Pfeil rechts

Die Nervensäge ist wieder da...
diesmal fang ich mit nen Erfolgserlebnis an (immer das Selbe wär ja langweilig)

Ich glaub die Zahnarztphobie kann ich schon mal von meiner "Angstliste" streichen.
Gern geh ich immer noch nicht hin aber ich schaff es die Behandlungen ohne PA zu überstehen.
Das erste Mal war am schlimmsten, inzwischen hatte ich schon 3 Termine und alle überlebt

Wie hab ich es geschafft endlich mal nen Termin zu machen und auch hin zu gehen ?
Nee nicht mit "Ängste verstehen und überwinden" sondern mit Ängste ignorieren und ablenken...

Beim ersten Mal hab ich die Nacht davor nur 2 Stunden geschlafen, auf Arbeit an einem Tag die Arbeit für ne ganze Woche geschafft, bin nach Feierabend nach Hause gehetzt, was gegessen, geduscht, Zähne geputzt. Im Eiltempo zum Zahnarzt, 7 Sekunden vor dem Termin in die Anmeldung gestürmt und mich dann in den doofen Stuhl fallen lassen.
So müde, kaputt und vollgefressen wie ich war war mir schei. was der mit mir anstellt...
Für irgendwelche Ängste blieb keine Zeit

17.10.2010 10:19 • 26.11.2010 #1


3 Antworten ↓


Das ist interessant, was du da schreibst, denn die gleiche Erfahrung habe ich auch schon gemacht: wenn ich körperlich so richtig erschöpft bin, habe ich keine Angst mehr, da hat die Angst dann keinen Raum mehr, sich auszubreiten. Vielleicht kann man das verallgemeinern?

Schön, daß du es mit dem Zahnarzt geschafft hast. Manche schaffen es nie, das ist ein richtig gutes Erfolgserlebnis!

22.11.2010 15:23 • #2



Meine Erfolgserlebnisse

x 3


Zitat von Eloise1965:
Vielleicht kann man das verallgemeinern?

müsste theoretisch bei anderen Ängsten auch funktionieren ist allerdings nicht für alles und nicht für den Dauergebrauch zu empfehlen.
Sorgst du dafür immer zu kaputt zu sein um noch Raum für Angst zu lassen macht der Kreislauf irgendwann schlapp.
Und jemand der z.B. Angst beim Autofahren hat sollte sich auch nicht total müde und kaputt hinters Steuer setzen.
Für Arzt-Zahnarztbesuche oder nervige Verwandtenbesuche u.ä. könnte man es schon mal machen. Man verstzt sich ja dadurch irgendwie in ne "leck mich am Ar. Stimmung" - alles ist einen egal und solange es egal ist kommt auch die Angst nicht.

____________________

Nächster kleiner Erfolg in Bezug auf die schei. Höhenangst:
Ich habs geschafft ohne größere Pause meine Fenster zu putzen. Muss dazu ja auf die Leiter wobei sich ständig alles anfängt zu drehen und ich bisher immer wieder von der Leiter runter bin.
Diesmal bin ich oben geblieben, hab mich nur kurz festhalten müssen und dann gedacht "welche arme Sau muss das Matschfleck wegmachen wenn du da jetzt runterfällst"
Paar kleine Schwindelanfälle kamen zwar noch aber mit den Gedanken an "die arme Sau" waren die erträglich und haben mich nicht weiter von der Arbeit abgehalten.

Vielleicht sollte ich es bei allen anderen Ängsten auch mit ner Portion Galgenhumor versuchen und damit die eigene Angst selbst irgendwie ins lächerliche zu ziehen statt mich drauf zu konzentrieren und weiter reinzusteigern.

24.11.2010 20:20 • #3


Hallo,

also ich hab durch bestimmte Atemübungen bis jetzt kein einziges Mal mehr hyperventiliert.
Ich lege meine Hand über den Nabel und atme tief ein und aus und konzentriere mich nur auf mein Bauch.
Dies entspannt und beruhigt.
Weil ich dann nicht mehr durch die Nase atme, sondern in den Bauch hinein.

Seitdem ich diese Atemübungen regelmäßig mache, werden die Attacken nicht mehr allzu schlimm.
Ich habe dann meistens nur noch mit Schwindel, Unruhe und Nervösität zu kämpfen.
Aber auch dies werd ich sicherlich auf die Reihe bekommen .
Ich werd mir heute mal das Buch von Doris Wolf durchlesen "Ängste verstehen und überwinden".
Hoffe es hilft mir ein wenig weiter, denn ich warte schon seit knapp nem Monat auf den Termin beim Psychologen und da ich mich so verrückt mache, ziehen die Tage natürlich in Jahre

26.11.2010 16:33 • #4