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Muqq

05.03.2017 23:14 • 30.04.2021 #1


38 Antworten ↓


Mandy92
Hallo Muqq,
Also bei mir ist das leider so gewesen wie du es befürchtest,bin hingegangen,er wollte eine schnelle Kurzfassung von mir und meinen Problem,hat kurz mit mir gelabert und mir dann empfohlen Tabletten zu nehmen bzw er hat mich gefragt ob das denn auch so in meinem Sinne liegen würde!
Joa,das ganze dauert dann ca 10 Minuten und ich konnte wieder gehen!

Lg

05.03.2017 23:40 • #2



Termin beim Psychiater - Erfahrungen?

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Hallo,

ich denke, ein Psychiater/in ist auch mehr dafür da Medikamente zu verscbreiben, wenn es denn nötig ist.

Kurze Gespräche ja, für eine Therapie gibt es den Psychologen oder die Klinik.

Man sitzt schon so lange genug im Wartezimmer, wenn Psych. dann auch noch ellenlange Gespräche führen, kann die Hälfte der bestellten Patienten nach Hause gehen.

Meine Psych. nimmt sich sehr viel Zeit, sie ist noch vom alten Schlag, leider schon Anfang 70.
Da hockt man dann gerne mal fast 3 Std. im WZ. Aber sie ist es wert.

Und viele machen ja auch noch die Nervensachen, EEG und all sowas, Demenz, Alzheimer, körperliche Sachen, Karpaltunnel etc.

Das Problem ist auch, dass es immer weniger Psychiater gibt. Aber immer mehr Patienten.

Wo das noch hinführen soll, da darf ich nicht drüber nachdenken.

LG

06.03.2017 00:33 • x 1 #3


Hurt
Also Psychiater ist meines Erachtens für rein körperliche Geschichten. Wenn eben konkret das Gehirn eine Fehlfunktion hat.

War auch mal da, ganz am Anfang mit jungen Jahren, als ich die Reise begonnen habe nach dem Fehler in meinem Systhem zu suchen.

War eine herbe Enttäuschung.
War danach bei einem Hausarzt, der wesentlich mehr Einblick hatte, und mir die richtigen Tipps und Medikamente gegeben hat.

Probiers aus, Schaden kann es ja nichts. Und sollte er Dir Chemieklopper verschreiben, weil er dann von der Pharmafirma Prozente bekommt - musst Du die ja nicht einnehmen.

06.03.2017 06:35 • #4


Perle
Hallo, ich habe gerade einen neuen Psychiater und dieser sagte mir auch, dass ein Termin bei ihm etwa 15 Minuten dauert. Er lässt sich von mir einen kurzen Erfahrungsbericht bzgl. meines Befinden etc. geben, bespricht die Medikation und das war es. Der Folgetermin ist dann 6-8 Wochen später.

LG, Martina

06.03.2017 08:05 • #5


Sandy44
Hallo,

ich schließe mich der Perle an.
So läuft das bei mir auch.

LG Sandy

06.03.2017 08:14 • #6


Hallo,
als ich bei meiner Psychiaterin zum ersten Termin kam, war das genau zum Zusammenbruch. Es hat bestimmt eine halbe Stunde gedauert. Gut, das war nicht der Normalfall.
Jetzt bin schon fast 4 Jahre bei ihr in Behandlung und im Vordergrund stehen nicht die Medikamente. Sie fragt schon jedes mal sehr gezielt nach dies und das und hatte mir bereits einmal 'angedroht' (subjektive Beschreibung), mich spontan in eine Tagesklinik einzuweisen. Sie hat ja recht, manchmal.

Eigentlich überprüft sie im Gespräch sehr genau, auf welchem Level ich mich bewege. Und egal ob es die Psychotherapie war, die Reha oder die Medikamente... ich habe niemals bereut, mich in psychiatrische Behandlung zu begeben.

@Muqq ich hoffe, daß dein Psychiater nicht nur abfertigt und wünsche dir für den Termin alles Gute!

06.03.2017 08:31 • #7


Angor
Die Wahl eine guten Psychaters ist schon sehr wichtig.

Als ich beim ersten war, schilderte ich total gehemmt meine Beschwerden, er guckte nicht mal von seinen Unterlagen hoch. Als ich dann nicht mehr weiterredete weil ich total verunsichert war guckte er mich an und fragte: "Und was wollen sie jetzt von mir?"
Trotzdem verschrieb er mir Tabletten und empfahl mir eine Therapie.

Das hat mich so geschockt so abgefertigt zu werden, dass ich beschloss, nie wieder zu ihm hinzugehen

Leider musste ich Jahre später noch mal hin, und zwar mit meinem Sohn. Seine psychischen Beschwerden hatten sich trotz Therapie verschlechtert, nach den Ferien war er nicht mehr fähig, in den Zug zu steigen um in die Berufsfachschule zu gehen.
Drei Tage hat er es versucht es ging einfach nicht mehr, er war total neben der Spur, dann holte ich einen Notfalltermin beim Psychater.

Als er dann endlich dran war und nach grad mal 2 Min? aus dem Behandlungsraum rauskam, brach mein Sohn mit einem Weinkrampf zusammen, anstatt ihm zuzuhören fragte der Psychater nämlich nur: "Na? Keinen Bock auf Schule?"

Ich glaub ich hab die ganze Praxis zusammengeschrien, ich war so wütend, dann holte er ihn noch mal ins Behandlungszimmer zurück.

Er verschrieb ihm Medis, und hat ihm geraten, nicht weiter die Schule zu besuchen weil er es in seinem Zustand nicht schaffen würde.

Wir haben dann später den Psychater gewechselt, müssen zwar etwas länger fahren, aber die Psychaterin ist super.

Klar haben die Psychater nicht so die Zeit, aber einfühlsam sollten sie schon sein, schliesslich sitzen Menschen mit psychischen Problemen vor ihnen.

06.03.2017 08:52 • #8


Großer Quatsch, es kommt auf die richtige Wahl an und da gibt es gewaltige Unterschiede. Bei mir mit Panikstörungen war es nicht so einfach die
richtige Wahl zu treffen. Ich fand einen Psychiater und Facharzt für "psychosomatische Medizin und Psychotherapie". Er war lange Zeit in einer
Fachklinik für Psychiatrie Oberarzt und Arzt in Bad Herrenalb unter Walter H. Lechler bevor er eine Praxis eröffnete.

Ich selber sollte 1998 meine Therapie in Bad Herrenalb machen bekam aber damals keinen Platz und landete in der Kleeblattklinik Rastede bei
der sogenannten Schwester von Bad Herrenalb. Die richtige Wahl zu treffen ist nicht einfach und man muss aufpassen. Wie viele Medikamente
werden verordnet und ist dies nötig? In der Norm ist eine Therapie jede Woche für 50 Minuten. Zeitgleich können andere Therapien angewandt
werden so das man unter Umständen zwei mal in der Wochen hin muss.

Ich selber nutze alle 14 Tage meine 50 Minuten. Es ist eine Sache des Vertrauens, stimmt dass Verhältnis nicht sofort den Therapeuten wechseln!
Es gibt aber auch viel was die Selbsthilfe betrifft, so dass du unter Umständen in eine Gruppe kommst, also so wie bei den AA, es gibt da ganz
viele Zweige. Autogenes Training oder Meditation kann verordnet werden. Mein Tipp für dich, je weniger Medis desto besser der Arzt und seine
Therapie.

Vom Gefühl her wirst du ganz schnell merken ob ihr zusammen harmoniert, bei dem richtigen ist es nicht wie bei einem normalem Arzt der dir
erzählt was du hast, hier wird darauf gewartet die Initiative selber in die Hände zu nehmen. Vorsicht vor Fachärzten für "Neurologie und
Psychiatrie", hier wirst du außer Medikamenten und eventuell "viel später" eine Reha nichts erwarten können. Es trifft zu das diese Fachärzte
für Psychotherapie überhaut keine Zeit haben, die Wartezimmer sind voll. Wenn ich bei meinem einen Termin bekomme und dort aufschlage bin
ich alleine, der nächste kommt erst eine Stunde später! Im Zusammenhang ist auch Gruppentherapie angesetzt, meist gegen Abend.

Ich hoffe du hattest Glück ansonsten sofort dort wieder weg!

06.03.2017 09:25 • #9


@minos,

da magst du ja Recht haben.

Aber hier bei mir gibt es diese von dir beschriebene Fachrichtung garnicht.

Eben nur die FÄ für Neuro ubd Psych. und da muss ich hier schon heilfroh sein.

Psychotherapeuten sind genauso rar. In der Provinz wird es immer schwieriger mit der Suche nach überhaupt einem Arzt mit psychiatrischen Kenntnissen bzw. überhaupt einem Facharzt.

Da ist es wieder von Vorteil, wenn man in der Großstadt wohnt.

Naja, ich bin mit meiner zufrieden, sie ist wie gesagt eine Ausnahme.

Wenn sie mal aufhört, stehen all ihre Patienten im Regen. Es gibt noch einen Neuro in dieser Stadt, aber den kann man gepflegt in die Tonne kloppen. Arrogantes A...... Ich kenne den persönlich, weil ich da mal ein Praktikum gemacht habe.

Freu dich, dass du in so guten Händen bist.

06.03.2017 09:53 • #10


Perle
Hallo minos, was meinst Du mit "großer Quatsch"?

06.03.2017 09:57 • #11


Angor
Nun, es ist immer Glückssache wenn man den Psychater seines Vertrauens gefunden hat, wobei das auf dem Land wirklich schwieriger ist als in einer Stadt. Das als Quatsch zu bezeichnen finde ich nicht in Ordnung, manchmal hat man ja gar keine grosse Wahl wie z.B. bei dem Notfalltermin bei meinem Sohn. Da kommt man auch erst gar nicht auf die Idee, in den gelben Seiten zu wühlen und im Netz nach Bewertungen zu schauen, besonders weil die Praxen teilweise sehr weit auseinanderliegen.

Die (neue) Psychaterin kam im Gegensatz zu dem vorigen sofort auf einen Verdacht, und hat meinen Sohn zum testen auf ADS im Erwachsenenalter in die Uniklinik Münster geschickt. Und sie hat Recht gehabt mit ihrem Verdacht.

Auch das mit der Tagesklinik hat sie angeleiert, der vorige hat ja gar nichts gemacht, Medis (im Rahmen) verschreiben kann auch jeder Hausarzt.

06.03.2017 10:36 • #12


Ich meine das es großer Quatsch ist wenn Psychiater über einen Kamm gezogen werden und habe es auch erklärt warum. Neurologie und
Psychiatrie oder Psychiatrie mit psychosomatische Medizin mit Psychotherapie. Die Neurologen sind auch in der City total überlaufen eben weil
sie auch Patienten behandeln die zum Beispiel unter Epilepsie leiden. Psychosomatische Medizin und eben nur da den Psychiater auswählen .

Ich bin seit 19 Jahren immer wieder in den Kreis hier gekommen und ich wunder mich immer wieder auf ein neues das "langjährige"
Leidensgenossen/in diesen Unterschied nicht erkennen/kennen! Natürlich ist es auf dem Land nicht möglich so einen Facharzt zu finden,
aber in der nächstliegenden größeren Stadt/Gemeinde, und was ist besser - alle 7/8 Wochen für 15 Minuten zum Neurologen in der nähe
oder 14 tägig für 50 Minuten zum richtigen der einem nicht nur mit Medis versorgt wie ein Dealer. Dafür und für seine Gesundheit fährt man
schon mal 100km, oder, ist selbst mit der Bahn nicht mal eine Stunde.

Das ist wie bei der Auswahl einer Reha wenn ich in Kur muss. Die Klinik besuche ich und informiere mich vorab und Vorort über die
dortigen Maßnahmen und Formen der Therapie, erst danach gebe ich mein ok oder nicht.

Die Erfahrungen die man so gemacht hat liegen in der Verantwortung eines jeden selber. Über das Internet habe ich schon mal alle
Grundvoraussetzungen für eine Suche, dann ist die Krankenkasse und die ärztlicher Vereinigung Ansprechpartner. Und es gibt noch die
Kassenärztliche Vereinigung Psychotherapeuten. Alles in allem sind wir es die hier in der Pflicht stehen einen geeigneten Arzt zu finden.

06.03.2017 10:37 • x 1 #13


Angor
Also ich persönlich muss einen Facharzt hier in der Nähe haben, auch mein Sohn, wir haben beide Probleme mit öffentlichen Verkehrsmitteln und langen Autofahrten.
Du kannst nicht nur von Dir ausgehen, jedes Krankheitsbild ist verschieden,es gibt einige User hier, die schon Probleme haben, überhaupt das Haus zu verlassen.

06.03.2017 10:41 • #14


Das ist mir sehr wohl bewusst was du sagst und in der Norm liegend auch richtig, dennoch kenne ich aus eigener Erfahrung zum Beispiel eine Person in
Norwegen lebend bei der es nicht anders geht, in die Reha 450km, zum Hausarzt 20km, und zum Facharzt für Psychotherapie jede Woche 90km. Und sie
ist auch Mutter von drei Kindern und "muss" dies so absolvieren weil sie keine andere Wahl hat! Agoraphobie und Angst vor die Tür zu gehen.

Kein Gedanke daran das jeder etwas anderes hat, aber ich selber kenne durch meine Panikstörung dies ebenfalls, am Anfang mit Panikattacke zu Arzt,
kein Auto nur mit Bahn, ich bin dann teilweise mit dem Rad mal eben 20km gefahren weil ich mich anders nicht traute. Aber es geht, es geht bei jedem
wenn ein muss dahinter steht! Ich denke wir beklagen uns hier auf zu hohem Niveau.

06.03.2017 10:53 • #15


Zitat von minos:
Ich denke wir beklagen uns hier auf zu hohem Niveau.

Eigentlich ging es @Muqq gar nicht ums Klagen. Sie hat ihren ersten Termin und weiß ja noch gar nicht, welchem Menschen sie dann gegenüber steht.

@minos FA f. Psychiatrie und Psychotherapie, ja so eine Ärztin ist meine Psychiaterin auch. Und die ist toll. Wenn ich mit ihr nicht so klar gekommen wäre, hätte ich selbst weitersuchen müssen - nein, hätte ich gar nicht gekonnt in dieser Situation. Ich hätte mir was angetan, wenn niemand da gewesen wäre.

06.03.2017 13:12 • #16


Perle
Niemand schert hier alle Psychiater über einen Kamm. Die Ausgangsfrage war, welche Erfahrungen wir mit ihnen gemacht haben und darauf wurde entsprechend geantwortet. Ich z. B. habe parallel auch eine Psychotherapeutin, bei der ich alle 14 Tage eine Sitzung über 50 Minuten habe. Da sie aber nun mal keine Medikation verschreiben darf, gehe ich parallel zum Psychiater. Wir sind hier alle schon groß und wissen durchaus, was wir tun und auch wie und bei wem wir ins behandeln und therapieren lassen. Es geht hier doch um einen Erfahrungsaustausch und nicht um eine Belehrung der User untereinander.

06.03.2017 14:39 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Muqq
Danke für Eure vielen Antworten.

Ich habe leider schon oft gehört und gelesen, dass Psychiater schnell nur Medikamente verschreiben, deswegen wollte ich hier mal fragen.
Bin leider so ein Schisser und habe bei Medikamenten immer Angst vor Nebenwirkungen (vor allem bei Psychopharmaka/Antidepressiva), deswegen traue ich mich auch gar keine zu nehmen
Für die nächste Psychotherapie muss ich leider noch bis Ende des Jahres warten, weil ich erst eine gemacht habe und das wohl so die Regelung ist.

06.03.2017 15:03 • #18


Zitat von Muqq:
Danke für Eure vielen Antworten.

Ich habe leider schon oft gehört und gelesen, dass Psychiater schnell nur Medikamente verschreiben, deswegen wollte ich hier mal fragen.
Bin leider so ein Schisser und habe bei Medikamenten immer Angst vor Nebenwirkungen (vor allem bei Psychopharmaka/Antidepressiva), deswegen traue ich mich auch gar keine zu nehmen
Für die nächste Psychotherapie muss ich leider noch bis Ende des Jahres warten, weil ich erst eine gemacht habe und das wohl so die Regelung ist.

Kein Arzt kann einen Patienten zwingen, ein Medikament einzunehmen. Bei mir ging es nicht anders, was ich auch selbst eingesehen habe und es dauerte auch, eh das richtige Medikament gefunden wurde. Also, wenn du da Bedenken hast, dann immer sagen und nach Alternativen fragen. Die Auswahl von pflanzlichen bis synthetischen Mitteln ist riesig. Da muß sich auch ein Arzt nicht nur auf eine geringe Auswahl berufen und das "Hammer-Rumms-k.o." Medikament verschreiben. Und wenn du keins willst, dann eben nicht.

06.03.2017 15:54 • #19


Das ist keine Belehrung und sollte so auch nicht verstanden werden, aber dass alle schon groß sind und wissen wo sie sich behandeln lassen müssen wage ich zu bezweifeln. Warum fragst du dich nun? Weil auch du immer noch nicht den kleinen Unterschied bemerkt hast @perle, deine Psychotherapeutin ist eben wie du selber gesagt hast keine Ärztin, und ich habe in allen hier publizierten Beiträgen im Thema von "psychosomatischer Medizin" gesprochen, und diese Psychotherapeuten sind Psychiater und damit auch Ärzte die Medikamente verschreiben dürfen. Bitte schön mitlesen und vor allem genau. Der angepriesene Erfahrungsaustausch ist demnach unzureichend ausgeführt gegenüber Personen die den richtigen Arzt für sich suchen und genau da liegt bei vielen hier der Fehler in der
Aussage Antwort.

Zitierend darf ich einfügen das so ein Arzt insgesamt 11 Jahre Aus und Weiterbildung benötigt, 6 Jahre Medizin, 3 Jahre psychosomatische Medizin und Psychotherapie, 1 Jahr Psychiatrie, 1 Jahr innere Medizin. Dann kommt ein Facharzt dabei heraus. Natürlich kann ich zu einen "nur" Psychotherapeuten gehen oder den Psychologen. Jeder Heilpraktiker oder auch andere können sich dazu Ausbilden lassen.

06.03.2017 16:01 • #20



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