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Hallo liebe Leidensgenossen,

wie viele von euch auch, schwitze ich mehr an Händen und Füßen, als ich das für nötig halte.
Wenn ich schreibe tropft es schon mal aufs
Papier. Ich gehe niemals ohne Socken in Ballerinas rein, weil mir früher oder später das Wasser in den Schuhen steht.
Das sind aber alles noch Dinge, mir denen ich umgehen kann.
Was traurig ist: Ich spiele Geige und bin eigentlich auch begabt. Das einzige was mir Probleme macht, ist mein starkes Schwitzen an den Händen. Wenn ich eine Zeit lang gespielt habe, sind meine Hände so nass, dass ich Angst habe, dass mir der Bogen aus der Hand rutscht. Dadurch verkrampfe ich mich und kann noch schlechter spielen.

Hat vielleicht jemand ein ähnliches Problem oder eine Idee, wie ich mir helfen könnte?


Ich danke im Voraus.

LG
Chichilia

16.12.2017 23:52 • 03.01.2022 #1


16 Antworten ↓


Einfach feine weiße Handschuhe anziehen. Fiel mir spontan dazu gerade ein.

Sieht vornehm aus.

Gibts bei Ros.mann etc.

Und Herzlich Willkommen hier im Forum, falls du nochmal reinschaust.

Edit: Es gibt da bestimmt ganz dünne, damit es beim Geige spielen funktioniert. Vllcht einfach mal versuchen.

17.12.2017 02:47 • x 1 #2



Kann ich mit Schweißhänden Geige spielen?

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Handschuhe sind sicherlich einen Versuch wert.
Vielleicht auch welche ohne Fingerkuppen.

Ansonsten, dieses starke Schwitzen kann neben psychischen auch körperliche Ursachen haben, womit, falls es so sein sollte, bei einer Diagnose und Therapie auch dieses Problem mit dem Schwitzen verschwinden könnte (z. B. Hashimoto Thyreoiditis).

17.12.2017 11:00 • #3


Hallo Leute,

ja das mit den Handschuhen könnte ich mal versuchen. Zwar wird sich meine Geigenlehrerin wundern, aber wenn ich ihr erkläre, hat sie bestimmt Verständnis
Ich glaube nicht, dass ich gesundheitliche Probleme habe, die das verursachen, weil ich ja nicht an allen Körperteilen so stark schwitze.
Was allerdings mit dafür verantwortlich sein könnte ist, dass ich leicht nervös werde. Vor allem wenn ich weiß: Ich darf jetzt nicht schwitzen.

17.12.2017 11:20 • #4


Ich denke, dass ich einfach hyperaktive Schweißdrüsen an Händen und Füßen und vielleicht noch in den Achselhöhlen habe und deshalb an diesen Stellen zu erst und besonders stark schwitze.

17.12.2017 11:42 • #5


Zitat von Chichilia:
Ich denke, dass ich einfach hyperaktive Schweißdrüsen an Händen und Füßen und vielleicht noch in den Achselhöhlen habe und deshalb an diesen Stellen zu erst und besonders stark schwitze.



Kann schon sein.
Ich will dir auch überhaupt nicht einreden, du hättest Hashimoto Thyreoiditis.
Wenn eine Diagnose so einfach wäre und dann auch noch aus der Ferne, dann bräuchte man keine Ärzte.

17.12.2017 11:51 • #6


Es gibt Tabletten gegen Hyperhidrose. Ob und was bei dir helfen könnte, mußt du mit dem Arzt besprechen.
Beim Klavier spielen geht das mit den Baumwoll-Handschuhen ganz gut, ob das auch bei Geige geht, weiß ich nicht.

17.12.2017 12:41 • x 1 #7


Also hast du das Problem auch und leidest beim Klavier spielen darunter?

17.12.2017 15:07 • #8


Zitat von Chichilia:
Also hast du das Problem auch und leidest beim Klavier spielen darunter?

Zeitweise schwitzten mir die Finger. Wenn du Handschuhe probieren willst, dann nimm Baumwollhandschuhe, die nicht zu lapprig sind. Ich weiß, daß einige Musikanten Handschuhe zum Warmhalten der Finger und als Schweißfang benutzen und zum Spielen ausziehen oder Handschuhe ohne Finger, so daß der Handschweiß nicht so schlimm ist.

Aber es soll Medikamente geben und vielleicht fragst du mal einen Arzt, ob er was empfehlen kann, wir leben ja nicht mehr im Mittelalter, wo es nur Wasser und Lumpen gab.

17.12.2017 18:48 • #9


Danke.

17.12.2017 20:25 • #10


Hey ich habe gerade mal probiert, mit Reithandschuhen Geige zu spielen. Ich hatte
Angst, dass die Seiten dann nicht klingen würden, aber es hat geklappt.

18.12.2017 21:13 • x 1 #11


Vielen Dank an allen, die mir damals geantwortet haben. Ich möchte euch sagen, dass mein Handschweiß zurück gegangen ist und ich glaube tatsächlich es liegt an der Corona - Pandemie. Weil man niemandem mehr die Hand geben muss. Mir ist bekannt, dass mit HH belastete Menschen aus Angst vor dem Schwitzen noch stärker schwitzen. Das einzige Problem beim Umgang mit der Pandemie, ist, dass mir die Hände beim eincremen nach wie vor so schwitzen, dass ich dann eine eklige Mischung aus Schweiß und Creme an den Fingern habe, die, gar nicht mehr wirklich wegtrocknen will. dass ist unpraktisch, denn meine Haut an den Händen trocknet von dem ganzen Desinfektionsmittel und waschen genauso aus, wie die von anderen Menschen auch, sodass ich mich eigentlich schon eincremen müsste. Hat noch jemand das Problem mit dem mit extremem Handschweiß durch eincremen?

30.12.2021 00:25 • #12


Sascha-Ballweg
Das mit dem Handschweiß und einem Saiteninstrument kenne ich nur zu gut. Neben der Tatsache, dass Du die Saiten aber auch anderen metallene Bestandteile des Instruments dazu bringst durchzurosten wirst Du auch niemals einen wirklich guten Ton erzeugen können. Denn da wo normalerweise die Hornhaut auf den Fingern die Saite fest und stabil hält und auch Tonhöhen-Slides von einer zur anderen Note möglich sind haben Menschen mit übermässigen Schweißhänden nur eine äußerst instabile, phasenweise sogar teigige Hornhaut anzubieten.

Das Resultat des Schwitzens ist ein wackeliger und brüchiger Ton und teilweise sogar quietschende Nebengeräusche beim Verschieben der Finger auf den Saiten.

Was mich mein Handschweiß an Geld gekostet hat. Denn ich habe immerhin 2 Gitarren und zig Mechaniken, Tremolos und Brücken verschlissen, ganz zu schweigen von Gitarrensaiten.

Heute habe ich meine schweißnassen Hände übrigens mit Antitranspiranten (mit 30 % Aluminium-Anteil), noch besser aber mit der Leitungswasser-Iontophorese vollständig im Griff. Ich kann ganze Konzerte spielen ohne überhaupt an den Händen zu Schwitzen. Ich spiele inzwischen sogar wieder Gitarren mit Tremolos oder Piezo-Tonabnehmern (diese sind häufig übrigens sehr Anfällig gegen Verschmutzung durch Schweiß) und ich spiele inzwischen sogar wertvolle und richtig gute Instrumente, weil ich diese mit meinem Handschweiß nicht mehr beschädige.

Und gerade das Gefühl, ein wertvolles Instrument anzufassen ohne Angst haben zu müssen, es in absehbarer Zeit zu zerstören ist für mich unbezahlbar, was jeder Musiker mit etwas Empathie sicher nachvollziehen kann. Und aus dieser Sicherheit und der Griffsicherheit die trockene Finger den Saiten bieten habe ich inzwischen auch einen sehr guten Ton gefunden

30.12.2021 14:13 • x 1 #13


@Sascha-Ballweg Danke für deine Antwort und deinen Tipp mit dem Antitransparent und der Ionopherese.

30.12.2021 15:10 • #14


Sascha-Ballweg
Sehr gern @Chichilia vielleicht hilft Dir auch dieser Beitrag zur Hyperhidrose-Behandlungspyramide noch etwas weiter? post2410687.html#p2410687

30.12.2021 15:24 • #15


@Sascha-Ballweg als Kind dachte ich tatsächlich, dass es normal wäre und jeder mal so nasse Hände und Füße hat wie ich. Erst als ich ein Mädchen kennen lernte, die noch stärker an Hyperhydrose an den Händen und Füßen litt als ich und sich darüber beklagte und deswegen auch gemobbt wurde mir bewusst, dass ich womöglich mit einer Krankheit belastet bin.

31.12.2021 00:42 • #16


Sascha-Ballweg
Da bist Du nicht die Einzige, insbesondere deshalb, da viel zu viele Mediziner das Problem gern herunterspielen (selbst wenn es offensichtlich ist und ebenso offensichtlich auch zu Leiden führt).

03.01.2022 09:51 • #17



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