Pfeil rechts
1

Hallo zusammen,
ich bin 39 Jahre alt und momentan wegen einer mittelgradigen Depression und Panikattacken in einer Tagesklinik in Behandlung. Die Panikattacken beziehen sich im Moment vor allem auf das Alleinsein. Und ausgerechnet heute ist mein Mann 24 Stunden beruflich weg. Er ist heute morgen um sechs aus dem Haus und kommt morgen früh zurück. Jetzt spielt mein Hirn natürlich schon alle möglichen Fantasien ab, was alles heute Nacht passiert. Ich könnte total durchdrehen vor Angst, mir könnte es körperlich total dreckig gehen, es ist niemand hier der mir helfen kann (bei was auch immer), ich kann niemanden mitten in der Nacht anrufen, der dann vielleicht herkommen würde.
Ich hab für den Notfall Tavor hier, aber die Klinik sagt, dass ich die eigentlich nicht nehmen darf, weil ich anders mit der Angst klarkommen muss.
Geht es jemand anderem hier ähnlich? Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
Danke und viele Grüße
Katja

13.05.2018 18:23 • 15.02.2020 #1


6 Antworten ↓


guteFee
Willkommen @Lillybertpaul

Hast Du die Möglichkeit im Schlafzimmer Fernsehn zu schauen?

Ich zum Beispiel bin immer alleine und habe mir mein Fernseher ins Schlafzimmer geholt.

So bin ich abgelenkt und stelle ihn immer so ein, dass er sich automatisch ausschaltet in der Nacht.

Das ist meine Art mit dem Alleinsein und der Angst umzugehen und ich komme gut klar soweit.

Du musst nicht denken, dass ausgerechnet diese Nacht irgendwas passiert. Das wird es wohl nicht nur weil Du diese Nacht alleine bist.

Selbst wenn, was ziemlich unwahrscheinlich ist, gibt es für alle Fälle den Notruf!

Also es gäbe immer eine Hilfe, selbst wenn Du niemanden hast.

Wenn es der Fernseher nicht ist könntest Du etwas lesen.
Zur Not kannst Du auch hier vorbei schauen.
Hier ist immer jemand da!

Also, Du bist nicht alleine!

13.05.2018 19:16 • x 1 #2



x 3


funny86
Jap tv schauen hilft oft..ich gucke oft online dann qvc.. das entspannt mich total..

13.05.2018 20:43 • #3


Schokopudding
Soll nicht hart und empathielos klingen, aber nütze es als eine Möglichkeit deine Ängste zu konfrontieren. Sieh es als Chance zu lernen, das nächtliches Alleinsein aushaltbar ist und nichts Schlimmes ist. Die Angst kann nur bis zu einem bestimmten Level steigen, dann geht sie langsam, aber kontiunierlich zurück und du hast dann die Erfahrung gemacht, dass sie bewältigbar ist. Alles andere wie vermeiden und ablenken ist kontraproduktiv, weil sich so die Angst einnisten kann. Alles Gute.

13.05.2018 21:39 • #4


farbenfroh
Mein Arzt hat mal zu mir gesagt: "Schlimmer wie jetzt, wird es nicht mehr."
Da ging es auch um Ängste. Und das hat mir total geholfen. Daran erinne mich immer wieder.
Habe außerdem immer einen Zettel dabei, auf dem die zehn Schritte draufstehen, wie man sich in einer Angstsituation verhalten soll.
Das hilft.
Ist nur ein kleiner Anstoß, aber vielleicht ja ganz hilfreich.
Tavor ist schon recht heftig, es gibt auch andere Medis.
LG

13.05.2018 21:50 • #5


tuffie 01
Hallo, gut gemeinte Ratschläge helfen meistens da nicht. Ich weiß dass du deine Angst zu viel Aufmerksamkeit schenkst , dass stresst dich ,dass ist doch gesund wie dein Körper auf deine Bewertung reagiert . Du solltest dich deiner Krankheit stellen ich tue mir etwas gutes und Male wenn du dich fur etwas interessieren solltest so schenke deine Aufmerksamkeit. Darauf , lebe nicht in EILE sondern ich nehme mich an sie ich bin . Das allein sein ist nicht was dir Angst machen kann es sind deine Bewertungen wie du die Welt zur Zeit siehst ..ich weiss aus selbst Konfrontation das man das allein sein erlernen kann und es auch sollte den das ist der Schlüssel zur Freiheit das Ende deiner Angst Agora Phobie. Ich habe es geschafft also wirst du das auch schaffen .

13.05.2018 22:41 • #6


Wichtig !Der Beitrag ist zwar sehr alt aber mir geht es genauso schlimm wie dieses Mädchen beschrieben hat . Ich kann nicht alleine sein Nachts . Ich zucke bei jedem Geräsuch zusammen und bin wie gelähmt weil ich denke' jetzt passiert es ,jetzt werde ich ermordet ' Ich habe sowieso schon schreckliche Angst vor dem Tod auch wenn es nicht dunkel ist . Aber Nachts ist es der Horror allein. Ich traue mich dann auch nicht mehr aus meinem Bett aufzustehen und aufs Klo zu gehen oder was zu trinken zu holen . Ich schwitzte und kann mich vor Angst nicht mehr bewegen und habe ein unwohles Gefühl in der Brust . Ich habe diese Angst vor der Dunkelheit schon als Kind gehabt ( bin jetzt 21) allerdings war ich da nie alleine bei meinen Eltern aber seit dem ich alleine wohne ist es immer schlimmer geworden . Manchmal lag ich vom Abend bis 6 Uhr morgens bzw bis die Sonne aufging und ich hörte wie mein Nachbar zur Arbeit ging ,erst dann konnte ich einschlafen , so extrem war es. Jedes mal wenn ich die Augen zu machen will habe ich Angst das jemand in die Wohnung kommt während ich schlafe und dann eine schaurig Gestalt neben mir steht und bei Geräuschen denke ich immer jemand bewegt sich in der Küche . Ich habe nicht direkt vor Einbrechen Angst aber allgemein vor vielen Dingen z.B
Panische Angst vor dem Tod,Geistern, paranormalen Dingen , Dunkelheit , Dazu muss ich sagen das ich auch als kleines Kind schon schlimme Serien geschaut habe wie Aktenzeichen xy, Amerikas Alptraum ,horrorfilme usw. Ich habe mich damals für sowas interessiert warum auch immer . Die andere schlimme Sache ist das ich die Leiche von meinem Papa gesehen habe und das in einem sehr schlimmen Zustand . Ich habe sehr oft schlimme Alpträume und wache schweißgebadet auf .Beruhigungstabletten wie Benzos usw helfen mir zwar schon ,machen mich allerdings Matsch im Kopf und nach 1 einem Tag Pause bekomme ich schon Entzugserscheinungen deshalb habe ich aufgehört Tabletten dagegen zu.nehmen . Was kann ich machen ?

15.02.2020 03:15 • #7




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Christina Wiesemann