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Hallo,

Ich kenne mich hier leider nicht aus und mache das zu ersten mal, also über Probleme Reden. Ich versuche mich auch kurz zu fassen, damit es nicht zu einem Roman wird

Ich hatte anfangs ein super Leben in der zeit zwischen 12-18. Doch danach ging irgendwie alles ganz schnell, schnell in die Einsamkeit. Erst hatte ich echt pure Lebensfreude. Hab Musik gemacht, mich mit freunden getroffen, ich war immer der, der die Leute mobilisiert hat. Einfach das leben genossen. Wir haben so gut wie alles zusammen erlebt. Die Leute die mich von früher kannten sagen mir heute, dass ich mich sehr negativ entwickelt habe. Ich wirke traurig, wütend, gereizt! Womit Sie auch recht haben, doch sagen würde ich es keinem. Verstehen tut es ja eh keiner.

Mit 18 habe ich mich dann einer Organisation angeschlossen und habe es dann versäumt, mit den Leuten außerhalb der Organisation, richtig Kontakt zu pflegen und bei zu behalten. Ich habe mir in dieser Organisation einen gewissen halt erhofft. Doch leider kam alles ganz anders!
Irgendwann habe ich gemerkt, dass es den Leuten nicht passt, wenn man seine Meinung frei äußern will. Kurzer Hand habe ich mich entschieden zu gehen. Das einzig gute, ich habe eine Frau kennen gelernt mit der ich jetzt zusammen Lebe.
Doch dann habe ich auf einmal, mit gerade mal 21, gemerkt wie einsam ich doch bin und das wurde mit den Jahren immer schlimmer. Die Freunde von früher sind nicht mehr da! Wenn ich meine Partnerin nicht hätte, wüsste ich nichts mit meinem Leben anzufangen!
Es gib aber leider doch Momente wo ich meiner Jugend hinterher Trauer und mich frage, wie mein Leben verlaufen wäre, hätte ich mich für meine Freunde und nicht für die Organisation entschieden. Hätte ich jetzt mehr freunde? Oder wäre es noch schlimmer? Ein gutes hat es ja ... Meine Partnerin!
In mir hat sich viel Hass und Trauer gehäuft! Erst war es Normal, dann wurde es Wut. Irgendwann Trauer und jetzt Hass auf die Menschen, die ich für meine Freunde und mein besseres Leben verlassen habe!
Ich lebe ziemlich isoliert mit meiner Partnerin. Uns fällt es beiden schwer Kontakte zu knüpfen, ich um so mehr weil ich durch diese ganzen Jahre der Einsamkeit verlernt habe mit Menschen klar zu kommen. Zumal hatten wir beide doch recht viel zu kämpfen in der Vergangenheit.
Das schlimme ist ja auch noch, dass ich aus irgendeinem Grund keinen Draht zu neuen Menschen finde! Ich freue mich extrem, wenn ich mal nach langer zeit einen alten Kollegen Treffe mit dem ich am liebsten stunden lang über alte Zeiten quatschen würde. Wenn mich aber Arbeitskollegen einladen, reagiere ich mittlerweile mit Desinteresse. Warum? Nach etlichen treffen mit ihnen habe ich einfach festgestellt das ich nicht so gut mit ihnen kann. Einfach weil die Interessen zu unterschiedlich sind! Selbst wenn die Interessenten gleich sind, komme ich mit Menschen aus damaligen Zeiten besser klar.
Einfach Kontakt zu den Menschen von früher aufnehmen ist auch nicht, weil jeder jetzt seinen Interessen folgt. Auch wenn man mit ihnen zusammen ist, merkt man schon das man einfach nicht mehr dazu gehört.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter! Ich bin nur noch auf der Arbeit und verbringe zeit mit meiner Partnerin. Was auch schön ist! Doch man will ja auch mal was mit freunden machen.
Ich merke jetzt einfach wie einsam ich/wir doch sind.

Viellicht hat ja jemand einen ähnlich weg gehabt und ist einen Schritt weiter als ich und kann mir da weiter helfen!

Wurd ja jetzt doch ein bisschen länger

Gruß

04.07.2014 02:10 • 05.07.2014 #1


4 Antworten ↓


Hi,

ich würde mal für den Anfang mir überlegen was mich wirklich interessiert. Hobbys usw. Was Du gerne machst. Wenn du das nicht weisst, dann fang an Sachen auszuprobieren.
Geh Squash spielen mit deine Freundin! Macht super Fun, nach 2-3 Wochen Bewegung hat man in der regel auch ein etwas andere laune. Ich wäre an deiner stelle irgendwie dauerplatt,
so wie du dein leben erzaehlst wie es verlaeuft. Motivationslos und einfach nur bäääh. Aus dem Nummer kommt man nur durch Bewegung raus, was wiederrum nen ruck benötigt.
Mir geht's ähnlich. Aufraffen ist nunmal schei** schwer. Aber du hast deine Freundin, mach das mit ihr. Sobald du Sachen findest die dir spass machen, fang an im Inet nach leuten zu suchen die ähnliche Interessen haben. Ohne grosse Erwartungen. Also nicht den Freund fürs leben finden zu wollen oder so etwas. Facebook Gruppen, Foren usw. Den Psycho Forum hier hast du schliesslich auch gefunden. Dann fängst du halt an die Leute real zu treffen, zusammen mit nem anderen Pärchen z.B. in dem Falle jetzt Squash spielen gehen usw. Es gibt tausend Möglichkeiten was man ausprobieren kann. Anderes kommst aus dem trott nicht raus.
Ach ja, und du musst die Vergangenheit loslassen. Die leute von damals haben sich auch weiterentwickelt. Die sind nicht mehr so wie damals. Arbeitskollegen sind in der regel auch nicht unbedingt die besten freunde, auch wenn man gut mit denen klarkommt. Abgesehen davon, es ist besser wenn man arbeit und privat trennt.

bis denn

04.07.2014 11:48 • #2



Stück für Stück zum ungewolltem Einzelgänger

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Hi,
danke für dem Tipp und die schnelle Antwort. Ich glaube das mache ich heute mal, war schon lange nicht mehr im Fitnessstudio Ein bisschen das gute Wetter genießen.
Das mit der Vergangenheit ist halt nur sche**e schwer, weil es halt die beste Zeit war. Vor alle dem ist es halt schwer zu verstehen, wenn man doch so viel mit leuten früher draußen war, wieso das jetzt nicht mehr so ist.
Auch was du über das antriebslos und Motivationslos sein geschrieben hast, stimmt zu hundert Prozent überein!

04.07.2014 13:20 • #3


Hi,
genau, so muss es sein. Sport oder irgendwas anderes was dir spass macht und dich ein bisschen in schwung bringt. Und sei es mal minigolfen gehen mit deine Freundin.
Hauptsache du durchbrichst den Kreis der Tatenlosigkeit und Trägheit.
Und klar war früher alles besser und schöner, aber das was war, war nunmal. Das musst du loslassen. Bringt ja absolut Garnichts darüber noch nachzudenken. Du kannst es nur als Motivator hernehmen falls du das wieder möchtest, als ziel in welcher Richtung du gehen willst und diesen weg dann verfolgen. Aber immer bewusst sein, dass es neue Leute sein werden, und kein Spiegelbild der Vergangenheit. Sondern etwas besseres, was bestand haben wird und zu dein jetztiger "ICH" passt.

05.07.2014 00:22 • #4


Hallo Sim.P.,

in der Vergangenheit zu leben und Heimweh nach den besseren Zeiten zu haben, mag einen für eine gewisse Zeit trösten, dann jedoch auch schnell frustriert werden lassen. Früher hatte man viele Freunde, heute eben kaum. Früher hat man des Öfteren etwas mit anderen Leuten unternommen, heute hockt man oft traurig zu Hause. (Nur ein aus der Luft gegriffenes Beispiel, muss natürlich nicht stimmen.) Lass die Vergangenheit los und schau nach vorne.

Ich finde, es tut einem auf Dauer nicht wirklich gut, wenn man sich nur nach den alten, besseren Zeiten sehnt und auch Kontakte verweigert, zum Beispiel die Kollegen, die dich einladen. Ich an deiner Stelle wäre positiv überrascht, würde einer meiner Kolleginnen oder Kollegen auf so eine Idee kommen

Man kann keine Kontakte erzwingen, genauso können andere Leute mit dir keinen Kontakt erzwingen. Ich an deiner Stelle würde die Gelegenheiten, die sich mir da bieten, annehmen. Mit beispielsweise Kollegen kann man immer noch eine private Distanz wahren, also sich gut verstehen und mal etwas privat unternehmen (wenn man der Typ dafür ist) und sich nicht zu privat austauschen.

Viele Grüße,

Schokoschnepfe

05.07.2014 23:00 • #5




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