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Hallo Leidensgenossen & Rest!

Mir ist aufgefallen, dass ich das sehr oft lese, an den unterschiedlichsten Stellen, wo es darum geht glücklicher durchs Leben gehen zu können. Zum Patentrezept scheint zu gehören sich selbst zu lieben.. oder zumindest zu mögen. Aber wie kriegt man das hin? Mir scheint es manchmal genauso unmöglich zu sein, wie wenn ich meinen schlimmsten und nervigsten Feind auf ein mal lieben sollte. Übertrieben gesagt.. natürlich. Es fällt mir nur wirklich sehr sehr schwer.

Hat einer von euch es wirklich geschafft sich zu lieben, obwohl er/sie vorher sehr unzufrieden mit sich war? Ich bin wirklich kurz vor dem verzweifeln..

Ich will nicht total vereinsamen.. ich wüsste zumindest gerne was andere an mir stört.. denn selbst wenn ich versuche etwas an mir zu ändern.. dann will es trotzdem nicht klappen umgänglicher zu sein.. bzw mehr Freunde zu gewinnen. Und ich komme einfach nicht damit klar, dass alle möglichen Leute sich von mir abwenden.. das verunsichert mich ungemein.. wie soll man da noch so selbstbewusst sein sich selbst zu lieben, wenn man das Gefühl hat, dass so gut wie keiner einen nett und interessant findet? Es scheint einfach so zu sein, dass kaum einer findet dass es wert sei mit mir befreundet zu sein.. so viele können sich doch nicht irren..

Liebe Grüße,
Moni..

23.11.2010 03:34 • 02.12.2010 #1


20 Antworten ↓


Mercutio
also.. ich hab das so gemacht.. (bin aber auch noch nicht am ende)

ich hab erstmal mit hilfe von therapie entdeckt woher all die negativen zuweisungen gekommen sind...
und hab dann auch gelernt, dass alle anderen unwichtig sind... absolut unwichtig... wirklich ich war der größte Altruist überhaupt.. und dann hab ich gemerkt, dass mich das nicht glücklich macht...
dass es mich NICHT glücklich macht wenn mich andere ausnutzen
dass es mich NICHT glücklich macht wenn ich immer das tue was mir andere sagen
dass es mich NICHT glücklich macht wenn ich der vergangenheit nachtrauere
dass es mich NICHT glücklich macht wenn ich mich selbst beklage (und sei es nur um von anderen mitleid zu bekommen)
dass es mich NICHT glücklich macht wenn ich mir pärchen anschaue und denke warum nicht ich
also...
hab ich mich gefragt... was macht mich eigentlich glücklich...
und dann fing die "arbeit" erst richtig an...

als ich dann ein paar dieser sachen entdeckte... wurden sie mir wichtig.. und ich hab sie ohne mühe verteidigen können...
nicht, dass ich nicht auch auf die schnautze gefallen bin.. und dass es nicht schwer war wieder auf zu stehen aber ich stand wieder und lief weiter..
und so langsam... find ich mich richtig gut...

und der rest.. naja der kommt dann schon irgendwann...

achso und refraiming.. hab ich hier schon woanders geschrieben hat mir auch geholfen

23.11.2010 16:51 • #2



Wie lernt man sich selbst zu mögen?

x 3


hallo eine sehr gute frage, ich weiss es nicht aber ich versuchs herauszufinden.

Prinzipiell versuch ich mich auf die positiven Eigenschaften zu besinnen die ich habe und das sind einige. Für mich ist absolut sicher das Gedankengänge wie "ich muss erst dass und das haben, erreichen, können um gut genug zu sein" nicht hilfreich sind denn selbst wenn du das erreicht kann es passieren das du dich immer noch schlecht fühlst.

Zitat von -Moni-:
Ich will nicht total vereinsamen.. ich wüsste zumindest gerne was andere an mir stört.. denn selbst wenn ich versuche etwas an mir zu ändern.. dann will es trotzdem nicht klappen umgänglicher zu sein.. bzw mehr Freunde zu gewinnen. Und ich komme einfach nicht damit klar, dass alle möglichen Leute sich von mir abwenden.. das verunsichert mich ungemein.. wie soll man da noch so selbstbewusst sein sich selbst zu lieben, wenn man das Gefühl hat, dass so gut wie keiner einen nett und interessant findet? Es scheint einfach so zu sein, dass kaum einer findet dass es wert sei mit mir befreundet zu sein.. so viele können sich doch nicht irren..


Wenn es so etwas wie schüchternheit, Angst nicht gut anzukommen etc. ist was dich stört dabei können die genannten technicken helfen. Wenn du glaubst du müsstest erst interessanter werden oder dich für dinge interesieren die ich einfach nicht interesieren liegst du falsch. Du musst dich nicht biegen bist dich alle mögen denn es wird so sein dass du es allen Menschen recht machen kannst, und der Versuch es zu tun führt dazu dass man seine eigenen Meinung und den eigenen Ansichten ständig versteckt hält.

Der vollgende Vergleich ist etwas gewaagt ich will damit meine Standpunkt verdeutlich, ich vergleich jetzt nämlich Menschen mit essen:
Mir schmeckt kein Fisch, vielen anderen Menschen schmeckt Fisch. Kann man eine allgemein gültige Aussage darüber treffen ob Fisch gut schmeckt oder nicht ?
Muss sich der Fisch ändern damit er mir schmeckt ? und wenn er es tut und dann anderen Menschen nicht schmeckt muss er sich so lange ändern bis er allen schmeckt ? Wenn er es versucht und sogar schafft was wird dann aus dem Fisch ? Dann wird aus dem Fisch Wasser , weil Wasser mag jeder schmecken tut es nach nichts und mit Fisch hat es auch nix mehr zu tun
So viele Menschen können sich nicht irren:
wieder ein essens vergleich.
In großen Teilen des Asiatischen Raums sind gebratene Insekten ein wohlschmeckender Snack, das sind Millionen von Menschen die Sagen gebratene Spinnen sind lecker. In Europa eckelt es den meisten Menschen davor. Wer hat jetzt recht.

Stell dir einen mänlicher Ballett tänzer vor, der mit leidenschafft und Spaß sein Hobby ausführt, er hat wahrscheinlihc Probleme Freunde zu finden und wird vielleicht sogar gemobbed. Bedeutet das dass er sein geliebtes Hobby aufgeben und sich anpassen muss um gemocht zu werden ? Komischerweise ist es so dass wenn er von seinem Hobby erzählt ist es unglaublich interresant, die begeisterung mit der er davon erzählt ist ansteckend und am liebsten möchte man es gleich selbst ausprobieren.

Interessen und Hobbys sind genausowenig von sich aus Interessant und spannend, wie essen von sich aus gut ist.
Ich hab ein sehr gutes Beispiel um diese Behauptung zu untermauern:
Was würdest du von einem Menschen denken der sein ganzes Leben einem Computerspiel widmet und zwar weil er es liebt und nicht weil er es benutzt um Probleme zu verdrängen.
Sicherlich ein uninteressanter soziophober typ oder etwa nicht ?
schau dir das video an von diesem Menschen, es dauert zwar 2h und ist auf english aber es ist sehr inspirierend:
Zitat:
https://www.youtube.com/user/day9tv#p/u/0/NJztfsXKcPQ


In meinen Augen vermutlich der coolste Typ überhaupt obwohl ein Interesse verfolg das allgemein als absolut uncool und antisozial angesehn ist.

23.11.2010 17:12 • #3


hab den letzen link unabsichlich als quote eingefügt anstatt als Url, kann den Beitrag aber nicht mehr ändern.
Bitte den link in den browser kopieren, und das video anschaun es ist sehr inspirierend und ergreifend.

23.11.2010 17:16 • #4


Schon mal vielen Dank Euch beiden für die Antworten.

Das mit dem besinnen auf das was einen glücklich macht.. inkl. des mehr "an mir arbeiten", klingt schon sehr vernünftig, nur dass ich mir nicht so sicher bin, WAS genau mich unglücklich macht. Ob ich das Gefühl habe, das andere mich ausnutzen, weil sie das wirklich tun, oder weil ich nur DENKE dass sie es vielleicht tun. Ich weiß nicht ob es gut zu verstehen ist wie ich es meine..

Refraiming habe ich grad mal gegooglet und ich glaub das ist auch das, was meine Therapeutin mir näher zu bringen versucht. Sie versucht mich alles aus einem anderen Blickwinkel sehen zu lassen. Aber das geht so weit, dass ich - selbst wenn ich mir sehr sehr sicher bin, dass z.B. über mich gelästert wurde.. z.B. in der Bahn - mir laut meiner Therapeutin immer noch einreden soll, dass es nicht so gewesen wäre. Klar, bringt mir das nichts, wenn ich es erkenne, dass über mich gelästert wurde.. aber andererseits, will ich auch ungerne "blind" (für die Realität) und mich selbst belügend (böse gesagt) durch die Welt laufen. *seufz* Aber vielleicht habe ich das Prinzip davon auch noch nicht so ganz begriffen..

Da habe ich ja einige YouTube-Videos anzuschauen. Ich habe in das erste schon ein paar Minuten rein geschaut und scheitere schon daran, dass mir diese negative "Ur-Erinnerung" erst gar nicht einfällt. Aber ich werde es mir einfach noch mal anschauen wenn es mir eingefallen ist und ich vielleicht nicht ganz so müde bin.
Auch den Rest werde ich mir mal so bald wie möglich in Ruhe anschauen. Vielen Dank für die Links.

Ich finde es auch sehr lieb, dass Du die ganzen Beispiele anbringst, aber.. ich befürchte dass das alles für mich nicht funktioniert. Wenn es eine Sache auf der Welt gibt, von der ich überzeugt bin, dann ist es, dass es _für mich_ gut ist Vegetarierin zu sein. Das bin ich schon seit einer Ewigkeit und bin einfach rundumglücklich damit. Und TROTZDEM wird es oft zum Thema bei anderen Leuten.. (obwohl ich nicht versuche jemanden zu bekehren oder so).. also.. obwohl ich mir da sicher bin und ich glücklich bin mit diesem einen Punkt meines Lebens, trotzdem wird es zum Thema. :/

Außerdem heißt es überall, dass man sein eigenes Glück nicht davon abhängig machen soll ob andere einen mögen oder nicht.. aber ich KANN das einfach nicht. Ich mein.. ich will es ja versuchen.. und vielleicht helfen mir ja nun ein paar Techniken aus den YouTube-Videos, aber.. ich kann es mir nicht vorstellen, wie ich das ändern soll.. wie ich das hinbekommen soll. Und mein Ziel ist es ja auch gar nicht alleine glücklich zu sein, sondern eine Hand voll GUTE Freunde zu haben, mich allgemein ein wenig mehr akzeptiert zu fühlen.. nicht einsam sein und damit klar kommen.. (obwohl es klar besser wäre als einsam sein und damit nicht klar kommen.. )

Der Vergleich mit dem "in Asien mögen sie Insekten" passt aber mal wieder sehr gut. Das ist genau mein Gefühl.. dass ich hier "falsch" bin. Ich bin wohl kein bisschen selbstmordgefährdet, also werde ich wohl da durch müssen, aber ich habe extrem das Gefühl, dass ich irgendwie auf dem falschen Planeten gelandet bin. Es gibt so unglaublich wenige Leute, die mich so verstehen und akzeptieren wie ich bin.. und selbst mit denen tu ich mir schwer..

Um bei den gebratenen Spinnen zu bleiben: ich bin wohl ne Portion davon - in Deutschland - die keiner will.. und auch wenn einer mich probieren will.. dann reichen der Person meistens 1-2 Bissen.

Aber ich übe mich nun erstmal in positvierem Denken: ich hoffe einfach, dass mir nach den YouTube-Clips die Erleuchtung kommt.

24.11.2010 02:37 • #5


wenn du dir oft genug vorsagst/denkst das du vollkommen fehl am platz bist und nie akzeptiert werden wirst, dann glaubst du das auch irgendwann so funktioniert einfach unser hirn, und du wirst dir dann auch nur noch situationen merken in denen der Gedankengang bestätigt wird.

24.11.2010 02:49 • #6


Mercutio
Zitat von DieSuppe:
wenn du dir oft genug vorsagst/denkst das du vollkommen fehl am platz bist und nie akzeptiert werden wirst, dann glaubst du das auch irgendwann so funktioniert einfach unser hirn, und du wirst dir dann auch nur noch situationen merken in denen der Gedankengang bestätigt wird.


deswegen funktioniert ja auch refraiming...

und wegen dem bild sein und belügen.. das stimmt ja nicht.. weil weder bist du blind noch belügst du dich..
du änderst nur die sichtweise..
um bei dem thema lästern zu bleiben:
wenn du das gefühl hast da lästern 2 über dich... was is dann dein problem? (ich denke ich weiß wo dein problem is aber ich frage um den denken in die richtung zu weisen.. ) kennst du die 2? können die dir irgendwas? arbeiten die z.B. mit dir zusammen und können dich bei deinem chef anschwärzen? liebst du einen der beiden und denkst er/ sie könnte dich verlassen? denkst du, na wenn die 2 lästern, dann lästern auch alle anderen über mich?
sind halt 2 kindische idioten, die nichts in ihrem leben haben, und das einzig interessante in ihrem leben bist DU!... schau dir die leute mal an beim nächsten mal.. ich bin mir sicher, dass das keine perfekten menschen sind... stell dir vor, du würdest platz tauschen.. über was würdest du lästern, wenn du eine/r von denen wärst?

und dann denk mal drüber nach warum du nicht lästern würdest...
weils kindisch is? weils dich uberhaupt nichts angeht wie einer von denen aussieht/ redet/ sich bewegt/ riecht/ sich anhört/ spricht...
und genausowenig geht es die was an...
http://www.youtube.com/watch?v=LVlDiNmsL3E
erstmal video anschaun, dann weiterlesen...

du bist überzeugte Vegitarierin?
pf... was fürn Quatsch... Menschen sind Fleisch/ Allesfresser.. glaubst du, du bist was besseres?


so und jetzt verteidige dich mal und deinen glauben...
also mach dich selbst stark, glaube an Dich und das woran du glaubst... na los.. hau in die tasten... und sag mir, das mich das einen Schei** angeht und das DEIN ding ist... oder noch besser.. argumentiere, dass DU so leben willst.. und ich mich ja anders entscheiden kann... lasse reden.. verstehst du

nicht alles was ich hier schreibe meine ich auch so.. manches dient auch nur dazu dich mal aus der Reserve zu holen... man möge mir diese kleinen Psycho-spielchen verzeihen.. sie sind nur gut gemeint.. aber.. naja.. als Veggi.. wirst du das wohl nicht verstehen

24.11.2010 10:12 • #7


Netter Versuch, Mercutio..

*seufz* Ich danke Euch für die Antworten, aber.. das ist ja gerade mein Problem: dass ich die Theorie ja im Grunde kenne.. also sie ist mir bekannt, aber.. ich kriege es für mich nicht hin mich wirklich zu mögen. Ich wünsche mir von Herzen Freunde. Und.. so lange ich nicht vertrauen kann.. und.. dazu würde auch gehören mich selbst zu mögen, damit ich drauf vertrauen kann, dass sie mich wirklich mögen.. und nicht nur mich ausnutzen wollen usw.. so lange ist es schwer. Ich muss mir echt mal die Zeit nehmen und die YouTube-Videos anschauen.. und.. vielleicht stelle ich mich sogar wirklich so ganz klassisch vor den Spiegel und sage mir vor, dass ich liebenswert bin.. aber.. es kommt für mich belügen gleich. Ich würde mein Spiegelbild belügen.. weil ich den anderen mehr glaube als mir selbst. Denn irgendwo ganz tief, mag ich mich ja auch zum großteil.. (also so die "Grundpfeiler", wie dass ich ehrlich, loyal.. blabla.. usw. usf. bin).. aber es verunsichert mich, dass mich sonst so gut wie keiner mag.. also.. fange ich an zu glauben, dass ich verkehrt bin.. in meiner Art.. zu denken und zu sein. (Beim drüberlesen merke ich selbst, dass es teilweise ganz schön wirr klingt.. ich hoffe aber, dass ihr trotzdem versteht was ich meine.)

Einen schönen Abend noch!

P.S.: 'Lasse reden' von den Ärzten ist eines meiner absoluten Lieblingslieder.

25.11.2010 00:14 • #8


Mercutio
Zitat von -Moni-:
Netter Versuch, Mercutio..


mist.. naja ich dacht ich könnts mal probieren...

Zitat von -Moni-:
.. das ist ja gerade mein Problem: dass ich die Theorie ja im Grunde kenne.. also sie ist mir bekannt, aber..


nix aber.. das is doch schon mal der erste schritt.. so hats bei mir auch angefangen...
und das mit dem belügen kenn ich.. ach ja und das is wichtig:
Zitat von -Moni-:
aber.. ich kann keinen "Knopf" umstellen..


ES-GIBT-KEINEN-KNOPF!

glaubt mir das gibt es nicht... also sucht nich danach! ehrlich!...

gut... wo bist du denn nicht mit dir im reinen?

Zitat von -Moni-:
Lasse reden' von den Ärzten ist eines meiner absoluten Lieblingslieder.


na da hab ich ja den richtigen Geschmack getroffen...
man muss nur dranbleiben

25.11.2010 00:33 • #9


Zitat von -Moni-:
Ich muss mir echt mal die Zeit nehmen und die YouTube-Videos anschauen.. und.. vielleicht stelle ich mich sogar wirklich so ganz klassisch vor den Spiegel und sage mir vor, dass ich liebenswert bin.. aber.. es kommt für mich belügen gleich. Ich würde mein Spiegelbild belügen.. weil ich den anderen mehr glaube als mir selbst.


Es ist klar das sich das am Anfang anfühlt als würde man sich belügen, du denkst vieleicht selbst wenn es funktioniert dann rede ich mir ja nur ein das ich mich gut finde obwohl ich nicht wirklich gut bin. Der springende Punkt ist zur Zeit redest du dir genau auf dieselbe art ein das du nicht gut genug bist obwohl das nicht der Fall ist.

Ein Mensch der davon überzeugt ist, das Frauen schlechte autofahrer sind wird sich an etliche Situationen erinnern können an denen Frauen schlecht eingeparkt oder eine Unfall verursacht haben aber an keine an denen ein Frau besonder gut eingeparkt hat oder durch gute Reaktion einen Unfall verhindert hat. Diese Erinnerungen bestätigen seine Überzeugung. Der Grund das er sich nur die negativen Erreignisse gemerkt hat ist weil er die Überzeugung davon schon vorher hatte.
Dabei SPIELT ES ÜBERHAUPT KEINE ROLLE was tatsächlich Objektiv den Fakten entsprich, keine Unfallstatistik der welt kann diesen Menschen vom Gegenteil überzeugen. Würde er so eine Stastik sehen würde er sie sehr skeptisch hinterfragen die quellen anzweifen und selbst wenn er eingesteht das die statistik stimmt hatt er sie 2 tage später vergessen.

Du merkst dir nur Situationen in denen du abgelehnt wirst. Das ganze läuft nach demselben Prinzip. Dein vorhandenes Denkmuster sorgt dafür das du dir Situationen leichter und besser merkst die das Muster bestätigen, durch die bestätigun wird das Denkmuster gestärkt.
Der Grund warum es sich am Anfang schlecht anfühlt so ein Muster zu ändern liegt einzig und allein darin das unser Gehirn gewohntes als angenehm empfindet und eine änderung dieser Gewohnheit als unangenehm.

Stell dir vor du besuchst eine Schwimmkurs und der Schwimmlehrer sagt dir das du deine technik ändern musst, du musst deine gewohnten Bewegunsabläufe ändern. Selbst wenn du genau weisst wie du die neuen Bewegungsabläufe durchführen musst, wirst du am Anfang immer wieder in das alte muster zurückfallen und die neue Art zu schwimmen fühlt sich falsch und unangenehm an obwohl du weisst das sie langfristig dazu führen wird besser schneller und energiesparender zu schwimmen.

Mentales Training, Autosuggestion, EFT sind technicken die dabei helfen das neue Denkmuster schneller anzunehmen. Es dauert halt veränderung passiert nicht von heute auf morgen.
Man legt keinen Schalter um sondern man leitet einen Fluss um, indem man ein neues flussbett gräbt ... Mentales Training, Autosuggestion und EFT sorgen dafür das du das mit einem Bagger machst statt mit einem Löffel, graben musst du trotzdem noch selber.

Anmerkung: und der 1ste Preis für schlechte metaphern geht an .... DieSuppe

25.11.2010 02:35 • #10


Hallo,
Ich kann dich gut verstehen.Irgendwie fällt es mir auch schwer,mich zu mögen..
Das scheint so schwierig zu sein.
ICh denke, und diese Erkenntnis bringt in der Praxis nicht viel.
Ich denke, es sind die ersten Jahre des Lebens,wenn man da von seinen Eltern,Mutter nicht geliebt wird,dass das dann sich so richtig"einbrennt",dass man nicht in Ordnung ist..

Ich hoffe allerdings auch, dass ich dass einmal ändern kann..

ABer,so Menschen,die so das Urvertrauen bekommen,von seinen Eltern:DU bist liebenswert, willkommen,wir lieben dich..die haben das ganz von selbst später..
Bei SUggestionen,die muss ich abschwächen:Also ich muss sagen, ICh fange an mich liebenswert zu sehen..denn sage ich: ICh bin in ORdnung,kann ich das gar nicht glauben.

LG
Dot

25.11.2010 07:54 • #11


Danke erstmal für eure Antworten! Ich fand sie alle ganz hilfreich.

@Mercutio:
Ich bin vor allem wegen meinem Gewicht nicht mit mir im Reinen. Und vor einigen Tagen hatten wir in der Uni auch noch nen Ästhetik-Seminar.. und ich hätte losheulen können.. ehrlich. Ich konnte gar nicht mehr hoch schauen, als es darum ging wie wiederlich es ist dick zu sein.. ich wollte in dem Augenblick sterben. Und das schlimmste ist: ich gebe den Theorien Recht. Ich bin der selben Meinung: wie können manche Menschen es nur SO WEIT kommen lassen? Dabei bin ich einer von ihnen, das ist Paradox.. und das nervt mich dann schon wieder. Kein Wunder hasse ich mich selbst.. weil ich mich auch hassen würde und verachten, wenn ich mich auf der Straße sehen würde. (Obwohl ich auch einige übergewichtige Freunde habe.. und ich mag sie auch von Herzen.. wie wirr ist das denn?) Jedenfalls.. hieß es in dem Seminar, dass das höchste Gut der Mensch und seine Gesundheit wäre.. und wenn man sieht dass jemand dieses Gut mit Füßen tritt, dann können die anderen ihm nur mit Verachtung begegnen. Wie hart das klingt und doch einleuchtend.

@DieSuppe:
Ich bleibe es Dir weiterhin schuldig diese Clips anzuschauen. Es könnte aber leider sogar Mitte Dezember werden bis ich es schaffen werde, weil momentan bei mir einiges anderes los ist. Aber ich bin schon wirklich sehr darauf gespannt.. und hoffe mit Hilfe dieser Technicken mein Denken langsam in die richtige Richtung lenken zu können. Ich finde Deine Beispiele/Metaphern auch echt gut.. (nicht immer selbst fertig machen! Es wird wohl leider nicht schnell gehen mit dem Umdenken, aber.. den anderen Mist rede ich mir schließlich auch schon ne ganze Weile ein. ^^'

Übrigens hat mir heute ein Kerl, den ich sehr gerne mag.. und.. sehr ins Herzen geschloßen habe gesagt, dass es auffällt, dass ich sehr viele Bedenken habe was mich angeht.. und unsicher wirke und sehr bemüht jeden glücklich zu machen und sehr oft super selbstkritisch und selbstreflektierend rüber komme. Uff. Er hat sicherlich recht.. diese doofe Unsicherheit. Aber.. wenn das jeder mitbekommt.. dann.. joa.. dann ist das sicherlich nicht gut. Aber ich bin schon mal super froh ein Feedback erhalten zu haben. =)

@dot:
Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du erkennst.. und für Dich verinnerlichst, dass Deine Mutter/Eltern auch nur Menschen sind.. und eben genauso Fehler machen könnten. Aber wie Du es schon sagst, sie sind so "die erste Instanz" in unserem Leben und da prägen sie uns leider auch sehr.
Vielleicht hilft es Dir aber etwas, wenn ich Dir sage, dass meine Eltern genau das Gegenteil gemacht haben (also vor allem meine Mutter). Sie hat mich fast schon vergöttert, hat ewig viele Erwartungen in mich gehabt.. und mit Liebe fast schon erstickt. Ich sollte und musste möglichst perfekt sein. 5 kg zu viel.. waren "ÜBERGEWICHT".. und ich wurde mit Geld und allem möglichem bestochen, damit ich ja "perfekt" werde.. und diese doofen 5 kg abnehme.. und so war das dauernd.. man hat mir SO VIEL Vertrauen entgegen gebracht, dass ich mich mein ganzes Leben lang verpflichtet gefühlt habe auch zu versuchen diese zu erfüllen. Aber das könnte alles auch einfach nur ne faule Ausrede sein.. und im Grunde haben sie es gut gemeint und es ist alles meine Schuld.. dass mein Leben nun so ist wie es ist. Ich weiß es nicht. Aber vielleicht hilft es Dir ein wenig zu wissen, dass man so "verkorkst" enden kann, auch mit scheinbar (?) liebenden Eltern. Wobei ich mir ehrlich vorstellen kann, dass es nicht leichter wird, wenn die Eltern einem einreden man könne nichts oder so. Sowas dürften Eltern wirklich nicht machen.. finde ich. Ich wünsche Dir, dass Du erkennst dass Du als Mensch auch sehr wertvoll bist, auch wenn Du vielleicht nicht so bist, wie Deine Eltern es gerne wollen würden. (Das sind schließlich nur 2 Meinungen von ganz vielen.)

Den letzten Teil habe ich leider nicht verstanden.. wie der gemeint war.. der mit der Suggestion. Hilft sie Dir, oder nicht? Ich werde es jedenfalls versuchen.. und selbst wenn ich am Anfang über mich selbst werde lachen müssen.. immerhin gehe ich dann schon mal mit nem Lächeln aus dem Haus.

Ich wünsche Euch allen einen schönen 1. Advent! 3

28.11.2010 02:31 • #12


Mercutio
ich antworte jetzt nur kurz weil ich nur 3 stunden geschlafen hab und seid 7 auf den beinen bin und gard einiges getrunken hab.. war auf ner feier...

ich war auch dick.. ne fett sogar... hab es aber geschafft in nem halben jahr 20 kilo abzu nehmen.. ich mach muskelaufbau und heut hab ich 4-5 mal komplimente bekommen wie sehr ich abgenommen hab und wie gut ich aussehe.. auch wenn ich das selber nicht unbedingt finde.. dranbleiben lohnt also.. nienicht aufgeben.. morgen (bzw heute) dann mehr...

gut n8

Mercutio

28.11.2010 02:53 • #13


Mercutio
na wie is(s)t denn das dann bei dir?
wie siht denn so dein essen über den tag verteilt aus? welchen sport machst du denn? und wie oft?
wie isst du? vorm TV? aus nem teller? ner schüssel? (mach ich manchmal wenn ich ne kleine fressattacke bekomme)

brüße,

Mercutio

28.11.2010 23:44 • #14


[url]Und vor einigen Tagen hatten wir in der Uni auch noch nen Ästhetik-Seminar..[/url]

Oh je, Uni proffessor der einem einleuchtend argumentiert ästhetik sei absolut definiert und nicht Kulturell indoktriniert.
Das ist immer hart, weil man denk der hat das studiert der muss es ja wissen.

Ich sag dazu nur, ja es gibt körperliche merkmale die aus evolutionären gründen als schön emfpunden werden, zb muskeln bei männern und (und das wird eventuell überrasschend sein) große brüste bei frauen, üppige frauen, intelligenz (ist kein körperliches merkmal ich weiss) bei beiden geschlechtern.
Heutzutage muss in der westlichen Kultur kaum noch jemand den Hungertod sterben, schlank und fit sein ist ein zeichen von selbstdiziplin, und wird deshalb als Ideal hochstilisiert.

In Afrika, in der Gegend von Nigeria, gibt es einen Stamm bei dem das Schönheitsideal der Frau extremes übergewicht bedeutet, junge mädchen werden dort während ihrer pupertät gemästet (ja gemästet) damit sie im heiratsfähigen alter ein gewicht von 100kg + erreichen.
Die Lebenserwartung dieser Frauen (200kg ist dort keine seltenheit und dort quasi ein "Top Model" ) ist entsprechend kurz und die zwangsmästung ist folter.

Venus von Willendorf und Barockes schönheitsideal war mollig.
Ich weiss das hilft nicht dem heutigen gesellschaftlichen Druck standzuhalten.

Zitat:
Jedenfalls.. hieß es in dem Seminar, dass das höchste Gut der Mensch und seine Gesundheit wäre.. und wenn man sieht dass jemand dieses Gut mit Füßen tritt, dann können die anderen ihm nur mit Verachtung begegnen.


In der Tat das höchste Gut ist die eigene Gesundheit.
Ich begegne in der Tat menschen mit Verachtung die absichtlich und wissentlich dazu beitragen das Menschen sich ihre gesundheit ruinieren um ein gesellschaftliches ideal zu erreichen.
Ob sie das tun indem sie den Gesellschaftlichen Druck erhöhen oder sie direkt zwingen (zb mästen) ist dabei egal.
In der westlichen Kultur heutzutage führt das häufig zu bulimie. In China und Japan führte das ideal von kleinen Frauenfüßen dazu das man ihnen die füße in jungen jahren regelmäßig unter massiven körperlichen schmerzen abgebunden hat damit diese nicht zu groß werden. Das abbinden der hüften (korsett) zur idealen wespentaillie im 19jhd.
Das Tellern von lippen, das abbinden von Köpfen uvm.
Ich kenn nicht alle Kulturen und Zeiten auswendig aber es zieht sich durch die menschheitsgeschichte und das einzige das diese verschiedenen ideale gemein haben ist das man sich fast immer nur auf 1kriterium fixiert hat und das dieses dermaßen hochstilierst wurde das dafür folterpraktiken und schmerzen wohlwolledn in kauf genommen wurden.

NIEMAND ruiniert sich die gesundheit mit absicht. Ich für meinen Teil bin starker Raucher, ich rauche nicht weils mir Spaße macht, es schmeckt mir nicht (ich hab mich nur dran gewöhnt) und der einzige Grund warum ich rauche ist der dass ich süchtig bin und es bislang nicht geschafft hab damit aufzuhören. Wenn andere Menschen mich dafür verachten dann kann ich nichts daran ändern aber ich muss mich nicht selbst dafür verachten. Man kann mir vorhalten ich bin zu willenschwach um aufzuhören, da gebe ich ihnen recht sonst hätt ich schon damit aufgehört aber auch dafür muss ich mich nicht verachten.
Diese Menschen bieten mir weder Lösung noch Hilfestellung für mein Problem. Sie können nur mit dem Finger auf einen zeigen. Wenn sie sich an den Problemen anderer erfreuen hat schon einen starken Anflug von saddissmus und ihre Meinung sollte mir egal sein.
Eine Ausnahme ist es wenn man weiss es Mensch verdrängt ein bestimmtes Problem dann kann es hilfreich sein es ihm vor augen zu führen aber meistens wissen es die betroffenen selbst.

Manche Menschen nehmen leichter zu als andere das ist einfach so und andere haben Probleme mit der Schildrüse. Ich glaub nicht das irgendein stark übergewichtiger Mensch gesagt hat "wow ich will übergewichtig werden weil ich gern schief angeschaut werd und gelenkschmerzen stehe".
Essen löst die Erzeugung von Glückshormonen aus, dass fettes und zuckuerhaltiges essen besser schmeckt ist evolutionsbedingt. Ich denke/mutmaße das viele stark übergewichtige Menschen gelernt haben (sich ankonditioniert haben [natürlich nicht absichtlich]) auf Stress mit essen zu reagieren weil es ein positives gefühl gibt, und da fett und zucker mehr glücksgefühle auslösen als greifft man klarerweise zu solcher nahrung. Wenn man glaubt zu dick zu sein löst das wiederum Ängste und Schamgefühle aus auf die man gelernt hat mit essen zu reagieren ...

Bei mir ist es umgekehrt der fall, ich bin 183 groß und hab gerade mal 64kg, das ist für eine Mann nicht gerade viel. Ich hab mir lange zeit anhören müssen, "du bist so dünn" "du musst mehr essen/trainieren", ich ess genug ich trainiere sporadisch (vieleicht ess ich zuviel Suppe ). Ich hatte früher Probleme damit schwimmen zu gehen weil ich mir keine blöden kommentare anhören wollte und ständig das gefühl ghabt hab die leute schaun mich an (ja das problem haben auch dünne :p). bei gesellschaftlichen anlässen immer doppelt so viel gegessen als ich eigentlich wollte bis mein Bauch geschmerzt hat nur um mir keien blöden kommentare anhören zu müssen, inzwischen ist es mir egal. Ich weiss das ich niemals wie Schwarzenegger aussehen werde und das stört mich nicht mehr.
Früher hab ich öfters versuche unternommen zu trainieren und im normalfall hörte das auf wenn die anfangsmotivation vorbei war (so nach 2-3 wochen ca.). Heute stört mich mein Untergewicht kaum noch und trainiere deutlich öfter, nicht weil ich aussehen will wie Schwarzennegger sonder weil ich das gefühl nach dem training wenn ich meine muskeln spüre richtig genießen kann.

Eine schöne Verpackung führt dazu das man lieber zugreift, aber wenn der Inhalt nicht schmeckt nutzt die Verpackung gar nix. Umgekehrt wenn die Verpackung schlicht is aber der inhalt genial stört einem die Verpackung überhaupt nicht mehr.

Je länger mein post desto schlechter die metapher...

29.11.2010 01:55 • #15


Das habe ich sogar schon in nem anderen Thread gelesen, dass Du es geschafft hast so viel abzunehmen. Gratuliere Dir dazu.. .. muss ein tolles Gefühl sein.. diese neue "Leichtigkeit".. davon träume ich auch. Neue Klamotten passen.. Bewegungen fallen leichter.. Komplimente.. ich freue mich ehrlich für Dich.. =)
(Was mich am übrigens bei meinem Momentanzustand am meisten ankotzt: wenn andere über Dicke lästern.. und ich hocke dann daneben.. und könnt fast heulen..)

Gut.. ich muss dazu sagen, dass ich _momentan_ nicht viel mache um aktiv abzunehmen. Durch Streß etc bin ich momentan eigentlich froh, wenn ich mein Gewicht einfach halten kann. Aber ich habe Ahnung davon wie man sich gesund ernährt.. usw. Also.. zum Vergleich, damit Du mal siehst wie schwer ich abnehmen kann: ich habe letztes Jahr im Frühling "Schlank im Schlaf" gemacht (das klingt nur so lustig, aber.. im Grunde ist es eine den Insulinspiegel beachtende Ernährungsumstellung). Jedenfalls habe ich das ausnahmslos durchgehalten, 5 Monate lang.. und dabei habe ich auch mindestens 2 Mal die Woche Aerobic gemacht.. Samstags Fatburner und Mittwochs 'normales' Aerobic. Und das war so das mindeste.. meistens habe ich auch noch zusätzlich Sport gemacht.. und in diesem Zeitraum habe ich 5 kg abgenommen. Das frustriert einfach nur. (Andere haben in 2 Monaten nur mit Sport oder nur mit Schlank im Schlaf das gleiche abgenomen.) Wie schon geschrieben.. ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und Insulinresistenz.. also.. einfach schlechte Karten wenn es darum geht abnehmen zu wollen.

Ohje.. ich bin ehrlich: ich esse meistens vor dem TV.. von nem Teller.. (meistens ein möglichst kleiner.. damit es optisch nach mehr aussieht).. ab und an mache ich mir aber auch schon in der Küche direkt was zurecht, damit ich nicht versucht bin mehr zu essen als ich es eigentlich vor hatte. Ich versuche morgens immer zu frühstücken und abends möglichst früh zu essen. Ich ernähre mich eh vegetarisch.. also relativ viel Gemüse und Obst. Mh.. und mal abgesehen davon, dass ich momentan im Streß bin und es deswegen aus fällt.. gehe ich eigentlich ein Mal die Woche Schwimmen (meistens 40 Bahnen, ca 1 h lang - ich bin super langsam).. und.. ich traniere auch an der Wii Fit Plus, wenn es die Zeit zulässt und habe nen Crosstrainer hier stehen, den ich aber weniger benutze, weil mir die Knie danach immer sehr weh tun.

Mh.. wie hast Du es denn geschafft so viel abzunehmen? Nur über Muskelaufbau?

29.11.2010 01:57 • #16


Zitat von DieSuppe:
Venus von Willendorf und Barockes schönheitsideal war mollig.
Ich weiss das hilft nicht dem heutigen gesellschaftlichen Druck standzuhalten.

Danke trotzdem. Mir ist das auch bewusst.. dass es in anderen Regionen ganz anders ausssieht.. und vor allem, dass die Gesellschaft das Schönheitsideal vorgibt.. UND dass es Männer gibt, die genau darauf stehen.. auf fülligere (besser gesagt: dicke) Frauen. Aber das alles hilft einem nicht, wenn man sich selbst wie Dreck fühlt.. und teilweise erwische ich mich dabei mich zu fragen, ob ich nicht besser dran gewesen wäre mit einem Mann, der bei 70 kg die "Notbremse" zieht und der Frau klipp und klar sagt: "Tu was gegen Dein Übergewicht.. langsam artet es aus!"

Zitat von DieSuppe:
Wenn andere Menschen mich dafür verachten dann kann ich nichts daran ändern aber ich muss mich nicht selbst dafür verachten. Man kann mir vorhalten ich bin zu willenschwach um aufzuhören, da gebe ich ihnen recht sonst hätt ich schon damit aufgehört aber auch dafür muss ich mich nicht verachten.

Ich würde auch gerne so denken. Ich hingegen verachte mich wegen jedem meiner Fehler. Vor allem wegen diesem dick sein. Es sieht einfach jeder auf dem ersten Blick. Man wird für schwach und teilweise für dumm gehalten. Ich HASSE das und ich habe keine Lust jeder aufgeblasenen, herablassenden Douglasverkäuferin einzeln was beweisen zu müssen, damit sie mich nicht behandeln, als ich hätte ich mich dahin nur verirrt.

Das mit dem Kreislauf zwischen: Frust - Fressen - Dicker sein - noch mehr Frust - noch mehr essen.. stimmt bestimmt oft.. aber andererseits.. ist das teilweise auch nur ein Vorurteil. Ich mein.. ich höre auch so oft, von wegen Dicke sollten seltener bei McDonalds essen.. weniger Burger.. bla... aber nein.. ich bin auch noch Vegetarierin.. und werd trotzdem fett und fetter. Das nervt. Wenn ich doch wenigstens echt so verfressen wäre.. dann hätte ich wenigstens was davon..

Das mit dem 'zu dünn' sein und darunter leiden habe ich bei Freunden/Bekannten auch mitbekommen. Ist einfach schade.. dass man dazu gezwungen wird von der Gesellschaft.. dem Ideal nachzueifern, sonst wird man behandelt, als wäre man ein chipsfressendes Monster, oder Magersüchtig. Als schlanker muss man sich ja leider auch noch das anhören.. *seufz* Da kann ich jedem nur wünschen drüber zu stehen und mit sich so zufrieden zu sein wie man ist.. bzw. sonst die Kraft zu haben was dran zu ändern, wenn man sich selbst das wünscht.

Zitat von DieSuppe:
Eine schöne Verpackung führt dazu das man lieber zugreift, aber wenn der Inhalt nicht schmeckt nutzt die Verpackung gar nix. Umgekehrt wenn die Verpackung schlicht is aber der inhalt genial stört einem die Verpackung überhaupt nicht mehr.

Je länger mein post desto schlechter die metapher...

*lach* Ich bleib dabei: ich mag - und verstehe - Deine Metaphern..
Leider empfinde ich es aber nicht so. Ich habe das Gefühl, dass die Leute versuchen nur die schönen Verpackungen in ihr Leben zu lassen.. und wenn bei der einen schönen Verpackung der Inhalt nicht stimmt, dann wird eben die nächste, schöne Verpackung ausprobiert.. aber bei einer hässlichen Verpackung zählt der Inhalt schon gar nichts mehr..

29.11.2010 02:49 • #17

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Hallo Moni!

Du hast recht, Eltern sind auch nur Menschen.Ich mache ihnen auch keinen Vorwurf.Ich meine,meine Mutter hatte selbst eine sehr schwere Kindheit und hatte Depressionen.
Deine Kindheit war da wohl das Gegenteil,aber so weit ich es beurteilen kann,war die ja auch mit sehr viel Druck,von deinen Eltern verbunden.
Aber, jetzt ohne VOrwurf,hat man da nicht so das Urvertrauen bekommen, dann muss man wohl sehr hart arbeiten, um das zu erlangen.

ZU den Suggestionen: Ich meinte schon,dass sie mir helfen,ich denke mal. ALso mir helfen eher so ganze Gedanken,die meine negativen etwas entkräftigen.
Aber ich meinte: sagst du dir zum Beispiel:ich bin Wertvoll oder ich bin liebenswert?
Das zum BEispiel, kann ich überhaupt nicht glauben.Darum muss ich sie abschwächen,in der Art: ich fange an mich als liebenswert zu sehen.
Es tut mir leid, dass du mit deinem Aussehen so kämpftst.
ICh stelle mir das nicht einfach vor,aber ich finde,es kommt sehr viel auf die Ausstrahlung eines Menschen an, da zählen keine kg.
Jeder Mensch ist auf seine Weise schön. Es gibt sicher auch an dir viele schöne SChockoladenseiten:-)
LG
Dot

29.11.2010 15:22 • #18


Mercutio
Also ich muss sagen was mich wohl am meisten neben dr therapie und dem Jahreswechsel animiert hat streng zu mir zu sein.. war, dass ich längst überfällige Arztbesuche gemacht habe und meine Werte.. naja.. nicht so gut waren...
es hatte sich kurz zuvor auch herrausgestellt, dass meine mutter diabetes II bekommen hat...
und das is ja auch vererbbar.. meine Blutzucker werte waren... naja hoch...
ich hab auch nur eine Niere (wurde mir als 1,5 Jäjriger entnommen, da sie kaputt war) und die wollte ich dann doch nicht verlieren...
also hab ich aufgehört Torten und Kuchen zu backen.. hab keine Schoki mehr gekauft... hab mein brot selbst gebacken, hab Majo, pommes, chips, süßes, butter, etc... weggelassen
hab weniger fleisch und mehr gemüse gegessen
hab vor allem weniger gegessen - aber mehr geraucht.. aber das hör ich auch auf wenn ich bei 90 oder 95 kilo bin...
hab mich ne stunde am tag aufs rad gesetzt.. manchmal auch 2 wochen lang nix
naja weiger gegessen wie gesagt, also teller und nicht mehr schüssel..
UND
ich richte mir mein Essen her... ich garniere alles schön, mit n paar basilikum blättern z.B.
und dann setz ich mich hin und esse... ohne TV.. kleine bissen...
gerne auch mit stäbchen.. somit isst man langsamer und wird schneller satt... lerne das essen zu genießen.. ganz bewusst... und du bekommst mehr befriedigung durch den geschmack als durch die menge...
iss regelmäßig und bewusst...

ich hab das radfahren schon lange nicht mehr gemacht.. und mein gewicht hält sich.. wahrscheinlich durch den muskelauf und dadurch gesteigerten fettabbau.. aber um wirklich abzunehmen is ausdauersport natürlich besser... wie schwimmen z.B.
nur nie am anfang zu viel machen!
langsam steigern
man kann viel (was jetzt z.B. muskelaufbau angeht) zu hause machen einfach mal "training zu hause" bei google eingeben

ich hab lang gebraucht um mich besser zu fühlen und hab viele leute genervt mit: "hey.. ich hab wieder 2 kilo abgenommen..." bis ich begriffen hab, dass ich das selber checken muss...

lass die chips weg.. versuchs mal.. mach dir doch n paar karottenstäbchen mit nem leichten frischkäse-kräuter-dip... und dann lass den dip weg...

des schaffst du schon!
und hast du mal nen arzt gefragt? so ein schilddrüsenhormon hilft doch eigentlich beim abnehmen oder?

grüße,

Mercutio

29.11.2010 19:59 • #19


Ich finde diesen Threade auch ganz interessant.
Aus meiner Sicht ist es sehr schwierig, sich selbst zu mögen, wenn man gar kein positives Feedback von anderen Leuten erhält. Ein wenig aufmunternde Worte und eine positive Rückmeldung von anderen Leuten sind auch wichtig. Natürlich müsste es im Optimalfall so aussehen, dass man sich selbst mag, ohne von anderen Leuten abhängig zu sein. Aber ich glaube, das schaffen nur die Wenigsten.

02.12.2010 14:47 • #20



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