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waage

waage


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Sterne aus Eis

Am Fenster wachsen Sterne aus Eis,

Blumengross und weiss.
Der Wind brüllt um die Ecke,
Weiss verhüllt er jeden Baum
und jede Hecke.

19.11.2018 18:38 • x 2 #81


kl Schnecke

kl Schnecke


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Zitat von Gerd1965:
Wenn der Weihnachtshase kommt
und hängt dir ans Bäumchen Eier,
dann liegt die Vermutung nah,
dass was schief läuft bei der Feier.


so,so so du schon wieder

19.11.2018 20:58 • x 2 #82


christian17

christian17


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Zitat von Gerd1965:
Wenn der Weihnachtshase kommt
und hängt dir ans Bäumchen Eier,
dann liegt die Vermutung nah,
dass was schief läuft bei der Feier.

Ist doch mal was anderes. Statt Kugeln, Eier an den Baum hängen.

19.11.2018 21:24 • x 2 #83


Finja


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Zitat von waage:
Im Advent bei Kerzenschein,

die Kindheit fällt mir wieder ein,

der Adventskranz strahlt in hellem Schein,

läßt Frieden in die Herzen rein,

die Hektik des Jahres schwindet,

läßt Ruhe Einkehr finden,

was kann schöner sein,

als ein Tag im Advent

mit Kerzenschein....


Hallo liebe waage,

dein Gedicht finde ich schön.

26.11.2018 13:34 • x 3 #84


Finja


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Weihnachten verbringen wir diesmal ohne Kinder. Wir waren bisher Weihnachten immer zusammen, was auch sehr schön war und in diesem Jahr wünschen sie es sich mal anders und das respektieren wir. So werden wir auch mal die Ruhe genießen und es uns trotzdem schön gemütlich machen. Ausserdem werden wir auch die frische Winterluft bei einem Spaziergang genießen.
Am WE kommt meine Tochter mit Enkel und eine Woche vor Weihnachten ist unser Enkel nochmal bei uns, worauf ich mich sehr freue. Liebe Grüße Finja.

26.11.2018 13:43 • #85


boomerine


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Das Gedicht von @waage ist sehr schön.
Man denkt zurück, wie schön es war, ja das war unsere Zeit.
Bei uns ist noch alles offen...............
Kinderaugen am Weihnachtsbaum, das vermisse ich irgendwie,
warum, die unseren sind zwar noch klein, aber
wenn ich an den Geburtstag zurück denke, darf ich das so sagen,
so schön wie es ist dabei zu sein,
aber der Marathon um die Geschenke der ist für mich absurd.
Und Weihnachten wird genauso abgehen.
Unsere 4 sind in dieser Richtung total verzogen.
Mach es da mal richtig .......................

26.11.2018 18:08 • x 2 #86


kl Schnecke

kl Schnecke


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All überall liegt in der Luft
ein ganz besondrer Weihnachtsduft
aus Zimt, Orange, Vanillin,
aus Weihrauch und aus Tannengrün.
Und wenn sich dann der Bratenduft
noch einmischt in die Weihnachtsluft,
dann weiß die Nas nicht, was sie soll
und ruft: Ich hab die Nase voll!

26.11.2018 18:15 • #87


alfi

alfi


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Der Stern
Hätt' einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.
Autor: Wilhelm Busch

28.11.2018 09:35 • x 3 #88


ichbinMel

ichbinMel


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Der alte Weihnachtsmann

Wer gammelt so spät noch durch Sträucher und Tann,
ich mag es nicht glauben, der Weihnachtsmann.
Sein Mantel ist rot und sein Bart nicht verschneit,
und für einen Schwatz hat er wohl eh keine Zeit.

Die Hände voll mit Tüten von Aldi und Netto,
und bestimmt hat der Alte auch noch andere Marken in petto.
Jetzt wird mir's auch klar und ich wundre mich nich,
das ich jedes Jahr von Aldi nen Schlafanzug krich.

Er schleppt sich kraftlos dahin durch Fichten und Tann
Und es ist nicht mehr aus der Kindheit der Weihnachtsmann.
Denn der kam mit einen Schlitten und Rentier davor ,
darauf einem Sack voll Spielzeug und Süßen und dazu sang ein Engelchor.

Der Weihnachtsmann aus der Kindheit war ein lustiger Mann,
doch der hier ist traurig man sieht es ihm an.
Er schleppt keinen Sack mehr mit kleinen Geschenken
Nein er hält duzende Plastetüten in seinen knorrigen Händen.

He Alter, so sag ich ganz still vor mich hin.
Was ist nur aus Dir geworden, was ist des Weihnachtsfest Sinn?
Da plötzlich dreht er sich zu mir um ,
er macht einen Schritt auf mich zu und ich werde stumm.

Dann spricht er zu mir der alte Weihnachtsmann,
und es fällt ihm wohl schwer, man sieht es ihm an.
Das Fest der Liebe ist es lange nicht mehr,
allen wollen viel Fressen und der Geschenke noch mehr.

Nur die teuersten Geschenke müssen es sein,
aber es gibt auch welche für die kauf bei Aldi ich ein.
Die Menschen wurden undankbar, geldgeil und gierig
und sagt überhaupt einer Danke, dann klingt das schon schmierig.

Dabei gibt es anderswo viel Kummer und Leid
Doch daran zu denken hat wohl keiner mehr Zeit.
Auch der Sinn des Christfest von einst ging verloren
wurde einst doch laut Bibel der Heiland geboren.

Doch besinnliche Weihnacht das kannst Du heute vergessen,
erst Geschenke aufreissen dann kräftig fressen,
welch Kind singt heut noch ein Lied wer kennt noch ein Gedicht
und nach dem Ursprung der Weihnacht frag ich lieber nicht.

Das heilige Fest wie wir einst es gedacht ,
wurde lange schon durch Euch zum Konsumrauschfest gemacht.
Ich schleppe mich ab jedes Jahr mit den teuersten Geschenken
aber an den Ursprung der Weihnacht tut heut keiner mehr denken.

Und als seine Worte zu ende er bringt,
eine Träne mehr über seine Wangen rinnt,
mach's besser mein Freund so ruft er mir noch zu,
dann verschwindet er zwischen den Bäumen im Nu.

Noch lange steh ich zwischen Fichten und Tann,
dann mehme ich meine Gedanken zusamm,
ich gehe nach Hause und für mich steht es fest
ich feiere dieses Jahr das alte Weihnachtsfest.

Wir werden zusammen sitzen unterm Tannenbaum
Und ich erzähle meinen Kindern von einem Traum.
Von einem Traum eines alternden Mann
den dennoch jeder der will auch erfüllen kann.

Und wir werden der wahren Weihnacht gedenken
und uns nicht sinnlos mit Werten beschenken,
und singen die alten Lieder im Kerzenschein
ja und wer weis vielleicht kehrt der alte Weihnachtsmann dann bei uns ein.

Ich wünsche es mir und Euch allen von Herzen
Eine frohe gesunde Weihnacht ohne Ärger und Schmerzen,
ohne viel Stress mit viel mehr besinnlicher Zeit,
die Ohren macht auf, die Herzen macht weit.

Ich hoffe es wird ein Fest der Liebe und Freude
denn dann, und das sage ich Euch schon heute
gibt es irgendwo zwischen Sträuchern und Tann
einen alten aber glücklichen Weihnachtsmann.

28.11.2018 15:43 • x 3 #89


alfi

alfi


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28.11.2018 17:14 • #90


windrad

windrad


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Jetzt kommt ja wieder diese "spezielle" Zeit und da nütze ich gleich mal die Gelegenheit hier im Forum um zu fragen wie ihr euch zur Weihnachtszeit und speziell zu Weihnachten fühlt? Genauer gesagt interessiert es mich bezogen auf das Gefühl das man in der Kindheit hatte und jetzt als Erwachsener? Ich hab da auch einiges an Senf dazuzugeben, aber mache es noch nicht und warte zuerst ab was kommt. Lg

28.11.2018 17:27 • #91


boomerine


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Ich glaube @windrad, für das mußt du einen neuen Thread aufmachen.

28.11.2018 17:55 • x 1 #92


Chingachgook


Georg Trakl : Ein Winterabend

Wenn der Schnee ans Fenster fällt,
Lang die Abendglocke läutet,
Vielen ist der Tisch bereitet
Und das Haus ist wohlbestellt.

Mancher auf der Wanderschaft
Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden.
Golden blüht der Baum der Gnaden
Aus der Erde kühlem Saft.

Wanderer tritt still herein;
Schmerz versteinerte die Schwelle.
Da erglänzt in reiner Helle
Auf dem Tische Brot und Wein.

01.12.2018 15:25 • x 3 #93


kl Schnecke

kl Schnecke


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01.12.2018 21:49 • #94


christian17

christian17


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Der Baum verbrannt, Geschenk vergessen,
die Gans ist auch schon aufgegessen
und auf dem Tisch nur wenig Gaben,
na dann noch einen schönen Heiligabend!

01.12.2018 22:12 • x 1 #95


ichbinMel

ichbinMel


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Ich halt in meinem Eispalast mit einem Grinch als Ehrengast,
der soll das Weihnachtsfest vermiesen, soll auf die Weihnachtsplätzchen niesen,
soll die Geschenkkartons zertreten und schiefe Weihnachtslieder flöten,
den Weihnachtsbaum in Flammen stecken, an jeder Zuckerstange *beep*,
soll den Lametta wüst verknoten, an Weihnachten ist nichts verboten,
soll alle Schneemänner zerschlagen! Das geht nur an den Feiertagen.
Er soll die Rentiere rasieren und Klebstoff auf die Schlitten schmieren,
den Engeln stutzt er ihr Gefieder, er rülpst und furzt die Weihnachtslieder,
ach, das wird ein schönes Fest,wenn man den Grinch nur walten lässt.




Aus den Boxen singt der Chor
und die Gans, die brät im Rohr.
Mutti packt Geschenke ein:
den Schal, die Uhr und auch den Wein.
Papa klebt den Bart sich an,
denn er spielt den Weihnachtsmann.
Opa schmückt noch grad den Baum,
doch das stört die Kinder kaum.
Oma tönt: Die lieben Knaben
warten artig auf die Gaben!
Aber hocken die zwei Lausebuben
wirklich brav in ihren Stuben?
Wo sind die Nüsse, wo das Gebäck?
Erst war es da, jetzt ist es weg!
Doch unterm Tisch mit Weihnachtskranz
wedelt Waldi mit dem *beep*.
Und es kaut und schmatzt der Hund,
das wird der Oma jetzt zu bunt.
So hebt sie forsch das Tischtuch an
und sieht, was sie kaum glauben kann.
Der Hund und die zwei Lausebengel
strahlen wie drei Weihnachtsengel
aus ihrem Naschversteck hervor
und aus den Boxen tönt der Chor.

01.12.2018 22:32 • x 2 #96


ichbinMel

ichbinMel


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Knäckebrot und Diamanten

Du bist also schon wieder auf Diät? Ich sah meine Mutter zweifelnd an. Seit Jahren jagte sie einer Schlankheitskur nach der anderen nach. Mama nickte nur. Diesmal halte ich es auch durch. Das sagte sie jedes Mal. Ich grinste und stand auf. Mit einem Lächeln erklärte ich meiner Mutter, dass ich mich mit Papa zum Shoppen verabredet hätte. Was kauft ihr denn ein? Ich lachte und sagte beim Verlassen der Küche: Weihnachtsgeschenke natürlich, was sonst?

Papa und ich saßen im Wohnzimmer, auf dem Tisch stand die Schmuckschatulle mit dem Ring, den er meiner Mutter gekauft hatte. Geschmack hatte mein Vater, das musste man ihm lassen. Allerdings auch einen Hang zu schwarzem Humor. Denn genau als ich aufstand, um Geschenkpapier zu holen, damit ich den Ring verpacken konnte, schüttelte er den Kopf. Den brauchst Du nicht einpacken. Ich sah ihn fragend an. Papa grinste verschmitzt, was ihn glatt 20 Jahre jünger aussehen ließ. Er erklärte: In der Küche steht eine Packung Knäckebrot, hol die mal. Ich war verwundert, folgte aber seinem Wunsch. Hatte er Hunger? Ich brachte im das Gewünschte und er nahm die noch geschlossene Packung, öffnete sie vorsichtig, nahm den Ring aus dem Schmuckkästchen und ließ in vorsichtig in die Packung gleiten. Dann schloss er die Packung und reichte sie mir. Das kannst du jetzt einpacken.

Ich sah ihn für einen Moment zweifelnd an. Findest du das wirklich eine gute Idee? Meinst du nicht, Mama ist beleidigt, wenn du ihr Knäckebrot schenkst? Er schüttelte den Kopf. Deine Mutter wird den Ring finden, und den Spaß verstehen, Ela. Da sei dir mal sicher. Ich bin seit über 20 Jahren mit ihr verheiratet. Ich nickte, und langsam packte ich die Schachtel Knäckebrot ein, um sie dann zu den anderen, bereits verpackten Geschenken zu legen. Sicher hatte Papa recht. Eigentlich war meine Mutter immer für einen Spaß zu haben.

Der Heilige Abend verlief wie immer in unserer Familie. Nach dem Essen saßen wir gemütlich im Wohnzimmer zusammen, sangen mit Oma und Opa ein paar Weihnachtslieder und lasen die Weihnachtsgeschichte vor. Dann ging es an die Bescherung. Die glitzernden Päckchen wurden verteilt, und Stück für Stück ausgepackt. Unter fröhlichen Geplapper und mit erfreuten Gesichtern unterhielten wir uns. Bis meine Mutter die Packung Knäckebrot auspackte. Es war deutlich zu sehen, dass sie sich um ein Lächeln bemühte, jedoch misslang dies gründlich. Sie sah erst mich an, dann wandte sie sich zu meinem Vater um. Ihre Stimme war schneidend, als sie nur ein einziges Wort sagte: Knäckebrot? Mein Vater machte ein unschuldiges Gesicht, er war ein hervorragender Schauspieler. Seine Antwort ließ die Zornesröte im Gesicht meiner Mutter erscheinen, sie rang um Fassung als Papa sagte: Nun, du sagst doch immer, dass wir uns nichts schenken sollten. Und ohne wenigstens eine Kleinigkeit für dich zu haben, hätte mir Weihnachten keinen Spaß gemacht, weißt du? Und da du im Moment auf Diät bist, dachte ich, eine Packung Knäckebrot wäre sinnvoll.

Die eingetretene Stille im Raum wurde von Opas Kichern unterbrochen, und dieses Geräusch schien den Gefühlsausbruch meiner Mutter herbeizuführen. Tränen liefen über ihre Wangen, erbost stand sie auf, verließ ohne ein weiteres Wort und mit der Packung Knäckebrot in der Hand den Raum. Das Letzte, was wir an diesem Weihnachtsabend von ihr hörten, was das Schmettern der Schlafzimmertür, danach herrschte erneut Stille. Ich sah meinen Vater an, der schüttelte den Kopf zunächst, dann nickte er. Sie wird sich wieder beruhigen. Nur wenig später verließen Oma und Opa uns auch, und wir gingen alle zu Bett.

Am Weihnachtstag kam ich schlaftrunken in die Küche. Meine Mutter saß am Küchentisch und trank eine Tasse Kaffee, ihr Blick kalt und abweisend. Ich setzte mich zu ihr. Statt eines Guten Morgen gab sie lediglich ein gequältes Knäckebrot von sich. Ich zuckte mit den Achseln. Hast du die Schachtel denn geöffnet? Ich sah meine Mutter während meiner Frage prüfend an. Diese schüttelte den Kopf. Ich habe sie weggeworfen. Sie liegt im Müll. Ich riss die Augen auf, erhob mich und rannte hinunter in den Keller des Mietshauses, in dem wir wohnten. Mit klopfendem Herzen öffnete ich den Deckel unserer Mülltonne. Beißender Geruch nach Abfall stieg in meine Nase. Ich sah keine Schachtel mit Knäckebrot. Beherzt begann ich mit den Händen im Müllbeutel zu wühlen. Die Packung war nicht da. Mit hängenden schultern stieg ich die Treppen wieder hinauf.

Meine Mutter hatte ihre Position nicht verändert, sie blickte mich fragend an. Du hast kein Knäckebrot von Papa bekommen, das war nur ein Witz. In der Packung war ein Ring! Ich sah das Blitzen in den Augen meiner Mutter, ihr Mund öffnete sich und sie erhob sie, um in Richtung Tür zu gehen. Spar dir den Weg, die Schachtel liegt nicht im Müll. Als wären meine Worte sein Stichwort, öffnete sich die Küchentür, und Papa kam herein. Was liegt nicht im Müll? Mit wenigen Worten erklärte ich, was vorgefallen war und bemerkte, wie meine Mutter auf ihrem Stuhl immer kleiner zu werden schien. Mein Vater grinste, goss sich eine Tasse Kaffee ein und betrachtete meine Mutter schweigend für einen Moment. Die sah zu Boden, offensichtlich unfähig, meinem Vater in die Augen zu sehen. Sie sagte kein Wort. Papa drehte sich zu mir um, und mit der gleichen Stimme wie gestern sagte er noch einmal den Satz: Ich bin seit über 20 Jahren mit Deiner Mutter verheiratet, Ela. Ich kenne die Frau. Mit diesen Worten drehte er sich um, und öffnete ein Küchenschränkchen. Er entnahm eine geschlossene Packung Knäckebrot und hielt sie meiner Mutter hin. Mit einem Zwinkern fuhr er fort: Es war mir klar, dass sie im Zorn die Packung wegwerfen würde. Also habe ich die Packungen ausgetauscht. Diese Schachtel hier ist das eigentliche Geschenk.

Das Lächeln meiner Mutter war kläglich, als sie mit zitternden Fingern die Schachtel öffnete, doch schon einen Augenblick später strahlte sie über das ganze Gesicht. Wortlos stand sie auf, umarmte meinen Vater und flüsterte: Ich bin noch genauso dumm wir vor über 20 Jahren, aber ich würde dich jederzeit wieder heiraten.

01.12.2018 23:31 • x 2 #97


ichbinMel

ichbinMel


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Zum Weihnachtsfest,
kommt hier ein Test:
Habt Ihr schon Socken am Kamin,
und stellt auch Milch und Kekse hin?
Sind alle Weihnachtskugeln noch ganz?
Erstrahlt das Haus im Weihnachtsglanz?
Ward Ihr auch brav und tugendhaft?
Dann habt Ihr die Hälfte schon geschafft!
Doch das Wichtigste zum Schluss,
ist ein absolutes Muss:
Habt Ihr noch Geld auf Eurer Bank,
und liegen die Nerven noch nicht blank?
Dann habt Ihr eindeutig bestanden,
und der Weihnachtsmann kann bei Euch landen!

02.12.2018 00:08 • #98


ichbinMel

ichbinMel


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Langsam geh' ich durch die Gassen,
schau hinein in jedes Haus.
Und ich fühl' mich so verlassen,
da ich bin allein hier drauß'.

Und ich blicke in die Ferne,
schau hinauf zum Himmelszelt.
Und ich wünscht' mir ach so gerne,
Frieden auf der ganzen Welt.

Und ich gehe langsam weiter,
denke an das Christuskind.
Da erblick ich eine Leiter,
an der steht ein kleines Kind.


Hallo, lacht's mich an ganz fröhlich,
wartest du auch auf den Weihnachtsmann,
sagt es zu mir, ach so selig,
und es schaut mich strahlend an.

Ich wünsch' 'ne Puppe mir und Kerzen,
sagt das liebe kleine Kind.
Und ich wünsche mir von Herzen,
dass alle Menschen Glücklich sind.

Und so wünschen heut auf Erden,
viele Menschen Frieden sich.
Wann wird das nur endlich werden?
Alles ist so feierlich.

Langsam geh' ich durch die Gassen,
still hinein in unser Haus.
Und ich fühl' mich nicht verlassen,
denn - hier sieht es friedlich aus.






Die Wünsche ändern sich

Ein Junge will vom Weihnachtsmann
am liebsten einen Hampelmann.
Die Mädchen, anders als die Knaben,
die möchten gern ein Püppchen haben.

Wenn sie dann groß und aufgeklärt,
ist das Verhältnis umgekehrt.

Ein Püppchen suchen sich die Knaben,
'nen Hampelmann will's Mädchen haben;
den es fest an der *beep* hält
und zappeln lässt, wie's ihr gefällt.

Vielleicht wird mancher protestieren:
Mir könnte so was nicht passieren,
ich bin ein gewiefter Frauenkenner!"
Das sind die größten Hampelmänner!

02.12.2018 00:22 • x 1 #99


ichbinMel

ichbinMel


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Weihnachten ist tralala:
Ente, Rotkohl!- alles da!

Klöße, Rotwein, Tisch gedeckt
blitzeblank, wie abgeleckt!

Die Geschenke ausgepackt:
Schlüpfer, Shampoo, Schuh aus Lack,

Schlips, Parfüm und Deostick
ach, Du Fest! Du höchstes Glück!

Und am Tische da im Haus,
sitzt man dann mit Mann und Maus

um den schönen Weihnachtsbaum:
Weihnachten ist wie ein Traum!

Endlich sind wir still vereint,
voller Liebe, wie es scheint,

und nun ziehen die Gedanken
zu den Freunden und Verwandten,

die, wie soll es anders sein,
sich auch, wie wir selber freu'n!:

Wer bekommt das Gänseherz?
*beep*, Keule oder Sterz?

Und man stopft sich schnell den Wanst
voll mit Rotkraut, Kloß und Gans,

denn man will, und das ist schön:
endlich die Geschenke seh'n!

Und dann ist es wohl soweit:
's kommt die Stund' der Auspackzeit:

Winterpullis, Büstenhalter,
Seidenschals und Kerzenhalter,

Aschenbecher vom Basar
M-A-D-E aus Bulgaria!

Dazu Socken, Blusen, Seife,
schön verpackt mit dicker Schleife,

(mancher denkt schon still daran,
wie er's morgen tauschen kann),

aber heute geht das nich'
und man ruft: " Wie freu ich mich!"

Packpapier bis oben satt
bügelt Mutti morgen glatt

für das nächste Fest im Jahr:
Weihnachten ist tralala!

02.12.2018 00:47 • x 1 #100




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