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vent
Gast

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30.08.2010 #1


82 Antworten ↓
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vent
Gast

HASS
Unterscheidung nach Fromm

Der Tiefenpsychologe Erich Fromm unterscheidet zwei Arten des Hasses:

Reaktiver Hass
Er ist immer das Ergebnis einer tiefen Verletzung oder einer schmerzlichen Situation, der man ohnmächtig gegenüber steht, da man sie aus eigener Kraft nicht verändern kann. Erich Fromm schreibt: „Unter reaktivem Hass verstehe ich eine Hassreaktion, die aufgrund eines Angriffs auf mein Leben, meine Sicherheit, auf meine Ideale oder auf eine andere Person, die ich liebe oder mit der ich identifiziert bin. Reaktiver Hass setzt immer voraus, dass jemand eine positive Einstellung zum Leben, zu anderen Menschen und zu Idealen hat. Wer stark lebensbejahend ist, wird entsprechend reagieren, wenn sein Leben bedroht ist.“[2]

Charakterbedingter Hass
Er werde zwar auf die gleiche Art und Weise wie der reaktive Hass ausgelöst, setze aber eine grundlegend andere Persönlichkeitsstruktur des Hassenden voraus – Hass sei in diesem Fall ein Charaktermerkmal, eine Hassreaktion sei lediglich ein Ausdruck des innewohnenden Hasses. Der Hauptunterschied zum „reaktiven Hass“ sei die allgemeine Bereitschaft zu hassen, eine erkennbare Feindseligkeit, welche in Hassausbrüchen ihren Ausgang finde. „Doch wurde der Hass dann zu einem Charakterzug des Betroffenen, so dass er jetzt feindselig ist. ... Im Falle des reaktiven Hasses ist es die Situation, die den Hass erzeugt; im Falle des charakterbedingten Hasses hingegen wird eine nicht-aktivierte Feindseligkeit durch die Situation aktualisiert. ... Ein solcher Mensch zeigt eine besondere Art von Befriedigung und Spaß, wenn er hasst, die bei reaktivem Hass fehlt.“[3] Das Aktivieren des charakterbedingten Hasses in der Bevölkerung bezeichnet Fromm als eines der wichtigsten Mittel zur Vorbereitung eines Angriffskrieges.

Siehe auch: Hetzkampagne

___________________________________

Verschiebbarer Hass
Else Frenkel-Brunswik hat anlässlich des Nationalsozialismus früh das Phänomen des „flottierenden Hasses“ erörtert. Alice Miller und Arno Gruen beschreiben den latenten, verschiebbaren Hass als schwer aufzulösen und gefährlich, weil er sich nicht auf die Person richtet, die ihn verursacht hat, sondern auf Ersatzpersonen, die jeweils als Sündenböcke gebraucht werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hass

03.07.2010 14:32 • #58


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Altlasten entsorgen - Die Seele aufräumen

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vent
Gast

O Nachtigall, wo sind deine Lieder..?!

Ich sehe hier eine Ähnlichkeit mit dem von Morschitzky erwähnten Märchen "Von einem, der auszog, um das Fürchten zu lernen" und seiner Aufteilung der Urangst in vier Kategorien, wobei dieses Märchen die erste Art - die Angst davor, durch andere Menschen Leid zu erfahren-, thematisiert.

Einerseits wird in der Geschichte das Leid, das aus der Nichterfüllung des eigenen Bedürfnisses nach Zuwendung entsteht, das wiederum im Vergleich zum Ausgang einer anderen Thematisierung der vielleicht um einiges mehr wahnhaften Liebe Goethes Werthers, geradezu ein happy-end darstellt - der Student kehrt zu seinen Büchern zurück -, beschrieben. Die Bezeichnung "staubig" im Bezug auf Metaphysik irritiert dabei ein wenig, weil sich bekanntlich Metaphysik als Teilgebiet der Philosophie mit den grundsätzlichen Aspekten des menschlichen Seins beschäftigt, ferner also auch mit der Frage, welchen Sinn es hat, im Gras liegend die Willkür eines einzigen Menschen (der Tochter des Professors) zu beweinen.

Andererseits steht die Sinnlosikgkeit des Leidens des Studenten im Zusammenhang mit der "Sinnlosigkeit" des Entschlusses der Lerche, für die Erfüllung des Wunsches eines Studenten ihr Leben zu lassen. Muss aber eine solche Tat einen Sinn haben, muss sie an einen Nutzen gebunden sein, der sich als Ergebnis des Denkens, das wir logisch nennen, ergibt?

Für mich ging hier vordergründlich der Traum der Lerche zu Ende, umrahmt von einer poetischen Kulisse einer Traumwelt, die aber der eigentliche, grundlegende Anlass für die Wende des "realen" Geschehens gewesen ist.

29.08.2010 10:50 • #79


Zum Beitrag im Thema ↓


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Über angepaßte Menschen-



#2


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Hedonismus und seine Folgen-

#3


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Vent ist alles ok bei dir...?? Die Frage ist ernst gemeint...

LG

#4


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Hass ist nicht die Lösung-

#5


C
Amen...

#6


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🔁 Video geteilt von vent:

#7


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Altlasten-Test: Sind wir normal?



#8


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Zitat von vent:
Hass ist nicht die Lösung-




Sehe ich genauso..

#9


P
Altlasten tragen wir alle in uns. Wann ist die beste Zeit zum Entsorgen?
Ich denke sofort.

#10


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🔁 Video geteilt von vent:

#11


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Der psychische Schmerz
Tabuzone in Politik und Wissenschaft

http://www.saez.ch/pdf_d/2007/2007-19/2007-19-228.PDF

#12


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Warum manche alte Menschen "dümmer" sind als andere

http://www.br-online.de/br-alpha/geist- ... 777112.xml

#13


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"Verletzte Gefühle der Kindheit führen nach Ansicht der Individualpsychologie zu einem gestörten Selbstwertgefühl (Minderwertigkeitsgefühl) und bilden den Ursprung seelischer Störungen. Sie sind verbunden mit einem Gefühl der Unterlegenheit und einem nicht ausreichend entwickelten Zugehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl. Das Mißlingen normaler Ausgleichsversuche für das Unterlegenheitsgefühl führt zu übermäßigen ..."

http://www.psychotherapie-netzwerk.de/i ... ologie.htm

#14


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Paranoia - von Nichts kommt Nichts, aber aus Allem wird Nichts.

... re=related

Größenwahn - wir verlassen das Lokal bevor es zu spät wird.

... re=related

#15


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Schuldgefühle

#16


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Schuldgefühle verwandeln...

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

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#18


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Einsamkeit ist ein subjektives Gefühl, ... s. Link

"Der Begriff Einsamkeit bezeichnet die Empfindung, von anderen Menschen getrennt und abgeschieden zu sein." (Wikipedia)

Das Problem kann man durch äußere Umstände zwar verdrängen, aber nicht lösen. In der Situation sind alle Anforderungen an andere Menschen ein Zeichen dafür, dass man das Selbstverantwortungsbewusstsein entweder noch nicht entwickelt oder verloren hat, und dass man sich dessen auch wahrscheinlich gar nicht bewußt ist.

Menschliche Beziehungen funktionieren aber auf der Basis der Interaktion und nicht auf der einer ein- oder gegenseitigen Instrumentalisierung. Im letzteren Fall kann sich die Kluft zwischen sich selbst und den Anderen allmählich nicht nur als eine subjektive Empfindung, sondern auch als eine reale Gegebenheit manifestiert. Entweder man baut selbst noch mehr Distanz auf, oder Andere ziehen sich zurück, - oder beides zugleich.

Der erste Schritt wäre zu versuchen, sich selbst und eigene Belange nicht mehr in den Mittelpunkt zu stellen, wodurch man gleichzeitig die vermeintliche Situationsdramatik mindern kann.

4 LP, den nächtlichen Gast:

Der erste Schritt kann seht gut in einem solchen Forum wie diesem erfolgen, aber eben nur dann, wenn man dieses nicht als eine weitere Chance sieht, seinem sozialen Umfeld z. T. auch mittels absurder Verhaltensweisen, stellvertretend die Verantwortung für die persönliche Problematik aufzubürgen. Diese Art der Verantwortung gibt es nun mal nicht.

#19


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#20


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