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M

Mone14
Mitglied

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85
Themen:
5
Mitglied seit:
Hallo ihr alle!

ich weiß nicht so recht, ob mein eintrag hier rein passt. vielleicht ist es ja wirklich ein kleines erfolgerlebnis. ich bin nämlich STINKSAUER auf diese blöde angst! leider ist hier grade keiner, dem ich das mal erzählen kann. aber es muss einfach mal raus! wäre die angst ein partner aus einer belastenden beziehung, ich würde sie aus der gemeinsamen wohnung rausschmeißen und ihr alle sachen hinterherwerfen, die mich an die gemeinsame zeit erinnern!

wem geht es ähnlich?

so, das wärs erstmal, auch wenn mir noch etliche andere sachen einfallen würden. und es hat gut getan!

kennt jemand diese wut von euch noch? und ist das eher gut oder schlecht? fortschritt oder rückschritt?

was wollt ihr wieder können können?

liebe grüße von mir,
mone

26.02.2010 #1


36 Antworten ↓
P

Pilongo
Gast

Naja, ohne die Zimperlein geht's aber nie Die hast du ja später auch, auch ohne Angst. Nur schaust du dann nicht ständig drauf bzw. beobachtest sie nicht so intensiv, und dann wirken sie weniger bedrohlich, weil sie nicht mehr so allgegenwärtig sind. Ich hatte z.B. während meiner PA auch oft Kopfweh. Da hatte ich dann sofort Schiss, dass ich ne Hirnblutung haben könnte oder einen Tumor - völliger Quatsch, das weiß ich jetzt, aber damals hab ich's gedacht. Dann hab ich mich vor Angst und Sorge weiter angespannt, der Kopfschmerz wurde immer schlimmer und schlimmer, hielt sich über Tage hinweg, bis ich vor lauter Angst nicht mehr konnte und ins Krankenhaus gefahren bin, damit man mich untersucht. Da kam dann raus, das sich eben GAR nichts hatte, nur Kopfweh und ganz schlimme Verspannungen. War mir damals natürlich total peinlich. Und dieses beschämende Gefühl, diese Peinlichkeit, das hab ich mir aufgehoben, um es dann bei Ängsten hervor zu zerren und mir selbst zu sagen: "SO peinlich ist das, wenn man über reagiert. Das war ganz schön blöd, oder? Andere Patienten mit wirklich schlimmen Schmerzen mussten warten, weil du wegen Kopfweh in die Klinik rennst." Da hab ich mich dann geschämt, aber mir hat's geholfen.
Jetzt in letzter Zeit hatte ich auch wieder oft Kopfweh, aber ich denk mir jetzt, anders als früher: "Ach, das kommt eben vom Wetter." Und dann ist's auch nach ein paar Stunden wieder weg.
Alles eine Frage der Einstellung, echt. Aber wenn mir vor einem Jahr einer gesagt hätte: Glaub mir, im Sommer bist du das Alles wieder los - hätt ich nur hysterisch gelacht und mich unter der Bettdecke verkrochen. Ich hätte nicht gedacht, dass es wirklich geht, aber ja, es geht.

Ich hab auch teilweise sogar meine eigene Angst gegen die Angst benutzt. Ich hatte so Angst, dass ich sterben würde, jederzeit und überall. Und hab damals oft überlegt, ob ich nicht lieber daheim im vermeintlich sicheren Zuhause bleiben soll, anstatt raus zu gehen und PAs zu riskieren. Aber dann hab ich mir einfach gesagt: "Wenn du im Haus umkippst, hilft dir keiner, draußen sind wenigstens Leute da, die dich umkippen sehen und dir helfen können!" - Und dann bin ich sofort raus, weil ich so Angst hatte, Daheim elendig zu sterben Heut lach ich drüber, weil es echt absurd klingt, aber damals half es mir, voran zu kommen.

Aber manches, da hast du Recht, geht auch nicht sofort. Ich hab gerade im letzten Jahr gelernt, manche Dinge hin zu nehmen, ohne sie zu bewerten. Ich konnte z.B. nicht zu meinem eigenen Abschlussball nach dem Abi gehen vor lauter Angst. Es GING nicht. Ich hab im Vorfeld mehrmals allein oder in Begleitung versucht, ein Kleid dafür zu kaufen, und allein dabei bin ich jedes Mal heulend zusammen gebrochen. Das war damals für mich erst sehr schlimm, ich hab gedacht, ich versage jetzt. Aber so war es nicht. Es ging einfach nicht, ich konnte noch nicht, damals. Ab dem Zeitpunkt, wo ich akzeptieren konnte, dass eben Manches nicht auf Anhieb klappt, ab dem Zeitpunkt hab ich auch die Therapie besser an nehmen können. Man darf vor Allem nie vergessen, was man Alles schon bisher erreicht hat, muss sich die Erfolge immer wieder vor Augen führen. Ich hatte damals ein Erfolgebuch, da stand dann z.B. auch drin "nicht sofort ins KH gerannt" und solche Sachen. Damals waren das für mich Erfolge.

Und jetzt mach ich's so, dass ich mir ein Kleid für den Ball meiner Schwester kaufe und eben dort gemeinsam mit meinem Freund antanze Denn jetzt kann ich es, ohne Angst und ohne Weinen. Man muss sich manchmal einfach selber auch etwas Zeit geben.

Aber ich glaube, du bist schon auf einem sehr sehr guten Weg

Liebe Grüße,
Bianca

21.02.2010 19:55 • #25


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A


Wut auf die Angst - Fortschritt oder Rückschritt?

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A

Angsthasse
Gast

Zitat von mariposa227:
mein therapeut sagt sogar, dass angst und wut dasselbe sind.. !!
also die symptome sind so ähnlich oder sogar fast genauso.
es ist so, dass z.b. ich wütend werde, weil ich mich nicht wehren kann gegen jemanden.. und dadurch fresse ich die wut in mich rein und diese hilflosigkeit würde sich in pa´s entladen.. ob das so ist? tja, es könnte schon sein.. ich habe jemandem in meinem leben, bei dem ich micht nicht wehren kann.. es macht schon sinn.. vielleicht ist es bei euch auch so ähnlich?


Also mein Therapeut hat mir deutlich gemacht, dass Angst und Wut zwei gegenteilige Gefühle sind. Deswegen kann ich nicht ganz nachvollziehen was Du zu den beiden Gefühlen geschrieben hast. Denn wenn Du Angst hast dann kannst Du nicht wütend werden. Angst macht uns handlungsunfähig. Wut hingegen bewegt uns dazu zu kämpfen, etwas zu tun, etwas zu ändern. Ich habe auch im Laufe meine Therapie selber gemerkt, wenn ich das von mir über Jahre hinweg unterdrückte Gefühl der Wut Stück für Stück raus gelassen habe wurde meine Angst kleiner und kleiner. So lange man die Wut unterdrückt wird die Angst die Oberhand behalten. Ich glaube das meinte dein Therapeut. Die Angst und das Gefühl hilflos zu sein unterdrückt die Wut, aber sobald Du dir erlaubst und das Gefühl der Wut zulässt , verschwindet deine Angst Stück für Stück...zumindest ging mir so.

Ich meinte am Anfang der Therapie immer, dass ich wütend bin. Mein Therapeut erklärte dann, wenn ich wirklich wirklich wütend wäre, dann könnte ich nicht soooooo ne Angst haben. Angst=traurig=hilflos= handlungsunfähig =Opfer
Wut=handeln=ändern=kämpfen=die Macht haben=die Kraft haben=Verantwortung für sich übernehmen=nicht mehr ausgeliefert sein.

23.02.2010 12:32 • #28


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T
Hallo
Du hast mir direkt aus dem Herzen gesprochen. Ich habe heute auch eine Stinkwut, hab auf diesen ganzen Mist keine Lust mehr. Wenn man wenigsten die Sicherheit hätte es geht wieder weg und bleibt auch weg. Aber keiner kann einem dies sagen.
Ich habe heute sogar etwas ausgesprochen, dass ich öfters innerliche denke.

Ich mag und will so nicht weiterleben.

Aber da ist mein Kind und für sie muss ich weiterkämpfen obwohl es im Moment den Anschein hat ich habe es noch öfters und stärker.
Muss mich dann auf den Weg zur Arbeit machen und bin gespannt obs mir genauso dreckig geht wie gestern. Gestern dachte ich der Leibhaftige sei hinter mir her. Schwindel, Angst und Atemnnot, nur hatte ich Glück dass keine Panikattacke daraus geworden ist.
Wenn du dich bischen intensiver austauschen möchtest kannst du mir gerne eine PN schicken, man braucht einfach etwas abwechslung.



LG Tatjana

#2


M
Hey Tatjana!

Wenn du schon auch so eine Wut hast wie ich, dann heißt es jetzt glaube ich, sie positiv zu nutzen! Ich glaub es braucht schon eine gehörige Portion Wut und Mut, um die Angst zu überwinden!

Hab dir mal eine PN geschrieben und wünsche dir jetzt eine ruhige Zeit auf der Arbeit - ohne Atemnot und den ganzen Mist!

Liebe Grüße!

#3


C
Hallo...
also wütend war ich nie auf meine Angst.Ich habe sie angenommen als einen Teil von mir und sie akzeptiert.
Seitdem sind die körperlichen Synthome der Angst weg bei mir.....und das jetzt schon eine sehr lange Zeit.
Ich weiss sie ist noch in mir und das ist auch gut so....aber nach aussen zeigt sie sich nicht mehr....

lg.Eva

#4


P
Auf die Angst an sich war ich auch nie wütend. Höchstens aufs Leben, dass es mir so viel Mist auf einmal hinknallt, dass mein Körper mit der Angst drauf reagieren muss. Da hatte ich oft eine heiden Wut in mir, die ich auch rauslassen musste und auch rausgelassen hab, das tat mir dann gut

Aber wie bei Chaosfee hab ich die Angst irgendwann einfach akzeptiert, auch als Freund gesehen. Denn durch die Angst hab ich erst gemerkt, dass ich was falsch mache und was ich falsch mache, ich hab gemerkt, was mir gut tut und was nicht. Das fand ich sehr hilfreich.
Vor Allem hab ich die Angst als Bote gesehen, der mir eine Nachricht aus dem Unterbewusstsein geben will. Die Angst selber ist ja nichts Böses oder Abnormales, sie ist bloß eine Art des Körpers, zu reagieren. Durch die Angst hab ich auch intensiver und bewusster gelebt, mehr auf mich selber geachtet. Also hat sie, im Grunde, auch was Gutes.
Sie will euch ja nichts Böses, sie will nur melden, dass was falsch läuft

#5


M
@Pilongo: Naja, bei mir schwankt das so. Diese ganzen positiven Sachen, die du aufgezählt hast, die habe ich mir auch schon gedacht. Mich hat die Angst auch ganz schön ins grübeln gebracht und ich weiß durch sie, dass ich vielleicht das eine oder andere in meinem Leben ändern muss. Da stimme ich dir voll und ganz zu!

Ich war einfach nur so wütend, dass sie zeitweise mein Leben komplett beherrscht. Und das will ich nicht mehr. Mir hat diese Wut auch irgendwie wieder ein Stück Kraft gegeben. Im Moment ist es auch eher so eine Unruhe, die immer da ist und diese blöden Sorgen und Gedanken, die sich doch nur im Kreis drehen, die mich so auf die Palme bringen. Vielleicht komme ich auch nochmal ein Stück besser damit klar, wenn ich genau weiß, was die Angst mir sagen will. Bis jetzt sind das nur so Vermutungen, aber immerhin!

#6


P
Na, wenn die Wut auf die Angst dir die Kraft gibt, zu sagen "Nee, jetzt reicht's!" - dann ist sie vielleicht was Gutes, in deinem Fall?
Ich meine, es gibt nie DEN Weg, damit umzugehen zu lernen. Jeder muss für sich selber einen Weg finden. Vielleicht ist das dein Weg zur nächsten Stufe richtung Ziel, die Wut.

#7


M
Mir ging es vorgestern auch so. Ich habs dazu genutzt den ganzen Tag meine Angst herauszufordern. Frei nach dem Motto "Wenn Du mich haben willst dann komm, aber ich werd mit Dir fertig". Also ruhig wütend sein und ab durch die Mitte.

#8


D
miasma, super und an x... du schreibst: Wenn man wenigsten die Sicherheit hätte, es geht wieder weg und bleibt auch weg. Aber keiner kann einem das sagen.

doch, ich kann

davon abgesehen halte ich es auch nicht für die schlechteste idee, der angst die zähne zu zeigen

#9


C
Vielleicht gibt es ja auch unterschiedliche Methoden die Angst zu besiegen...also die körperlichen Auswirkungen der Angst... .An für sich ist Angst ja auch nur ein Gefühl,ich finde ein ganz normaler Schutzmechanismus des Körpers der uns nichts böses will...
Ich habe mein Leben durch die Angst in einigen Bereichen geändert,einiges eingeschränkt dafür aber auch einiges andere dazu gelernt....
Die Angst hat immer einen Auslöser...es braut sich schon ne Menge vorher in uns an...wir achten nur nicht genug darauf ....so lief es jedenfalls bei mir


lg.Eva...

#10


P
Chaosfee, ich glaube, jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Ich hab damals auch so viel nachgelesen und ausprobiert... das Stop-Schild z.B. das Viele benutzen, oder das Gummiband am Arm, wenn die Angst kommt. Das hat mir rein gar nix gebracht Aber dafür hat mir Singen was gebracht, und Sport, und Wandern, und mir was zu gönnen, und lauter andere kleine Sachen.
Ich finde, für mich, dass, solange man nur ausprobiert und weiter nach Dingen sucht, die einem helfen, und Dinge verwirft, die nicht gut sind, so lange man sich eben vom Fleck bewegt, so lange geht es auch Vorwärts in der Therapie

#11


C
Da hast Du Recht...
mir haben Entspannungsübungen,Meditieren und Kaugummi geholfen... .

lg.Eva

#12


S
Hallöchen..

Ich kann mich mit den Worten von Pilongo und Chaosfee genau identifizieren,,ihr schreibt mir buchstäblich aus der Seele ( genau das sind meine Gedanken) und auch durch meine Wut und die Akzeptanz auf dieses blöde Gefühl ( der Angst) hat mich zu Erfolge geführt und bin nun Panikfrei,,,

Ja auch die Verhaltenstherapie und Konfrontation, haben dazu beigetragen das ich mir wieder Lebensqualität zurückgeholt habe,,.

Angst Akzeptieren ,zulassen , bewerten loslassen,,,
Hätte vor 3 Jahren nie geglaubt/ gedacht ooder zu hoffen gewagt das ich diesen/ so einen, Beitrag mal schreiben kann ,,,über meine Panikfreiheit,, ein tolles Gefühl ,,

Herzliche Grüße Suma

Euch alles Gute und Yes I / We Can!!

#13


M
Hallo Chaosfee, Pilongo und Suma!

Ja, ihr habt recht: Die Angst ist nicht ohne Grund da und ja, da hat sich lange was angestaut! Ein Stück weit bin ich auch dabei, die Angst zu akzeptieren bzw. mich nicht mehr so reinzusteigern. Mir hilft es auch gar nicht, mich aufzuregen und krampfhaft zu versuchen, sie wieder loszuwerden!

Die Wut gestern war auch irgendwie anders, eher echt positiv! Konstruktive Wut quasi : Ich habe diese Angst und ich bin so wütend darauf, dass ich jetzt unbedingt an ihren Gründen arbeiten muss!

Finde so langsam auch raus, was mir guttut und was mich entspannt. Das neueste ist: Pistazien essen! Allein das Knacken ist schon unglaublich entspannend. Komisch, dass es so simple Sachen sind, aber so lange es funktioniert

Liebe Grüße!

#14


C
Wichtig ist zu wissen woher deine Ängste kommen....wenn die Ursachen weg sind geht auch die Angst.....

#15


M
Darüber mache ich mir ja gerade Gedanken, auch in der Therapie. Na dann bin ich ja doch auf dem richtigen Weg! Juhu!

#16


S
Zitat von Mone14:
Darüber mache ich mir ja gerade Gedanken, auch in der Therapie. Na dann bin ich ja doch auf dem richtigen Weg! Juhu!
ja das auf jeden Fall liebe Mone14


Alles Gute weiterhin

GVLG

Suma

#17

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C
Du schaffst das.....gib nicht auf und verliere niemals deinen Glauben an Dich.....auch wenn Du manchmal meinst es geht nicht mehr weiter....

Wünsche Dir gaaaanz viel Glück auf deinen Weg

lg.Eva

#18


S
Zitat von Chaosfee:
Du schaffst das.....gib nicht auf und verliere niemals deinen Glauben an Dich.....auch wenn Du manchmal meinst es geht nicht mehr weiter....

Wünsche Dir gaaaanz viel Glück auf deinen Weg

lg.Eva
Schliesse mich da Eva ( chaosfee) voll an

LG suma

#19


M
Danke für die lieben Worte! Mir selbst auf die Schulter klopfen ist das nächste, was ich üben/mir angewöhnen werde! Man ist oft viel zu hart gegen sich selbst! Und wieder was positives, was ich durch die Angst eingesehen habe! Mensch, das ist ja nicht zum aushalten heute

#20


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