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hallo ihr,

ich frag mich grad ob panikattacken eigentlich wirklich so schlimm sind wie wir immer denken? es gibt viele die sagen, das sie wieder so werden wollen wir vor den pa´s aber vielleicht sind sie deswegen ja erst gekomm?

eine bestimmte routine im leben, sollte den anstoß geben etwas zu ändern, oder der weg den man eingeschlagen hat, war eig nich der den man selber wollte, so meldete sich darauf der körper und geist.

was meint ihr könnte doch gut möglich sein und vielleicht sollten darüber mal ein paar nachdenken und nich immer nur versuchen die vergangenheit zur zukunft zu machen. menschen ändern sich halt, so is das leben und es wär ansonsten au ziemlich langweilig.

ich freue mich über antworten wie ihr das so seht

04.06.2011 17:05 • 07.06.2011 #1


12 Antworten ↓


mh ja ich glaube auch das es nen grund geben muß warum man attacken bekommt. der körper sagt einem es reicht !
nur das warum muß jeder für sich selbst raus finden, was er ändern muß oder sollte. ob dann auch gleichzeitig die attacken weg gehen ?! ich glaube ganz so einfach ist es leider nicht !
wenn man einmal am eigenen leib gespürt hat wie sich eine pa anfühlt der wird immer mal dazu neigen bei stress sowas zu bekommen.
tja und stress oder schicksale kann man nicht immer verhindern. das leben ist kein ponyhof. die einen können besser damit umgehen wie die anderen.
viele treibts dann gleich wieder in die angst vor der angst oder vor der pa.
es ist das gesamtpaket was "schuld" ist an den pa`s.
sensibel, dünnhäutig plus stress oder ärger jeglicher art evtl. krankheit und und und.......
habe eine freundin von der ich mich jetzt gerade distanziere.....die komplette geschichte hier zu schreiben würde tage dauern.......nur so viel :

depressionen, 2 mal in klinik stationär, immer noch in therapie, dann von mann getrennt der natürlich an ALLEM schuld war.
laut ihr ne ganz schlechte kindheit gehabt, besonders der vater hat sie nie gelobt und so.
mal unter uns.....die hat die tollsten eltern die man haben kann ! klar ihr vater ist nen holzklotz hat aber das herz sowas von am rechten fleck. ihre mutter streichelt ihr den ganzen tag übers köpfchen ooooohhhh meine armes kind ! sie ist megabehütet aufgewachsen, viel zu behütet !!
also ALLE anderen sind schuld an ihrem doch sooooooooo furchtbaren leben.

jetzt nach "erfolgreicher" therapie verwirklicht sie sich gerade selbst..............ständig männergeschichten und das obwohl sie angeblich in der ehe vergewaltigt wurde und sich niiiiiieeeee wieder einem mann öffnen kann...........ah ja !
der große sohn zieht jetzt zur freundin, der mittlere zieht zu ihren ach so doofen eltern und der kleinste zieht jetzt zum vater. sie will jetzt keine rücksicht mehr nehmen auf ihre kinder !!
so auch sowas kann therapie auslösen, sich selber finden, löse dich von deinen problemen, fang ein neues leben an, seih egoistischer und und und !!
bin mal gespannt ob es nun das leben ist was sie glücklicher macht. nur ich höre mir das nicht mehr an. meine "sprechstunde" ist nicht mehr geöffnet !

das ist leider kein einzelfall, man hört das ja öfter.
klar muß man was ändern wenn man mit dem leben nicht glücklich ist aber so wirds auch nicht funktionieren.
man kann nicht im leben immer alles auf andere schieben.
warum schreib eich das alles eigentlich ?
ach ja weils zum thema gerade passte und ich damit nur sagen will das man an sich selbst arbeiten sollte und nicht das ganze umfeld ändern sollte. die familie verlassen, neue freunde suchen und und und.................aber das ist ja einfacher als bei sich selbst anzufangen !

05.06.2011 08:03 • #2



Alles nur halb so schlimm.

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da hast du vollkommen recht und ich hab au den fehler am anfang gemacht, das ich gesagt hab, das es ander erziehung lag und meine ex partner waren blöd und ja alle waren schuld nur ich natürlich nich.

ich denke so lange man diesen gedanken hat, kann man eh alles vergessen, erst wenn man selber merkt, das man an sich arbeiten muss, dann kann man beginnen sich ein neues leben aufzubauen.

auch wenn es für die familie schei. is, das deine freundin sich so abwendet, geht es glaub manchma nicht anders und letzendlich wird sie schon sehen, ob es ihr gut geht oder nich, denn leider is es manchma so, das man schei. zu anderen is um selber zu begreifen, das man nich besser ist.

dies war mein wort zum sonntag

05.06.2011 14:09 • #3


Hallo zusammen!

Da kann ich nur zustimmen! Ich hab am Anfang auch alle anderen dafür verantwortlich gemacht! Bis ich endlich eingesehen habe, dass nur ICH etwas ändern kann.

Und ich denke schon, dass man seine Angst und PA in den Griff bekommt, wenn man an sich arbeitet. Und leicht ist das bestimmt nicht!

Je mehr man an sich arbeitet, Vergangenes aufarbeitet und seinen Selbstwert dadurch hebt, desto weniger hat die Angst eine Chance! Wenn ich selbst weiß, wer ich bin und was ich kann und es auch lebe, kann Angst mir nichts anhaben - vor allem keine unbegründete Angst. Das heißt natürlich nicht, dass ich keine Probleme mehr haben werde, aber dann reagiert man "einfach" genau so, wie alle anderen auch - die PA nicht kennen.

Meiner Meinung nach führt der Weg aus der Angst nur über sich selbst! Keiner ist Schuld an meiner Angst - nur meine Erfahrungen und die Tatsache, sie nicht richtig verarbeitet zu haben oder (wie ich es gerne gamacht habe), weg gelaufen zu sein. Ich war ein Spezialist darin, mich meinen Problemen nicht zustellen und alles aufzuschieben.

Die ständigen Angstsymptome sind nicht ohne Grund bei mir. Sie sagen mir: "So, und jetzt nimmst du dein Leben mal in die Hand, wirst erwachsen und stellst dich deinen Schattenseiten."

Lebe dich und schau auf dich!

Lg, sternchen

05.06.2011 23:02 • #4


Hi Sternchen,

das unterschreib ich voll und ganz.

Ich habe nämlcih gemerkt, dass in den Phasen, wo ich angst und panikfrei bin, mein SElbstwertgefühl nicht mehr am Boden liegt.

Es gibt ein tolles Buch dazu von Sabine Standenat, einer östereichischen Psychologin, die selbst über 10 Jahre lang an Panikattacken und Ängsten litt.

Darin heißt es: Liebe Dich selbst, dann liebt Dich das Leben

wie wahr ist dieser Satz doch!
NUr wer sich selbst liebt, ist auch in der Lage, Liebe zu geben und zu fühlen.

Ich bin gerade wieder dabei, mich selbst wieder lieben zu lernen... Und es fäng tin kleinen SChritten an, wieder Spaß zu machen, das Leben!

In diesem Sinne wünsche ich uns Ängstlern viel viel ERfolg!

06.06.2011 21:18 • #5


Hallo Angsthase 1965!

Schön, dass noch jemand so denkt wie ich. Wie heißt denn dieses Buch? Ich hab´s lange vermieden, Bücher über Angst zu lesen, weil ich mich dadurch überfordert fühlte. Aber mittlerweile setze ich mich ernsthaft mit diesem Thema auseinander. Ich such mir einfach das für mich Passende raus. In einem Buch hab ich z.B. eine tolle Atemtechnik bei panikattacken gefunden. Hab diese Technik dann ein paar mal gut gebrauchen können und irgendwann ging´s auch ohne dieser Technik, weil ich ja wusste, dass ich sie kann und sie hilft. Irgendwie funktioniert unser Verstand sehr erfinderisch und genial! Das sollten wir zu nutzen lernen!

freut mich, von dir zu lesen.

sternchen

06.06.2011 21:46 • #6


Das hier ist ein toller Thread, schön sowas zu lesen! ich kann mich Euch nur anschliessen, ich war auch immer Meister drin alles zu verdrängen bzw anderen die Schuld zu geben wie es mir geht!! Ich hab jetzt auch endlich kapiert das ich an mir arbeiten muss und das nur ich mir selber da raus helfen kann! Und ich bin auf einem sehr guten Weg!

06.06.2011 21:56 • #7


Hallo Kadi!

Freut mich sehr, dass du auf einem guten Weg bist - dafür wünsch ich dir alles Gute!

Ich weiß auch, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es gibt Momente, da möchte ich meine Erfolgserlebnisse jedem mitteilen, damit ihm auch geholfen werden kann und dann gibt´s wieder Momente, in denen ich an mir selbst zweifle, ob´s denn doch der richtige Weg ist und ich da jemals wieder raus komme. So wechsle ich ständig hin und her. Mittlerweile kann ich in guten Momenten schon über mich selbst lachen. Naja, so geht man Schritt für Schritt ans Ziel.

Ich bin z.B. gestern von einem Kurzurlaub zurück gekommen und war seeeeeeeeeeeeeehr stolz auf mich, ihn geschafft zu haben. Und heute? Heute sitze ich da, hab Druck in der Brust und im Hals und manchmal das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Juhuu, da meldet sich doch gleich wieder mein Verstand und sagt: "Oh, doch der falsche Weg. Alles Arbeiten war umsonst! Du fällst ja sowieso wieder um."

Aber ich habe nicht vor, wieder umzufallen! Ich schaffe das und den Verstand krieg ich auch noch ruhig. Das geht immer besser - die Arbeit lohnt sich.

Wünsche dir noch einen schönen Abend.

sternchen

06.06.2011 22:17 • #8


Ach ja, hab ich vergessen: der Auslöser war ein mir sehr bekanntes, altes Muster, das sich immer wieder ber mir meldet. Schön langsam glaub ich, dass es mich zu prüfen versucht, ob ich denn wirklich ernsthaft daran arbeite, den Weg durch eigene Kraft zu schaffen.

Die Situaition: mein Freund ist in die Arbeit gefahren, meine Mum ist nach Hause. Mittlerweile kein Problem mehr, aber wenn mein Verstand dann einwirft: "möchtest du jetzt überhaupt schon alleine sein? willst du nicht bestimmen können, ab wann du alleine sein möchtest? wird da grad wieder über dein Leben bestimmt? ..." Naja, Unruhe, Atemnot, ... waren die Folge!

Ich denke, dass man Stück für Stück seine eigenen Muster kennen lernen darf. Nachdem man sie angeschaut hat, darf man sich ihnen stellen. Und wenn man denkt, das Muster durchschaut zu haben und es eigentlich als "erarbeitet" abhakt (weil man nicht mehr reagiert), kommen noch die Proben, ob man es denn wirklich verinnertlicht hat oder bei der kleinsten Gelegenheit nicht doch wieder umfällt.

So, jetzt haben mir meine Zeilen selbst geholfen, wieder mal auf ´ne "Verstandsfalle" drauf gekommen zu sein. Mal schauen, ob´s jetzt besser wird?!

Ich kann nur sagen, darüber reden (oder wie hier schreiben) hilft!

lg

06.06.2011 22:25 • #9


ich freue mich wahnsinnig, das doch einige den weg zu meinem thread gefunden haben. seit ich hier angemeldet bin, kam dies leider nur selten vor. und nun hab ich das erste mal das gefühl, das mich menschen aus diesem forum verstehen, wissen was ich meine. das macht mich einfach happy

wie alle gesagt haben, is das wichtigste, das man an sich selber arbeitet und nich anfängt die welt verändern zu wollen, das sie einem passt.

so wie bei forest möge ich gern zu sagen, in einer pralinenschachtel weiß man nie was man für ein stückchen bekommt, dies is nich der wahre wortlaut, aber er sagt das was wir uns alle merken müssen. keiner weiß was morgen passiert, aber man kann versuchen das beste draus zu machen und dies is doch schön zu wissen. nicht nur uns geht es so, sondern ganz vielen anderen menschen, nur manche gehen anders damit um, das heißt ja nicht das sie besser sind oder ähnliches.

ich wünshe hier allen eine schöne woche, das wir alle versuchen jeden tag das beste draus zu machen und zu uns finden

06.06.2011 23:20 • #10


Zitat von sternchen1:
Hallo Angsthase 1965!

Schön, dass noch jemand so denkt wie ich. Wie heißt denn dieses Buch? Ich hab´s lange vermieden, Bücher über Angst zu lesen, weil ich mich dadurch überfordert fühlte. Aber mittlerweile setze ich mich ernsthaft mit diesem Thema auseinander. Ich such mir einfach das für mich Passende raus. In einem Buch hab ich z.B. eine tolle Atemtechnik bei panikattacken gefunden. Hab diese Technik dann ein paar mal gut gebrauchen können und irgendwann ging´s auch ohne dieser Technik, weil ich ja wusste, dass ich sie kann und sie hilft. Irgendwie funktioniert unser Verstand sehr erfinderisch und genial! Das sollten wir zu nutzen lernen!

freut mich, von dir zu lesen.

sternchen

Hier mal die INternetseite von Sabine Standenat:

http://standenat.at/aktuell.html
da finden sich jede Menge Tips und auch alle Bücher, die sie bisher veröffentlicht hat.

Gut finde ich auch das Buch von Bernd A. Pelzer, einem Psychologen, der sich u.a. auf Angst und Panikerkrankungen spezialisiert hat.
Es heißt "Das Angstschema"
und ist meines ERachtens sehr gut geschrieben. ABer auch darin geht es ohne Arbeit an sich selbst nicht. Es werden verschiedene Wege aufgezeigt, die man alle miteinander kombinieren kann / soll.
Damit arbeite ich seit ca. 4 Woche und hatte nun knapp 3 Wochen keine Angst mehr, bin wieder viel mehr rausgegangen, ohne Anspannung zum Einkaufen, spazierengehen (sogar alleine mit dem Hund) und war ins gesamt ruhiger.
Nun stehe ich kurz vor der REgel und ich bin seit 4 Tagen wieder so unruhig und ab und an kommt die Angst hoch. Nicht richtige Panikattacken, aber eben die Angst.
Ich merke auch selbst, dass ich sofort mit Angst und Anspannung reagiere, wenn mcih irgendwas unter Druck setzt. Das kann ein eigentlich schöner Termin wie ein gemeinsames Essen im REstaurant sein, sofort bekomm ich Angst... Psychologische Gespräche habe ich auch, so ein NOtnaghel, denn ne neue Therapie kann ich frühestens im November bekommen, die 2 Jahren sind noch nicht um...
Naja, endlich habe ich aber erkannt, das im Grunde nur ich selbst mir helfen kann, alles andere ist nur unterstützend, um den Mut und die Kraft zu bekommen auch während der Attacken und der Angst an mir zu arbeiten..

Liebe GRüße

07.06.2011 08:57 • #11


Hallo Ihr Lieben!! Ja Sternchen ich verstehe Dich sehr gut mit dem Allein sein!! Mein Mann arbeitet normalerweise von zuhause aus was ich sehr schön finde!! Nur heut hat er einen Außentermin also hier im Umkreis zwar aber gut er ist nicht da!! Natürlich bin ich heut früh schon aufgestanden mit einer inneren Unruhe ich denk wir müssen uns einfach Zeit geben um da wieder raus zu kommen und jeden kleinen Schritt würdigen und nicht aufgeben wenn mal ein Rückschlag kommt!!

07.06.2011 09:03 • #12


Hallo an alle!

Ja, ich finde diesen thread hier auch ganz toll! Da fühlt man sich richtig verstanden.

Lieber Angsthase 1965 - vielen Dank für den link. Werd ich gleich mal durchforsten.

Bezüglich Therapie usw. Ja, ich denke auch, dass -egal, was man macht oder welche Hilfe man sich holt - es nur eine Unterstützung ist. Die Arbeit an sich selbst kann einem keiner abnehmen. Ich weiß das genau, denn ich hab´s ernsthaft versucht!

Wisst ihr, in letzter Zeit ist mir wieder mal was an mir aufgefallen. Ich arbeite seit ca. 1,5 Jahren intensiv an mir und ich habe schon viele positive Erlebnisse und Fortschritte gemacht. Die fallen mir zwar dann bei verstärkten Symptomen nicht mehr ein, aber wenn´s mir wieder besser geht, erinnere ich mich dann doch wieder daran.

Aber mir ist folgendes aufgefallen: die Arbeit an sich selbst ist ja eine Zwiebeltechnik. Wenn ich an mir arbeite und wieder mal eine Schale entfernt habe, meine ich jedesmal, dass sich meine Symptome bessern - Pustekuchen! Dann ist nämlich die nächste Schicht dran! Also komm ich irgendwie nicht wirklich lange zur Ruhe. Nur habe ich mir eben heute fest vorgenommen, mich daran zu erinner, dass es ja positiv ist, wenn wieder eine Schale weg ist und ich die nächste bearbeiten darf! Vielleicht hilft es! mal schauen. Man muss ja positiv denken! Und irgendwann werde ich ja doch am kern der Zwiebel angelangt sein - und dann darf ich das Innere genießen - die Perle! Darauf freue ich mich schon sehr!!

Glg

07.06.2011 12:00 • #13



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