Also meine beste Zeit an die ich mich so gerne zurückerinnere war definitiv meine Jugend, und die dauerte sehr lange.
Es war nicht mal so sehr die Schulzeit oder Lehrzeit an die ich zurückdenke, nicht das die schlecht gewesen wäre, aber das Leben das ich wirklich liebte fing danach an.
Es war Mitte der 80 Jahre, und wir lebten wie Rockstars, ohne Musik zu machen, die Stadt und die Nächte gehörten uns, wir waren wenn überhaupt nur zum schlafen zu Hause, es war nicht wichtig das man arbeiten musste, es war nur wichtig wann man ungefähr da sein musste, wir machten die Wochenenden, und mehrere Tage in der Woche durch, fuhren mit riesigen Autos durch die Gegend, und egal wo man hinkam, man kannte immer die Leute die da rumhingen.
Die Frauen waren jung und schön, die Nächte waren lang, und wenn es 6.00 Uhr war, fuhr man halt seinen Job machen um sich Nachmittags im Schwimmbad 2 Stunden hinzulegen, oder man schlief Zuhause, bis man aufwachte und fuhr wieder los.
Egal wo man hinsah, es gab keine Verantwortung niemanden gegenüber, es gab auch keine festen Beziehungen, keine gebrochenen Herzen, es gab nur Spaß, Berlin war für uns Paradise City.
Das ging Jahrelang so, und ich liebte es, doch dann kamen sie, die festen Beziehungen, die Kinder, ich wollte so etwas nicht, aber alle anderen, auf einmal gehörte ich nicht mehr dazu, alle trafen sich weiter, ich konnte damit überhaupt nichts anfangen, und Ehefrauen waren nie erfreut wenn ihre Männer sich mit mir rumtrieben, also endete es....
Aber nicht für lange, ich war jetzt 35 Jahre, und fühlte mich immer noch wie 20, ich fand neue Freunde, im Schatten der Nacht, es war anders als in den Diskos, und doch war es das selbe, die Nächte gehörten mir, das Geld das ich hatte reichte, um mich zu amüsieren, für Autos, und um weiter mit Freunden rumzuhängen, weiter auf der Jagd nach immer neuen Abenteuern, nichts war wichtig, jedes Problem war lösbar.
Und so wurde ich älter, aber niemals erwachsen....