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Hypokrates

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Guten Morgen, liebes Forum,
wie schafft Ihr es, einen liebevollen Blick auf Euch selbst zu werfen?
Wenn ich es versuche, sehe ich zuerst meine Unzulänglichkeiten, all die Dinge, die ich nicht so hinbekomme, wie ich das möchte.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

25.02.2017 05:31 • 25.02.2017 #1


9 Antworten ↓


Icefalki

Icefalki


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Dann lächle mal deinen Unzulänglichkeiten zu. Genau diese machen uns zu bewussten Menschen. Das Streben nach Perfektion bedeutet nur Angst vor genau diesen Problemen zu haben. Angst, man könnte als weniger wertvoll durchgehen.

Der Witz dabei ist, dass deine Wahrnehmung nicht meine ist. Dass deine angebliche Unzulänglichkeit bei einem anderen als durchaus anziehend gesehen wird. Wir sind unsere schlimmsten Kritiker. Kann man aber ändern. Liebevoller Blick auf sich selbst, beginnt mit einem Lächeln.

25.02.2017 11:15 • x 2 #2


wahnfritz

wahnfritz


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Ich glaube, das es ganz normal ist, dass man auf sich selbst eher einen kritischen Blick hat. Das finde ich auch nicht schädlich. Schwierig wird es, wenn man sich selbst fremd ist oder gar hasst.

Ich denke, liebevoll zu sich selbst zu sein bedeutet vor allem, für sich zu sorgen. Dazu gehört es auch, sich abzugrenzen, bei sich selbst zu sein und zu entscheiden, wen und was man an sich ran lässt und was nicht.

Es bedeutet aber nicht den Rückzug in die phlegmatische Komfortzone, sondern vielleicht gerade aus der gesunden Selbstkritik etwas für sich zu tun, damit es einem gut geht. Und das sind durchaus nicht immer Annehmlichkeiten. Es beginnt mit Körperpflege, guter, gesunder Ernährung und - ja leider - Sport. Also ziemlich genau das Gegenteil davon, sich hängen zu lassen. Und wenn man gut mit sich umgeht, dann wird man auch beim Blick in den Spiegel okay mit sich sein. Auch mit den Fehlern und Unzulänglichkeiten, die schließlich jeder hat.

25.02.2017 11:20 • x 2 #3


Chingachgook


Du hast schon recht Hypokrates,
es ist gar nicht so leicht, einen liebevollen Blick auf sich selber zu werfen.Es gibt soviel Gründe sich abzulehnen oder im Vergleich zu anderen schlecht abzuschneiden.
Und alle gut gemeinten Ratschläge,sich auf die eigenen Stärken zu besinnen,laufen ins Leere.
All die "Positiv"- und "Stolz auf mich"-Listen fühlen sich künstlich und aufgesetzt an.Es fehlen das passenden Gefühle zum neuen,liebevollen Umgang mit sich selber.

Nun sagen die Therapeuten, das läge am Ungewohnten und Neuen.Man müsse nur lange genug durchhalten,dann würde sich die fehlenden Gefühle schon einstellen.
Andere empfehlen den "sozialen Vergleich" generell einzustellen.Nach dem Motto:"Jeder ist einzigartig,Vergleichen ist Blödsinn!"
Das halte das für weltfremd.
Wir vergleichen uns permanent mit anderen,da sollte man sich nichts vormachen.Und aus der Bilanz,die wir dann ziehen,entsteht ein positives Selbstbild oder eben ein negatives.
Das wiederum führt zu Selbstliebe oder Ablehnung der eigenen Person.

Also gilt es,an dieser Bilanz zu arbeiten.Mehr Fairness im Umgang mit sich selber zu erlernen.Andere nicht mehr auf den Sockel zu stellen und sich selber nicht mehr unnötig kleinzumachen.
Das ist schon viel.Und viel Arbeit.
Aber Selbstliebe entsteht aus Selbstwert(-gefühl).

Eine Abkürzung gibt es nur,wenn man einen Menschen findet,der einen liebt,trotz aller Macken und Schwächen.
Und umgekehrt.Da bekommt man ein Gefühl dafür,wohin die Reise geht.

So pathetisch das auch klingen mag.

25.02.2017 11:36 • x 1 #4


Hypokrates


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Danke, Ihr Lieben, werde mit ein paar Ideen davon anfangen. Ist nur nicht immer so einfach...

25.02.2017 13:00 • #5


Maro


In meinem Fall waren es stets andere Menschen/Forenuser(!), die mir einen liebevollen Blick auf mich selbst erschwert hatten. Ich merke es immer wieder neu, dass dieser Blick auf mich selbst am liebevollsten ist, wenn ich eine längere Zeit auf (virtuelle) Kontakte verzichte. Sobald ich mich oute und meine Standpunkte veröffentliche, regnet es Kritik und oft auch Beleidigungen. Das alles ist natürlich äußerst schädlich für mein persönliches Wohlempfinden und mein Selbstwertgefühl, es wird dadurch regelrecht kaputtgemacht.

Es ist schon seltsam. Ich gehe ins Internet, um mir Bestätigungen für meine innere Ausrichtung und meine Lebensphilosophie zu holen, um mich dadurch geistig zu stärken und meine Entschlossenheit zu steigern, und stattdessen kriege ich nur abfällige Bemerkungen, hämische Kritik und werde von diversen Idioten geschulmeistert... Besonders von solchen, die in ihrem Leben wenig bis gar nichts erreicht haben und die sich dennoch erdreisten, mir, der (finanziell) so hoch über ihnen steht, die Leviten zu lesen und Kritik zu üben. Echt ätzend! Ich kann mich noch sehr gut an einen arbeitslosen und mittellosen Alk. aus einem gewissen Forum erinnern, der mir weismachen wollte, das Geld angeblich nicht glücklich macht. So ein jämmerlicher Versager und trotzdem dermaßen arrogant! Arrogant darf man sein, wenn man Zaster vorweisen kann, ansonsten soll man die Klappe halten! Wer nichts hat, der ist auch nichts. Eine Binsenweisheit, die leider von vielen linksorientierten und vom (Sozial)Neid zerfressenen Habenichtsen nicht begriffen wird.

Und dann gibt es noch die geistig Hochmütigen, die sich einbilden mir ihre Sichtweise mit psychischer Gewalt und unterschwelligen Drohungen und Ermahnungen aufzwingen und mir "einen Spiegel vorhalten" zu dürfen. Doch das ist ein Thema für sich, darüber könnte ich mich stundenlang auslassen, hatte schon echte Psychosen wegen dieser verfluchten Spezies. Wie abartig doch die Leute alle sind! Ich könnte gleich kotzen. Puh, der ganze Frust kommt gerade wieder hoch...

25.02.2017 13:29 • #6


wahnfritz

wahnfritz


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Tja, wie man in den Wald rein ruft, so schallt es eben auch heraus...

Wer andere als hochmütig und abartig disqualifiziert, braucht sich über Ablehnung nicht zu wundern...

25.02.2017 13:34 • x 1 #7


Maro


Zitat von wahnfritz:
Tja, wie man in den Wald rein ruft, so schallt es eben auch heraus...

Eben. Und ich war stets derjenige, der aus dem Wald herausschallt: die verkörperte Gerechtigkeit und Vergeltung. Ich behandle die anderen so, wie sie mich behandeln. Ich bin deren Spiegel und nicht umgekehrt.

25.02.2017 13:39 • x 1 #8


Hypokrates


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Maro, tut mir leid, dass es Dir nicht gut geht. Was das Forum hier angeht, so habe ich bisher nur sehr nette, freundliche und hilfreiche Antworten bekommen, über die ich mich sehr gefreut habe.
Für mich ist das wirklich schön, mich hier auszutauschen. Vllt. solltest Du etwas weniger aggressiv und negativ an die Sache herangehen?

25.02.2017 14:13 • x 2 #9


Maro


Es ging mir vordergründig nicht um dieses Forum, sondern ums Internet im Allgemeinen. Hier gab es aber auch schon A...cher mit verqueren Ansichten. Doch seitdem ich sie alle auf Igno gesetzt habe, ist es wieder gut, nur packt mich hin und wieder noch der heilige Zorn, so wie heute zb.

Die meisten sind schon ok.

25.02.2017 15:23 • #10




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