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Hope25

Hope25
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In letzter Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, wie andere Menschen auf Selbstmitleid reagieren – und warum manche es so stark verurteilen. Ich frage mich oft, woher dieses Urteil kommt.

Mir kam die Frage auf, ob es vielleicht damit zu tun hat, wie Menschen selbst gelitten haben. Könnte es sein, dass Selbstmitleid oft aus einer Art Not entsteht? also aus Momenten, in denen jemand sehr viel alleine gelitten hat, ohne dass es jemand gesehen oder gehalten hat? Dass es quasi eine Reaktion darauf ist, dass niemand da war, um den Schmerz mitzuertragen?

Mich interessiert sehr, wie ihr das seht: Warum reagieren Menschen so kritisch auf Selbstmitleid? Und was steckt vielleicht wirklich dahinter, das man von außen nicht gleich sieht?

02.01.2026 x 5 #1


36 Antworten ↓
Darkshadow

Darkshadow
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Ich finde dieses Thema sehr interessant und auch sehr therapierelevant.

Ich habe über die Jahre viele Erfahrungen damit gemacht, sowohl persönlich als auch mit vielen Mitpatienten.

Ich glaube, dass es hierbei zwei wesentliche Komponenten gibt: das Ausmaß und die jeweilige Phase, in der man gerade steckt.

Es ist mMn ganz wichtig, zu lernen, mit sich selber Mitgefühl und auch mal Selbstmitleid zu haben.
Für viele Menschen ist es ein wichtiger Entwicklungsschritt, da überhaupt erstmal hinzukommen.

Für mich spielt sich das in 3 Phasen ab:
- die Realisierung und Erkenntnis, was einem in der Vergangenheit Negatives passiert ist, zu verstehen, dass man keine Schuld hatte, dass es schwierig war, dass vielleicht niemand da war, der einen damals unterstützt oder getröstet hat
- sich selber gegenüber eine freundliche und fürsorgliche Haltung zu entwickeln, sich nicht zu verurteilen oder sich selber abzuwerten, und dann zu betrauern, was passiert ist und was gefehlt hat
- aber sich dann auch wieder auf die Gegenwart und Zukunft ausrichten, nach konstruktiven Lösungswegen und Entwicklungsaufgaben suchen; zu akzeptieren, dass das „Hier und Jetzt“ nicht das „Dort und Damals“ ist, dass man jetzt erwachsen ist, dass man heute ganz andere Handlungsmöglichkeiten hat und dass man jetzt für sich selbst verantwortlich ist.

Ganz oft habe ich erlebt, dass Patienten die ersten zwei Phasen durchaus gut hinbekommen, aber dann beim Übergang zur dritten Phase Probleme haben.
Und da reagiert das soziale Umfeld dann nicht selten irgendwann genervt, wenn das Selbstmitleid wiederholt den Appell nach außen hat: Kümmer‘ dich um mich.

Ganz oft ist es für Patienten im Leben oder in der Therapie schwierig und auch emotional überwältigend, wenn da vielleicht zum ersten Mal jemand ist, der einem zuhört, der einen versteht und der einem Mitgefühl zeigt. Manchmal sind das Freunde oder Familie, ganz oft sind das aber auch Therapeuten.

Und wenn dann erstmal das Gefühl da ist, wie gut sich das anfühlt, wenn sich jemand interessiert und kümmert, fangen nicht selten die Probleme an.

Viele Patienten bleiben dann im Selbstmitleid förmlich stecken und wollen da (unbewusst) nicht mehr wirklich heraus, weil es sich gut anfühlt, von außen Trost und Mitgefühl zu bekommen, weil man das früher vielleicht nie bekommen hat.

Dann wird das Selbstmitleid oftmals stark nach außen getragen, immer in der Hoffnung, dass jemand von außen Trost spendet.

Und an der Stelle wird es für das soziale Umfeld (und auch für Therapeuten) nicht selten anstrengend.
Der Patient müsste dann eigentlich irgendwann den nächsten Schritt gehen, sich selber emotional zu versorgen (was fast immer das Ziel von Therapie ist), aber manche Patienten weigern sich (unbewusst), diesen nächsten Schritt zu gehen, weil das Mitgefühl von außen sich so gut anfühlt. Sie ziehen es vor, von außen getröstet zu werden, weil sich das irgendwie „besser“ anfühlt, als wenn man sich selber tröstet, denn dann ist man ja (gefühlt) irgendwie wieder allein mit seinen Problemen.

Es ist ja durchaus wichtig und auch angebracht, mit sich selber Mitgefühl zu haben. Nur wenn man davon gar nicht mehr loskommt und vielleicht sogar immer wieder möchte, dass dieses Gefühl von außen (also von anderen Personen) versorgt wird, dann wird es dysfunktional und löst nicht selten Abwehrreaktionen im Gegenüber aus.

Therapeuten sollen ja zu Beginn sogar Mitgefühl zeigen und dementsprechend reagieren, nur ist es nur ein erster Schritt auf der Entwicklungsreise des Patienten, sich irgendwann selber emotional zu versorgen und sich selber selbstfürsorglich zu behandeln.

Und da unterscheidet sich dann mMn das funktionale vom dysfunktionalen Selbstmitleid:
Gerade zu Beginn der Therapie in Maßen ist es absolut angebracht und funktional.
Nur wenn man nicht mehr aufhören kann und konstant von anderen Personen (auch unbewusst) Trost einfordert, wird es dysfunktional.

Und viele Menschen reagieren mit Abwehr, wenn sie spüren, dass ein Mensch wiederholt und ständig um Trost und Mitleid von außen einfordert, indem er/sie ständig Selbstmitleid nach außen kommuniziert, entweder durch Worte oder durch Handlungen (immer mit dem Wunsch : Tröste mich“)
und gleichzeitig keine Initiative erkennen lässt, an sich selber zu arbeiten.
Wenn Mitmenschen oder Therapeuten spüren, dass eine Person sich weigert, diese Selbstverantwortung und Selbstfürsorge zu übernehmen, ruft das oftmals Abwehrreaktionen hervor, weil man unbewusst spürt, dass dieser Mensch die Verantwortung für sich selber nicht übernehmen will und diese stattdessen auf andere Personen überträgt.

Patienten, die an diesem Punkt „hängenbleiben“, reagieren oft auch sehr gekränkt und enttäuscht, wenn ein Therapeut oder das soziale Umfeld diese emotionale Versorgung dann mal nicht leisten möchten und den Patienten stattdessen zur Eigenverantwortung und Eigenversorgung auffordern.

Und da liegt mMn der große Unterschied:

1) Mit sich selber eigenverantwortlich umzugehen, Selbstmitgefühl und Selbstmitleid zu haben, grundsätzlich aber bereit zu sein, an sich zu arbeiten, aber zwischendurch einfach mal Unterstützung und Trost zu brauchen
ist etwas ganz anderes als
2) sehr, sehr oft in einer Haltung von „Kümmer‘ dich um mich und tröste mich“ zu verharren und von außen Trost und emotional Regulierung einzufordern.

Wenn man dies also mal tut und gerade zu Beginn der Therapie mit dem richtigen Maß noch Probleme hat, ist das etwas ganz anderes, als wenn man dies ständig tut und auch nach Jahren damit nicht aufhört.

Wenn also mit dem Selbstmitleid ein starker Appell nach außen gerichtet wird („Kümmer‘ dich um mich“) und gleichzeitig nicht erkennbar ist, dass die Person an sich arbeitet und nach konstruktiven Lösungen sucht, reagiert das soziale Umfeld meiner Erfahrung nach irgendwann genervt, und da kommt dann die Abwehr her.

01.01.2026 11:13 • x 7 #35


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A


Warum verurteilen Menschen Selbstmitleid?

x 3


M

Mupfl
Gast

Ich finde die Frage sehr wichtig und gut gestellt. Für mich entsteht die Verurteilung von Selbstmitleid oft aus fehlender eigener Erfahrung – ähnlich wie bei psychischen Erkrankungen. Ich kann versuchen zu verstehen, aber mir kein Urteil über etwas anmaßen, das ich selbst nie durchlebt habe.

Selbstmitleid ist für mich meist kein Egoismus, sondern ein Zustand großer innerer Enge. Wenn Menschen lange allein mit ihrem Schmerz waren, richtet sich der Blick zwangsläufig nach innen. Das ist von außen leicht zu bewerten, von innen jedoch schwer auszuhalten.

Mir ist wichtig, Selbstmitleid nicht als bewusstes Verhalten oder Manipulation zu sehen, sondern als einen Zustand, in dem Gedanken, Gefühle und Handlungsmöglichkeiten stark verengt sind. Er fühlt sich nicht attraktiv an, sondern belastend – und ist deshalb aus meiner Sicht kaum moralisch zu bewerten.

Während meiner Depression habe ich erfahren, dass sich psychische Belastung auch körperlich zeigt, unter anderem durch anhaltende Rückenschmerzen, Druck- oder Engegefühle im Brustbereich, Schwindel sowie wiederkehrende Panikattacken. Diese Symptome waren nicht willentlich steuerbar und verdeutlichen für mich, dass es sich um einen ernstzunehmenden Zustand handelt, nicht um eine Frage von Einstellung oder Verhalten.

Die von @Sonnenzauber beschriebene eingeschränkte Handlungsfähigkeit macht deutlich, was dahinter oft steht: eine starke innere Verengung, die von außen kaum sichtbar ist. In solchen Phasen geht es zunächst um Stabilisierung, bevor wieder mehr Handlungsspielraum entstehen kann.

31.12.2025 06:45 • x 6 #25


Zum Beitrag im Thema ↓


Azure
Selbstmitleid suggeriert, dass man sich mehr mit dem Akzeptieren(*) der Situation beschäftigt, als mit der Suche nach konstruktiven Wegen aus der Situation.

Eng verbunden sind bei den Reaktionen auch Vorwürfe, dass man die Schuld bei anderen sucht und nicht erkennt dass man selbst auch Verantwortung für sich und sein Leben hat.

x 5 #2


Azure
(*) mit dem Begriff "Akzeptieren" bin ich nicht ganz zufrieden... vermutlich meinte ich eher "Anprangern" oder "Erwähnen" oder vielleicht etwas abfälliger im Sinne derer, die es kritisieren: "jammern über"

x 3 #3


MoniHofft
Ich kann mir vorstellen, dass viele Leute Selbstmitleid als Zustand betrachten, der mit einer gewissen Resignation oder Passivität einhergeht. Ihrer Meinung nach wird dabei lieber "herumgejammert" und sich selbst bemitleidet, als aktiv Veränderung für sich selbst erreichen zu wollen.

Ich finde aber ehrlich gesagt, dass Selbstmitleid auch etwas sehr Tröstliches haben kann. Man muss eben nur aufpassen, nicht allzusehr darin zu versinken, sondern sich trotzdem noch der eigenen Handlungsfähigkeit bewusst zu sein.

x 6 #4


Sonnenzauber
Selbstmitleid könnte man auch einfach so sehen dass ein Mensch in der derzeitigen Situation (wie lange sie auch dauern mag) selber keinen Ausweg findet. Akzeptanz ist schon wichtig denn die Situation ist erst mal wie sie ist. Schuld gibt man sich ja oft selber. Manchmal auch anderen aber die Verantwortung trägt man selbst.

x 2 #5


Abendschein
Wenn jemand im Selbstmitleid versinkt, nervt es ganz schön. Es kommt aber auch drauf an, was er oder sie hat.
Bei mir kann sich jeder ausweinen, aber wenn ich merke, das das Selbstmitleid ausartet, oder auch nicht so der Wahrheit entspricht. Manche Menschen wollen durch das Selbstmitleid sind in den Vordergrund stellen und widerum Mitleid erregen. Das mag ich nicht.

x 1 #6


Moonlight_74
Kein Mensch ist ohne Last und Müh

Ich finde Selbstmitleid auch nicht besonders attraktiv.

Es sollte zumindest kein anhaltender Zustand sein.

x 4 #7


Sonnenzauber
Schwieriges Thema in einer Depression ist dieses „Jammern“ ja Teil des Krankheits Bildes. Und die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit ist stark eingeschränkt.

x 7 #8


B
@Hope25 Ich denke, man wirkt damit auf andere Menschen schwach und auf der Suche nach Aufmerksamkeit. Da reagieren viele Menschen irgendwie allergisch darauf.
Ich halte es für eine gute Taktik, mit bestimmten Situationen umzugehen.

x 2 #9


Lina60
Liebe @Hope25,

ich habe mich immer daran gestossen, dass Selbstmitleid so verpönt ist. Ich finde es ganz wichtig, dass Menschen sich selbst bemitleiden können. Es heisst, sie haben sich lieb, nehmen sich in die Arme, trösten sich.

Natürlich sollte man dann nicht ewig im Selbstmitleid verharren, sondern sich dann auch darauf konzentrieren, was man in der Situation verbessern kann.

Habe mich auch schon gefragt, wieso Aussenstehende Selbstmitleid verpönen. Vielleicht erlauben sie bei sich selbst dieses Gefühl nicht. Vielleicht haben sie es noch nie erlebt, dass jemand mit ihnen Mitleid hat. Vielleicht mussten sie ( deshalb ) mit sich selbst "hart" sein....und vertragen es deshalb bei anderen - die sich dieses Gefühl gönnen - nicht ?

x 10 #10


Azure
Ich suhle mich ja persönlich im stillen Kämmerlein im Selbstmitleid und achte hier im Forum auf eine positive Formulierung. 😎 ... einfach aus Attraktivitätsgründen ...

[Kleiner Spaß am Rand]

x 6 #11


Samishi
Selbstmitleid hat meistens etwas damit zu tun, dass man sich im eigenen Leid verliert. Die positive Formulierung bzw. der positive Umgang mit dem eigenen Leid und den daraus entstehenden Gefühlen wäre das Selbstmitgefühl. Das Selbstmitgefühl ist eine Akzeptanz der negativen Gefühle und der negativen Situation, ohne sich der Negativität voll und ganz hinzugeben.

Am Beispiel: Der Partner bzw. die Partnerin macht mit einem Schluss.

Selbstmitleid: Ich bin nichts wert, ich bin selbst schuld, hätte ich xyz. Eine typische Opferrolle.

Selbstmitgefühl: Ich bin gerade traurig, verletzt und weine – das ist okay. Ich brauche das gerade, ich werde das mit der Zeit überwinden.

Selbstmitleid darf seinen Platz haben und darf zeitweise präsent sein. Auf Dauer sollte es jedoch durch Selbstmitgefühl abgelöst werden, denn viele Menschen verlieren sich im Selbstmitleid – dadurch wird es als rein negativ erlebt, obwohl es auch eine wichtige Signalfunktion haben kann.

x 10 #12


Aponi
Geht man nicht deswegen auch in Therapie um aus der Krise rauskommen, Wege zu finden um sein Leben so gut es einem möglich ist, in den Griff zu bekommen.

x 3 #13


Dianaross
Zitat von Moonlight_74:
Kein Mensch ist ohne Last und Müh

Ich finde Selbstmitleid auch nicht besonders attraktiv.

Es sollte zumindest kein anhaltender Zustand sein.

...
Selbstmitleid haben ist etwas in Richtung Leid, also Leiden mit dem anderen: das ist falsch.

Richtig ist, Mitgefühl zu haben, Einfühlendes Verstehen und jedoch jederzeit zu wissen, dass ich selbst AUSSEN vor bin.. und nicht das Leid des anderen in meinen Körper lasse und das Leid damit übernehme, verstärke oder mich dieser Zustand dann unangenehm ergreift, sodass ich nicht mehr handlungsfähig bin..

sehr schleicht: ich habe niemals Selbstmitleid und schon garnicht mit mir selbst.

sich selbst bemitleiden ist Audruck des Gegenteils einer SELBSTGEFÄLLIGKEIT, die dann nicht mehr aufrecht erhalten werden kann .. und dann bemitleidet man sich selbst.. meist um zu manipulieren..

sowas geht nicht.

Wenn ich sage, "tut mir leid" .. hat es meist keine tiefe qualität.. - es kommt auf den tonfall dabei an..

Die Unterscheidung zwischen mir und dem anderen muss gewahrt bleiben, damit ich dem Betroffenen ein Gefühl der Zugehörigkeit geben kann.

Das Mitleiden "verdoppelt" den Zustand im anderen, statt ihn zu beschützen und zu behüten durch Anteilnahme.

..

ihr habt bestimmt schon mal von den "Klageweibern" gehört oder von diesem kim de yung aus nordkorea.. da müssen immer alle Selbst-Mit-Leiden, wenn es dem Herrscher schlecht geht oder einer stirbt..

x 3 #14


Azure
Zitat von Samishi:
Selbstmitleid

Zitat von Samishi:
Selbstmitgefühl

Und basierend auf dem Selbstmitgefühl kommt die

"Selbsthilfe": Wenn man aktiv Wege sucht, die angesprochene Situation zu überwinden.

Und passend auch noch ein gedanklicher Sprung zur "Selbstliebe": post2856371.html

x 4 #15


Dianaross
Zitat von Azure:
Sprung zur "Selbstliebe":


ja, als Selbstfürsorge... das mache selbst ich

x 1 #16


Sonnenzauber
Ich fand Selbstmitleid bei anderen Menschen oft anstrengend, dennoch habe ich zugehört, ohne zu urteilen, ohne zu bewerten. Jetzt bin ich selber in der Position und ich wünsche es wirklich keinem. Das Gefühl handlungsunfähig zu sein ist erdrückend, es ist quälend und es ist demütigend. Dennoch will ich einen Weg da raus finden. Auch wenn ich viel weine habe ich Hoffnung, aber dieses Feiertags Gedöns macht es gerade auch nicht besser 🙈 wenn man das ganze Jahr wirklich gekämpft hat um einfach nur zu „Überleben“ dann bin ich auch stolz, sehe aber ebenfalls dass es vom Überleben wieder zum Leben kommen muss.

x 6 #17

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Feuerschale
Zitat von Sonnenzauber:
Das Gefühl handlungsunfähig zu sein ist erdrückend, es ist quälend und es ist demütigend.


Zitat von Sonnenzauber:
sehe aber ebenfalls dass es vom Überleben wieder zum Leben kommen muss.

wahre Worte finde ich, also klingen nicht nur philosophisch, sondern von jemandem, der die Palette auch breiter fühlt glaube ich.

x 2 #18


Feuerschale
Ich denke, Selbstmitleid ist irgendwie auch eine Verengung....an Gedanken, Gefühlen, Optionen und ggf. auch Druck, der alles enger macht. Das macht sehr unfrei und begrenzt, ist aber in dem Moment dann wohl auch real.

Wenn es sich verfestigt, kann es auch zu einem Krankheitsbild führen bzw auch daher rühren.
Da braucht es mal mehr mal weniger Mittel und Maßnahmen, um überhaupt wieder in die Optionen zu kommen, Skills ect.

Von außen kenne ich auch oft die Ungeduld, für den anderen die Optionen zu sehen oder die Verengung zu sehen und in gewisser Weise auch ärgerlich zu werden, warum jemand da so feststeckt.

Also manchmal gibts ja auch so ein monotones fühlloses Kreisen bei anderen, da bin ich ungeduldiger.
Wenn jemand in einer akuten Krise steckt, bin ich mitfühlender.

Damals dachte ich ja, ich könnte Therapeutin werden, aber ich glaube heute, mir würde die Geduld fehlen, mir oft das immergleiche anzuhören, bzw ich bräuchte dann wirklich auch einen guten "Koffer" an Werkzeug und Erfahrung, um mit bestimmten Dingen umzugehen.

Eigentlich fühle ich mich wohler, wenn Dinge fühlbarer sind....also präsenter.
Selbstmiltleid zählt aber wohl als "Problemtrance" und ist oft nicht sehr präsent (glaub ich).

Und dann gibts ja auch noch Punkte und eigene Muster, wo man selber verengt ist und nicht fühlt....aber jetzt als Therapeut lernt man, das zu erweitern mit Supervision....als Mensch kann man das ja auch.

x 3 #19


Aponi
Selbstmitleid hat man doch oft im Stillen, somit „belästige“ ich doch niemanden. Das ist doch wohl erlaubt…

x 2 #20


A


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