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Peperoniii
Hallo ihr lieben,
bevor ich an Schizophrenie erkrankte hatte ich immer eine Bezugsperson und dabei noch weitere freunde…. also eigentlich ganz „normal“
War immer gesellig, kann auch auf fremde zugehen, da hatte ich nie Probleme mit ….

Heutzutage zum Beispiel wenn eine Feier stattfindet dann seh ich immer 2 Mädels die den Abend zusammen verbringen und die Köpfe zusammen stecken…. soweit so gut….

Wenn sich dann mein Blick mit wem trifft dann schauen die Menschen schnell weg so als ob sie befürchten wenn sie mich anlächeln, dass sie dann den Abend mit mir verbringen müssten also vor allem auch Menschen die ich kenne von früher, in der Regel Freunde von freunden mit denen ich mich damals verstanden habe……

Des kann ich ja auch noch akzeptieren möchte niemanden zwingen mir zuzulächeln oder gar seine Zeit für mich zu opfern….
Dennoch ist’s total unangenehm damit umzugehen da ich’s garnicht so kenne
Hatte immer mindestens eine enge Bezugsperson und die Menschen wollten auch also man kam auch auf mich zu oder hat meine Nähe gesucht….

Möchte es nicht erzwingen deswegen hab ich’s erstmal so eingesehen und akzeptiert, des hat mir zwar des Herz gebrochen sodass ich mir die Seele ausm Leib geheult hab aber das war denke ich der erste Schritt….
Ich glaube da dies bereits seit Jahren so ist hat mich des auch so zerstört ich hab zum einen das Vertrauen verloren und nu auch die hoffnung….

Ich glaube des musst ich mir nu mal von der Seele schreiben

Meine Haupt- Anliegen

-wie wird man ein Einzelgänger wenn das eigentliche „Wesen“ hochgradig gesellig ist?

-Wie geht man damit um wenn niemand „herzlich“ zu einem ist und niemand die Nähe sucht ?

-Wie soll ich denn zukünftig anderen gegenüber treten ?
Auch Blickkontakt vermeiden ?

-Wie schaffe ich es über alle dem zu stehen?

-werd ich nu für immer alleine auf ner Party sein ?

diese Entwicklung war niemals mein Wunsch

Hat jemand ähnliche Erfahrungen machen dürfen und kennt des Rätsels Lösung ?
Danke erstmal fürs lesen….

07.06.2023 01:39 • 07.06.2023 #1


8 Antworten ↓


Butterfly-8539
Zitat von Peperoniii:
Hallo ihr lieben, bevor ich an Schizophrenie erkrankte hatte ich immer eine Bezugsperson und dabei noch weitere freunde…. also eigentlich ganz „normal“ War immer gesellig, kann auch auf fremde zugehen, da hatte ich nie Probleme mit …. Heutzutage zum Beispiel wenn eine Feier stattfindet dann seh ich immer 2 ...

Hallo,

glaube es ist hilfreich sich Hobbys zu suchen, viel in die Natur zu gehen und sie zu beobachten.
Vielleicht würdest du gerne ein Instrument erlernen, bis handwerklich geschickt, hast Ideenreichtum um einiges umzusetzen was du immer schon gerne gemacht hättest. Vielleicht mal ein Vogelhäuschen selber bauen, Gärtnern, Stricken, backen..........................
Sich für den Tierschutz einsetzen und im Tierheim sich um Katzen, Hunde, Kleintiere kümmern. Diese erfreuen sich sehr wenn sie Aufmerksamkeit bekommen und jemand mit ihnen spielt. Außerdem bauen sie deine Seele auf.
Ich bin oft froh, Menschen aus dem Weg gehen zu können. Die meisten drängen einem immer Gespräche auf, die dann soviel Zeit in Anspruch nehmen und doch zu nichts führen. Man wird dann oft sehr schnell vereinnahmt. Es wird zur Gewohnheit das man nicht einfach ohne Aufmerksamkeit für das Gegenüber vorbeifährt. Ich lasse mich auch oft höflicherweise drauf ein und merke erst hinterher, das ich wie ein Schwamm wieder die Probleme der anderen aufgesaugt habe, die mich dann beschäftigen. In der Zeit hätte ich mich eher um mein eigenes Anliegen kümmern sollen, denn da hinke ich in einigem auch noch hinterher.
Früher wollte ich als Kleinkind immer viele Freunde haben. Doch ich war immer die jüngste in der Straße und alle anderen waren schon in der Schule. So hatte ich später auch immer neue Klassenkameraden die nicht aus der Nachbarschaft kamen. Ständig wurden die Klassen getrennt und neu aufgeteilt. Wenn ich eine Freundin hatte, dann wurden wir meist wieder auseinandergesetzt, da wir wie üblich auch mal im Unterricht herumblödelten. Immer wenn man Freunde gefunden hatte, wurde das aus höheren Ebenen wieder getrennt.
So ging das dann bis zur Lehrzeit. Trotzallem fand ich laufend Freunde, bzw. sie mich. Irgendwann gingen aber die Wege durch Familiengründung, Wegzug, Arbeitsstellen auseinander. Man hatte noch Kontakt, doch nicht mehr intensiv, da viele ihre Parnter zu der Zeit kennenlernten.
Es entwickelte sich meist so, das man doch immer wieder auch alleine war.

Irgendwann kam dann die Zeit, als ich beruflich viel mit Kundenkontakt und Streß zu tun hatte, das ich plötzlich keine Menschenansammlungen mehr ertragen konnte und froh war, keine festen Termine für Treffen zu haben. Habe gemerkt, wie gut es mir tut, wenn ich viel alleine unterwegs war.
Irgendwann kümmerte ich mich um Tiere, Natur und das erfreute meine Gemüt.
Es kamen Hobbys wie backen, Stricken, Handwerkern, Gartenarbeiten, Zeichnen, Gitarre, Klavier hinzu. Gesungen habe ich immer schon und sang dann auch früher viel mit Freunden. Wir gründeten eine Band..........................
Leider kamen dann viele berufliche Änderungen und private Pflegefälle hinzu, weshalb dann eh für nichts mehr Zeit war. Ich funktionierte nur noch wie in einem Räderwerk. Das tat der Gesundheit gar nicht gut, aber ich mußte durchhalten.

Seit einigen Jahren habe ich zwar einige Menschen dauerhaft wieder im Bekanntenkreis, wo man sich einmal in der Woche für paar Stunden sieht. Altere aus Kindheitstagen meldeten sich auch wieder, doch wir sehen uns nicht, da sie in andere Länder zogen. Haben schriftlichen Kontakt oder per Telefon.
Es gibt schon einige, die gerne wieder Kontakt hätten, doch ich mußte es reduzieren. Man sieht sich zufällig mal hier, mal da und spricht miteinander, geht dann aber wieder seiner Wege.
Ich bin froh nicht mehr Menschen ständig um mich haben zu müssen. Früher freute ich mich wenn ein Termin fest stand. Heute hasse ich es, denn ich weiß nie wie es mir an dem Tag gerade geht.
Außerdem gab es Zeiten, wo man öfters versetzt oder enttäuscht, ausgenutzt wurde.
Heute bin ich froh, wenn ich mir mal eine Verschnaufspause alleine gönnen kann. Hatte einfach zuviel mit Menschen im Leben zu tun.

07.06.2023 02:21 • x 3 #2


A


Einzelgänger werden lernen

x 3


Peperoniii
@Butterfly-8539 Dankeschön für deine Antwort und Anteilnahme ……

Ich glaube am Ende versteh ich deine Antwort so, dass es immer eine Art Phase ist und es sich halt immer wieder „bewegt“
Man muss es so nehmen wie es kommt und einfach irgendwie das beste versuchen draus zu machen……
Des halte ich auch für einen guten Ansatz…..

Deine Ideen habe ich teilweise sogar auch schon ausprobiert ……
Hab noch nie so krass die frühlingsentwicklung aktiv beobachtet und mein Balkon ist voller verschiedener Pflanzen…. Gieße sie 1 bis 2 mal täglich aber ansonsten wollen die natürlich Ruhe haben
Obwohl mir gerade in den Sinn kommt vielleicht Klicker Training anzufangen, meine Katzen wären mit Sicherheit begeistert ……
Ich glaube das wäre ne Option die werd ich wohl die Tage genauer ins Auge fassen ……
Beruflich hab ich viel mit Menschen zu tuen und da habe ich in der Tat nicht ein Problem verstehe mich mit allen Kollegen also mit dem einen mehr mit dem anderen weniger…… und meine Senioren die ich betreue sind eigentlich auch meine Freunde geworden….. ich liebe den Charakter der „nachkriegskinder“ sind total auf einer Wellenlänge bin irgendwie sehr altmodisch und zugleich meiner Zeit voraus irgendwie wiedersprüchlich aber anders kann ich’s net erklären
Hab auch mal gemerkt das manche die nen festen Freundeskreis haben immer wegen ner anderen Sache auf den anderen genervt sind hmm ich glaube du hast recht ich sollte die verschnaufspause vielleicht genießen….. von vielen halt ich mich auch fern vielleicht muss ich anfangen die Einsamkeit anders zu sehen ……
Danke dir für die denkanregungen und das teilen deiner eigenen Erfahrungen !

07.06.2023 03:16 • x 1 #3


-IchBins-
Zitat von Peperoniii:
wie wird man ein Einzelgänger wenn das eigentliche „Wesen“ hochgradig gesellig ist?

Ich glaube, das kann man dann nicht werden, wenn das eigentliche Wesen hochgradig gesellig ist, dann würdest du dich quasi verstellen und das kann auf Dauer nicht gesund sein, denke ich.


Zitat von Peperoniii:
Wie geht man damit um wenn niemand „herzlich“ zu einem ist und niemand die Nähe sucht

Hier kannst du lernen, gesund mit dir selbst umzugehen, indem du es nicht persönlich nimmst. Zumindest würde ich es so versuchen. Wenn du deinen Selbstwert und/oder dein Selbstbewusstsein wieder stärkst, kommst du vielleicht auch anders rüber - meine Idee dazu.

Ich war schon immer quasi eine Einzelgängerin, ich mag keine Geselligkeiten, bin auch als Einzelkind groß geworden, vielleicht lag oder liegt es daran. Aber ich war trotzdem oft in Gesellschaft, später in meiner Jugend waren wir eine große Clique mit Leuten von sonstwo her und haben uns immer an den Wochenenden mal hier, mal da getroffen, um zu feiern. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass das nicht mein Ding ist.
Heute reicht mir nur 1 Person, alles andere stresst mich. In Gesellschaft sind mir mehr als zwei Personen zuviel. Ich bin gern mit mir allein, weil ich es will. Das ist halt etwas anderes.

Aber, wenn man sich selbst bewusst wird, achtsam ist und die kleinen Dinge des Lebens schätzen lernt, kann auch ein Leben als Einzelgängerin interessant sein. Heute beobachte ich eher die Menschen und bin manchmal wirklich erleichtert, dass ich manche Menschen nicht in meiner Nähe habe.

Vielleicht wäre eine ehrenamtliche Tätigkeit noch eine Tür, falls du neben deinem Beruf noch Zeit dafür hast?
Oder gibt es vielleicht ein Treffpunkt in deiner Nähe von Menschen, die allein sind und gern Gesellschaft hätten? Bei uns gibt es im Zentrum ein Frauencafe, wahrscheinlich sind da aber nur Frauen, ist vielleicht auch nicht das richtige.

Zitat von Peperoniii:
ich liebe den Charakter der „nachkriegskinder“ sind total auf einer Wellenlänge bin irgendwie sehr altmodisch und zugleich meiner Zeit voraus irgendwie wiedersprüchlich aber anders kann ich’s net erklären

Kann ich mich anschließen, war auch mal im Seniorenheim tätig und habe damals meine Großmutter drei Jahre zu Hause gepflegt. Ja, diese Generation ist dankbar und herzlich, obwohl sie Schlimmes durchgemacht haben. Ich finde nicht, dass das etwas mit altmodisch zu tun hat.

Du wirst deinen Weg finden, einfach mal dies oder das ausprobieren und beobachten, wie es dir dabei geht und wer weiß, vielleicht lernst du einen tollen Menschen kennen, der dich genauso nimmt, wie du bist.

07.06.2023 05:17 • x 1 #4


Peperoniii
@-IchBins- Dankeschön für deine Antwort !
Zitat von -IchBins-:
dann würdest du dich quasi verstellen und das kann auf Dauer nicht gesund sein

Jou das stimmt ….. sage oft den Menschen sie können nur gewinnen wenn sie sie selbst sind ….

Zitat von -IchBins-:
indem du es nicht persönlich nimmst. Zumindest würde ich es so versuchen

Hmm also unüberlegt hast du total recht das ich’s einfach nicht persönlich nehmen sollte …… leider ist meine Art zu denken dann so, dass ich mich „hervorhebe“ also mache die anderen klein damit ich mich groß fühle und das ist irgendwie gegen meine Natur ….. ich weiß nicht ob ich richtig bin oder die anderen das ist nicht meine Entscheidung
also stelle mir halt gerade vor, des im Alltag umzusetzen da denk ich schnell „ach die kennen mich doch garnicht“ „die haben doch keine Ahnung“ aber wer weiß ob die am Ende des Tages doch recht haben und ich rede mir iwas ein bzw schön um die Wahrheit nicht einzugestehen ?!

Zitat von -IchBins-:
Heute reicht mir nur 1 Person

Ich glaube mir wären mehrere Bezugspersonen auch irgendwie zu viel…. mir würde tatsächlich eine Person auch reichen….. hm schwer zu erklären
Beispiel : vor einiger Zeit schrieb ich meiner besten Freundin, dass ich es im Moment brauche mit jemand regelmäßig zu schreiben und da sie meine „beste“ ist dachte ich Versuch ich’s mit ihr was ja irgendwie auch naheliegend ist….. des habe ich einmal auch wiederholt es ist bis heute so das immer Erklärungen kommen wieso sie keine Zeit hat ….. und ihr Leben ist super gestresst ich hätte am liebsten was gesagt aber ich kann ja net böse sein wenn man mich nicht täglich sprechen möchte ….. also es wäre nett von ihr gewesen aber ich will ja auch keinen zwingen
Beispiel : ne alte Schulkameradin schrieb mir nach 10/ 15 Jahren und hmm wie soll ich sagen ?! Sie ist auch immer wenn’s in die „engere“ Richtung geht auf Abstand gegangen

Ich hab ne Hand voll Mädels aber ausnahmslos jede hält die Distanz zu mir denke jede hat für sich vielleicht nen anderen Grund dafür aber keiner denkt Jou die will ich enger im Leben haben


Zitat von -IchBins-:
Wenn du deinen Selbstwert und/oder dein Selbstbewusstsein wieder stärkst
bin eigentlich selbstbewusst auf die Welt gekommen, nicht arrogant gesehen eher so, dass ich mit mir selbst im Reinen bin und verurteile normalerweise keinen sondern hinterfrage warum sodass von meiner Seite aus so gut wie keine negativen Gedanken kommen…. Ich mag mich selbst auch….. des war natürlich ein Prozess bis ich meinen Wert erkannte allerdings ist’s nu 10 Jahre oder so schon her eher wird mein Selbstwertgefühl kleiner wenn ich merke das jemand Abstand macht weil ich….. hmm ich denke ich wünschte einfach es wär anders …..




iwie alles ein einziger Zwiespalt …..

ich glaube ich werd erstmal die gezwungene Einsamkeit nutzen um zu lernen gut damit zu leben und schaue dann wie es mir bekommt oder vielleicht hält des Leben ja doch noch ne Überraschung bereit und ich muss bloß abwarten da es noch nicht soweit ist …..

danke das ich mir des mal irgendwie von der Seele schreiben konnte ich glaub ich fühl mich ein wenig besser dadurch ️

07.06.2023 06:28 • x 1 #5


-IchBins-
@Peperoniii

Gerne doch
Ja, es ist so eine Sache für sich. Aber wenn man versucht, unverkrampft zu bleiben oder nicht zu sehr darüber nachzudenken, kommt vielleicht etwas, wonach du dich sehnst.
Andererseits heißt es ja so schön: von nichts kommt nichts, aber zwingen will man ja auch niemanden.
Eigeninitiative ok, aber vielleicht denkst du wirklich zu viel darüber nach, was andere von dir halten oder denken könnten?

Ich wünsche dir jedenfalls eine vielleicht bereichernde Zeit mit dir selbst und einen guten Weg, der für dich stimmig ist.

07.06.2023 08:06 • #6


Hotin
Zitat von Peperoniii:
-Wie geht man damit um wenn niemand „herzlich“ zu einem ist und niemand die Nähe sucht ?


Für mich ist es kaum vorstellbar, dass niemand herzlich zu Dir ist?
Wenn niemand Deine Nähe sucht, kann das an vielen Gründen liegen. Oft liegt dies daran, dass Du
nicht entspannt und locker wirkst. Strahlst Du aus, dass Du sehr ängstlich bist?

Zitat von Peperoniii:
-wie wird man ein Einzelgänger wenn das eigentliche „Wesen“ hochgradig gesellig ist?

Du brauchst keine Einzelgängerin zu werden. Gehe weiter auf Menschen zu. Aber erwarte erst einmal
nicht, dass andere auf Dich zugehen.

Wenn es Dich interessiert, dann informiere Dich einmal darüber, wie Menschen miteinander Kontakte
aufbauen. Wie sie miteinander kommunizieren. Und dann vergleiche einmal, ob die Art, wie Du auf andere
Menschen zugehst, dazu passt, wie die anderen Menschenmeistens ihre Kontakte aufbauen.

Vermutlich bist Du gar nicht anders als andere Menschen. Du solltest ein paar wichtige Regeln kennen
lernen, wie die meisten Menschen zueinander finden.

Viele Grüße

Bernhard

07.06.2023 08:53 • #7


JniL
Zitat von Peperoniii:
werd ich nu für immer alleine auf ner Party sein ?

Mal ne blöde Frage... ich bin aus dem Alter ja raus... willst du denn da überhaupt hin?
Wenn du gute Laune ausstrahlst kommt ja für gewöhnlich auch welche zurück.
Vielleicht machst du gar nicht die Dinge die dir gut tun?

07.06.2023 09:05 • x 1 #8


moo
Ich glaube zwischen supergesellig und einsam gibt es ein große Grauzone bzw. Schnittmenge, die auch bei jedem Menschen variabel ist. Ich würde mich z. B. seit einiger Zeit als gesellschaftsfreundlicher Einzelgänger bezeichnen.

Dass viele (alle?) Menschen flüchten, wenn man´s enger mag, habe ich schon oft gehört aber ich denke, dieses enger-Mögen ist einfach eine falsche Ausgangshaltung. Man zielt quasi auf etwas ab, was noch nicht ist (Nähe). Das stresst nicht nur das Gegenüber, sondern auch Dich selbst.

Wie haben sich denn früher Freundschaften entwickelt? Richtig - sie ergaben sich einfach. Man suchte keinen Freund, sondern war schlicht und ergreifend freundlich...und wurde damit zum Freund.

M.E. sind die Digitalisierung und das damit einhergehende soziale Blinken ein großes Hindernis für echte Freundschaften. Ich wage sogar zu behaupten, dass manche Digital Natives gar nicht wissen, was unsereins (mit 53 J.) unter Freundschaft verstand und erlebt(e). Es ist schlicht eine andere Welt. Die muss nicht zwingend schlechter sein, doch anstrengender ist sie wohl schon.

07.06.2023 09:50 • x 2 #9





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