✔ Empfohlene Antwort
Diese 4 Ebenen, die du beschreibst haben ja einen ganz logischen Hintergrund.
Vergiss mal einen Moment die krankhafte Angst und versuch dich an die Kindheit zu erinnern, zB Angst vor einem Monster (was für ein Kind ja völlig normales, gesundes Verhalten), da erinner dich mal wie Angst sich anfühlt. Was du an Körperampfinduungen beschreibst ist also eine natürliche Reaktion deiner Angst.
Dein hektisches Auf- und Ablaufen ist auch normal, Fluchtmechanismus, wenn uns etws Angst macht wollen wir davor fliehen, also weglaufen, die andere Möglichkeit wäre Bewegungsunfähigkeit, wenn uns etwas so ängstigt, dass wir uns nicht mehr bewegen können.
Das muss ich unbedingt los werden ist auch klar. Wenn keiner dem Kind erzählt, dass es Monster nicht gibt, dann hat das Kind als Erwachsener auch noch Angst davor. Nun weiß der Erwachsene aber irgendwann, dass diese Angst unbegründet ist und dass sie nicht "normal" ist, also will man sie los werden. Am Anfang so schnell wie möglich, da entspannt man sich erst, wenn man seine Angst angenommen hat und das ist ein Prozess, der ein wenig dauert, das geht nicht von heut auf morgen, diese Gedanken werden dich also sicher noch eine Weile begleiten.
Und dann die Angst, das nicht wieder los zu werden. So etwas ist ja unangenehm, keiner von uns hat gern Angst, jeder will, dass die Angst weg geht und will ein freies Leben führen. Wir würden über Monster gern lachen und nicht diese blöden Angstsymptome bekommen. Ich vergleiche ja gern immer mit anderen Krankheiten, hier zB ein guter Vergleich, jemand mit einem gebrochenen Bein würde auch gern Skifahren statt auf der Couch zu liegen, wenn nun der Arzt sagen kann in 3 Wochen ist das verheilt und in 3 Monaten können sie wieder Skilaufen, dann ärgert man sich vielleicht, aber man hat keine Angst, wenn aber der Arzt sagt, tja komplizierter Bruch, ich kann ihnennicht sagen, wie lang das dauert und ich weiß nicht, ob sie jemals wieder Ski fahren können, geschweige denn, ob sie jemals wieder anständig laufen können, dann hat derjenige Angst, die Nachteile des gebrochenen Beins nie wieder los zu werden. Und die Angst fällt leider in Kategorie 2, kein Arzt kann sagen wie lang es dauert, bis man sie im Griff hat.
Und die Punkte schrittweise verändern ist genau der richtige Ansatz und da sind deine Techniken (jedenfalls die, die ich bisher gelesen hab) auch nicht falsch. Wenn du statt hin und her zu laufen in die Sauna gehst oder eine Banane isst und es dir hilft super. Ob das wirklich im Körper was macht oder dich nur entspannt ist dabei nebensächlich, aber es hilft dich runter zu bringen, damit hast du den Kreislauf an einer Stelle unterbrochen und die Körperemfindungen beruhigen sich.
Für dich als Optimisten hab ich einen Satz, der dir vielleicht gegen deine Angst vor dem nicht mehr loswerden hilft. Wenn die kommt sag dir, so lang du deine Angst bekämpfst besteht aber große Hoffnung, sie los zu werden
Und es freut mich sehr, dass du Fortschritte bei dir siehst
Ich werd übrigens in 3 Wochen ins Kino gehen und im August ein Open Air Festival besuchen...hoffe ich kann meine Vorsätze umsetzen und das genießen
Nächstes Jahr geh ich dann vielleicht mal in den Zirkus und guck mir Clowns an
16.03.2011 12:41 •
#25
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