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Hallo Forum,

seit 3 Monaten nehme ich Schilddrüsenhormone aufgrund einer latenten Unterfunktion (habe mit dem Rauchen aufgehört). Seit einigen Tagen habe ich die Dosis wieder etwas erhöht und fühle mich um 100% besser. Ich habe keine Angstgefühle mehr, keine Darmprobleme, kein Schwindel, kein Kribbeln. Ich freue mich so darüber. Ich habe Lust auf Unternehmungen, fahre Fahrrad und bin geistig und körperlich sehr viel aktiver und fühle mich kraftvoller. Meine langjährigen Depressionen sind eigenartigerweise völlig verschwunden. Ich bin nicht mehr so gereizt und dünnhäutig und meine Stimmung ist optimistisch bis fröhlich. Ein echtes Wunder!
Allerdings traue ich dem Frieden noch nicht so ganz, hoffe aber natürlich, dass sich dieser Zustand nun festigt.

Heute habe ich zum ersten Mal wieder ohne Schwächezustände Sport machen können und hoffe so die lästigen 10 Kilo Übergewicht loszuwerden.

Bitte schaut auf Eure Schilddrüse. Sie ist oft eine ganz unterschätzte Ursache für Angstzustände und Panik. Ich warte noch ab, wie ich mich entwickle. Aber ich bin fast überzeugt, dass meine eigentlich lebenslangen Angstzustände durch Hormonschwankungen bzw. Schilddrüsenprobleme verstärkt wurden. Es lohnt sich auf jeden Fall, mal die TSH und FT3/FT4 Werte untersuchen zu lassen. Wenn die Werte über 2,0 liegen (TSH), könnte man eine Hormonsubstitution probieren. Die Hormone haben keine Nebenwirkungen.

Ich melde mich aber wieder, und berichte vom weiteren Verlauf.

Liebe Grüße
Tanja

14.08.2008 00:03 • 18.04.2014 x 4 #1


22 Antworten ↓


Hallo ajnat

Ich bin auch Schilddrüssenpatientin und kann deine Ausagen hier nur bestätigen und stimme dir voll zu.


LG Biggi

14.08.2008 09:29 • #2



Schilddrüse eingestellt und 180° Wendung

x 3


PS: Ich nehme Euthyrox 100 ein habe nur noch 1 Restschilddrüse nach einer OP, 1981.

LG Biggi

14.08.2008 09:32 • #3


Na, das klingt doch riesig
Grüssli Iris

14.08.2008 09:32 • #4


Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute eine Frau beim Gassigehen kennengelernt. Sie hatte eine Schilddrüsen-Überfunktion (einfachheitshalber kürze ich "Schilddrüse" mit "SD" ab). Auch sie hat jahrelang Beschwerden gehabt und lebte mit einer unerkannten SD-Überfunktion + Laktoseintoleranz. Es ist erschreckend, wie viele Menschen in meinem Umfeld über solche und ähnliche Erfahrungen berichten. Wenn man offen darüber spricht, merkt man erst, wie vielen anderen Menschen es ähnlich geht.

Es ist Zeit, dass man mehr Verantwortung übernimmt für seine Gesundheit und den Ärzten auch hilft, die Ursache für unsere Leiden zu finden. Ist nicht ganz einfach, das weiß ich. Ich komme aus einer Arztfamilie - die wissen oft alles besser . Aber da musst man selbstbewusster werden.

Ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute und sorgt gut für euch.

@Biggi
Danke für dein Feedback. Ich nehme L-Thyroxin 50mg.

14.08.2008 13:15 • #5


hallo, tanja!

was genau wird denn bei einer unter- oder überfunktion der schilddrüse
gemacht?

ich danke im voraus
rose

14.08.2008 14:14 • #6


hallo rose,

meinst du, wie man feststellt, dass man eine funktionsstörung hat? oder wie man sie therapiert?

hier ist eine infoseite. oder googel einfach mal nach schilddrüse.

www.schilddruese.de

liebe grüße
tanja

14.08.2008 14:46 • x 1 #7


hallo, tanja!

vielen dank für deine antwort.
ja, ich meine, wie man es diagnostiziert; aber du hast mir ja
einen link serviert - danke. mal schauen.

rose

14.08.2008 14:52 • #8


Hallo Rose,

die Diagnostik sollten in jedem Fall Fachärzte machen. Ich kann hier nur Hinweise geben. Symptome wie umotivierte Gewichtsveränderung, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Durchfälle/Verstopfung ohne sichtbaren Grund und psychische Beschwerden wie Angst und Panikattacken mit Herzrasen etc. können Hinweise auf eine SD-Funktionsstörung sein.

Die Diagnostik ist leider nicht immer einfach. Man sollte Blutwerte untersuchen lassen (Hausarzt) und bei einem erhöhten TSH-Wert von über 2,0 unbedingt auch mal zum Facharzt (Nuklearmediziner). Leider sind viele Allgemeinärzte nicht auf dem neuesten Stand, was die Referenzbereiche der SD-Werte betrifft. Mittlerweile schreiben aber Gott sei Dank auch Labors ihre Empfehlungen in die Laborbefunde.

Der Facharzt kann Ultraschall, Szintigramm und weitere Untersuchungen machen, um eine Autoimmunerkrankung, Knoten oder Entzündungen auszuschließen.

Ich habe Ultraschall machen lassen, Blutwerte checken lassen und Antikörper wegen Verdachts auf die Autoimmunerkrankung Hashimoto. Ich habe "nur" eine latente Unterfunktion und nehme Hormone.

Liebe Grüße
Tanja

14.08.2008 15:06 • #9


hallo, tanja!

ich danke dir sehr herzlich für deine plausible antwort.

liebe grüsse
rose

14.08.2008 15:53 • #10


Aber gerne

14.08.2008 15:54 • #11


Hallo zusammen,
nachdem nach vielen Jahren meine Ängste aufgearbeitet waren, hatte ich plötzlich wieder welche - und siehe da , es war die Schilddrüse, die verrückt spielte. Da ich auch eine Heilpraktikerausbildung habe, konnte ich das gut therapieren. Selbst die autonomen Adenome verschwanden nachgewiesener Massen (Szintigramm und Blutbild erforderlich).
Schilddrüsenüberfunktion ist sehr, sher gefährlich. Erstens entkalken dadurch die Knochen und zweitens kann man sogar deswegen ins Koma fallen, abgesehen davon, dass man ängstlicheer wird.
Gruß Ame

20.08.2008 20:54 • #12


Ich kann auch noch 1Endokrinologen als Facharzt zur Schilddrüsendiagnostik empfehlen er hat sich darauf spezialisiert auf dem hormonellen Sektor.Sowohl weibliche Hormone sowie Schilddsrüsenhormone


Lg Biggi

21.08.2008 08:34 • #13


Christina
Hallo Tanja!

Zitat von ajnat:
seit 3 Monaten nehme ich Schilddrüsenhormone aufgrund einer latenten Unterfunktion (habe mit dem Rauchen aufgehört).
Magst Du sagen, wie latent die latente Unterfunktion war? Ich frage deshalb, weil ich mit meiner bekannten und manifesten Unterfunktion doch nochmal einen Anlauf unternehmen will, über die Hormone einen Teil meiner Angst und Depression in den Griff zu bekommen. Ich nehme natürlich seit Jahren LT, und meine Werte sind (auf dem Papier) in der Norm - aber stellenweise grenzwertig. Da finde ich es wunderbar, wenn jemand mit einer anscheinend auch nur grenzwertigen UF eine solche Besserung erlebt wie Du.

Liebe Grüße
Christina

21.08.2008 10:31 • #14


Hallo Christina,

meine Gruselwerte lagen bei 5,8. Dann bei 3,3 mit 25 mg und nun mit 50 mg muss ich wieder messen gehen, wenn meine Ärztin wieder aus dem Urlaub zurück ist. Wir wollen mal sehen, welchen Wohlfühlwert ich habe.

Ich habe bei mir die Tablettenerhöhung von 25 auf 50 mg geviertelt, um mich besser daran zu gewöhnen. Mit dem letzten Viertel kam dann die Wende. Vielleicht hast du einfach ein paar mg zu wenig.

Ich habe begleitend Akupunktur bekommen.

LG Tanja

21.08.2008 11:37 • #15


hey leute!

ich habe heute vom hausarzt 75mg l-thyroxin bekommen und soll erstmal eine weile immer eine halbe nehmen. ich hab einen tsh-wert von 4,8 und habe mich vor der morgigen ersteinnahme natürlich tot-gegooglt (leide unter hormonell bedingten depressionen/angststörungen).

mein termin bem NUK-Mediziner ist am 28. und ich habe tierische (!) angst, dass sich alles nur verschlimmert anstatt besser zu werden. habe so blöde berichte gelesen und bin unsicher. ich weiß, dass die einstellung super lange dauert, ich leide eh schon seit fast 5 monaten.

hat jemand erfahrungen dazu?

14.01.2014 20:25 • #16


hallo,

du scheinst einen guten hausarzt zu haben. dass er dir lthyroxin verschrieben hat. ich hatte einen tsh wert von 12 und meinen damaligen hausarzt interessierte das gar nicht.

ich habe natürlich den arzt gewechselt.

zu deiner beruhigung, soooo lange, dauert es auch nicht. bis der tsh wert herunter geht. nach 6 wochen hatte ich meine 1. tsh kontrolle nach der lthyr. einnahme. und nach 6 wochen, kann auch entschieden werden, ob du mehr l thyroxin brauchst.

ich nehme derzeit 100mikrogramm. und habe einen wert von ungefähr 3.

leider kann ich nicht sagen, dass ich frei von depressionen und ängsten bin.

aber mein wert sollte vielleicht auch niedriger als 3 sein.

also, keine angst. und was hast du denn für blöde berichte gelesen?

du scheinst in guten händen zu sein. daher kopf hoch!

16.01.2014 21:58 • #17

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Zitat:
leider kann ich nicht sagen, dass ich frei von depressionen und ängsten bin.

@elvan:
Wirkt das Thyroxin denn überhaupt auf die Psyche?
Welche Änderungen hast du denn überhaupt festgestellt oder hast du überhaupt etwas festgestellt?

16.01.2014 22:38 • #18


@kern

eine schilddrüsenunterfunktion kann auch zu psychischen veränderungen wie depressionen führen. das l thyroxin wirkt nicht auf die psyche, aber sorgt dafür, dass die schilddrüse wieder normal funktioniert.

müdigkeit, konzentrationschwierigkeiten, antriebslosigkeit und depressionen aber auch eine innere unruhe waren meine beschwerden.
ich hatte morgens ein sehr aufgedunsenes gesicht.

ich war damals sehr erleichtert, als ich auf eigenen wunsch meinen tsh wert bestimmen ließ und recht hatte mit meiner annahme, dass meine schilddrüse nicht normal funktioniert.

die veränderung die ich feststellen konnte nach der lthyroxin einnahme war, dass ich lebendiger wurde. ich hatte nicht mehr ein so großes schlafbedürfnis. konnte mich wieder gut konzentrieren.

ich hätte mich sehr gefreut, wenn auch diese schwermut verschwunden wären. ist es aber leider nicht.

17.01.2014 21:58 • #19


hab auch eine Unterfunktion. leider hat das l Thyroxin aber nicht meine Ängste etc weggenommen...

17.01.2014 22:30 • #20



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