App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

43

E
Haben meiner Vorredner gut beschrieben.
Kleiner Witz: PCP-Konsum ist besser als Angerfist (und sonstiger Kram aus NL/IT). Wink

#261


squashplayer
@angerfist:

Habe derzeit auch starke soziale Phobie. In Kombination mit Agoraphobie natürlich ideal (kleiner Spaß Smile)

Mir geht es auch so, dass ich selbst bei Treffen mit meinem eigenen Vater oder Freunden unglaublich nervös bin. Ein unschöner Zustand, da man dann dazu neigt, sich völlig zu isolieren. Das lasse ich aber nicht zu und gehe trotz der Symptome zu den Treffen. Da ich auch Agoraphobie habe, ist es natürlich noch schwerer, in ein Restaurant zu gehen, da man da ja erstmal hinkommen muss.

Dennoch hat es ein bisschen was gebracht, Freunde zu treffen und soziale Kontakte so gut es geht aufrecht zu erhalten.

Mein Tipp: mache das wozu du Lust hast und lass dich nicht verrückt machen durch die Symptome. Fang klein an und steigere dich. Auch wenn es hart ist, werden sich die Symptome abschwächen!

Ein paar Medis als Unterstützung können natürlich auch nicht schaden.

x 1 #262


A


Soziale Isolation und Einsamkeit - Austusch von Betroffenen

x 3


einsamzuzweit
Leeve84 84

Und ist das auch heute noch so oder ist die Anspannung zurückgekehrt? Würde mich interessieren, ob man das für sich langfristig so umsetzen kann.

LG

#263


E
Leeve84 ist gelöscht... und Angerfist trägt die Maske. Wink

x 1 #264


N
Ich kann dem gut nachfühlen. Es ist ein Teufelskreis weil es sich mit jeder negativen Erfahrungen des (vermeintlichen) Versagens verschlimmert und es schier unmöglich macht, sich Hilfe zu holen, weil man zu sehr auf der Flucht ist um zu schildern was einen in Panik versetzt.
Ich habe leider keinen Rat, aber zumindest bist du mit diesem Problem nicht alleine Smile

#265


A

Neuling, soziale Isolation

Hallo
Ich bin neu hier.
Ich bin 15 Jahre alt und eigentlich bin ich nur hier, um meine Isolation zu überwinden und irgendwie ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen. Ich dachte mir, dass die Anonymität im Internet dies vielleicht erleichtern könnte, denn in der Schule fällt es mir sehr schwer. Die einzigen Freunde habe ich beim Chor kennengelernt. Aber auch mit denen habe ich keine richtig tiefe Bindung. Deswegen fühle ich mich manchmal einsam.
Naja, auf jedenfall wünsche ich mir eine intensivere Freundschaft. Eine Person, denen ich meine Sorgen und so weiter anvertrauen kann.
Ich hoffe auf Antwort.
Tschüss

#266


Hotin
Hallo anna,

schön, dass Du Dich hier angemeldet hast.
Zitat:
eigentlich bin ich nur hier, um meine Isolation zu überwinden und irgendwie ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen.
Ich dachte mir, dass die Anonymität im Internet dies vielleicht erleichtern könnte,


Die ersten Schritte hast Du gemacht, um Deine Isolation zu überwinden.
Leider kann ein Internetforum die so wichtigen persönlichen Kontakte nicht annähernd
ersetzen.
Damit meine ich. Wir können Dir hier ein paar Tipps geben und Dir versuchen Mut zu machen, nur musst Du Dich genau
genommen selbst aus der von Dir gefühlten Isolation befreien.
Als Chormitglied hast Du einen tollen weiteren Schritt unternommen.
Was könnte Dich noch interessieren? Wo kannst Du weitere Leute kennen lernen?
Zitat:
Naja, auf jedenfall wünsche ich mir eine intensivere Freundschaft. Eine Person, denen ich meine Sorgen und so
weiter anvertrauen kann.


Das kann ich gut verstehen. Deshalb wünsche ich Dir, dass Du bald einen Menschen
findest, mit dem Du Dich persönlich austauschen kannst.
Nicht immer wird das sofort eine Freundin oder ein Freund werden. Jedoch auch mit guten
Bekannten kann man sich prima austauschen.

Warum fällt es Dir denn schwer, mit anderen in Kontakt zu kommen?
Was hast Du für Interessen?

Viele Grüße

Bernhard

x 1 #267


D
Ja in dem Alter kann es schon schwer sein durch so eine Soziale Isolation hat sich bei mir erst die Generalisierte Angststörung entwickelt. Was interessieren dich den noch so für Hobbys? Vllt
mal ne Sportart aussuchen wo du dich anmelden könntest das hatte ich auch gemacht und mich beim Kickboxen angemeldet.^^ Bei so einer Sportart bist du gleich Familienmitglied. Very Happy

x 1 #268


Safira
Hallo Anna

ich glaube eine intensive vertraute Bindung zu einem anderen Menschen wünschen wir uns alle.

Aber wie glaubst Du denn deine Isolation hier im Internet überwinden zu können?

#269


A
Vielen Dank für eure Antworten!

Zitat von Hotin:
Warum fällt es Dir denn schwer, mit anderen in Kontakt zu kommen?
Was hast Du für Interessen?

Es ist so, dass ich ziemlich unsicher bin. Ich denke mir dann oft, dass ich nicht interessant genug sei, irgendetwas peinliches mache oder den anderen vielleicht nerven würde. Was in der Realität ja meistens nie der Fall ist.
Auch meine Introversion ist nicht sonderlich hilfreich dabei, auf andere Menschen zuzugehen.
Oft weiß ich auch nicht, womit man denn so ein Gespräch beginnt.
Beim Chor ist es so, dass ich dort zusammen mit Menschen, die Leidenschaft zum Singen teilen und ich mich einfach viel wohler fühle und die Nähe zu den anderen Chormitgliedern dann einfach so entsteht.
Meine anderen Interessen, Klavier spielen und Zeichnen, lebe ich aber nur alleine aus. Da könnte ich mich vielleicht in Workshops oder AGs anmelden.

Zitat von Durkheim:
Vllt
mal ne Sportart aussuchen wo du dich anmelden könntes

Ja, Sport könnte mir wirklich weiterhelfen. Nicht nur bei meinem sozialen Problem, sondern auch bei meinem Selbstvertrauen und meiner Fitness. (Nur vom Zeitmanagement muss ich aufpassen, dass ich da nicht in Stress gerate. Vielleicht müsste ich den Klavierunterricht rausnehmen. Immerhin haben wir eins bei uns zu Hause, welches ich dann auch noch nutzen könnte.)
Dann muss ich mir nur noch eine passende Sportart aussuchen.

Dankeschön für den Mut, den ihr mir gemacht habe.

Liebe Grüße
Anna

x 2 #270


The_Nexus_Bloom
Wie man Gespräche beginnen kann, sagst du ja quasi selbst: Meistens geht das über gemeinsame Interessen. Introvertiertheit ist auch eigentlich eine schöne Eigenschaft, finde ich. Hast du mal nach Leuten Ausschau gehalten, denen es ähnlich geht? Weil viele andere haben damit auch Probleme und würden sich bestimmt freuen, wenn jemand auf sie zugeht.

#271


Larsy

Kein Vertrauen/ Isolation

Hallo Leute!
Und zwar weiß ich langsam nicht mehr weiter. Meine Vergangenheit war sehr speziell und hat mich Verändert! Mein Vertrauen ist komplett kaputt ob bei Mann oder Frau. Dadurch das ich keinem Vertraue habe ich mich vor längerem angefangen zu Isolieren. Nun merke ich das es mir mit unter deshalb immer schlechter geht. Selbst wenn ich versuche neuen Menschen zu vertrauen, kommen bei den kleinsten kleinigkeiten sofort Gedanken und Gefühle auf das die Person mir schaden will! Familie habe ich leider auch keine mehr wo mir dies bezüglich halt geben kann. Ich hatte bis vor einem Jahr ein Sucht problem mit Canna./ Mdma/ Speed und Alk.. Gott sei dank habe ich das überwunden. Seit dem ich also clean bin wird mir meine Vergangenheit immer mehr bewusst was alles so abging! Mir ist auch klar das ich die Zeit nicht rückgängig machen kann, aber ab jetzt weiter mein Weg gehen und gutes tun. Aber die Einsamkeit, kein Verständnis zu erfahren und Ausgegrenzter zu sein macht mir wirklich langsam zu schaffen! Ich möchte auch keines falls wieder in die Dro. zurück, auch wenn ich dort nicht alleine wäre!
Vielleicht geht es jemanden ähnlich und kann mit mir darüber sprechen!
Danke im Voraus,
Gruß, Lars

#272


Herzenswaerme

Hallöchen, bin auf dem Sprung und wollte mich gerade schon ausloggen, deshalb nur kurz: eine "spezielle Vergangenheit" haben wohl viele von uns aber Dir stelle ich die gleiche Frage: bist Du in therapeutischer Behandlung?
Super, dass Du Deinen Dro. abstellen konntest. Über diese Stärke verfügen nicht alle und ich kann - und will - mir nicht vorstellen, wie und ob ich an dieser Stelle "bestanden" hätte.

Aber ich kann Dein "Misstrauen" in die Menschheit nachvollziehen und dass Du Dich deshalb "bei jeder Kleinigkeit" sofort wieder zurückziehst. Wer in schlechten Zeiten nicht bei mir ist, den brauche ich auch in "guten" nicht (so ungefähr). Aber es sind nicht alle so. Nur musst Du von Dir aus aktiv werden und nach diesen Menschen suchen. Das wiederum gibt ein klein wenig Hoffnung, findest Du nicht? Und mit Hoffnung lässt sich das "Elend" doch besser ertragen oder? Smile

x 1 #273


Larsy
Danke für deine Worte:)! Mitlerweile habe ich die Stärke erreicht, wo ich über vieles drüber stehen kann undebenfalls auch darüber sprechen kann.. Ich übe mich weiter in Geduld und warte einfach ab bis mir die Richtigen für mich, über den Weg laufen! Wichtig war es mir zu hören das es noch andere gibt, deren Vertrauen ebenfalls so zerstört ist wie meins!

Gruß,
Lars

#274


A
Doch auf Dro. bist du sowas von alleine und das weißt du auch ! Bitte euch dir einen Therapeuten der dir hilft,dann kannst du aktiv werden dein Leben in die Hand nehmen und in kleinen Schritten ins Leben zurück finden.Warten ist keine Option...es klingelt keiner bei dir! Liebe Grüße

x 1 #275


BrokenAuri

Soziale Isolation nach Geburt

Hallo ihr Lieben,

ich möchte mich gerne einmal vorstellen. Nachdem ich vor ein paar Jahren meinen jetzigen Mann kennenlernte wussten wir ziemlich schnell, dass wir ganz klassisch heiraten, ein Haus kaufen und Kinder bekommen wollten. Zu diesem Zeitpunkt war ich 35 und rückblickend echt naiv und dumm. Nachdem wir verheiratet waren und ein Haus gekauft hatten, wofür ein Umzug aus Hamburg nach Hannover nötig war, wurde ich im zweiten Zyklus schwanger. Da war unser Glück wirklich perfekt und ich wähnte mich im siebten Himmel. Aber der Traum wurde zum Alptraum, ich erlitt in der zehnten Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt. Das hat mich komplett zerstört. Mein Mann war recht gefasst, eher so nach dem Motto, neues Spiel, neues Glück. Für mich brach eine Welt zusammen, es fiel mir schwer morgens aufzustehen, Schwangere und Babys brachten mich immer zu zum Weinen. Es war eine schlimme Zeit für mich und mein Selbstmitleid hat mich auch angewidert. Nach einer Behandlung in der Kinderwunschklinik wurde ich sofort wieder schwanger und diesmal erfüllte sich der Traum für uns und wir bekamen einen wunderbaren Sohn. Völlig unerwartet ging ich komplett in der neuen Rolle als Mami auf, Biobrei kochen, Pumphosen nähen und Babykurse waren meine ganze Welt, wo ich doch vorher eher ein Partygirl mit leichtem Hang zum Adrenalin Junkie war. Viele Bekanntschaften gingen auseinander, das war nicht so schlimm für mich, meine Freunde und Familie waren ja da und ich war gut beschäftigt mit meinem Sonnenschein. Nach und nach bröckelten auch ein zwei Freundschaften, da die Entfernung und der neue Lebenswandel zu viel für manche waren. Das hat mich schon getroffen, aber ich dachte mir, dass ich dann eben neue Kontakte knüpfen würde. Leider kam alles ganz anders. Während ich wieder anfing zu arbeiten und neue Menschen kennenlernte stellte sich wieder der Kinderwunsch ein. Es folgten zwei Fehlgeburten, die ich nicht gut wegstecke und heute bin ich wieder schwanger, im Januar erwarten wir unseren zweiten Sohn. Allerdings fühle ich mich zusehends isolierter, mein bester Freund hat mit seiner Partnerin einen unerfüllten Kinderwunsch, ich sehe ihn nur noch super selten und vermisse ihn wahnsinnig, mein Bruder und seine Partnerin werden trotz allem Bemühen auch nicht schwanger und die beiden distanzieren sich komplett von mir. Meine enge Freundin hat selbst zwei Kleinkinder und findet kaum die Zeit mit mir zu telefonieren. Kurz gesagt, ich bin im Mutterschutz zuhause und natürlich hormonell belastet, aber die Einsamkeit und die Traurigkeit begleiten mich jeden Tag. Ich wünsche mir so sehr eine enge Freundschaft, dass ich mir manchmal richtig pathetisch vorkomme. Richtig gut erklärt habe ich das wohl auch nicht, aber ich würde mich sehr über Kontakte freuen.

Liebe Grüße
Eure Auri

#276


MariaManchester
Hallo Auri,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zur zweiten Schwangerschaft.
Leider ändern sich Freundschaften und das soziale Umfeld immer wenn man einen neuen Lebensweg einschlägt. Hast du mal geschaut ob es noch andere Mütter oder Schwangere gibt mit denen du dich treffen kannst ? Vielleicht aus einem Geburtsvorbereitungskurs ?
Oder vielleicht ist dein Sohn in der Kita und hat da Freunde mit denen man sich zum Spielen verabreden könnte, zwangsläufig lernt man dadurch ja auch die Eltern kennen.
Die ersten Schritte sind immer schwierig. Ich habe damals meine mittlerweile beste Freundin über eine Anzeige auf Facebook gefunden. Ich war neu in der Stadt und habe dringend jemanden gesucht der mit mir gemeinsam kinderwagen schiebt

x 1 #277

Mitglied werden - kostenlos & anonym

BrokenAuri
Liebe Maria,

vielen Dank für deine Antwort. Es wäre sicherlich leichter eine andere Schwangere oder Mutter zu befreunden, ich habe auch echt nette Leute kennengelernt, es gab nur nicht diesen Klick Moment, ich habe das Gefühl, es geht immer mehr von mir aus und das möchte ich einfach nicht mehr. Im Schnitt bin ich in den ganzen Kursen immer etliche Jahre älter, als die anderen und das ist auch nicht so förderlich. Ich freue mich für dich, dass du eine beste Freundin gefunden hast, das ist ein großes Glück

#278


MariaManchester
Es ist verständlich, dass du nicht mehr investieren willst in Bekanntschaften als du zurück bekommst. Das kann auf Dauer auch sehr ermüdend sein.
Hat dein Mann denn Freunde die für dich vielleicht auch zu Freunden werden könnten ? Oder seine Arbeitskollegen mit denen man sich mal trifft ?

Es ist natürlich schade, dass deine bestehenden Kontakte gerade nicht wirklich hilfreich für dich sind aber auch das wird sich sicherlich ändern. Hast du mal mit deinem Freund bzw Bruder darüber gesprochen, dass du traurig über den weniger gewordenen Kontakt bist ? Vielleicht fällt ihnen das gar nicht so auf.

x 1 #279


BrokenAuri
Huhu,
erstmal einen schönen ersten Advent. Mit meinem besten Freund bin ich da sehr tief im Dialog, er bedauert das auch sehr, aber irgendwie ändert sich nichts. Dieses Auseinanderdriften macht mich so unglücklich, weil ich einfach nicht weiß, wie ich es verhindern soll. Dabei fühle ich mich richtig ohnmächtig.
Bei meinem Bruder war/ist es leider eine sehr bewusste Entscheidung seinerseits. Wir waren wie Pech und Schwefel, aber als mein Kind kam und ich eben nicht mehr zur Verfügung stand für feiern und tanzen gehen, wurde der Kontakt schon seeeeehr stark reduziert, jetzt mit der zweiten Schwangerschaft und ihrem nach wie vor unerfüllten Kinderwunsch wurde ich praktisch zur Persona non grata. Jetzt hat er sogar für Weihnachten abgesagt bei meinen Eltern, da er meinte man müsse sich ja nicht mit einem gezwungenen Lächeln an einen Tisch setzen. Somit habe ich ihn dieses Jahr einmal gesehen, zum Geburtstag meiner Mutter... Das tut mir verdammt weh. Ich kann jetzt auch nicht behaupten, dass es keine Menschen in meinem Leben gäbe. Wir unternehmen schon viel und treffen Leute, es fehlt mir einfach diese exklusive Freundschaft, dieses blinde Verständnis, die Gewissheit, dass man alles erzählen kann und nachts um drei ohne blöde Nachfragen anrufen kann. Ich weiß, dass so etwas nicht von heute auf morgen passiert, aber der Wegbruch von zwei so wichtigen Bindungspersonen hat mich fies mitgenommen und ich vermisse und betrauere diese Beziehungen sehr. Sorry, jetzt habe ich schon wieder so viel geschrieben. Danke Maria, dass du Anteil nimmst und konstruktiv bist.

#280


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Reinhard Pichler
App im Playstore