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W

Wohin
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Hallo,

ehrlich gesagt komme ich mir langsam blöd vor.
Ich weiß gar nicht, wie ich es beschrieben soll. Ich hab Panik alleine Zuhause zu sein.
Ich bin jetzt seit einem Jahr Single und habe die erste Zeit nach der Trennung sehr genossen. Ich habe mich darüber gefreut wieder mein eigenes Leben bestimmen zu können, mich nicht rechtfertigen zu müssen wann und mit wem ich mich treffe....

Aber seit Oktober ist alles anders. Ich hatte jemanden kennengelernt, durch den sich die Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit, Vertrauen und vor allem den Wunsch nach einer Partnerschaft (Familie) sehr in mir entwickelt hat. Aus der Bekanntschaft ist leider nichts geworden, aber das Gefühl nach einem Parner hat sich so dramatisch gesteigert, dass ich mich fast schon fürchte alleine Zuhause zu sein.

Ich gehe zur Arbeit oder zum Studieren und die Welt ist o.k. Ich bin beschäftigt und ich habe kaum Zeit zum Nachdenken.... Aber schon alleine der Gedanke daran, dass ich nach Hause muss und ich da wieder alleine rumsitzen werde, macht micht tottraurig. Ich habe hier kaum Bekannte oder Freunde mit denen ich regelmäßig um die Häuser ziehen kann. D.h. ich komme so auch nicht viel raus. Alleine unternehme ich kaum was. Ich gehe schon mal kurz spazieren oder einkaufen... aber abends ausgehen tu ich nicht. Alleine finde ich es langweilig und mir fehlt es auch an Selbstbewusstsein irgendwo alleine rumzustehen, oder gar jemanden anzusprechen.

Kennt jemand die Situation? Wie hst du dieses Problem bewältigt? Welche Tipps hast du für mich?

15.11.2020 #1


114 Antworten ↓
Darcyless

Darcyless
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Liebe Jenny,

erstmal willkommen hier im Forum.
Was du beschreibst, kenne ich noch von früher. Ich hatte im Haus meiner Eltern immer große Angst und konnte mir nie erklären woher die kam. Sobald es dunkel wurde, hatte ich jedes Mal wenn ich die Treppen hoch und runter lief, Angst dass mich jemand verfolgt. Ich hab mich immer umgedreht wie ne Bekloppte, als wär ich in einem Horrorfilm oder so, und bin wenn ich nachts auf Toilette war, mehr oder weniger in mein Zimmer "gesprintet", hab die Tür hinter mir zugeschlagen und war erstmal mega erleichtert. Ich hatte auch immer Angst dass nachts jemand in mein Zimmer kommt und kenne auch den Gedanken von dir, dass man sich schlafend stellt damit man "verschont wird".

Das ging mein Leben lang so (hab 25 Jahre lang mit Unterbrechunge in diesem Haus gelebt). In andern Häusern hatte ich das komischerweise nie! Daher meine Frage, ist es nur in deinem Elternhaus so, oder auch wenn du woanders übernachtest? Seit ich jetzt endgültig ausgezogen bin (wohne mit meinem Freund weit weg), hatte ich diese Ängste nie wieder. Es kann also auch mit deinem Elternhaus was zu tun haben. Ich kann mir bis heute nicht erklären warum ich in diesem HAus diese krassen Ängste hatte. Eine Idee von mir ist, dass es an meiner schweren Kindheit liegt, da ich mit psychischer & physischer Gewalt aufgewachsen bin und als Kind immer Angst vor meinen Eltern hatte. Aber ob es wirklich daher kam, weiß ich nicht. Hattest du eine behütete Kindheit, oder musstest du auch eine Kindheit voller Angst erleben?

Ich hoffe ich konnte dir zeigen, dass diese Ängste nicht unbedingt wieder kommen wenn du ausziehst. Wie gesagt, ich bin seit ich meine eigene Wohnung habe komplett "geheilt" davon (und ich dachte auch immer, es würde dann erst recht schlimmer werden!)

LG und gute Nacht Smile

15.04.2020 00:43 • x 2 #106


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A


Angst allein zuhause zu sein

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K

Kris
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Ich kann sehr gut nachfühlen, was du gerade durchmachst. Es ist ein ganz schreckliches Gefühl, sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr wohl zu fühlen. Aber: es geht vorbei! Und das hast du ja zeitweise auch schon gemerkt. Ich war letzten Sommer ständig in der Tagesklinik und irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich mich dort weniger wohl gefühlt habe, als zuhause. Von diesem Punkt an habe ich in der Klinik ständig Panikattacken gehabt, dafür aber zuhause kaum welche. Ansonsten kann ich dir zwei "Strategien" empfehlen:
1. die Angst zuhause durchzustehen. Was machst du bisher, wenn du in deiner Wohnung Angst bekommst? Lenkst du dich ab, rufst du jemanden an,...? Unterlass das mal alles. Man geht durch die Hölle, aber die Angst lässt wirklich irgendwann nach und beim nächsten Mal ist es nicht mehr ganz so schlimm und vor allem weißt du, dass es vorbei geht. Konfrontation ist (leider *hust*) die beste Therapie.
2. such dir die Nummer vom Krisendienst in deiner Nähe raus und wenn die Angst unerträglich wird, ruf dort an. Ich habe das im letzten Sommer ständig gemacht und es hat mir jedes Mal geholfen. Zuerst nur für den Moment, aber mit der Zeit wurden die Abstände zwischen den Anrufen länger und ich konnte mich auch alleine wieder beruhigen.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft für deinen Weg. Trost
Kris

01.02.2015 16:12 • x 1 #33


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E
hallo...
ich hatte das auch sehr stark... mittlerweile geht es wieder... kann nicht genau sagen warum, aber ich mache ein therapie! vielleicht liegt es daran. aber ich kann dich total gut verstehen. wie ist es denn wenn du dir etwas vornimmst- so wie in die badewanne gehen, danach nen schönen film schauen usw.?

liebste grüße

#2


C
Zitat:
Ich bin beschäftigt und ich habe kaum Zeit zum Nachdenken....
Genau das ist der Grund.
Je mehr Ruhe, desto leichter hat es die Angst. Umlenken, ablenken, Selbsthilfebücher lesen, Stategien erlernen, es gibt soooo viel. Ja und ich kenne es auch ( kannte )
Liebe Grüsse und alles Liebe
Iris

#3


D

zuhause

eigentlich sagt man doch immer das es einem gut geh wenn man zuhause ist, leider bekomme ich in letzter zeit immer häufiger PA hier.
warum ist das so und was kann ich dagegen tun?
in den letzten wochen wurde ich auf medis eingestellt und ich denke die einstellung ist ganz gut, aber die panik sucht sich ihre wege und zuhause ist es wirklich am schlimmsten.
jetzt kommt dazu das ich wahrscheinlich blutarmut habe, bekomme die ergebnisse am freitag..... dreh langsam wirklich durch.
wo ist der ausgang aus dieser welt in der mein leben so schwer fällt?

#4


MentaleDispersion
Hi, ist es denn draußen besser? genauso schlimm? schlimmer?

#5


D
es ist draussen solange gut bis ich zuweit von zuhause weg bin, dann geht es mir wieder schlechter.......
ob das jemals aufhört? mich macht das langsam echt fertig.........

#6


andrea66
Du hast die Angst vor der Angst.. Das heißt du grübelst wann es los geht und bist ständig auf Lauerstellung kein -wunder das du PA bekommst. Dein Körper ist ständig auf 180. Versuch mal gelassener an die Sache ran zu gehen. Seit ich das versuche klappt es wesentlich besser
Mach dir einen Plan für den Tag den du abarbeitest auch mit ruhephasen damit du nicht immer am Grübeln bist

#7


D
ich versuche mir die ganze zeit etwas vorzunehmen, mein bester freund hat zur zeit auch urlaub und eigentlich machen wir viel, aber 5 min alleine zuhause reichen meist schon aus um komplett durchzudrehen.
wie kann ich das denn wieder schaffen?
ich kann mich nicht mehr entspannen, bin seit tagen wirklich auf 180.
freue mich über jeden tip

#8


D
Hi,

hast du denn versucht dich mal mit Entspannungsübungen etwas "herunter" zu holen und in einen ruhigeren Zustand zu versetzen?
Mir hat das sehr geholfen, obwohl ich am Anfang super skeptisch war und das ganze Thema immer für Hokuspokus hielt.
Seit nun gut einem Jahr mache ich diese progressive Muskelentspannung nach Jacobsen und mir hilft das wirklich. Ich konnte damit den Teufelskreis der dauernden extremen Anspannung durchbrechen.
Das gute ist, dass man das allein, also ohne professionelle Hilfe gut erlernen kann. Es genügt sich diese CD zu besorgen (findet man auch im Internet!).

Liebe Grüße

Dirk

#9


D
Zitat von dirk77:
hast du denn versucht dich mal mit Entspannungsübungen etwas "herunter" zu holen und in einen ruhigeren Zustand zu versetzen?



ich versuche nun schon seit 1999 mich nach jakobson etc zu entspannen, leider ohne erfolg.
meine ärzte sagen mir das es von früheren missbrauch stammt, da ich zu meinem körper keinen bezug habe.

ich habe zur zeit nichts ausser meinen tieren das mich ablenkt und ein wenig entspannt, selbst fern sehen, telefonieren oder ein buch lesen geht nicht wenn ich zuhause bin, ich tel zwar, bin mit meinen gedanken aber ganz bei der angst.
langsam macht mir das leben echt keinen spaß mehr, wie lange soll das noch so weiter gehen und was kommt als nächstes?
zum glück bin ich ab ca mittwoch in therapie. bitte drückt mir die daumen das ich mit dieser frau klar komme und sie mir helfen kann....... sonst weiß ich auch nicht weiter:idee

#10


C
Zitat von DeepRed:
ich versuche nun schon seit 1999 mich nach jakobson etc zu entspannen, leider ohne erfolg.

Ich muss es mal ganz deutlich sagen. Es gibt Menschen und das wurde mir auch schon von mehreren Psychiatern und Psychologen so gesagt, die können mit Entspannungsverfahren nichts anfangen und da kann man noch so lange üben, es bringt nichts. Mir geht es auch so. Mir wurde gesagt, dann muss man halt nach Alternativen suchen.

Man sollte nicht behaupten, PME oder sowas geht bei allen und ist DAS Allheilmittel. Dem ist nicht so!

UND, falls sich hinter der angenommenen psychischen Störung, z.B. Angststörung oder Depression, später noch eine Grunderkrankung rausstellt (die die eigentliche Ursache der Angststörung oder Depression ist), die auch psychisch/nervlich sein kann, z.B. AD(H)S oder/und RLS, dann KÖNNEN Entspannungsverfahren sogar schaden, weil sie es schlimmer machen. Bei verdecktem AD(H)S oder RSL ist das so. Ebenso können dann auch AD gegenteilig wirken.

#11


D
Zitat von crazy030:
Mir wurde gesagt, dann muss man halt nach Alternativen suchen.


wie sollen die aussehen?

#12


J

Angst vor allem - auch zuhause

...vor einfach wirklich allem...

Wo soll man noch hin wenn die Panikattacken selbst im " so sicheren Zuhause " zuschlagen...
Crying or Very sad

#13


M
Hallo Jules,

fühle so mit Dir, habe das selbe Problem wie. Wenn du magst schicke mir eine PN dann können wir uns Privat Austauschen, weiß langsam nicht mehr ob ich mir das wirklich alles nur einbilde oder ob ich ernsthaft schwer krank bin, ich habe auch vor allem Angst und ich habe das Gefühl ds es immer schlimmer wird. Sogar zu Hause wo ich sonst nie etwas hatte, schaut es zzt. so aus.

#14


H
Hallo Jules,

Wie genau äußert sich deine Angst?

Liebe Grüße

#15


J
Hallo Hella...

Ich habe Panikattacken...teilweise über Stunden...
Denke ständig daran es könnte was unvorhergesehenes passieren...
Denke nur noch an Angst....
Spüre jedes Zieperlein und reagiere völlig über Confused
Ich hab das Gefühl es hört nie wieder auf !

#16


S
Hallo,hab mich neu angemeldet und dein Beitrag gelesen, ich kann sehr gut verstehen wie es dir geht, vor 5 Wochen fing es bei mir an..ich war zu nichts mehr fähig,meine ängste und das ständige herzrasen und stolpern hat mich fertig gemacht, ich bin dann vor einer woche in die rettungstelle und hab für eine woche auf der psychosomatik verbracht,das hat mir sehr geholfen, ich konnte mich etwas entspannen und mal durchatmen die ängste und symptome waren vorerst wie weggeblasen...
jetzt bin ich wieder zu hause und muss mich extrem überwinden den alltag wieder anzugehen..
ich habe begriffen dass so groß die ängste oder anspannung auch ist,kein weg dran vorbei führt alltägliche dinge zutun
es fällt mir noch sehr schwer..
habe ständig herzstolpler und muss mich zusammenreißen nicht in panik zu verfallen...
die ärzte sagen die symptome werden erst mit den wochen abklingen-.-
worauf ich hinaus will...nach meiner erfahrung glaube ich,muss man mal ne pause von allem machen wenn man erstmal zu tief in der angstpsirale drin ist...die kontrolle an fachmänner abgeben oder an einen ort einige tage verbringen welchen man nicht mit den ängsten verbindet um energie für einen neustart zu tanken..
lg

#17

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S

angst unsicherheit alleine zuhause

HALLO
bin heute seit 12 wochen das erste mal alleine zuhause und habe angst....war die ganze zeit in ner klinik und jetzt muss ich es alleine schaffen. habe angst und bin angespannt.würde so gerne wieder frei von angst,unruhe und angespanntheit leben...weis nicht so wie ich mir den tag gestalten soll. die angst begleitet mich und die depression erleichtert mir es nicht gerade gegen die angst anzugehen.....wer hat tips für mich ?

#18


hoffelkopter
Erinnere dich an das, was du in der Klinik gelernt hast und wende es an. Ließ Bücher zu dem Thema oder guck in deine Aufzeichnungen, Zettel, Tagebuch. Schreib auf, wie es dir grade geht.........Mach einen Tagesplan......... knuddeln

x 1 #19


S
es ist trotzdem sehr schwer......in der klinik war im notfall immer jemand da....

#20


A


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