Kurzzeitig wurde es besser aber jetzt ist alles wieder da.

- Ich habe Stiche, wirklich schwere Stiche, mittig in der Brust
- Wenn ich etwas schlucke, habe ich an zwei Stellen unter dem Brustbein das Gefühl einer
Verengung. Manchmal auch das Gefühl, mein ganzer linker Oberkörper würde sich zusammen
ziehen, wenn ich etwas zu hartes esse oder zu warmes / kaltes trinke
- Beklemmung und einen dauerhaften Druck, mitten auf der Brust

Vor drei Wochen bin ich dann zum Arzt gegangen. Viel zu spät, das weis ich auch.
- Mein EKG sah aus wie der DAX, weswegen ich eine Woche im Krankenhaus war. Angeborener
LSB, das hat viele Ärzte verwundert.
- MRT und Röntgen des Herzens waren in Ordnung
- Blutwerte alle unauffällig
- Lungenfunktionstest bestanden

Und nun?
Nach einer Woche wurde ich entlassen - ohne Befund. Zwei Tage konnte ich Arbeiten, jetzt bin ich wieder krank geschrieben. Laurazepam habe ich vom Hausarzt bekommen, sowie eine Überweisung zur Magenspiegelung inkl. Speiseröhre und zur Psychologin.

Reicht das?
Versteht mich nicht falsch, aber ich habe Angst. Angst davor, an Lungen- oder Speiseröhrenkrebs zu sterben. Meine Ärzte sagen mir alle, dass derart bedrohliche Krankheiten sicher schon aufgefallen wären, aber ich kann ihnen nicht glauben.

Jetzt da ich Euch schreibe, bumpert meine linke Lunge wieder und der Kloß im Hals sitzt stramm.

Was soll ich machen? Hat einer von Euch so eine ähnliche Situation schon erlebt und kann mir Ratschläge geben?

Bitte, ich will doch nicht sterben.

07.11.2011 18:31 • 19.11.2011 #1


11 Antworten ↓


hallo und herzlich willkommen,

ich kann aus eigener erfahrung sagen, sterben wirst du sicher nicht.
lass auf jeden fall alle untersuchungen machen, die du für deine eigene sicherheit brauchst.
ich kenne diese angst vor krankheiten und sterben nur zu gut. mir geht es ähnlich, so wie vielen anderen hier auch.
ich habe eine fülle an untersuchungen durch, die aufzuzählen würde den rahmen sprengen. einige davon auch mehrmals machen lassen.
ich glaubte auch nicht wirklich, dass die symptome psychischer natur sein sollten.
denn mitunter sind sie schwer auszuhalten.
auf alle fälle, las alles organische abklären und warte nicht zu lange mit der psychotherapie.

gruß

07.11.2011 19:07 • #2



Albträume mit negativ fokussierter Reflexion - Todesangst

x 3


Hi,

Danke für Deine Antwort. Glaubst Du wirklich, dass meine Smypthome psychischer Natur sein könnten und es gar keinen körperlichen Auslöser dafür gibt?

Für mich fühlt es sich echt an, zumal ich durch Laurazepam eine Muskelanspannung als Grund beinahe ausschließen kann.

LG,

Micha

08.11.2011 11:39 • #3


quiety
Hallo,
ich glaube auch, dass, wenn du schon in ärztlicher Behandlung warst, solche Krankheiten aufgefallen wären. Natürlich sage ich dir nicht, dass das in jedem Fall psychischer Natur ist, aber die Möglichkeit besteht. Gerade natürlich wegen dem Stress, den du privat und beruflich hast und hattest.
Ich weiß, du hast körperliche Schmerzen. Die sind keine Einbildung. Soviel, wegen deiner Aussage, dass sich das für dich echt anfühlt. Selbst wenn es psychischer Natur ist, sind diese Schmerzen echt. Die sind keine Einbildung. Dein Körper teilt dir auf diese Weise etwas mit. Wenn ich Angstzustände bekomme, habe ich Rückenschmerzen. Auch die sind keine Einbildung. Ich bin lange Zeit und immer wieder mal zum Arzt gegangen deshalb, aber nie konnte ein Arzt etwas feststellen. Mitlerweile weiß ich, dass es an der Psyche liegt. Es hat bei mir viele Jahre gedauert, bis ich mir das selbst eingestanden und auch verstanden habe.
Ich meine, klar, wer gesteht sich schon selbst leichtfertig ein, dass er Probleme mit der Psyche hat.
Ich wünsche dir natürlich, dass es etwas harmloses ist, und es dir schon bald wieder besser geht. Sollte es psychischer Natur sein, sei froh, dass du es so schnell erkannt, oder zumindest in diese Richtung gedacht hast. Viele brauchen viele Jahre oder manchmal auch Jahrzehnte dazu.

08.11.2011 11:57 • #4


Montag wissen wir mehr. Dann werden meine Speiseröhre, der Magen und die Därme untersucht. Im Vorgespräch versteifte sich die Ärztin auf die Theorie, ich hätte am Halsanfang, im Übergang von Speise- und Luftröhre, und hinter dem Brustbein vermutlich eine Engstelle. Ab chronische Entzündung oder Karzinom kann sie ohne Untersuchung natürlich nicht sagen. Alles weitere ergibt dann die Magenspiegelung im Klinikum.

Selbst wenn es zwei Tumore sind, habe ich noch berechtige Chancen. Die Angst ist im Augenblick zwar das offensichtlichste meiner Probleme, aber vorläufig nicht das gefährlichste.
Meinen ersten Termin beim Psychiater habe ich morgen. Mal sehen, was der zur Diagnose Angsttörung sagt. Den Test im Forum hier bestehe ich mit 35 (oder waren es 34?) Punkten.

08.11.2011 14:56 • #5


Zitat von Harmloser_Kerl:
Hallo Forumsgemeinde,

mein Name ist Michael, ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und mein Leben ist im Augenblick die Hölle für mich.

Vor ungefähr 1 1/2 Jahren fing alles für mich an, in dem ich mich für eine Karriere als Nachwuchsführungskraft entschieden habe. Arbeitstage mit 10-15 Stunden, viele Reisen und jede Menge Stress waren über lange Zeit meine täglichen Begleiter.
Ab Anfang 2011 wurde es sogar noch schlimmer. Meine Führungskräfte gaben mir noch mehr Aufgaben, meine Ansprüche an mich stiegen immer mehr und auch mein Kaffee- und Zig. erreichte ungeahnte Höhen.
Hinzu kamen immer wieder gestrichene oder gekürzte Urlaubszeiten und viele andere Enttäuschungen, die ich im Berufsleben erfahren habe.

Ungefähr ab Mai erlebte ich Albträume. Zuerst beruflicher Natur, dann privater und schließlich vermischt. Bei den beruflichen Albträumen ging es um negativ fokussierte Reflexion. Zumindest habe ich das immer gedacht. Ich habe geträumt, was man von mir anders oder besser erwartet hätte.
Dann kam die Vermischung mit meinem Privatleben. Ich träumte von Arbeitslosigkeit, sozialem Abstieg und vom Verlust meiner Selbstachtung.
Zuletzt wurden es Todesangstträume. Ich träumte von gesundheitlichen Problemen, meinem eigenen Tod und sah immer wieder meinen kleinen Sohn und meine Frau an meinem offenen Grab stehen.
Neben den Träumen hatte ich über eine sehr lange Zeit schon Schlafstörungen. Eine Nacht mit drei oder vier Stunden, auch am Wochenende, war schon viel. Ich war reizbar, habe einmal sogar meinen Laptop zertrümmert, weil ich mich im Restaurant nicht für ein Essen entscheiden konnte.

Vor sechs Wochen habe ich meinem Chef die Brocken hingeworfen und mir einen neuen Job gesucht und gefunden. Kurzzeitig wurde es besser aber jetzt ist alles wieder da.

- Ich habe Stiche, wirklich schwere Stiche, mittig in der Brust
- Wenn ich etwas schlucke, habe ich an zwei Stellen unter dem Brustbein das Gefühl einer
Verengung. Manchmal auch das Gefühl, mein ganzer linker Oberkörper würde sich zusammen
ziehen, wenn ich etwas zu hartes esse oder zu warmes / kaltes trinke
- Beklemmung und einen dauerhaften Druck, mitten auf der Brust

Vor drei Wochen bin ich dann zum Arzt gegangen. Viel zu spät, das weis ich auch.
- Mein EKG sah aus wie der DAX, weswegen ich eine Woche im Krankenhaus war. Angeborener
LSB, das hat viele Ärzte verwundert.
- MRT und Röntgen des Herzens waren in Ordnung
- Blutwerte alle unauffällig
- Lungenfunktionstest bestanden

Und nun?
Nach einer Woche wurde ich entlassen - ohne Befund. Zwei Tage konnte ich Arbeiten, jetzt bin ich wieder krank geschrieben. Laurazepam habe ich vom Hausarzt bekommen, sowie eine Überweisung zur Magenspiegelung inkl. Speiseröhre und zur Psychologin.

Reicht das?
Versteht mich nicht falsch, aber ich habe Angst. Angst davor, an Lungen- oder Speiseröhrenkrebs zu sterben. Meine Ärzte sagen mir alle, dass derart bedrohliche Krankheiten sicher schon aufgefallen wären, aber ich kann ihnen nicht glauben.

Jetzt da ich Euch schreibe, bumpert meine linke Lunge wieder und der Kloß im Hals sitzt stramm.

Was soll ich machen? Hat einer von Euch so eine ähnliche Situation schon erlebt und kann mir Ratschläge geben?

Bitte, ich will doch nicht sterben.

Wenn du mich fragst, würde ich dir raten einen guten Therapeuten zu suchen, dem deine Geschichte erzählen, und Ihn bitten das er dich sofort in eine REHA schickt. Solange du noch krankgeschrieben bist müßtest du sofort einen Platz finden, die können dich nicht abweisen. Spreche aus Erfahrung. Versuch nach vorne zu schauen, es kommen nur noch bessere Tage.

08.11.2011 15:42 • #6


Zitat von Juergen0810:
Zitat von Harmloser_Kerl:
Hallo Forumsgemeinde,

mein Name ist Michael, ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und mein Leben ist im Augenblick die Hölle für mich.

Vor ungefähr 1 1/2 Jahren fing alles für mich an, in dem ich mich für eine Karriere als Nachwuchsführungskraft entschieden habe. Arbeitstage mit 10-15 Stunden, viele Reisen und jede Menge Stress waren über lange Zeit meine täglichen Begleiter.
Ab Anfang 2011 wurde es sogar noch schlimmer. Meine Führungskräfte gaben mir noch mehr Aufgaben, meine Ansprüche an mich stiegen immer mehr und auch mein Kaffee- und Zig. erreichte ungeahnte Höhen.
Hinzu kamen immer wieder gestrichene oder gekürzte Urlaubszeiten und viele andere Enttäuschungen, die ich im Berufsleben erfahren habe.

Ungefähr ab Mai erlebte ich Albträume. Zuerst beruflicher Natur, dann privater und schließlich vermischt. Bei den beruflichen Albträumen ging es um negativ fokussierte Reflexion. Zumindest habe ich das immer gedacht. Ich habe geträumt, was man von mir anders oder besser erwartet hätte.
Dann kam die Vermischung mit meinem Privatleben. Ich träumte von Arbeitslosigkeit, sozialem Abstieg und vom Verlust meiner Selbstachtung.
Zuletzt wurden es Todesangstträume. Ich träumte von gesundheitlichen Problemen, meinem eigenen Tod und sah immer wieder meinen kleinen Sohn und meine Frau an meinem offenen Grab stehen.
Neben den Träumen hatte ich über eine sehr lange Zeit schon Schlafstörungen. Eine Nacht mit drei oder vier Stunden, auch am Wochenende, war schon viel. Ich war reizbar, habe einmal sogar meinen Laptop zertrümmert, weil ich mich im Restaurant nicht für ein Essen entscheiden konnte.

Vor sechs Wochen habe ich meinem Chef die Brocken hingeworfen und mir einen neuen Job gesucht und gefunden. Kurzzeitig wurde es besser aber jetzt ist alles wieder da.

- Ich habe Stiche, wirklich schwere Stiche, mittig in der Brust
- Wenn ich etwas schlucke, habe ich an zwei Stellen unter dem Brustbein das Gefühl einer
Verengung. Manchmal auch das Gefühl, mein ganzer linker Oberkörper würde sich zusammen
ziehen, wenn ich etwas zu hartes esse oder zu warmes / kaltes trinke
- Beklemmung und einen dauerhaften Druck, mitten auf der Brust

Vor drei Wochen bin ich dann zum Arzt gegangen. Viel zu spät, das weis ich auch.
- Mein EKG sah aus wie der DAX, weswegen ich eine Woche im Krankenhaus war. Angeborener
LSB, das hat viele Ärzte verwundert.
- MRT und Röntgen des Herzens waren in Ordnung
- Blutwerte alle unauffällig
- Lungenfunktionstest bestanden

Und nun?
Nach einer Woche wurde ich entlassen - ohne Befund. Zwei Tage konnte ich Arbeiten, jetzt bin ich wieder krank geschrieben. Laurazepam habe ich vom Hausarzt bekommen, sowie eine Überweisung zur Magenspiegelung inkl. Speiseröhre und zur Psychologin.

Reicht das?
Versteht mich nicht falsch, aber ich habe Angst. Angst davor, an Lungen- oder Speiseröhrenkrebs zu sterben. Meine Ärzte sagen mir alle, dass derart bedrohliche Krankheiten sicher schon aufgefallen wären, aber ich kann ihnen nicht glauben.

Jetzt da ich Euch schreibe, bumpert meine linke Lunge wieder und der Kloß im Hals sitzt stramm.

Was soll ich machen? Hat einer von Euch so eine ähnliche Situation schon erlebt und kann mir Ratschläge geben?

Bitte, ich will doch nicht sterben.

Wenn du mich fragst, würde ich dir raten einen guten Therapeuten zu suchen, dem deine Geschichte erzählen, und Ihn bitten das er dich sofort in eine REHA schickt. Solange du noch krankgeschrieben bist müßtest du sofort einen Platz finden, die können dich nicht abweisen. Spreche aus Erfahrung. Versuch nach vorne zu schauen, es kommen nur noch bessere Tage.



Hallo Juergen0810,

ich trete jede Therapie, jede REHA und jede Kuhr an, die mir empfohlen werden wird. Im Augenblick kämpfe ich noch an zwei Fronten, denn ich habe meine Ängste nicht im Griff und ich habe die lebhafte Vision meines baldigen Krebstods, auch wenn es dafür noch keinen Befund gibt.

Morgen beginnt für mich mit der ersten Sitzung die Psychotherapie. Ich habe Angst- und Panikzustände, die ich im Augenblick nur medikamentös in den Griff bekomme. Das wird sich hoffentlich bald geben. Ich habe großes Vertrauen in die Therapie.
Meine Ängste haben sich in Albträumen von beruflichen zu gesundheitlichen Träumen verändert. Träume ich erst von meiner unzufriedenen Chefin, so bekam ich dann irgendwann Angstzustände in der Nacht, weil ich im Job zu versagen geglaubt hatte. Anschließend träumte ich immer wieder von meinem Tot und meiner Beerdigung, bei der ich meinen Sohn und meine Frau an meinem offenen Grab habe stehen sehen.
Was diesen Punkt angeht, so sind wir uns sicherlich einig, habe ich ein psychisches Problem. Ob ein vollständiger Burn-Out dem voraus gegangen ist, sollen die Fachleute klären. Für mich steht außer Zweifel, dass meine Seele Schaden genommen hat.

Körperlich habe ich verschiedene Leiden, die sich auch medikamentös nicht abschalten ließen. Ich habe ein Druckgefühl hinter dem Brustbein, wenn ich raue oder feste Dinge schlucke. Ich habe Schmerzen in der oberen linken Brust, wenn ich mich körperlich anstrenge.

Trotz MRT des Herzens, Röntgen der Wirbelsäule und des Brustraums und diversen anderen Untersuchungen, konnte bisher kein Arzt etwas finden. Morgen bekomme ich noch einen weiteren kleinen Bluttest, mit dem ich auf die bevorstehende Magenspiegelung vorbereitet werden soll und am 23. eine Blutuntersuchung, in der gezielt nach Tumormarkern geschaut werden soll. Die Magenspiegelung habe ich am 14.

Meine Ärzte sind sich sicher, dass ich neben den Psychischen auch biologische Probleme habe. Aber welche, das können sie mir im Augenblick nicht sagen. Sie glauben, dass ein Tumor bereits auf meinen bisherigen Blutbildern aufgetaucht sein sollte, aber Gewissheit kann mir bisher keiner geben.

Eben deswegen habe ich Angst. Ich habe Angst vor etwas, das mir erst in zwei oder drei Wochen offenbart werden wird. Vielleicht hat meine Psyche ja Recht und ich werde bald sterben.

Wird es jetzt deutlicher, was genau mein Problem ist und warum ich eine REHA im Augenblick nicht mit Prio 1 verfolgen kann?

Lieben Gruß,

Micha

08.11.2011 20:02 • #7


Hallo Harmloser_Kerl,
ich schalte mich mal dazu.

Dir scheint es momentan ja nicht so toll zu gehen.
Lass alle Untersuchungen machen, dann hast du Gewissheit, die brauchst du sicher.
Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass bei all deine Untersuchungen Befundlos sein werden. Die Psyche kann so einiges anstellen, nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper!

Dein Karriereweg ist beindrucken, aber genauso erscheckend. Das kann kann doch garnicht durchhalten! Irgendwann ist sense. Dein Körper hat dich jetzt zum Anhalten gezwungen!

Und das du Angst vor Krebs hast, lässt sich vielleicht so erklären: Krebs ist eine schlimme Krankheit, die oft auch tödlich verläuft. Du hast geschrieben, du siehst deine Frau und dein Kind vorm Grab? Das muss sehr schlimm für dich sein!
Da du 34 bist nehme ich an, das dein Sohn noch recht jung ist?
Und ich nehme an, dass du durch deinen beruflichen Werdegang bisher nich so viel Zeit für ihn hattest?
D.h. wenn du jetzt sterben würdest, könntest du das nicht mehr nachholen.

Ich kenne dich nicht, aber rein vom lesen, ist es für mich logisch nachvollziehbar.

Versuch dich nicht allzu verrück zu machen, bevor du die Ergebnisse der Untersuchungen hast.
Du bist jetzt krankgeschrieben. Nimm ein wenig Stress raus und genieß die Zeit mit deiner Familie.
Es wir sich alles geben, aber du braucht Ruhe und Geduld. Und egal was bei den Untersuchen rauskommt, ist psychologische Begleitung sehr sinvoll, damit du deine Lebensqualität zurück gewinnst.

Ich wünsche dir viel Kraft und Ruhe
viele Grüße

08.11.2011 22:45 • #8


Hallo Micha, vor ein paar Tagen hab ich dir noch Tipps gegeben, und jetzt hats mich auch erwischt. Schon seit Jahren habe ich immer wieder depressive Phasen, angst zu versagen, angst vor Gesprächen mit Kunden, Angst vor jeder Messe die ich als aussteller wahrnehme. Ca. 4-5 pro Jahr. Letzte Messe war anfang Oktober, wo ich gleich im anschluss daran meinen Jahresurlaub angehängt habe und 2 wochen mit meiner Frau auf Zypern verbracht habe. Ich konnte mich irgendwie nicht richtig erholen und bin dann ab 2 November wieder zur arbeit. fast jeden tag mußte ich auf meine Heilsbringer (Lorazepam) zurückgreifen um die Stunden zu überstehen. doch vorgestern wars soweit, meine Beine und mein Kopf wollten nicht mehr und mich hats einfach umgehauen. Meine Frau hat mich gleich zum Neurologen gebracht und dieser hat mir gleich einen Einweisunsschein in eine psychiatrische Klinik mitgegeben, wo ich jetzt noch abwarten muß bis ein Bett frei wird. Doch meine Familie sieht dies positiv und meinen die werden mich schon wieder aufrichten. Siehs auch du positiv, und lass dich nicht unterkriegen. Gruß Jürgen

11.11.2011 13:41 • #9


guten abend,

es ist schon erschreckend, was man hier so ließt.
die krebsangst kenne ich auch nur zu gut. und kann diese auch nachvollziehen.
das schlimme ist, jemand der diese ängste nicht kennt, kann sie auch nicht verstehen.

ich kann nur noch mal anraten, alles an untersuchungen durchführen zu lassen.
begleitend dazu auch schnellstmöglich eine therapie zu beginnen.
sich zu beruhigen ist nicht einfach, manchmal sogar unmöglich bevor man die ergebnisse der untersuchungen hat. auch ich habe jede menge untersuchungen gemacht bekommen. fast alle waren ohne befund. ein paar kleinigkeiten die aber nicht tragisch sind. gastritis unter anderem.
2 weitere termine stehen nächste woche an, innere medizin und lungenarzt.
ich bin nach all den befundlosen sachen etwas ruhiger geworden. richtige panikattacken hatte ich jetzt schon ne weile nicht mehr. aber die angst ist geblieben. und die symptome, welche sich auch ständig ändern.
brennen in der lungengegend, schmerzen überall mal mehr mal weniger, druck im bauch, schlecht luft bekommen, die ganze palette.

ich wünsche euch natürlich ebenfalls, das alles befundlos sein wird, und ihr dann mit hilfe von therapie oder auch klinik einen weg findet, in ein halbwegs normales leben.

die psyche kann eine menge anstellen mit unserem körper. und die sympome und schmerzen sind tatsächlich da. das ist keine einbildung. aber ob es wirklich mit einer angsterkrankung einhergeht, kann man erst beurteilen, wenn organisch alles abgeklärt ist.
laßt uns wissen, wie die ergebnisse aussehen.

liebe grüße
nolleck

19.11.2011 17:44 • #10


guten abend,

es ist schon erschreckend, was man hier so ließt.
die krebsangst kenne ich auch nur zu gut. und kann diese auch nachvollziehen.
das schlimme ist, jemand der diese ängste nicht kennt, kann sie auch nicht verstehen.

ich kann nur noch mal anraten, alles an untersuchungen durchführen zu lassen.
begleitend dazu auch schnellstmöglich eine therapie zu beginnen.
sich zu beruhigen ist nicht einfach, manchmal sogar unmöglich bevor man die ergebnisse der untersuchungen hat. auch ich habe jede menge untersuchungen gemacht bekommen. fast alle waren ohne befund. ein paar kleinigkeiten die aber nicht tragisch sind. gastritis unter anderem.
2 weitere termine stehen nächste woche an, innere medizin und lungenarzt.
ich bin nach all den befundlosen sachen etwas ruhiger geworden. richtige panikattacken hatte ich jetzt schon ne weile nicht mehr. aber die angst ist geblieben. und die symptome, welche sich auch ständig ändern.
brennen in der lungengegend, schmerzen überall mal mehr mal weniger, druck im bauch, schlecht luft bekommen, die ganze palette.

ich wünsche euch natürlich ebenfalls, das alles befundlos sein wird, und ihr dann mit hilfe von therapie oder auch klinik einen weg findet, in ein halbwegs normales leben.

die psyche kann eine menge anstellen mit unserem körper. und die sympome und schmerzen sind tatsächlich da. das ist keine einbildung. aber ob es wirklich mit einer angsterkrankung einhergeht, kann man erst beurteilen, wenn organisch alles abgeklärt ist.
laßt uns wissen, wie die ergebnisse aussehen.

liebe grüße
nolleck

19.11.2011 17:52 • #11


upps, da gabs wohl ein problem.
sorry wegen des dopelten beitrages

19.11.2011 19:32 • #12



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