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LoneSomeOne
Es ist Tag ein Tag aus der selbe dreck, mit den ich mich rumschlagen muss. Aufstehen, zur Arbeit gehen, nach Hause kommen, kurz was essen, schlafen und dann repeat. Eine endlos schleife. Ich fühle mich genauso wie Bill Muray in "täglich grüßt das murmeltier"

Ich würde mich ja nicht einmal beschweren, wenn diese einsamkeit mir nicht in die Brust stechen würde.

Seitdem ich mit meiner Arbeit begonnen habe, bin ich total einsam und isoliert. Davor hatte ich auch nicht besonders viele Freunde, aber bei den paar, die ich hatte, ist der Kontakt abgebrochen und seit jahren funkstille. Eine Freundin hatte ich auch noch nie wegen meiner schüchternheit und mein Leben fühlt sich einfach nur noch an wie eine sich ständig wiederholende abfolge aus arbeit und schlafen. Ich bin es so leid und habe überhaupt keine Kraft mehr. Es kostet mich schon viel mühe und kraft diese zeilen hier zu schreiben, weil ich ganz genau weiß, das sich damit auch nichts ändern wird. Die Leute hier im forum haben sicher selbst ihre eigenen probleme und es liegt nunmal in der natur des menschen, sich nur um seinen eigenen kram zu kümmern.

Wenn man das Gefühl hat, das sich im Leben nichts mehr ändern wird, dann fragt man sich, wozu man überhaupt noch irgendetwas machen sollte. Wozu man überhaupt noch arbeiten gehen und sich unnötig qäulen sollte für nichts und wieder nichts. Ich versuche optimistisch zu bleiben, treibe Sport, achte auf gesundes essen, auf das äußere und so weiter und so fort, weil man sich immer noch die illusionen macht, das es eines tages klappen könnte und man einen passenden menschen für sich finden könnte. Aber mittlerweile bin ich am Ende meiner Geduld mit meinen 30 Jahren. Es ist wirklich sehr erniedrigend und eine große qual, ein leben in einsamkeit zu führen und das können nur Menschen nachvollziehen, die gleiches durchmachen mussten.

10.09.2017 17:51 • 25.09.2017 x 1 #1


33 Antworten ↓


Könnte identisch meine Geschichte sein.
Nur mit dem Unterschied, dass die Arbeit willkommene Abwechslung ist und mich vom Alleinsein ablenkt. Das war vor Jahren aber auch noch anders, als ich täglich Überstunden gemacht habe und das Leben wirklich nur aus Arbeit und sonst nichts bestand.

Das mit dem “auf sich achten mit Sport, Ernährung usw“ mache ich auch. Hat aber wie bei dir bisher auch nix gebracht. Behalte dir das trotzdem bei. Sei es wenigstens dir selber wert, wenn es sonst keiner zu schätzen weiß.

10.09.2017 17:58 • x 2 #2



Wie eine endlose Kette ins Nichts

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LoneSomeOne
na wenigstens macht dir deine arbeit spaß. für mich ist es eine qual, jeden tag zur arbeit zu gehen, die gleichen lästermäuler immer und immer wieder zu sehen und ihr leeres gerede jedesmal aufs neue anzuhören. Es ist wie eine folter und dann noch diese harte arbeit unter zeitdruck durchzuführen. jeden Tag laufwege von 30 kilometer zu fuß zurückzulegen... wenn man wenigstens wüsste, wofür man überhaupt arbeitet.... dann würde man diese anstrengung für einen trost in kauf nehmen.

10.09.2017 18:05 • x 1 #3


Ja, ich kann zu 1000% nachvollziehen, was du meinst. Aufbauende Worte habe ich leider nicht. Damals hat mir die Arbeit auch keinen Spaß gemacht. Das war die Hölle. Heftiger Stress in einem angespannten Arbeitsklima. Hatte da auch 8 Kilo verloren, weil mir schlicht die Zeit gefehlt hatte, zu essen.
Und was wartete nach der Folter? Nichts! Keine Frau, keine Freunde, niemand, bei dem man sich den Frust mal von der Seele sprechen konnte.
Der Sinn, jeden Tag aufzustehen war bei 0,0.

Wenigstens die Arbeit hat sich bei mir drastisch gebessert, seitdem der Chef selbst in Therapie gegangen ist.

Aber ich weiß, dass man in dieser Lage auch keine Kraft hat, sich einen neuen Job zu suchen. Mal abgesehen davon, dass die nicht vom Himmel regnen.

Hast du denn schon mal mit einem Arzt über dein Befinden gesprochen? Du scheinst ja schon voll drin zu sein in der Depression.

10.09.2017 18:23 • x 1 #4


LoneSomeOne
danke für deine antwort.
nein beim arzt war ich nie. was die ärzte betrifft, hatte ich auch immer schlechte erfahrungen gemacht. die sind immer extrem unhöfflich und herablassend zu mir. vielleicht liegt es daran, das ich kein deutscher bin und einen kurzen bart trage. vielleicht bringen das die leute ja mit etwas in verbindung. Außerdem wäre es für mich eine erniedrigung, von einem psycho heini helfen zu lassen. der tut das ja nur wegen geld und nicht weil er ein persönliches interesse an meinen wohl hat. ICh kann mir auch nicht vorstellen, was er beim mir herauskitzeln sollte. Alles, was ich brauche, ist eine Frau, die so tickt wie ich. Mehr verlange ich nicht vom leben.

10.09.2017 18:36 • x 1 #5


Verstehe ich, aber den Besuch beim Arzt empfehle ich dir trotzdem aus eigener Erfahrung.
Ich teile wirklich fast deine Geschichte. Ich weiß auch, was ich brauche, damit es mir besser gehen würde. Freunde oder Partnerin. Ich bin ja schon bescheiden und würde mich mit eins davon zufrieden geben
Trotzdem war ich genau deshalb letztes Jahr beim Arzt.
Neben Tabletten, die mein Befinden wenigstens auf akzeptablem Niveau halten, bin ich seit 4 Wochen in einer Einzeltherapie. Der Therapeutin habe ich genau das gesagt, was ich eigentlich bräuchte.
Das kann natürlich weder die Therapeutin, noch die Tabletten herbei zaubern. Aber was wir können, ist an meinem Verhalten zu arbeiten. Ich geb zu, noch bin ich skeptisch, was mir das bringen soll. Aber sie sagte dazu etwas völlig richtiges: Dass man seine Unzufriedenheit ausstrahlt und damit Leute abschreckt. Wenn das also erstmal abgelegt ist, dann sind die Karten wieder neu gemischt.
Kurzum: Ohne Hilfe kommst du nicht da raus. Kannste vergessen. Egal, was du tust und vielleicht schaffst, es wird nur temporär gut laufen.

10.09.2017 18:51 • x 1 #6


LoneSomeOne
Wahre liebe ist doch, wenn dein partner dich genauso akzeptiert, wie du bist. ich bin schon seit ich denken kann so. soll ich mir jetzt selbst etwas vormachen und eine zirkusnummer abliefern, nur damit man mich mag? Und wenn ich dann keine kraft mehr dazu habe, schauzuspielern, dann wird man wieder verlassen?

Genau deswegen bin ich ja hier. weil ich dachte, das ich hier auf Menschen treffe, die genau die gleichen probleme haben und damit klar kommen.

Außerdem legt sich diese schüchternheit, wenn man sich näher kennen lernt und vertrauen aufbaut.

10.09.2017 18:58 • x 1 #7


Es geht ja nicht darum, sich verbiegen zu lassen, sondern mit seinem Dasein zufriedener zu werden.

10.09.2017 19:18 • #8


YesItsMe0
Ich hatte auch mal so einen Job. Ich habe mich dann entschlossen diesen zu kündigen und stattdessen Informatik zu studieren weil ich das Fach wirklich mag. Das Studium ist nicht einfach, vorallem da ich am liebsten alleine bin und das nunmal schwer geht.
Was ich auf jedenfall danach machen möchste ist das ich ins Ausland gehe und alle paar Jahre die Arbeitsstelle wechseln werde. Ich bin nicht der Typ der für immer an einem Ort leben möchte auch weil es einfach so viele tolle Orte gibt.

Ich denke das wird ganz gut helfen nicht in den eine negative Spirale zu geraten. Ich sehe es wie das Lied: Always Look on the Bright Side of Life (Eric Idle)

10.09.2017 21:42 • #9


LoneSomeOne
Man muss nehmen, was man bekommen kann. Heutzutage ist es sehr schwer geworden, arbeit zu finden und man kann wirklich von glück reden, wenn man irgendeine arbeit findet, die durchschnittlich bezahlt wird.

Wer gibt dir die Garantie, das du einen guten Studienabschluss hinlegen wirst und danach arbeit in dem Bereich findest? Leute, die ein finanzielles polster von ihren reichen eltern bekommen haben, können ruhig studieren. Aber leute wie ich, die sich durchs leben kämpfen müssen und von niemanden eine hilfe bekommen, haben keine andere Wahl.

11.09.2017 15:11 • #10


Zitat von LoneSomeOne:
Man muss nehmen, was man bekommen kann. Heutzutage ist es sehr schwer geworden, arbeit zu finden und man kann wirklich von glück reden, wenn man irgendeine arbeit findet, die durchschnittlich bezahlt wird.


Und wenn man dann noch eine Arbeit findet die einem halbwegs Spaß macht kann man sich noch glücklicher schätzen. Ist heutzutage einfach nicht mehr leicht.
Vorallem wozu all das? Da geht man das ganze Leben lang schufften und hat nicht einmal was davon. Den ganzen Tag von früh bis abends arbeiten. Wo bleibt da noch das Leben? Vorallem wenn man alleine ist.

Zitat von LoneSomeOne:
Wer gibt dir die Garantie, das du einen guten Studienabschluss hinlegen wirst und danach arbeit in dem Bereich findest? Leute, die ein finanzielles polster von ihren reichen eltern bekommen haben, können ruhig studieren. Aber leute wie ich, die sich durchs leben kämpfen müssen und von niemanden eine hilfe bekommen, haben keine andere Wahl.


Ich habe einen erweiterten Realschulabschluss gemacht, danach keine Lehre bekommen. Dann habe ich Abi gemacht und was kam bei raus? Keine Lehre. Juhu. Jetzt mit über 30 bekomme ich eine Umschulung. Toll was für ein Leben. Und alleine steht man trotzdem noch da.
Ich kann dich verstehen LoneSomeOne. Und es ist immer wieder schreckend wie vielen es eigentlich so geht mit diesem besch... Allein sein.

11.09.2017 15:36 • x 2 #11


LoneSomeOne
ja, so sch....ön ist das leben nunmal. anderen Menschen geht es noch viel beschissener. Schau mal in den Gehttos in Indien oder in Afrika. Die bekommen keine sozialhilfe und das leben da ist um ein vielfaches schwerer.

Es ist einfach nur das system in dem wir leben. Von jungen jahren an darauf abgerichtet, in anderen konkurenz zu sehen. Selbst der beste zu sein, gute noten bekommen und mit einem indoktrinierten bewusstsein wird man dann auf die arbeitswelt losgelassen mit den Gedanken, erfolg im leben zu haben und besser zu sein als der rest.

Würde wir in einen kleinen überschaubaren Dorf leben, dann würden sich alle gegenseitig helfen, weil alle auf hilfe angewiesen wären. Wenn man in einer großstadt mit menschen in überfluss lebt, dann verringert sich der Wert eines Menschenlebens und die schwachen und armen werden einfach links liegen gelassen und von der gesellschaft gebrandmarkt.

11.09.2017 15:48 • #12


Coru
Ich kann verstehen, dass du frustriert bist. Ich bin allerdings der Meinung, dass es nicht so ist, wie man meint, dass alles ok ist, wenn man einen Partner/in hat, sondern dass man erstmal glücklich mit sich selber sein muss auch alleine. Erst dann kann man auch eine gute Beziehung führen. Auch als Partner spürt man recht schnell, wenn der andere sein Lebensglück von einem selber abhängig macht. Das ist für mich eine Last, die man auf Dauer keinem zumuten kann.

Ich glaube dir, dass du glücklicher wärst, wenn du jemanden hättest. Nur glaube ich auch, dass du glücklich sein kannst, wenn du keinen hast. Und wenn man das nicht kann, muss man rausfinden, was nicht stimmt. Und wenn du an deinem Leben wieder Freude hast, wird das mit der Partnersuche auch leichter. Das ist ein Teufelskreis den man durchbrechen muss und für jeden schwierig.

11.09.2017 15:50 • x 1 #13


LoneSomeOne
lebensglück von einer anderen person abhängig machen. ist das nicht wahre liebe? wie kann das einem lebenspartner denn bloß zur last fallen? Außer wenn man sich noch mit anderen männern trifft, um sein glück auf mehrere leute zu verteilen.

ich verstehe diese Menschen einfach nicht.

nunja, solange wir im überfluss leben, wissen wir garnichts zu schätzen. das wird sich aber ändern, sobald drangsal und armut herrscht.

11.09.2017 15:54 • #14


Icefalki
Ist doch immer wieder interessant, wie das eigene Nichts von anderen abhängig gemacht wird. Böse Welt.

11.09.2017 16:14 • x 1 #15


Coru
Lebensglück von einer anderen Person abhängig machen ist für mich keine wahre Liebe, sondern abgeben von Verantwortung für sein eigenes Leben. Ich sage nicht, dass das richtig ist. Es ist nur meine Meinung.

Ich würde nie mit jemanden zusammen sein wollen, der nur mich allein als Glück empfindet. Nichts hat, kein Interessen, keinen Job den er mag. Für nichts brennt. Was soll man an dem interessant finden. Man muss sich ja auch in jemanden verlieben.

11.09.2017 19:02 • #16


Veritas
Zitat von Icefalki:
Ist doch immer wieder interessant, wie das eigene Nichts von anderen abhängig gemacht wird. Böse Welt.


No women allowed.

11.09.2017 21:24 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

LoneSomeOne
in jemanden verlieben oder in etwas verlieben?

viele wären schon froh, wenn der mann ein stück brot mit nach hause bringt. Aber ihr stellt ansprüche up to the Ar..

11.09.2017 21:33 • #18


Zitat von Coru:
Lebensglück von einer anderen Person abhängig machen ist für mich keine wahre Liebe, sondern abgeben von Verantwortung für sein eigenes Leben. Ich sage nicht, dass das richtig ist. Es ist nur meine Meinung.

Ich würde nie mit jemanden zusammen sein wollen, der nur mich allein als Glück empfindet. Nichts hat, kein Interessen, keinen Job den er mag. Für nichts brennt. Was soll man an dem interessant finden. Man muss sich ja auch in jemanden verlieben.


Sehe ich genauso. Nur wer für sich alleine im Leben zurecht kommt und sich selbst liebt, ist auf Dauer interessant.

11.09.2017 22:15 • x 1 #19


Talis65
Hi.
Mir geht es genauso. Ich habe Familie, Freunde und einen guten Job.
Doch am Ende des Tages sitze ich alleine in meinem Häuschen. Und ja ich bin dann unglücklich, denn ich bin der Meinung, der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht ein gegenüber.
Ich brauche ein Gegenüber. Klar komme ich alleine klar. Aber ich will trotzdem nicht alleine sein.

Wer mit sich selber glücklich ist, findet sein Gleichgewicht sicher nicht beim gemeinsamen Frühstück. Anderen, für die eben genau beim Rascheln der Zeitung des verschlafenen Gegenübers und Kaffeegeruch die Sonne aufgeht, möchten schlichtweg nicht allein sein.

12.09.2017 11:01 • #20



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