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Hallo.

ich weiss gerade nicht mehr an wen ich mich wenden kann .. alles ist ziemlich Aussichtslos und ich kann gerade einfach nicht mehr...

Aber kurz erstmal zur Situation:
Ich bin gerade dabei meine Bachelorarbeit zu "schreiben" - am 31.3. Endet das Semester und somit auch die letzte Chance für mich das Studium zu beenden. Doch leider komme ich bei der Arbeit kein Stück vorran. Ich habe ziemlich viel verbockt und mein Betreuer ist so gut wie nicht vorhanden bzw. ich fühle mich total im Stich gelassen....
Mein Problem ist, ich habe schon vom Prüfungsausschuss eine Gnadenfrist bekommen, diesen Winter noch fertig studieren zu dürfen. Seit Ende 2012 kämpfe ich mit einigen psychischen Problemen, konnte dadurch nur noch mäßig studieren und habe auch alles vorbeiziehen lassen. Ich hatte es damals noch mit Mühe und Not geschafft die fast letzten Prüfungen durchzuziehen - doch ab Mitte 2013 ging nichts mehr. Ich war einfach nur am Ende.... Ich hatte mir Hilfe gesucht, bin in Behandlung gegangen, aber so wirklich vorwärts bin ich nicht gekommen. Mitte 2014 wurde ich dann schonmal von der Universität "rausgeworfen" - ich habe damals alles mobilisiert und mit ärztlichen Attesten noch eine Gnadenfrist bekommen. Ab Mitte August war ich dann auch in teilstationärer Therapie bis Mitte Oktober. Danach war ich leider noch bis Ende November total fertig mit der Welt. Konnte mich als nicht um meine Abschlussarbeit kümmern...
Im Dezember hatte ich mich dann einigermaßen wieder gefangen und bin auf die Suche nach einem Betreuer gegangen... Es hagelte nur absagen mit Kommentaren, dass ich dafür viel zu spät dran sei und ähnlichem ... Mit etwas Glück hatte ich dann doch jemanden gefunden, der mir ein Thema gegeben hat.
Zwischen Dezember und Neujahr hatte ich eine Tiefphase und konnte nicht wirklich starten.... Aber mich dann aufgerappelt um zumindest auf meine letzte Klausur Anfang Februar zu lernen....
Ich hatte meinem Betreuer dann auch noch geschrieben, dass ich bald eine Termin haben möchte um das Thema zu besprechen, weil es keine Literatur gibt und ich so nicht darüber schreiben kann.
Eine Antwort kam erstmal nicht, Anfang Februar hatte ich nochmal ne mail geschrieben und dann endlich einen Termin gegen Ende Februar bekommen. In dem Gespräch habe ich geschildert das es nichts gibt, und ob es Sinn macht sich allgemein auf das Thema zu fokussieren. Mit der Aussage: Ich kenn mich bei dem Thema nicht aus, das wirst du schon machen bin ich gegangen. Seitdem sitze ich an dem Thema und finde kein vorne und hinten, weiss nicht wie ich es angehen soll.

Letzte Woche hatten wir eigentlich einen Termin ausgemacht, ich war da, nur mein Betreuer war krank ... Ich war fertig mit der Welt und konnte an dem Tag nichtmal ne mail schreiben. Die Tage darauf hab ich ihn nicht erreicht - trotz dass ich Freitag von früh bis spät angerufen habe und die Dame im Sekretariat genervt habe, ihn nicht erreicht. Nun sind es knapp 2 Wochen bis zur Abgabe und ich weiss nicht was ich machen soll... Ich kann nicht mehr schlafen, nicht mehr denken.. Und dazu kommt noch dass der Betreuer jetzt wegfährt auf die cebit und ich auch nicht mit ihm reden kann...

Die Ideen die ich für die Arbeit hatte, gibt es alles schon - während der Recherche die letzten 2 1/2 Wochen habe ich Artikel gefunden die genau das Thema behandelt haben und alle Ideen das Thema zu beleuchten und den aktuellen Stand in der Literatur zu beschreiben, wurden schon abgehandelt... Wenn ich das nun auch schreibe, ist es ein Plagiat und ich bin auch durchgefallen... Und was ich nun tun soll kann ich mit niemanden absprechen

Im Grunde bedeutet es, dass ich diese Arbeit nicht schreiben kann und damit nun die letzten 5 Jahre in den Sand setze von meinem Studium. Ich habe schon länger als üblich gebraucht, in den letzten Monaten gekämpft mit mir und meiner Umwelt. Nehme Elontril um einigermaßen aus dem Bett zu kommen.... und nun steh ich da und bin einfach nur noch fertig mit der Welt......

Ich weiss nicht mehr weiter - ich mein ich werde 29 diese Jahr und habe dann keine fertige Ausbildung? .... was soll ich blos machen? Hilfe!

15.03.2015 09:24 • 28.03.2015 #1


36 Antworten ↓


Hi, was stdierst du denn und an welcher Hochschule? Kommt mir merkwürdig vor, so schnell rausgeworfen zu werden. 5 Jahre für den Bachelor sind keine Seltenheit. Ich selbst habe auch 5 Jahre dafür gebraucht aber nie auch nur ein Wörtchen von möglichem Rausschmiss gehört. Der Rekordhalter war sogar schon im 37. Semester.

Ansonsten ist die Situation verfahren. Wenn du gesundheitlich nicht studierfähig bist/warst, hättest du besser Urlaubssemester genommen. Als einzige Möglichkeit, die Arbeit fertigzustellen, fällt mir nur Ghostwriting ein.

15.03.2015 09:54 • x 1 #2



5 Jahre Studium für nichts

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Schlaflose
Zitat von nobo:
Die Ideen die ich für die Arbeit hatte, gibt es alles schon - während der Recherche die letzten 2 1/2 Wochen habe ich Artikel gefunden die genau das Thema behandelt haben und alle Ideen das Thema zu beleuchten und den aktuellen Stand in der Literatur zu beschreiben, wurden schon abgehandelt... Wenn ich das nun auch schreibe, ist es ein Plagiat und ich bin auch durchgefallen... Und was ich nun tun soll kann ich mit niemanden absprechen


Eine Bacherlorarbeit ist doch keine Doktorarbeit, wo man etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes "erfinden" muss. Ich habe vor mehr als 25 Jahren meine 1. Staatsexamensarbeit geschrieben und die bestand daraus, dass ich schon existierende Theorien zum Thema dargestellt, miteinander verglichen und beurteilt habe. Zum Plagiat wird etwas erst, wenn man die Quellen nicht angibt, aus denen man seine Informationen hergenommen hat und sie als die eigenen ausgibt.

15.03.2015 10:39 • x 1 #3


Hallo,

danke euch beiden für die Antwort...

Zitat von kyro:
Hi, was stdierst du denn und an welcher Hochschule? Kommt mir merkwürdig vor, so schnell rausgeworfen zu werden. 5 Jahre für den Bachelor sind keine Seltenheit. Ich selbst habe auch 5 Jahre dafür gebraucht aber nie auch nur ein Wörtchen von möglichem Rausschmiss gehört. Der Rekordhalter war sogar schon im 37. Semester.

Ansonsten ist die Situation verfahren. Wenn du gesundheitlich nicht studierfähig bist/warst, hättest du besser Urlaubssemester genommen. Als einzige Möglichkeit, die Arbeit fertigzustellen, fällt mir nur Ghostwriting ein.


Ich studiere Wirtschaftsinformatik an der Universität ... Bei uns ist es recht strikt geregelt mit der Prüfungsordnung. 6 Semester Studienzeit, 2 Semester aufschub und alles andere muss danach durch Härtefallanträge erkämpft werden. Meine Gnadenfrist für den Winter habe ich mit ärztlichem Attest erhalten, nachdem ich letztes Jahr schon einen Brief bekommen habe in dem mir "das endgültige nichtbestehen meines Studiums mitgeteilt wurde".

Du hast Recht mit den Urlaubssemestern - in meinem Kopf wollte ich es immer schaffen und habe es probiert. Ich weiss das es meine Verantwortung ist, aber nach solanger Zeit zu studieren, wollte ich nicht aufgeben und hatte immer fest im Kopf das es sich ausgeht.... Somit auch die Hoffnung mit der Arbeit fertig zu werden. Wie ich erst weider im Dezember fit war, waren es noch 3 Monate bis zum Ende des Semesters und für mich erschien es irgendwie als machbar und somit hab ich nicht schon gleich aufgeben und aufschieben wollen

Zitat von Schlaflose:
Eine Bacherlorarbeit ist doch keine Doktorarbeit, wo man etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes "erfinden" muss. Ich habe vor mehr als 25 Jahren meine 1. Staatsexamensarbeit geschrieben und die bestand daraus, dass ich schon existierende Theorien zum Thema dargestellt, miteinander verglichen und beurteilt habe. Zum Plagiat wird etwas erst, wenn man die Quellen nicht angibt, aus denen man seine Informationen hergenommen hat und sie als die eigenen ausgibt.


Hallo Schaflose,
ich stimme dir da zu - es ist bei mir auch nur eine Literaturarbeit - zu Beginn der Arbeit, war es das Thema mit einem bestimmten Hintergrund zu beleuchte. Da es aber in dem Bereich nichts gab war die Antwort von meinem Betreuer, dass es okay wäre das Thema Allgemein abzuhandeln ... Nur gibt es da soviel Literatur das ich mich dann auf die Wirtschaftsinformatik eingegrenzt habe und mir die ersten Gedanken zur Strukturierung gemacht, nachdem ich die Literatur grob gesichtet hatte. Erst bei richtigem lesen der Literatur ist mir aufgefallen, das a) es schon 3 Fachzeitschriften Artikel gibt die genau das gleich aus 3 unterschiedlichen Perspektiven geschrieben haben b) durch die Eingrenzung in den Bereich der Wirtschaftsinformatik meine Strukturierungen nur noch so halb funktionieren. Aus der vorhanden Literatur lässt sich für mich gerade somit keine neue Struktur schaffen... Oder ich schreibe es wie gedacht und es ist ein Plagiat von den 3 Artikeln auf die ein oder andere Weise

Vielleicht male ich mir auch alles zu negativ, aber das ich es nichtmehr mit meinem Betreuer absprechen kann und er auch die Arbeit noch nicht offiziel angemeldet hat macht mich einfach fertig...
Ich weiss nicht wo mir der Kopf steht

Danke euch fürs lesen, ich brauch gerade mal einen Ort wo ich all diese Gedanken aus meinem Kopf rauskriege ... diese Gedankenspiralen machen mich fertig

15.03.2015 16:50 • #4


Na da kann ich vielleicht etwas unterstützen. Ich habe Wirtschaftsinformatik an der Uni Münster studiert. Wie lautet denn das Thema? Ich könnte eventuell Korrekturlesen.
Da die Arbeit noch icht angemeldet ist, läuft deine 6 Wochen Frist auch noch nicht. Vielleichjt kannst du mit deinem Betreuer einen Deal aushandeln, dass das Abgabedatum auf den letzten Tag des Semesters datiert wird. Habe ich mit meinem Prof. ausgehandelt. Bei mir waren es aber auch nur 5 Tage, die die Bearbeitungszeit drüber ging. Und ich stand nicht unter dem Druck, ansonsten rausgeworfen zu werden. Bei mir ging es nur darum, dass ich nicht wegen ein paar tagen noch ein weiteres Semester eingeschrieben sein muss. Das kostet schließlich.

Wenn es mit der Arbeit nichts mehr wird in diesem Semester, dann misst du dir etwas einfallen lassen. Eventuell irgendwie selbst exmatrikulieren um zu verhindern, dass du endgültig das Studium nicht bestanden hast. Dann kannst du es an einer anderen Hochschuke fortsetzten. Diese Regelung mit plus zwei Semestern ist ja fies. Gab es bei uns nicht. Bis 11 Semester hat auch keiner was gesagt, das weiß ich, weil ich 10 hatte und ein Freund 11. Darüber hinaus ging glaub ich auch. Denen war egal, ob da jemand eingeschrieben ist. Man muss halt selber zusehen, dass man das finanziert bekommt, aber der Uni entsteht dadurch ja kaum Aufwand oder Kosten.

15.03.2015 16:59 • x 1 #5


Danke für die schnelle Antwort,

ich hab dir das Thema per Nachricht geschickt.

Bei uns läuft das alles automatisch, der schrieb kommt auch einfach nur maschinell erstellt zu.
Und wegen dem überlegen - ich hab mich nicht krank schreiben lassen bisher, weil ich sonst nicht schreiben/studieren dürfte. Und mein Wunsch/Ziel war es schon noch das Studium abzuschließen ... Jetzt bringt mir das natürlich nichts, wenn ich eine Verlängerung beantragen möchte, denn ich kann nichts nachweisen. Außer das mein teilstationärer Aufenthalt im Oktober geendet hat, ich Propatorische Sitzungen für einen Therapieplatz hatte (auf den ich seit Ende Januar warte?) und regelmäßig zur Ärztin wegen dem Elontril gegangen bin (was ich Mitte november verschrieben bekommen habe) ....

Aber es sind alles keine Krankschreibungen....

15.03.2015 17:09 • #6


Jetzt ist es eh zu spät. Du hättest dich aber nicht völlig studierunfähig (Urlaubssemester) melden müssen. Es geht auch, ein Attest für eingeschränkte Studierfähigkeit vorzulegen. Dan kann man Prüfungen ablegen, so viel man schafft. Und selbst beim Bafögamt und Prüfungsamt lassen die dann Gnade walten. Mir haben die daher den erforderlichen Leistungsnachweis fürs Bafög trotz 30 fehlender ECTS nach vier Semestern ausgestellt.

15.03.2015 18:59 • x 1 #7


Danke für den Hinweis , sowas hat mir bisher niemand gesagt oder mitgeteilt, weder meine Ärzte, mein Therapeut noch die Studienberatung bei uns

15.03.2015 21:08 • #8


Kyro, aus dir wäre auch ein guter Anwalt geworden!

15.03.2015 21:26 • #9


Da ist ein bisschen was dran. Ich habe mich schon immer genau über meine Rechte informiert und die vielfach ein gefordert. Bei Ämtern habe ich auch ziemlich rausgeholt was geht. Anwalt wollte ich nie werden, da müsste ich gegen mein Gewissen Schuldige vertreten. Richter hat mich aber interessiert.

Inzwischen habe ich anhand des Studiums und meiner ersten Stelle auch umfassende Rechtskenntnisse. Mein erster Arbeitgeber war ein Dienstleister für Recht. Kunden waren Anwälte, Gerichte etc.

15.03.2015 21:56 • #10


@Kyro:

Das sag ich echt wenigen Leuten, aber du machst nen echt sympathischen Eindruck auf mich.

Weißt du wieso?

Es ist die seltene Kombination aus Intelligenz UND "etwas durchgemacht im Leben".
Leider, leider gibt es im Leben meist nur das eine oder das andere.

Intelligenz = idR keine, wenig Probleme im Leben, gute Verhältnisse, muss viele Täler im Leben NICHT durchschreiten --> Arroganz, Ignoranz = widerlicher Charakter

"etwas durchgemacht im Leben" = holt einen vom hohen Ross runter, holt einen aus dieser bekloppten Utopie des "man muss nur wollen", "alles ist möglich, wenn man nur will", öffnet die Augen für das Elend der Leute und generell für eine realitische Einschätzung des Lebens und der Interaktion von einem Selbst mit seiner Umwelt.

Beides zusammen gibts leider selten, fällt, mir zumindest, daher direkt auf.

Keine Ahnung, ob das nun alles (alles) dich zutrifft, aber du bist (für mich) das sympathischste neue Mitglied. Wollts mal gesagt haben.

17.03.2015 21:42 • #11


verschoben

17.03.2015 21:50 • #12


Ein kurzes Update:

- ich habe seit Montag probiert an der Arbeit weiter zu machen. Bis auf Quellen lesen, noch mehr Quellen suchen, den Kopf zerbrechen was ich schreiben kann und wie und warum, bin ich nicht vorran gekommen.

Es ist diese schei. pseudo Produktivität die mich gerade auch noch zurückhält....

Ich hatte gestern (Dienstag) ein kurzes Telefonat mit meinem Betreuer (ich glaube er hatte schlechtes Gewissen, weil er krank war, weg ist etc.) ... im Endefekt weiss er, dass die Einordnung etwas schwieriger ist. Die Ideen die wir durchgegangen sind haben mir nicht weiter geholfen...
Ich habe heute nach queerlesen der PDFs das ganze nochmal anders aufgezogen. Habe mir einige Beispiele für Literaturanalysen in meinem Fachbereich angeschaut. Beschlossen mich nun an dem Schema zu orientieren...
Irgendwie werde ich wahrscheinlich bis zum letzten Tag daran sitzen ...

Das mit dem schlafen und der Konzentration ist nicht prickelnd - ich habe Tavor als Notlösung verschrieben bekommen: 1mg hat erstmal gar nicht gewirkt - ich lag noch ewig wach im Bett und kam nicht aus dem Bett heute morgen. Kaum Antrieb.... Wenn ich weiter so zu kämpfen habe, ist es ne Idee sich krank schreiben zu lassen..

Mal sehen wie es sich morgen gibt...

19.03.2015 03:07 • #13


Luna70
Wenn du jetzt ein Schema hast, ist das wahrscheinlich doch schon mal gut. Ich denke, du solltest nun auf jeden Fall einen Anfang machen und auch schreiben. Hauptsache, du hast einen Anfang gemacht.

Meinem Mann ging es damals auch so mit seiner Diplomarbeit. Er hat monatelang Recherche gemacht, immer wieder alles umgeworfen und von vorne angefangen. Am Ende war wie bei dir nur noch wenig Zeit. Sobald mal die Einleitung auf dem Papier stand und die Gliederung geschrieben war (ich nehmen mal an, das macht man auch heute noch so), ging der Rest dann auch. Zwar mit unglaublicher Kraftanstrengung, aber am Ende dann haarscharf noch pünktlich. Er musste nur den Anfang machen. Irgendwann musst du mal die Richtung festlegen und auch wirklich anfangen. Also jetzt.

Denkst du, dass dir die Krankmeldung wirklich was nützt? Wäre es nicht besser, mit den letzten Kraftreserven das Ganze irgendwie durch zu ziehen?

Ich drücke dir fest die Daumen, dass du es schaffst!

19.03.2015 12:39 • x 1 #14


Die Krankmeldung nützt gar nichts. Die Prüfungsleistung zählt zu dem Semester, in dem die Arbeit abgegeben wird. Da du ja kein weiteres Semester hast ist der 31.03.2015 also die absolute Deadline.

Viel Erfolg. Und notfalls hol dir professione Hilfe zum Schreiben. Alleine ist das mehr als sportlich, das bis zur Deadline noch hinzukriegen.

19.03.2015 13:28 • #15


Hallo Luna & Kyro

Danke für eure Tipps. Ich habe auch wenige fertige Seiten und mehrere Gliederungspunkte die mit Stichpunkten und Satzkonstruktionen gefüllt sind, jedoch nicht annähernd eine Arbeit die in einem Abgabefertigen Zustand ist.

Ich bin seit Montag krank geschrieben, zunächst von meiner Hausärztin. Ich hatte am Montag einen Termin wegen Schlafproblemen, der Unruhe, Spannungsbezogene Kopfschmerzen und habe dort um Medikamentöse Unterstützung gebeten, um noch arbeitsfähig zu sein/bleiben..... Eine Krankschreibung gab es nach einer kurzen Untersuchung oben drauf, ohne groß fragen zu müssen.
Mittwoch und Heute hatte ich einen Termin bei meiner Ärztin die an der Klinik (psychiatrische Ambulanz) mich medizinisch betreut (wg. Antidepressiva etc.). Nach dem Zustand an dem ich am Mittwoch war, wurde mir mehr als nur nahegelegt in stationäre Behandlung zu gehen..... Und es gab die 2te Krankschreibung noch mit dazu... Ich habe von Mittwoch bis jetzt nicht viel gemacht, ich lag im Bett, habe versucht zu schlafen, habe die Decke angestarrt und mich abgelenkt, weil ich nicht mehr kann... zumindest gerade kann ich einfach nicht mehr... Die letzten Tage habe ich mich trotz der körperlichen und psychischen Situation an den PC gesetzt und so gut es geht gearbeitet... Gerade ist jedoch auch der letzte funken Kraft aufgebraucht. Nach einem Zusammenbruch am Mittwoch an dem ich emotional, psychisch und körperlich am Boden war (inkl. dem "Drang" sich selber zu verletzen (bildlich den Kopf gegen die Wand schlagen wollen)) bin ich gerade in einem abgeklärten "Notfallmodus" - arbeiten kann ich mit dem Modus nicht wirklich, aber zumindest kann ich in dem Modus die Gedanken in Ordnung halten ....


Nun bräuchte ich aber nochmals eure Hilfe/Unterstützung wie ich mit der Situation umgehen soll. Bitte entschuldigt den vielen Text..
Folgendes ist passiert:

Im Dezemeber habe ich die Themenstellung von meinem Dozenten erhalten. Mich in der selben Woche nochmals gemeldet wegen Unterlagen sowie gefragt wie es mit einem Termin im Januar aussieht.
Es kam bis Ende Januar keine Antwort (ich wollte nicht aufdringlich sein und habe einfach gewartet...)
Anfang Februar (ca. 9 Wochen vor Abgabe) habe ich nochmal nachgehakt und auch geschrieben das ein Treffen dringend notwendig ist. Die Antwort kam 2 Wochen später (und landete bei mir noch im SPAM Ordner.. ) Ich konnte nur verzögert darauf reagieren und somit war der Termin in der letzten Februar Woche.

Literatur hatte ich gesichtet, soweit möglich und mich generell in das Thema grob eingelesen.
Zu diesem Zeitpuntk war klar, dass der Fokuspunkt meines Dozenten nicht zu bearbeiten war.
Dies habe ich auch in dem Termin im Februar gesagt und gefragt, was ich nun machen soll - die Antwort war "Ich habe schon gedacht das es in dem Bereich wenig bis nichts gibt. Ich kenn mich da nicht weiter aus, du wirst schon eine Arbeit darüber schreiben können." Irritiert habe ich in dem Gespräch noch ein paar andere logistische Sachen gefragt und noch einen neuen Termin ausgemacht (2 Wochen später) bevor ich gegangen bin.

In der Zwischenzeit habe ich die Literaturrecherch wieder von vorne gestartet, den Fokus Punkt rausgenommen um allgemein über das Thema zu schreiben. Das Ergebni war, dass es sehr sehr viel Literatur gab und ich Schwierigkeiten hatte, diese zu sortieren und sinnvoll einzuordnen um einen gute Ltieraturanalyse zu schreiben.
Ich habe mich an bisherigen Analysen aus dem Bereich orientiert und eine neue Gliederung erstellt.

Am neuen Termin, war ich an der Universität, jedoch der Dozent nicht. Von der Sekretärin vom Lehrstuhl habe ich dann erfahren, dass er sich am morgen krank gemeldet hat (beim Lehrstuhl).
Ich war an dem Punkt überfordert, irritiert und bevor ich gegangen bin noch schnell eine e-mail mit dem Handy geschrieben. (Die scheinbar nicht abgeschickt wurde?).
Da ich 2 Tage später immernoch keine Nachricht von meinem Dozenten hatte, habe ich an der Universität angerufen um mich zu erkundigen. Die Sekretärin war nicht da, sondern ein anderer Dozent, der mich nur darauf hingeweisen hat, eine mail zu schreiben, wenn jemand nicht telefonisch erreichbar ist.

Am nächsten Tag (Freitag) früh morgens nochm eine e-mail geschrieben und auch noch versucht anzurufen. Den Dozenten nicht erreicht, und wieder nur die Auskunft, er ist im Haus, schreib ihm einfach eine mail...

Am Freitag kam keine Antwort auf meine e-mail, Montag morgen die Antwort, er sei nicht am Lehrstuhl, sondern die Woche auf einer Veranstaltung... Etwas verwundert, erzürrnt und erstaunt habe ich ihm in einer e-mail geschrieben, was ich denn nun machen solle, denn schließlich hat er den Termin nicht wahrgenommen und ich steh jetzt blöd da. Am Donnerstag darauf, kam dann ein Anruf von ihm und wir haben 10 Minuten telefoniert.. in den 10 Minuten wurde nur soviel gesagt, dass der allgemeine Fokuspunkt schwierig ist und ich schauen muss, ob sich die ganze Literatur noch nach einer spezifischen Fragestellung beleuchten lässt....
Für mich bedeutet es, wieder von Anfang an zu starten mit der Literaturrecherche... Artikel filtern, lesen, exzerpieren ...
An diesem Montag Vormittag habe ich dann eine neue Gliederung vorgelegt, zu der ich nun ein paar Seiten geschrieben hatte. Mit der Aufforderung zu Feedback bzw. der Absegnung der Arbeit.. Da ich am Dienstag keine Antwort hatte, habe ich am Lehrstuhl angerufen, um zu erfahren, dass der Dozent diese Woche Urlaub hat!

Die Krönung kommt jetzt noch oben drauf, am Donnerstag kriege ich eine e-mail von seinem iphone, dass er bis nach Ostern eigentlich im Urlaub ist.
Das bedeutet, er hat meine Arbeit bis jetzt nicht angemeldet, er hat mir in der ganzen Zeit nicht gesagt, dass er nicht ansprechbar ist. Er hat den Termin den wir vereinbart hatten, nicht wahrgenommen und nicht abgesagt, war danach nicht erreichbar.... Zudem hatte ich auch noch in den e-mails gefragt, an wen ich mich wenden kann, wenn er gerade nicht da ist, ohne eine Antwort zu erhalten.


Unabhängig von meinem Beitrag spät mit der Arbeit dran gewesen zu sein, empfinde ich das gerade als eine Frechheit und Unverantwortlichkeit von dem Dozenten, einen Studenten den man Betreut so ins offene Messer laufen zu lassen!
Ich weiss gerade nicht was ich machen soll - ich war schon drauf und dran dem Typen eine bitterböse e-mail zu schreiben. Doch das bringt gerade nichts...
Eine Idee war gerade, sich an den Professor/Lehrstuhlleiter zu wenden, den Verlauf zu erläutern sowie zu Fragen, wie ich weiter vorgehen soll.

Ein anderes Problem ist, dass ich nun dem Prüfungsausschuss fragen muss, ob ich noch ein Semester länger studieren darf. Das Problem ist nur, was schildere ich dem Prüfungsauschuss? Die Situation so wie gerade beschrieben?

Falls ich nun noch länger studieren darf, was mache ich mit der angefangenen Arbeit? Bei dem Gedanken bei dem Dozenten weiterhin die Arbeit zu schreiben ist mir unwohl. Eine neue Arbeit anzufangen finde ich echt extremst schwer, denn 5 Wochen harte Arbeit die mich psychisch an die Grenzen gebracht hat, einfach liegen zu lassen und dafür keine Anrechnung zu bekommen tut mir weh! Vor allem da in den letzten 5 Wochen meine Lebensqualität dermaßen gelitten hat. (Ich war außer zu Spaziergängen und 2-3 mal der Versuch zu joggen nicht außerhalb vom Haus. Ich habe jede Einladung abgelehnt, sogar 2 Verabredungen verpasst, da ich von früh bis spät an der Literatur gesessen bin! )

Was meint ihr, wie soll ich damit umgehen? Ich bräuchte da gerade dringend mal ein/zwei/drei Gesprächspartner die mir Helfen die Optionen abzuwägen oder neue Optionen aufzeigen können.

Und dann stellt sich mir auch immer wieder die Frage, welcher Arbeitgeber nimmt einen Studenten der 10 Fachsemester (12 Hochschulsemester) für seinen Bachelor gebraucht hat. An einen Master ist für mich gerade nicht zu denken...

Danke für eure Unterstützung!

27.03.2015 23:43 • #16


Tag auch,

läuft ja gerade richtig kacke bei dir. Schon bevor ich den Satz von dir gelesen habe, das du dir nicht vorstellen kannst, die Arbeit mit deinem jetzigen Betreuer weiterzuführen, habe ich mir gedacht "Vergiss die jetzige Arbeit". Ich empfehle dringend, die Arbeit abzuhaken und dir ein neues Thema so wie einen neuen Betreuer zu suchen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Und dann such dir am Besten selbst ein Thema und dann einen Betreuer dazu.

Die Sache mit dem zusätzlichen Semester kann bei dir ja leider schwierig werden. Ohne das wird es aber nichts. Mir fällt da ein, vielleicht ein Verschulden der Hochschule (hier in Form der Schlechtleistung / mangelhaften Betreuung) geltend zu machen. Und dann geh das ganze erst an, wenn du stabil genug bist. Also notfalls erst psychiatrisch / psychotherapeutisch behandeln lassen, gegenenfalls stationär, und Urlaubssemster nehmen. Allzu viele Chancen wirst du für die Arbeit wohl nicht mehr bekommen.

Mach dir um die Studiendauer bezüglich Jons keine allzugroßen Sorgen. Solange du eingeschrieben warst, hast du keine Lücke im Lebenslauf und musst dir nur eine Erklärung überlegen, warum du länger gebraucht hast. Viele Unternehmen fragen da aber bei 10 Fachsemstern noch nicht nach. Ich habe selbst 10 Semester gebraucht und keine sonderlichen Probleme gehabt. Auf der Jobmesse konnte ich mich vor Gesprächsangeboten gar nicht retten. Ich sollte da an einem Tag 11 Gespräche führen. Hab dann beim dritten einen Treffer gehabt und alle anderen abgesagt. Wirtschaftsinformatiker sind zum Glück noch sehr gefragt.

28.03.2015 00:32 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Danke dir für die schnelle Antwort!

Ich Stimme dir da zu mit dem Betreuer - wechseln zwischen Unverständnis und Wut gegenüber dieser Person. Wie stehst du zu dem Thema das ganze nochmal durchzuprechen mit dem Prof oder Dozenten?

Zum Thema, ja abhaken ist wohl sinnvoll - eigenes Thema gerade finden ist für mich schwierig.
Neuen Betreuer finden ist auch so eine Herausforderung - ich bin letzten Herbst von Mitte November bis Mitte Dezember von Lehrstuhl zu Lehrstuhl gegangen und fast alle haben mich abgelehnt mit der Begründung, schon zuviele Studenten, zu spät (das muss man 1 Semester im vorraus Anfragen?!?!) etc... Ich war am Schluss froh überhaupt einen Dozenten zu haben *tief durchatme*

Ja das mit dem weiterstudieren wird noch eine Herausforderung - ich werde mich wohl mal noch beraten lassen wie ich dem Prüfungsausschuss am besten gegenüber trete... (Ob und wie ich die bisherige Betreuung schildern soll, wie ich das mit dem Zustand schildern soll).

Zum Zustand... meine Ärztin hat mir auch angeraten stabil zu sein und wollte mir heute schon ein Attest auf unbestimmte Zeit ausstellen. Durch die schwierige Situation mit Betreuern etc. habe ich nur die Befürchtung erst wieder zum Winter einen zu finden und dann zieht sich der Studiumsabschluss noch länger hin...
Nach dem herumeiern der letzten 2 Jahre möchte ich langsam mal fertig sein mit dem Thema... Dieser innere Konflikt mit fertig werden und sich um meinen Zustand zu kümmern begleitet mich eben auch - leider. Ich sehe es langsam ein, dass ich in der Hinsicht Beratungsresistent bin ....

Zum Berufseinstieg - deine Schilderung macht mir Hoffnung - jedoch merke ich, dass ich nach dem Abschluss nicht umbedingt in einen klassischen WI Beruf gehen möchte. (Wie mir das aufgefallen ist, war ich schon fast fertig mit meinem Studium und wollte nicht mehr abbrechen sondern den Wisch Bachelor in der Hand halten und dann weiter schauen)
Ich weiss daher nicht wie es aussieht als Quereinsteiger noch mit so einem Abschluss anzukommen ... viele Sorgen in meinem Kopf einfach

28.03.2015 01:35 • #18


Schlaflose
Helfen kann ich hierbei nicht, ich bin nur sehr erstaunt, dass eine Bachelorarbeit heute mit so viel Betreuungsaufwand verbunden ist.
Ich habe vor knapp ca. 27 Jahren meine 1. Staatsexamensarbeit geschrieben (was der heutigen Masterarbeit entpricht). Da lief das so, dass man sein Thema mit dem Professor abgesprochen hat und das wars. Man musste die Arbeit selbst anmelden und hatte ab dem Zeitpunkt 6 Monate Zeit. Und wenn man fertig war, hat man sie abgegeben. Da fanden im Normalfall keine Gespräche mehr mit dem Professor statt. Man konnte die Arbeit vor den Examensprüfungen schreiben oder hinterher. Ich hatte sie davor gemacht, was bedeutete, dass man gleichzeitig auch noch noch seine normalen Veranstaltungen besuchte.

28.03.2015 08:02 • #19


Ob du das Thema weiterbearbeitest oder ein anderes wählst musst du selbst entscheiden. Liegt dir denn das Thema? Wenn nein, wechseln. Wenn man mit einem eigenen Thema kommt, sind die Betreuer viel offener. Also wenn es dir irgendwie möglich ist, finde selbst eins. Sei es eine Literaturanalyse, eine statistische Arbeit (Erhebung und Auswertung zu einer Fragestellung) oder eine Praxisarbeit (Programmierung oder Konzeption eines Systems). Es muss nichts bahnbrechend neues sein, ist nur eine BA, das ist Massenware.

So hoch ist der Betreuungsaufwand einer BA eigentlich auch nicht. Ich hatte vier Termine mit meinem Betreuer. Einmal, um ihm meinen Themenvorschlag vorzustellen, einmal, um ihm meine Gliederung zu erläutern und die Anmeldung der Arbeit zu beantragen (das muss der Lehrstuhl machen), einmal in etwa zur Hälfte der Bearbeitungszeit, um den Fortschritt zu besprechen und noch kleinere Richtungsänderungen zu besprechen, und schließlich die Abgabe. Der größte Aufwand für die Betreuer ist da das Lesen und Bewerten der Arbeit.

Im Notfall denke wirklich darüber nach, dir die Arbeit von einem Ghostwriter anfertigen zu lassen.

28.03.2015 09:18 • #20



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