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servus bawü
mir geht es einigermassen durchwachsen. War zeitweise schonmal ganz raus aus der
Sch...., aber es holt einen immer wieder ein. Mein grösstes Problem ist und bleibt das Einschlafen.
Und das ist ein Teufelskreis. Kann ich nicht einschlafen, weil mich die Angst daran hindert, oder
ist die Angst eine Folge der Einschlafschwierigkeiten? Was muss man zuerst angehen und wie?
Tabletten nehme ich nach wie vor keine und versuche es weiter auf dem Weg der Akzeptanz.
Es ist wohl definitiv so, dass man an Schlaflosigkeit nicht sterben kann, sondern der Körper sich
selber holt was er braucht, sich sogar an ganz wenig Schlaf gewöhnen kann. Immer mal wieder
schlafe ich 6 oder 7 Stunden, dann wieder nur 2 oder in ganz seltenen Fällen auch mal so gut wie
gar nicht. Hört sich dramatisch an, ist aber wohl nicht lebensbedrohlich, kann sich auch von selber
wieder regeln, je weniger ich drauf achte. Auch meine Befürchtung, der wenige Schlaf könnte eine
Psychose o.ä. auslösen, ist grundlos. Viele Menschen schlafen so wenig, Psychosen entstehen nur
durch zwanghaften Schlafentzug, also durch Folter. Manchmal ist es zermürbend, dann wiederum
nehme ich es eben so an, wie es eben ist. Was soll ich machen? Ich denke dann an all die vielen
Chirurgen, Soldaten in Kriegsgebieten, Bereitschaftspolizisten, Feuerwehrleute oder Menschen, die
aufgrund chronischer Schmerzen oder mit Tinnitus noch weniger schlafen und dann sage ich mir:
Was solls? Wenn ich schlafe, dann schlafe ich, wenn nicht, dann nicht, geschenkte Lebenszeit.
Bin ich müde genug, dann bleibe ich liegen und ruhe mich aus, werde ich langsam munter, stehe
ich auf und mache was, nutze die Zeit. Meine Psychologin hat mir gesagt, selbst wenn der unwahr-
scheinliche Fall eintreten sollte, dass ich nur noch jede zweite Nacht schlafe, werde ich sehr bald
feststellen, wie gut man sich auch daran anpassen kann, der Schlafmediziner, bei dem ich z.ZT.
auch in Behandlung bin, sagt, man müsse nicht jede Nacht schlafen. Das Wichtigste ist erst mal,die
neue Situation anzunehmen und zu akzeptieren. Wenn das gelingt, geht es einem auch nicht schlecht
damit. Ganz automatisch wird dann auch der Schlaf wieder mehr. Ansonsten bleibt es dabei:
Was ich zum Überleben brauche, holt sich der Körper von selber. Spatestens jede dritte Nacht auf
Dauer. Und das sogar gegen die Angst. Wenn die kommt, weiss ich ja sowieso, dass sie auch wieder
geht. Jetzt muss ich nur noch wieder besser lernen, Gedanken kreisen zu lassen, ohne auf sie einzugehen.
Mann, da war ich doch schonmal. Wird wieder ein Gedudsspiel, aber das klappt schon.
Soviel zu mir, wie geht es dir denn so, hört sich an, als wärst du endgültig "über den Berg"?
23.02.2013 10:50 •
#67
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