eddie

277
20
1
servus, zusammen
mal wieder positive Nachrichten von meiner Seite. Ich hatte heute also tatsächlich mal wieder ein erstes Vorgespräch mit Folgetermin gleich am Montag. Der Psychologe war sehr
ruhig und kompetent, hat mich viel erzählen und sogar ein bißchen selber analysieren
lassen. Einige Male hat er anerkennend genickt und gemeint, das würde er ähnlich sehen
und mir zustimmen. Darüber hinaus hat er mich aber auch schon auf ein paar Dinge gebracht, mit zielgerichteten Fragen, auf die ich selber wohl so nicht gekommen wäre.
Dinge, die ich als nicht so gravierend gesehen oder gedeutet hätte. Naja, Fakt ist, dass ich
in frühester Kindheit schon Dinge habe sehen müssen, die man einem Kind nicht so völlig
unreflektiert und unerklärt im Raum stehen lassen sollte. Freue mich schon darauf, weiter
auf die Suche nach unbewältigten Trauma zu gehen und dann die Problematik erkennen und
angehen zu können.
Eins noch: Nachdem ich die letzten 2 Monate meistens relativ problemlos schlafen konnte
(von einigen Ausnahmen abgesehen), war es ausgerechnet letzte Nacht so katastrophal
wie zuletzt Anfang Juni. Hatte gerade mal knapp 3 Stunden, mit Unterbrechung.
Natürlich ging kurzzeitig das Gedankenkarussell wieder los, fangen die Insomnien von vorne an? Und warum? Ich war doch eigentlich ganz ruhig, konnte es akzeptieren, wenn
es mal wieder länger gedauert hat, bis ich eingeschlafen war. Auch davon habe ich erzählt und auch prompt die Bestätigung für meine bisherige Herangehensweise vom
Doc bekommen. Ich soll mir nichts draus machen, weiterhin mit dem Vorhaben, mich
auszuruhen ins Bett gehen, auf Dunkelheit achten, entspannen und nicht weiter drüber
nachdenken. Viele Menschen schlafen manchmal nicht, aber der Körper erholt sich
trotzdem. In einer anderen Nacht werde ich den Schlaf nachholen. Auf keinen Fall wäre
so ein Schlafproblem ein Hinweis auf eine beginnende oder bestehende Depression, wie
ich es zeitweise befürchtet und entsprechend in mich reingehört hatte. Sofort fiel mir ein
Stein vom Herzen. Und obwohl ich auf diese Erkenntnisse davor schon selbst gekommen war, löste es zusätzlich einen positiven Schub bei mir aus . Ich muss wohl manches
immer erst von anderen, am besten von Profis bestätigt bekommen. Auf jeden fall bin ich froh, dass all meine zuversichtlichen Vermutungen und Ansätze vom Psychologen
bestätigt wurden. Wenn ich es richtig deute, war er geradezu beeindruckt davon, als ich
ihm erzählte, dass ich bisher so weit ohne Medis gekommen bin, und er hat mich darin
bestätigt. Endlich mal ein DR., der nicht einfach auf Pillen verweist. Ich hoffe, es geht
weiter so aufwärts und das wünsche ich natürlich jedem von euch auch. Auf jeden Fall
seht ihr: Man kann sehr viel schaffen, glaubt daran!!

10.08.2012 18:55 • 11.08.2012 #1


3 Antworten ↓


Bawü44


264
4
2
hallo eddie...

das freut mich zu lesen.

überall geht mal ein türchen auf.

mein vt hält auch nichts von den medis...darüber bin ich mehr als froh


kg

10.08.2012 19:02 • #2


Lena50


428
44
11
Hallo, jetzt klink ich mich auch mal mit ein. Erstmal eddie, freut mich für dich, dass du positives zu vermelden hast. Mein Psychologe hält auch gar nichts von Medikamenten.
Vielleicht komme ich durch seine Hilfe ja ganz von den Schlafmitteln weg.
Ich hatte bis jetzt 4 Sitzungen und finde nicht nur die Gespräche sehr hilfreich, auch die Atemübungen, die er mir gezeigt hat, sind klasse.
Nur - was mich bei dem Psychologen stört: Er ist immer einer Meinung mit mir.
Zum Beispiel erzählte ich ihm von meinen Problemen am Arbeitsplatz. Sein Kommentar: "In was für einem Tollhaus arbeiten Sie denn? Was ist dass denn für ne Firma?" Ich dachte eigentlich, dass der Mann mir auch mal Kontra bietet bzw. mir den Weg zeigt, wie ich Konflikte lösen kann. Oder kommt das noch? LG Lena

10.08.2012 21:13 • #3


eddie


277
20
1
hallo, lena
Ich kenne das, zumindest von dem Psychologen der Beratungsstelle so, dass er durchaus
Contra gibt- wenn es angebracht ist. Auf der anderen seite ist es aber ja auch so, dass
unsere Ängste, mögen sie auch noch so abwegig sein, ja irgendeine Ursache haben, uns
also in irgendeiner Hinsicht durchaus übel mitgespielt wurde. Und nicht selten ist das eben
am Arbeitsplatz geschehen. Und dann ist es ja auch so, dass unser Hirn auch schon selber versucht,einen Ausweg aus der Misere zu finden und sich selbst zu heilen, was bedeutet,
dass wir auf einige Lösungsansätze von selber kommmen KÖNNEN. Damit meine ich nicht,
dass alles richtig ist, was wir denken, manches aber schon.Und in diesen Fällen bleibt auch den Psychologen nix anderes übrig als dir zuzustimmen. Ich jedenfalls lasse mich erst
mal voll drauf ein, was mir der Doc da erzählt, und wenn mir etwas zu strange vorkommt,
ziehe ich immer noch meine eigenen Schlüsse. Ich denke, so solltest du das auch handhaben, denn wie es sich anhört, bist du auch jemand, der sich vernünftig und auch
schon wieder einigermaßen "nüchtern" der Problematik stellen kann. Viel Erfolg und
alles Gute dabei

11.08.2012 06:53 • #4