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Theophanus
Ich gebe hier etwas von meiner Seele kund und werde Musikstücke oder anderes angeben und darüber erzählen, warum mir dieses so wichtig geworden ist. Was es mit meiner Seele macht, wie es mich berührt oder wie es mir zu helfen vermag. Wer möchte, kann selbstverständlich mitmachen.

09.11.2022 18:32 • 24.11.2022 x 2 #1


12 Antworten ↓


Theophanus
Orion, Wintersonne, Winter, Schnee, Frost

Heute ging unsereins mit dem Hund von meiner Schwester spazieren und das Klärchen lächelte mich vom Himmel herab an. Im Sommer macht sie mir keine Freude, aber in diesem Moment kam Klara in mein Herz hinein und es begann sich zu wärmen. Mein Gesicht ließ sich von ihr genüsslich anstrahlen und meines fing genauso dabei an zu strahlen wie ein Honigkuchen. Ich streichelte Maya und fing an zu summen und ein paar Minuten später wurde daraus ein leises vor sich her singen. Mein fröhliches Lied kam der Elster zu Gehör und sie antwortete mir mit ihrem Gegengesang, ich grüßte sie mit einem fröhlichen: Guten Morgen, mein Sonnenschein. und wir musizierten weiter gemeinsam. Nach einer Weile wollte Maya weitergehen, so verließ ich die Elster mit einem lieben Danke- und Abschiedsgruß.

Wenn bei mir das Klärchen das Herz erwärmen kann, ist es ein gutes Zeichen, dass es mir seelisch etwas besser geht. Vielleicht liegt es daran, dass ich vor Kurzem das Sternenbild Orion gesehen habe. Immer wenn es sich bei uns am Himmel zeigt, bedeutet es für mich, dass die schönste Jahreszeit beginnt und meinesgleichen sich freier bewegen kann, weil die Insekten für fast ein halbes Jahr nicht meine Seele quälen können, weil ich vor sie furchtbare Angst habe.

Es hört sich verrückt an, unter Wölfen kann und konnte ich leben und schlafen, aber vor Insekten habe ich nur Angstzustände. Ist es denn so verrückt, Wölfe tun einem nichts, aber Insekten sind die Tiere, die die meisten Menschen auf dem Gewissen haben, wenn man Viren, Bakterien und den Menschen selbst an erster Stelle einmal nicht berücksichtigt.

Ich werde ab heute jeden Tag nach draußen gehen und mit meinen kleinen Äuglein die herrlich anzuschauende, wunderschöne Natur und deren faszinierenden Anblick genießen. Mein Geruchsinn wird die schönen Winterdüfte der Tannen und des Schnees wahrnehmen, mein Gehör freut sich auf die ersten Schritte im allerschönsten Niederschlag, den das Wetter in ihrer Palette anbietet.

Die himmlische Stille, wenn der Schnee alle Geräusche in sich aufnimmt, ist einfach nur göttlich. Wenn die Kinder mit ihm spielen und dabei vom Herzen lachen, lacht mein Herz mit, auch in Zeiten, in denen es mir ansonsten nicht so gut geht.

Genauso werde ich todtraurig sein, wenn dieser Gottesbote zu tauen beginnt oder erst gar nicht fällt wie in manch vorigen Winter. Der Schnee bedeutet für mich so vieles, ich vermag es mit meinen Worten nicht ausdrücken, derselbe ist wie eine göttliche Sinfonie und jene bringt mir für kurze Zeit einen Seelenfrieden, bis er anfängt zu verschwinden, indem er auftaut.

Auch seinen Bruder namens Frost liebe ich sehr, gerade wenn er mehr als zwei Wochen anhält, weil man danach kleine, flache zugefrorene Seen betreten kann oder wenn man das erste Mal wieder auf Muttererde spazieren geht und man dabei nicht einsinkt, weil es so hart wie Stein geworden ist.

Es ist ein so schöner Anblick, sobald sein Atem entweder aus der Nase oder dem Mund sich zu einer Nebelwolke bildet und gerade bei richtig kalten Temperaturen es noch anfängt zu singen, weil sich aus der Atemluft kleine Kristalle bilden einfach nur paradiesisch.

Geht meinesgleichen an Bäume vorbei, die sich schmücken mit weißem Himmelschmuck, fühle ich mich wie in einem Märchen und kann mich nie und nimmer davon sattsehen.

Bei noch längerer Frostzeit führt mich mein Herz an die Elbe, um sich die Schollen anzusehen, was für eine Pracht ist dieses Bild und das Geräusch klingt wunderschön, insofern zwei Schollen lieblich miteinander ein Liebesduett vorführen.

Der Winter bleibt für unsereins das Schönste, was die Natur zu bieten hat, ich habe zu keiner anderen Zeit als im Winter, sobald Schnee liegt, so viele lachende herumtobende Kinder gesehen, die nur wegen einem Niederschlag sich so freuen können, dass bekommt noch nicht einmal ein teures Geschenk so gut hin.

09.11.2022 18:34 • x 5 #2



Was bedeuten für mich Musik, Fabeln, Märchen, Wetter etc

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Theophanus
Lebenshymne: Ich dein alles, du mein Nichts. von Marie Bothmer



Das Jahr 1992 war mein goldenes Jahr, aber es hat sehr tiefe Wunden hinterlassen, dadurch wurde dieses Lied eine wichtige Hymne von einem Teil meines Lebens. Bevor ich den Grund erzähle, möchte ich darauf hinweisen, dass ich nur Merle in dieser Zeit geliebt habe, und trotzdem haben sich drei Liebesgeschichten um mich herum abgespielt, die dramatische Folgen hatten, warum ich zum Teil beim Thema Liebe eventuell vieles anders sehe wie andere, weil diese Geschehnisse nie wieder aus meinem Kopf gehen, und sie beherrschen mein Alltag.

Eine davon findet Anklang in diesem Lied. Ich weiß bis heute nicht, warum dieses alles so geschehen ist, dadurch denke ich manchmal, wieso musste dieses Ganze nur so ablaufen. Hätte sich mein Herz für dieses andere Mädchen entschieden, könnte es mit mir eine glückliche Familie geben oder wäre es trotzdem zur Katastrophe gekommen. Solche Fragen sollte man sich nie stellen, weil dieselben einem die Lebenskraft aus Körper und Geist entziehen.

Als ich Ende 1991 in der Jugendpsychiatrie ankam, war ich durch ein Mädchen in der Klasse, die vorab meine Nähe vergeblich gesucht hat, zum Ausgestoßenen geworden ab 1990. Die ganzen körperlichen Misshandlungen sowie die Scheinhinrichtung und die Mordanschläge haben mich nicht so verletzt wie das Gefühl ein Aussätziger zu sein. Ich wollte dieses Gefühl loswerden und fing mich an, immer intensiver zu waschen und so bildete sich ziemlich schnell meine Zwangserkrankung.

Merle, meine große Liebe baute mich auf und ich tat das gleiche für sie, indem ich Merle Geborgenheit schenkte und ein Gehör für ihre grauslichen Erlebnisse (Notzüchtigung) in der Familie. Irgendwie machte dieses ihre Runde und so kamen viele Mädchen zu mir und erzählten mir ihre deprimierenden und schrecklichen Erlebnisse (Notzüchtigung), dabei lernte ich das andere Mädchen kennen. Ich liebte Merle und die andere liebte mich, trotzdem verstanden wir uns sehr gut, obwohl sie wusste, dass ihre Liebe für mich umsonst war.

Ich weiß bis heute nicht genau warum, zu einem gewissen Anteil war Merle einfach meine Heldin, die mir meine Sprache wieder zurückgab. Sie war die erste fremde Person, die einfach nur bei mir blieb, obwohl ich kein Wort sprach. Sie reichte mir ihre Hand, wenn ich für Hilfe empfänglich war. Sie war die weiseste Person, die ich je kennenlernen durfte, so klug und wissend noch dazu adrett, höflich sowie bescheiden, nebenbei war sie auch wunderschön. Das andere Mädchen, deren Name ich weiß, aber natürlich nicht bekannt gebe, war eine sehr sympathische Erscheinung und sie wäre eine wunderbare Partnerin gewesen, aber es gab etwas in mir, dass mich bei ihr erschrak.

Sie bekam durch die vielen Notzüchtigungen eine extreme Borderline Erkrankung und hoffte durch Entstellungen bestimmter Körperteile, dass ihr Vater von ihr ablässt. Als Merle von mir Abschied nahm, versucht sie es noch einmal, sie wollte mir helfen, mit der Traurigkeit klarzukommen und hoffte wohl, dass ich mich doch noch in ihr verliebe. Ich bat sie darum, dass sie erst mal nur an sich denken soll, um wieder gesund zu werden und mich sollte sie besser links liegen lassen.

Vier Jahre später geschah etwas Schreckliches in meiner Abwesenheit, ich war in dieser Zeit wieder in teilstationärer Behandlung. Sie wusste, dass ich in Elmshorn wohne und versuchte mich zu finden, die genaue Adresse bekam sie sehr wahrscheinlich durch ein Telefonbuch heraus. Auf jeden Fall stand sie vor unserer Tür und mein Vater öffnete ihr die Tür, er sagte zu ihr, dass ich zurzeit abwesend bin, obwohl ich zwei Stunden später zu Hause gewesen wäre. Er wollte mich wohl beschützen, was die ganze Sache noch trauriger macht.

Er erzählte mir nichts davon und jetzt nahm das ungeheure Schicksal seinen Lauf. Beide trafen sich eine Woche später im Krankenhaus wieder als Patienten auf der gleichen Station. Ihr erster Versuch, sich das Leben zu nehmen, sorgte für diesen Aufenthalt. Sie sprachen miteinander, ein Tag später war sie nicht mehr aufzufinden, mein Vater fragte bei einer Schwester nach und bekam die Nachricht, dass sie ihr Leben in der Nacht selbst beendet hat. Mein Vater behielt alles für sich, weil er mich beschützen wollte, aber in seinem Sterbebett konnte er nicht anders, er musste sich von dieser schweren Last befreien und erzählte mir alles.

Es gibt drei Gründe, warum ich mich nicht binden möchte. Zum einen sind es die beiden Mädchen von damals, den ich gerne treu bin, obwohl meine Liebe nur Merle gilt, möchte ich auch für das andere Mädchen treu sein, klingt vielleicht verrückt, aber weil sie mich liebte und es mit ihrem Tod zahlen musste, möchte ich zumindest meine Ehrfurcht ihr aufweisen, weil mich dieser Tod sehr beschäftigt und mich mit Traurigkeit und Bitternis übermannt, hätte ich ihr Leben retten können, bin ich schuldig, ich denke ja, und dieses macht mich zu schaffen. Wir hätten in Lübeck zusammenkommen können oder wenn ich gesünder gewesen wäre, hätte mein Vater sie bestimmt hereingebeten, sodass wir uns hätten treffen können.

Zum anderen liegt es an die damalige Situation, ich war 15 Jahre alt und hörte von einem Dutzend Mädchen über deren Notzüchtigungen. Für mich gab es danach eine lange Zeit keine Liebe mehr, denn für mich stand fest, dass jeder Mann auf Erden ein Züchtiger ist. Ich wollte keiner werden und versuchte ihn immer mit einem Messer auf der Toilette abzuschneiden, aber die Angst daran zu sterben, war zu groß. Erst nach vielen Jahren und zig Gesprächen mit meinen Eltern und Therapeuten habe ich es wieder verstanden, dass sich Mann und Frau mit beidseitigem Einverständnis lieben können.

Trotzdem habe ich die Befürchtung, dass ich keiner Frau glauben könnte, dass sie von mir geliebt werden möchte. Deswegen wäre für mich eine platonische Beziehung wünschenswert, ansonsten müsste man einen Therapeuten gemeinsam aufsuchen, damit ich in dieser Sache lerne, dass ihr Ja wirklich ein freiwilliges Ja ist und sie müsste, lernen, wenn es trotzdem nicht funktioniert, es absolut nichts mit ihr zu tun hat. Dieses möchte ich aber selbstverständlich keiner Frau aufbürden, somit verzichte ich gerne, dadurch gehe ich nie aus, ich war z. B. noch nie in einer Diskothek oder Ähnlichem.

Weil ich ansonsten über diesem Punkt mich nicht so gerne äußere, gebe ich immer bekannt, dass ich nicht suche, aber eigentlich wünsche ich mir mit voller Sehnsucht die wahre Minne und am allerliebsten auf platonische Art, allein es soll nicht sein und dass ist, denke ich auch auf einer gewissen Art gut so.

10.11.2022 05:10 • #3


Theophanus
Entschuldigung, ich habe vergessen zu schreiben, warum mich dieses Lied so berührt und wie es mir trotzdem hilft. Ich hätte sie so gerne im Nachhinein geliebt, aber ich konnte es damals nicht, weil ich in jemand anders verliebt war. Ich frage mich sehr oft, warum fühlte ich für sie keine Liebe, es lag nur an mir und nicht an ihr, dadurch berührt mich das Lied und natürlich auch durch die verheerenden Folgen, die diese einseitige Minne hatte.

Ich höre das Lied immer, wenn sie in meinen Gedanken auftaucht. Ich möchte hiernach bitterlich weinen und das Lied hilft mir dabei wie ein Schlosshund zu heulen. Ich bin der Sängerin für dieses Lied vom ganzen Herzen hierfür dankbar, weil die Tränen etwas Schmerz wegnehmen und davon ist noch weidlich viel vorhanden, damit baue ich es sehr langsam, aber stetig ab.

10.11.2022 05:44 • #4


Theophanus
Lebenshymne: Book of love by the Monotones



Dieses Lied hörte ich, wie so viele Doo Wop Lieder, ich tanzte dazu gerne am liebsten Lindy Hop oder sogar wenigsten den Grundschritt vom Rock 'n' Roll. Für Merle lernte ich dieses Lied auf der Gitarre zu spielen, weil ich ihr damit meine Liebe kundtun wollte. Ich kniete mich vor ihr hin und bat um ein paar Minuten ihres Gehörs, die sie mir gerne schenkte. Es war das erste Mal, das wir uns herzig umarmten. Es war ein so schönes, wohliges und geborgenes Gefühl entstanden, dass meine Seele die glücklichste Zeit meines Daseins mit ihr erleben durfte.

Wenn ich das Lied heute höre, denke ich an die gemeinsamen und romantischen Erlebnisse mit ihr und mein Herz fängt zu strahlen an, so warm und hell wie die Sonne. Manchmal stelle ich mir sie in die Fantasie vor und wir tanzen gemeinsam Lindy Hop, sie im Petticoat Kleid und ich im Anzug. Dieses Lied bringt mich einfach zum Lächeln außen wie innen.

10.11.2022 06:25 • #5


Theophanus
Lebenshymne: Hey Bo Diddley by Bo Diddley



Die Monotonie lernte ich sehr schätzen, warum sie mir eine Unterstützung ist, erzähle ich irgendwann später auf dieser Seite. Auf jeden Fall kam mir der Einfall, wie toll es wäre, ein Lied in Dauerschleife anzuhören und dabei ein Buch zu lesen. Ich nahm dabei gerne im Kauf, dass das Lesen länger dauern wird wegen der Musik, die aber nur anfangs einem beim Fortschreiten hindert, wenn man erst einmal im Fluss ist, stört sie nicht mehr, weil ich sie nur noch im Unterbewusstsein wahrnehme.

Ich hoffte, wenn ich das Lied ein paar Jahre später einfach im Radio höre, dass sich der Roman in meiner Fantasie nochmals abspielt. Es war ein Ausprobieren mit Erfolg, ab dieser Zeit habe ich es oft praktiziert, gerade bei meinen Lieblingsautoren wie z. B. Hartmann von Aue. Es handelte sich beim Erstversuch um das Buch Der Schamane von Noah Gordon, auch heute noch spielt sich das Buch wie ein Kinofilm ab, aber nur mit Verbindung dieses Liedes.

Weil es das erste Lied ist, dass ich hierfür benutzt habe, höre ich mir dieses Lied immer gerne an und erinnere mich an die Geschichte vom Schamanen. Meiner Seele tut es heutzutage sehr gut, weil ich nur noch dadurch schöne Filme in meinem Kopf produzieren kann mithilfe dieses Tricks, seit dem der Zwang mir meine Fantasiewelt geklaut hat für seine Zwecke.

Er will andauernd mich in einer depressiven Stimmung bringen und benutzt dafür meine Fantasie, um danach nur noch ein hundeelendes, kauendes etwas zu sein, dass bitterlich am Weinen ist.

Deswegen macht es mir Freude, dass ich so noch schöne Fantasiefilme entwickeln kann mithilfe von Büchern. Dieses Lied macht mich dadurch glücklich und ich kann den Zwang hierbei austricksen. Ich hatte damals als Kind schon die Gabe, solche Kopfkinofilme zu erträumen, indem oft auch Musik eine Rolle spielte, somit habe ich noch etwas davon Erhalten können.

10.11.2022 07:41 • #6


Theophanus
Lebenshymne: Loving her was easier by Kris Kristofferson oder Loving him was easier by Anita Carter





Ich ging draußen lustwandeln und sah eine Möwe über meinen Kopf von einer Windböe davontragen. Ein Gedanke kam mir dabei auf, es war so leicht, mich in sie zu verlieben, und es wäre noch leichter gewesen, ihr Mann an ihrer Seite für alle Zeiten zu sein. Mein Herz ist heute noch mir ihr verbunden wie damals bei unserer Beisammenzeit, doch man hat sich gemeinsam gegen unsere beider Gefühle entschieden, dadurch trennten sich unsere Wege für alle Zeiten.

Ich werde nie wissen, wie es ihr ergangen ist, genauso wie die Möwe ist unsere Liebe auf einer Windböe davongetragen. Trotzdem ein kleines Teilchen von der großartigen Minne ist in meinem Herzen stecken geblieben, hat sich dort tief eingebohrt und verankert. Sie hätte heute noch ein leichtes Spiel bei mir, die Liebe zu ihr wieder zudem zu entfachen, wie sie damals einmal war.

Egal wie schön das Leben sein kann, so unschön ist es dieses, ohne sie zu bestreiten. Jeder Schritt ohne sie ist um ein Vielfaches schwerer. Jede Fröhlichkeit ist nur halb so schön und jedes Übel ist doppelt so schlimm zu ertragen.

Wir gingen gemeinsam trotz so grauslicher Kindheitserlebnisse leicht wie eine Feder durch unsere gemeinsame Zeit. Uns und unsere Minne konnte nichts anhaben und gerade deswegen entschieden wir uns zu trennen, damit wir beide uns an dieses Wunder unserer Zusammenkunft in Zukunft festhalten konnten, bevor es vielleicht doch irgendwann durch die Zeit zerstört wird. Lieber trennen wir uns aus der Liebe heraus, egal wie schmerzhaft es für uns beide auch sei, bevor es eventuell durch etwas anderes geschieht.

Als sie nach unserem herzlichen, aber auch bitterschmerzlichen Abschied mich noch einmal später aufgesucht hat, um mich wiederzusehen, war bei der darauf folgenden Trennung die längste und zärtlichste Umarmung meines Lebens geschehen. Es hat sich angefühlt, als ob mehrere Mondzyklen dabei verstrichen, obwohl es im Höchstfall nur eine Stunde andauerte. Wir beide weinten ziemlich weidlich dabei und versuchten uns gegenseitig zu trösten, was uns natürlich nicht gelang.

Egal wie viel Leid dieser Abgesang unserer Minne uns beide einbrachte, war sie wohl doch eine gute Entscheidung im Nachhinein, weil unsere Liebe dadurch unsterblich wurde, zumindest auf meiner Seite. Immerwährend, wenn ich an sie denke, wärmt sich mein Herz voller Sehnsucht durch Geborgenheit und Liebe auf. Sie ist für mich wie Isis, Nephthys, Athene, Artemis, Freya und die unvergleichliche Kaiserin Theophanu unsere Kleopatra zusammen.

Nachdem diese Gedanken und Erinnerung hochkamen, kam ich nach Hause an und hörte dieses Lied, es wurde geschrieben und gesungen von Kris Kristofferson, aber am schönsten hat es für mich Anita Carter interpretiert. Für mich bedeutet dieses Lied immer noch sehr viel, weil es mich zärtlich einhüllt mit wahrer Liebe und meine Seele zutiefst behütet streichelt sowie mich erinnert, dass ich so viel Glück einmal besessen hatte Merle überhaupt kennenlernen zu dürfen, um diese große unsterbliche Minne mit ihr gemeinsam zu teilen.

Dieses Ereignis hebt so viel Qualen und Leid in meinem Leben auf, manchmal denke ich auch, dass es gut war, diese zu erleben, egal wie schlimm sie auch waren, vielleicht ist dieses auch ein Grund, wieso ich bis auf eine Person alle anderen vom Herzen ehrlich verzeihen konnte und heute mit ihnen mich auch unterhalten kann, wenn ich sie begegne, weil ich ansonsten dieses Engelgeschöpf nie getroffen hätte. Vielleicht muss man erst leiden, bevor man so etwas schönes Erleben darf, wie solche Herzensschwester einmal im Leben treffen zu dürfen.

Ich wünsche mir aber auch jedes Mal aufs Neue, entfacht durch das Lied, dass sie heute hoffentlich noch lebt und das sie das schönste und glücklichste Leben auf Erden heute führt sowie dass sie mich hoffentlich schon lange vergessen hat, manchmal bete ich sogar dafür.

12.11.2022 07:17 • #7


Theophanus
Fabel: Der Strauß von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1758


Das pfeilschnelle Renntier sahe den Strauß und sprach: Das Laufen des Straußes ist so außerordentlich eben nicht, aber ohne Zweifel fliegt er, desto besser.

Ein andermal sahe der Adler den Strauß und sprach: Fliegen kann der Strauß nun wohl nicht, aber ich glaube, er muss gut laufen können.


Diese Fabel sagt so viel für mich aus, zum einen sehen das Rentier und der Adler den Strauß nur aus ihrer Perspektive und verurteilen ihn von dieser Sichtweise aus, anstatt sich zu bemühen, diese umfangreicher zu gestalten und danach zu beurteilen.

Wiederum erkennt man an dieser kleinen Fabel, wie unnötig eine solche Beurteilung sein kann und sogar sein muss, weil die urteilende Person nur aus ihrer Sichtweise beurteilt und somit niemals frei ist, sinnvoll und unparteiisch zu beurteilen und wer es behauptet, dieses doch zu können, müsste ein Gott sein und trotzdem tun wir jeden Tag mehrfach irgendetwas beurteilen beziehungsweise sogar verurteilen und sind noch dazu so unwissend, warum etwas so geschah, wie es geschehen ist.

Vielleicht sind wir wie der Strauß, der anscheinend von allem etwas kann, aber nie bei einer Sache das größte Können aufweist. Wir meinen und ich schließe mich darin nicht aus, dass wir uns zu allem eine Meinung bilden können und diese auch noch unbedingt kundgeben wollen.

Oder sind wir die Adler und Rentiere, die von oben herab auf andere sehen, obwohl andere mehr können als wir. Wir tun so, als ob wir Götter sind und tun so, als ob andere Lebewesen unsere Untertanen sind, obwohl sie in vielem uns so überlegen sind. Genauso geht es oft unter Menschen selber zu, es gibt viele Menschen mit so vielen Talenten und hervorragenden Tugenden, von denen man aber nie etwas hören wird, es gibt aber auch eine große Menge von denen, die so wenig Talent und Tugend aufweisen und trotzdem bei den meisten bekannt sind, oft beliebt, gefürchtet oder beides.

Wiederum spielen sich viele auf wie ein Skla. auch heute noch in unserem Land, ob es der Chef beziehungsweise der Manager ist, der aus Jux und Tollerei den Eimer der Reinigungskraft umwerft oder wie mancher Gast sich benimmt und verhält oder wie ein Kunde das Personal in einem Einkaufsladen behandelt usw. Oft sieht man solch Verhalten auch in Ehen sowie zwischen Eltern und Kindern, genauso in der Nachbarschaft usw.

Man kann aber auch darin erkennen, dass jemand, der in vielem sein Können aufweist, zwar niemals in einer Sache perfekt ist, aber aus das Summarium von nicht ganz so gut gebildeten Eigenschaften sich etwas Großartiges und Einmaliges entwickeln kann. Zum anderen sei derjenige, der nur in einem Gebiet ein Alleskönner ist, jemand, der allzu oft hilflos gegenüber dem Fremden steht.

Ich könnte noch mehr darüberschreiben, dieses ist ein Grund, warum ich Fabeln so schätze und lieben gelernt habe. Jeder sieht oder erkennt etwas anderes in ein und derselben Fabel. Dieses lässt mich stets nachdenken, wie ich etwas betrachte und versuche mich zu besänftigen, damit ich nicht beurteile, was mir mal vortrefflich, mal weniger gut oder gar nicht gelingt. Ich lerne jeden Tag eisern an mir daran zu arbeiten und dieses ist einer von allerlei Fabeln, die mir dabei hilft.

Zum anderen behandele ich alle anderen Mitmenschen, die ich in meinem Leben treffe, auf Augenhöhe oder darunter, aber nie darüber genauso (außer Insekten, Bakterien, Viren usw. wegen meiner Zwänge) behandele ich andere Lebewesen, deswegen unterhalte ich mich auch z. B. mit einer Elster, als ob sie mich verstehen würde, begrüße sie oder musiziere mit ihr gemeinsam usw. Weil andere Menschen komisch darauf reagieren, tue ich es leider nur in unbeobachteten Situationen.

Oft hilft mir aber die Empathie zu den Tieren sehr, so habe ich z. B. schon mal ein aufgeregtes Rehkitz in der Stadt durch beruhigende Gesten und Unterhaltung so ruhiggestellt, dass es neben mir stand, und ich ließ es behutsam an mich schnuppern, bis der Förster kam.

Auch habe ich so manches Eichhörnchen wohl retten können, weil sie ansonsten überfahren worden wären. Ich achte immer darauf, weil ich sie so oft schon tot auf der Straße liegen sah, sie laufen einfach rüber und sehen natürlich nicht nach links und rechts. Erahne ich es, weil ich z. B. erkenne, dass das Eichhörnchen etwas für einen Winterdepot gefunden hat und damit zum Friedhof auf der anderen Straßenseite wechseln will, sehe ich für dieses Wesen nach dem Verkehrsaufkommen. Hat es freie Bahn, lass ich es natürlich dort hinlaufen, wenn nicht, lenke ich es für kurze Zeit auf mich ab, bis die Straße frei ist.

Ich kann nicht viel, aber in meinem Rahmen versuche ich einiges wieder gutzumachen, was alleine meine Geburt verursacht hat.

12.11.2022 11:16 • #8


Theophanus
Sängerin: Clara Louise

Als ich das erste Mal von Clara Louise ein Lied gehört habe, dachte ich nur, sie sei jemand, die mein Inneres besser verstehen würde als ich selber. Noch hinzu kam, dass sie mich auch ein bisschen an Merle erinnerte. Ich musste von ihr mehr hören, sie ist die Einzige von den aktuellen Sängern, auch in der internationalen Musikbranche, bei dem ich nicht nur ein bis maximal drei Lieder gut finde, sondern bei ihr ist es so, dass ich lange wühlen muss, um ein Lied zu finden, was mir gar nicht gefällt. Ich werde wahrscheinlich noch mehr über sie schreiben und auch auf einzelne Lieder von ihr eingehen, das hat sie nach meinem Ermessen auch wirklich verdient. Bei ihr bin ich festen Glaubens, dass sie wirklich psychisch erkrankt war und ist und nicht wie bei anderen Berühmtheiten, die sich daraus ein Gag machen.

Dieses zeigt mir allein schon ihr Ausdruck und ihre Bildersprache, die kann kein gesunder Mensch in solcher Anzahl praktizieren. Wenn sie darüber singt, dass sie sich im Spriegel gegenüber nicht mehr erkennt und hofft, dass man sich wieder findet und eins wird oder das sehr depressive Lied über Montag, indem ich mich so herrlich wieder fand. Montag war für mich der schlimmste Wochentag, immer, wenn ich vor dem Spiegel stand und den Nassrasierer anlegte, fing ich an, weidlich zu weinen. Schon wieder diesen Absturz erleben zu müssen vom himmlischen, friedlichen, paradiesischen Wochenende zur Hölle des Schulalltags oder später des Berufsalltags.

Der Dienstag war einem schon leichter gefallen und ab Donnerstag wusste man nur noch ein Tag danach kommt die Rettung beziehungsweise Erlösung, bis wieder dieser schreckliche Montag auf einem zukam. Die letzten nervlichen Zusammenbrüche fanden auch nur montags statt, weil der Unterschied so groß war. Es war für keinem ein schöner Anblick, wenn sich bei mir der ganze Körper anfing zu wehren, indem er heftig zu zittern begann. Auf dieses Lied werde ich auf jeden Fall noch speziell drauf eingehen, denn gerade von dieser Sängerin sind zig Lieder Lebenshymnen von mir geworden. Diese junge Frau hat heute schon nach meiner Meinung ein Denkmal verdient für ausdrucksstarke Lieder, die psychische Erkrankungsbilder aufzeigt und trotzdem fast immer mit einer Prise Hoffnung versehen sind, genauso bei ihren Liedern um das Thema Verlust.

Mit ihren vielen Liedern berührt sie mich sehr, es gibt oft Tage, an denen ich nur ihre Lieder höre. Es gibt Texte von ihr, die gehen mir so tief in die Seele, dass es einem manchmal Angst und bang macht und trotzdem guttun, weil sie einem aufzeigen es gibt irgendwo draußen Menschen, die auch gefühlsbetonte Menschen sind und deren Seelen leicht verletzt werden können, die nur Liebe wollen und sowas wie Hass nicht zu begreifen vermögen.

13.11.2022 04:37 • #9


Theophanus
Sängerin: Lina Maly

Sie ist eine Sängerin aus meiner Geburtsstadt Elmshorn, sie gehörte zu denjenige, die genauso wie Clara Louise fast nur gute Lieder geschrieben hat, aber seit dem sie in Berlin wohnt, hat sich die Qualität der Texte gewaltig nach unten begeben, ich hoffe, dieses wird sich nach einer Phase wieder von alleine korrigieren, weil in Berlin hat sie noch kein einziges gutes Lied herausgebracht, ich weiß nicht, woran das Liegen kann, ich habe nur eine Vermutung, dass vielleicht andere sich einmischen und Ihre Texte verändern. Es gibt viele Lieder, die in Hamburg aufgenommen wurden, die für mich auch zu Lebenshymnen geworden sind, auch bei ihr werde ich auf einzelne Lieder noch eingehen.

Das Lied Wachsen spricht aus meinem Herzen nach dem Motto, alle wollen nur nach oben (wachsen), aber gedeihen tun sie nicht, blühen damit nicht auf und werden dadurch so unmenschlich, weil sie mit sich selbst und ihrem Leben unzufrieden sind und für mich ist es ein Mitgrund, warum die Gesellschaft so ist, wie sie ist.

Ein anderes Lied Warmes Schweigen berührt mich intensiv, derjenige fängt dort an, wo Worte nicht mehr reichen, ich deck mich zu mit seinem warmen Schweigen. Seine Hände fragen meine Hände grade, was ich fühle. Dieses Lied könnte für Merle stehen in unsere Kennlernphase, die sich zu mir gesetzt hat und geduldig wochenlang ihre Hand mir reichte sowie sie mir die Zeit ließ zu entscheiden, wann ich ihre Hilfe annahm.

Auch ihre Lieder über Abschied und Tod sind poetischer Natur und berühren mich zutiefst wie Nur zu Besuch oder Ich lass los sowie Als du gingst freudig sehe ich mir ihr Abschiedslied aus Elmshorn an Meine Leute, weil ich alle Orte kenne oder wie sie unser Ort beschreibt, im Lied Schön genug, wo es heißt das Gesicht der grauen Stadt, weil die Ur-Elmshorner ihre Stadt immer als graue Dame (Flora = Walfängerschiff) oder die graue Stadt (manchmal auch graue Perle) nördlich von Hamburg bezeichnen und es gar nicht sarkastisch meinen, sondern liebevoll.

Heutzutage hat der Begriff grau für Elmshorn eine doppelte Bedeutung, die Bezeichnung ist zwar uralt, aber durch den 2. Weltkrieg hat dieser Begriff noch mehr Intensität bekommen, weil Elmshorn vor diesem Krieg eine schicke Perle war, hier lebten viele Reiche und eine Villa stand neben einer anderen. Es gab mehr Villen wie normale Häuser, aber der Reichtum wurde den Eigentümern durch den Staat mit Gewalt entzogen und fast alle Firmen bekamen den Todesstoß, weil sie jüdischem Glaubens waren oder weil ihre Vorfahren deren Glauben angehörten. Es haben nur sehr wenige überlebt, dadurch konnte die Stadt nach der Zerstörung durch die Nähe von Hamburg und den vielen Luftangriffen nicht mehr aufgebaut werden. Somit sind von über 3000 Villen noch nicht einmal 100 übrig geblieben. Das Stadtbild ist dadurch natürlich hässlich geworden, auch die großen Firmen (Ausnahme: Peter Kölln) sind nicht mehr vorhanden, weil ihre Besitzer vom Staat ermordet worden sind.

Die Lieder aus der Zeit in Elmshorn und Hamburg sind von poetsicher Natur und gehen mir ans Herz, auch bei dieser Sängerin kommt es vor, dass ich ihre Musik den ganzen Tag anhöre, gerade wenn ich über den Tod nachdenke.

13.11.2022 06:20 • #10


Theophanus
Lebenshymne: All I Want by Ellie Goulding original by Kodaline

Ich liebe dieses Lied, weil dasselbe mich zum Weinen bringt. Ich bin ein Mensch, der seine Gefühle freien Lauf lässt und sie noch unterstützt, damit z. B. der ganze Schmerz aus einem herauskommt.

Meinesgleichen erlebt es als kurzlebige Befreiung von allen Sorgen, weil nach dem man sich ausgeweint hat, der Kopf für eine kleine Zeiteinheit frei von Gedanken ist. Es ist zwar ziemlich traurig zu weinen, aber die Belohnung dafür ist einfach riesig, einmal wirklich frei zu sein, auch wenn es nur für einen Moment ist.

Man kann es vielleicht verstehen, wenn man bedenkt, dass bei mir der Kopf die ganze Zeit im Wachseinstadium am Rotieren ist, weil ich im eigenen Gefängnis lebe und darauf achten muss, bestimmte Regeln zu folgen, weil ansonsten der Zwang mit voller Wucht zuschlägt. Dazu kommen natürlich noch Vermeidungsstrategien, Sorgen, Ängste, depressive Gedanken und Gefühle sowie dauerhafte Selbstmordgedanken usw.

Hierbei hilft mir auch die Monotonie, indem ich das Lied so lange höre wie aus meine Tränendrüsen Flüssigkeit herauskommen. So kann es sein, dass ich ein Lied zwei bis vier Stunden dauerhaft im Wiederholungsmodus anhöre.

Ich habe einige Lieder wie dieses, die mich wehmutsvoll stimmen. Ich fühle eine große Dankbarkeit bei den Künstlern, die melancholische Texte verfassen, weil sie mich bei meiner Traurigkeit unterstützen. Die schönsten Lieder in dieser Art sind aber jene, die durch eine lustige oder wohlklingende Melodie begleitet werden. Ich werde hierzu noch andere Lieder im späteren Verlauf vorstellen. Ich habe dieses Lied als erstes von vielen genommen, weil es aktuell das am meisten gespielte Lied bei mir ist, wenn es darum geht, meine Traurigkeit musikalisch zu unterstützen.

13.11.2022 19:56 • #11


Theophanus
Lebenshymne: C'mon Everybody, Summertimes Blues by Eddie Cochran und Three stars by Eddie Cochran original Tommy Dee

Ich bin ein Fan von vielen damaligen Stars, aber E. Cochran war eine tragische Figur der Rockin Roll Geschichte. Zum einen flog er nicht mit Buddy Holly in einem Privatflugzeug mit, weil durch Big Bopper nicht für vier Personen Platz war.
Er musste dadurch im Tourneebus ohne Heizung übernachten, obwohl es eiskalt war.

Zum anderen starben sie alle durch den darauffolgenden Absturz der Maschine, bekannt wurde der Tag auch durch mehrere Lieder wie Three stars by E. Cochran original T. Dee und American Pie by Don McLean, außerdem wurde derselbe als der Tag, an dem die Musik starb, bekannt.

Nach diesem Ereignis folgte darauf im nächsten Jahr die Tournee nach England. Er wurde sehr Depressive, weil er sich schuldig fühlte, noch am Leben zu sein. Man hört es auch in der Originalaufnahme vom Lied, was ich vorhin genannt habe, wo er sein Schmerz kundtat, er fängt während des Liedes an zu weinen.

Man muss dabei verstehen, dass er sich mit Buddy Holly und Ritchie Valens angefreundet hat. Die Verlobte von E. Cochran sagte einmal aus, dass sie sich in der kurzen Zeit, in der sie sich kennenlernen durften, oft ihre Freizeit miteinander verbrachten, weil sie sich alle gut verstanden und sich für den Erfolg des jeweils anderen mit freuten.

Er rief seine Verlobte von London aus an und bat sie, rüber zu kommen, weil er ansonsten es nicht mehr schafft, auf die Bühne aufzutreten. Somit flog sie sofort los und verbrachte nur ein paar gemeinsame Tage noch mit ihm, weil durch einen Autounfall E. Cochran mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus verstarb, zur gleichen Zeit wurde sie selber wegen eines Beckenbruchs operiert.

Sie sagte einmal dazu, auf einer gewissen Seite fand sie es gut, noch einmal mit ihm Zeit zu verbringen, zum anderen konnte sie dadurch sich nie richtig von ihm verabschieden und bei der Beerdigung war sie natürlich auch nicht dabei des Weiteren wäre er am Leben geblieben, obwohl es für ihn vielleicht so besser gewesen wäre, weil er mit dem Tod seiner Freunde nicht klar kam.

Mich hat seine Musik begeistert, ich liebe viele Lieder von ihm. Er war so facettenreich, er erfand sogar für diese beiden Lieder dieses typische Gitarrenspiel, der praktisch die Trommel ersetzt, obwohl meistens trotzdem ein Schlagzeuger dabei ist, aber nicht immer. Trotz dieser traurigen Hintergrundgeschichte machen mich die zwei Lieder so glücklich, ich tanze verschiedene Tänze dazu, aber am meisten natürlich Rockin Roll. Wenn mir danach ist, benutze ich oft die Monotonie auch im Positiven, indem ich zwei Stunden zu einem Rockin Roll Lied in Dauerschleife tanze. Danach bin ich seelisch zufrieden, aber körperlich aus der Puste und oft nassgeschwitzt. Weil ich oft nur 40 Minuten heißen Rockin Roll tanzen kann, mache ich immer eine Pause in gleicher Länge, bei der ich dazu Twist tanze
.
Rockin Roll ist meine Seele, stets wenn sie erklingt, muss ich tanzen, meine Beine und Hüfte bewegen sich einfach schon im Takt, falls ich noch sitze oder im Gespräch bin. Ich kann nichts dafür, mein Blut gerät in Wallung, mein Körper kann nicht anders. Bei anderen Musikrichtungen außer Doo Wop, Boogie Woogie und Twist geschieht nichts dergleichen. Für meine Seele ist es einfach pure Freude, wenn ich dabei noch ein Hemd trage mit obengerichteten offenen Kragen bin ich der glücklichste Mensch auf Erden.






Dieses Lied zerrüttet meine Seele und ich weine gerade bei E. Cochran sehr, dadurch höre ich es, wenn mir sowieso traurig zumute ist. Ich habe dazu schon unter Lebenshymne: All I Want alles dazu geschrieben.



13.11.2022 22:59 • #12


Theophanus
Die nachfolgenden Lieder benötige ich im Moment weidlich. Das erste Lied benutze ich, um meinen seelischen Schmerz herauszulassen, indem unsereins eigene Texte ausdenkt in dem Augenblick, wenn der erste Ton abgespielt wird. Vielleicht liegt es daran, dass der Sterbetag meiner Eltern am Sonntag naht. Ich weiß, der Originaltext handelt um einen Mörder, aber die Melodie und die Gesangsart liebt unsereins an diesem Werk, dasselbige Lied macht einen nachdenklich. Ich werde wahrscheinlich nächste Woche mehr über diese Songs schreiben, zumal sie mir auch zurzeit beim Schreiben und dauerhaftes Korrigieren meines Buches sehr unterstützen:



Vor 26 Minuten • #13



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