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YesItsMe0
Isolation muss nichts schlechtes sein. Man kann in Ruhe über sein Leben nachdenken und was mach für die Zukunft verändern möchte. Ich erinnere mich beispielsweise an so viel von früher weil ich oft und gerne alleine bin.

19.09.2017 17:07 • #201


13.11.2017 01:15 • x 1 #202


Hey,

tut mir leid, dass es dir so schlecht geht, momentan.
Um das für mich begreiflich zu machen... Ich mag die meisten anderen Menschen auch nicht, aber was passiert mir dir, aufgrund der Sozialphobie? Niemand sollte, nur weil er mit Menschen nicht kann /will auf Natur/Tiere und .. Leben verzichten.
Wenn du also draußen unterwegs bist... Fällt es dir so schwer, die Menschen auszublenden? Ich meine, niemand interessiert sich für dich, wenn du ihnen als Spaziergänger begegnest. Wirklich nicht. Wie ist es denn, imaginäre Scheuklappen aufzusetzen, dich auf deine Atmung, die frische Luft und die Pflanzen/Bäume/Laternen/Pflastersteine zu konzentrieren? Auch alleine kann ein Spaziergang oder gar eine Wanderung so wertvoll sein.
Was ist mit Haustieren? Kannst du dir finanziell und gesundheitlich vorstellen, jemanden bei dir aufzunehmen?

Bist du jetzt gar nicht mehr in Behandlung?

Kalte und gemeine Welt.... Ja, da hast du Recht. Das ist sie. Das empfinden aber ganz viele Menschen so, damit bist du nicht alleine. Die einen sind egoistisch und gehen für ihre Belange über Leichen, andere schauen nicht über den Tellerrand und leben in ihrer (geistig) eingeschränkten Welt, die nächsten sind gewalttätig und kriminell, wieder andere sind opportunistische Speichellecker und... naja, die Liste ist lang. Menschen nicht zu mögen, ist ok. Der Gedanke, dass man lieber Abstand hält, um nicht verletzt zu werden, ist nicht falsch.
Eine Schulter zum Anlehnen ist Luxus, Seelenverwandte zu finden schwer. Aber nicht unmöglich.

13.11.2017 01:56 • #203


TomTomson
Zitat von Persikka04:
Kalte und gemeine Welt.... Ja, da hast du Recht. Das ist sie. Das empfinden aber ganz viele Menschen so, damit bist du nicht alleine. Die einen sind egoistisch und gehen für ihre Belange über Leichen, andere schauen nicht über den Tellerrand und leben in ihrer (geistig) eingeschränkten Welt, die nächsten sind gewalttätig und kriminell, wieder andere sind opportunistische Speichellecker und... naja, die Liste ist lang. Menschen nicht zu mögen, ist ok. Der Gedanke, dass man lieber Abstand hält, um nicht verletzt zu werden, ist nicht falsch.
Eine Schulter zum Anlehnen ist Luxus, Seelenverwandte zu finden schwer. Aber nicht unmöglich.


Heieiei das ist aber ein ganzer Haufen negativer Glaubenssätze... Die Welt ist immer so wie man sie sieht, man nimmt alles immer durch seine Filter war. Man findet immer wieder Beweise für seine Glaubenssätze und fühlt sich so in seiner Realität bestärkt. Wenn man dies glauben will, wird man immer damit recht behalten, denn man wird es sich immer wieder bestätigen können. Die Frage ist also, willst du das wirklich glauben? Willst du denn in so einer Welt Leben? Es liegt an dir deine Glaubenssätze zu hinterfragen und durch neue zu ersetzen und du wirst sehen, du wirst auch für diese Beweise finden. Man kreiert sich seine Realität immer selber, also warum dann in so einer negativen Realität leben?

13.11.2017 02:43 • x 4 #204


Zitat von TomTomson:
Heieiei das ist aber ein ganzer Haufen negativer Glaubenssätze... Die Welt ist immer so wie man sie sieht, man nimmt alles immer durch seine Filter war. Man findet immer wieder Beweise für seine Glaubenssätze und fühlt sich so in seiner Realität bestärkt. Wenn man dies glauben will, wird man immer damit recht behalten, denn man wird es sich immer wieder bestätigen können. Die Frage ist also, willst du das wirklich glauben? Willst du denn in so einer Welt Leben? Es liegt an dir deine Glaubenssätze zu hinterfragen und durch neue zu ersetzen und du wirst sehen, du wirst auch für diese Beweise finden. Man kreiert sich seine Realität immer selber, also warum dann in so einer negativen Realität leben?


Ich bin zwar noch nicht "grau und weise", aber erlebe jeden Tag neue Absurditäten, habe genug mitgemacht und denke, dass es für mich das Beste ist, diesen ganzen Vollidioten ihre Narrenfreiheit zu lassen und mich nicht weiter darum zu scheren.
Ich bin gut erzogen, höflich und bis zu einem gewissen Punkt immer anständig. Oft belächle ich Begegnungen im Alltag, manchmal regen sie mich hinterher noch extrem auf, nur in den seltensten Fällen freue ich mich mal über eine. Vor allem über welche mit Hunden oder Pferden... ^^
Ich war immer etwas anders als "die Anderen". Wie sich herausstellte, waren "die Anderen" nichts weiter als blökende Schafe, die über Leichen von Kinderseelen gingen und heute aufgrund ihrer vornehmlich negativen Eigenschaften vollwertige Mitglieder einer Gesellschaft sind, in die ich nicht hineingehören möchte. Ich bewege mich gerne etwas am Rand. So kann ich wenigstens beim Untergang zusehen, bevor ich selbst hineingezogen werde.

Ich will und werde nichts glauben, ich setze auf "sehen" und "verstehen".

13.11.2017 03:19 • x 1 #205


TomTomson
Naja die Dinger heissen zwar Glaubenssätze aber es hat nicht viel mit glauben zu tun. Es sind vielmehr Überzeugungen von uns wie die Welt und die Menschen funktionieren. Wenn du die anderen Menschen für Idioten hältst, werden sie auch Idioten bleiben, denn dann wirst du in ihnen immer nur das negative sehen. So funktionieren wir Menschen nunmal wir suchen uns immer die Beweise für unsere Realität. Und solange wir daran festhalten, wird sich auch nichts ändern, sehen wir dann nämlich mal doch etwas das unseren Überzeugungen widerspricht, wird es einfach als Zufall abgestempelt.

Ich finde es gut wenn die Menschen ihr eigenes Ding machen, denn ja, die meisten Menschen laufen halt wirklich der breiten Masse nach und hinterfragen nicht. Aber Schlussendlich geht es einfach darum, dass wenn du die anderen Menschen und die Welt als negativ siehst, bist schlussendlich du der/die Leidtragende. Klar man kann dann sein Leben mit einem Groll gegen die anderen Menschen und die Welt leben, aber damit beeinträchtigst du nur deine eigene Lebensqualität. Man kann sich dann zwar in seiner Opferrolle suhlen und sagen, ja aber die Welt und die Menschen sind doch schlecht, warum sollte ich mich damit anfreunden. Oder man erhebt sich aus der Opferrolle und beginnt sein eigenes Weltbild zu hinterfragen. Ist das denn wirklich alles so negativ? Warum handeln die Menschen so wie sie handeln? Aus Boshaftigkeit oder vielleicht weil sie es einfach nicht besser wissen und meistens auch selber leiden? Beginne deine Aufmerksamkeit auf das positive in der Welt zu lenken, beginne das Gute im Schlechten zu sehen.

Du hast da eine sehr schöne Signatur finde ich und der stimme ich absolut zu. Also was muss man machen um sich weiterzuentwickeln? Genau man muss seine Glaubenssätze durchbrechen und durch neue positivere ersetzen. Du kannst Beispielsweise zwei Menschen an eine Party schicken. Der eine trägt die Überzeugung in sich, alle Menschen sind Idioten, der andere die Überzeugung, alle Menschen sind nett und freundlich. Und was wird passieren? Die beiden Menschen, die in exakt der selben Situation sind, werden diese völlig unterschiedlich wahrnehmen. Der erste sieht überall nur Deppen die sinnlosen Small Talk führen und so tun als hätten sie Spass. Der andere sieht gut gelaunte Leute die rumalbern und nette Unterhaltungen führen. Dreimal kannst du raten wer mehr Freude haben wird.

Ich sage nicht, dass es von heute auf morgen geht, seine Glaubenssätze zu verändern, aber der wichtigste Punkt ist vor allem einzusehen, dass das eigene Weltbild zum einen nicht unbedingt der Wahrheit entspricht und zum anderen die Lebensqualität beschneidet. Es ist gar nicht so einfach, sein eigenes Weltbild zu hinterfragen, denn da steckt halt teilweise ein Grossteil unserer vermeintlichen Identität drin, da wehrt sich das Ego ganz schnell wenn es darum geht, sein eigenes Weltbild ändern zu wollen. Aber man muss sich da einfach selber einen Ruck geben, über seinen Schatten springen und sich bei den negativen Dingen fragen, kann ich das wirklich nicht anders sehen? Gibt es da nicht vielleicht doch eine positivere Sichtweise oder eine positivere Erklärung für das ganze?

Ein buddhistisches Sprichwort besagt, Wut und Groll gegen andere zu hegen, ist so als ob du ständig ein heisses Stück Kohle in deinen Händen hältst das du ihnen anwerfen möchtest, schlussendlich bist du derjenige der sich am stärksten daran verbrennt.

13.11.2017 12:05 • x 1 #206


kopfloseshuhn
Auf ein Wunder zu warten und zu hoffen, eines schönen tages geheilt zu erwachen, ist wohl das schlimmste, das du tun kannst.
Je mehr du alleine bleibst und alles vermeidest umso schlimmer wird es werden und umso schwieriger der Weg zurück.
Du hast mit Medikamenten also keinen Erfolg gehabt. Wie ist es mit einer Psychotherapie?
Ja, dafür muss man leider vor die Tür aber ich fürchte, das ist der einzige Weg, den du gehen kannst und solltest.
Du musst üben!
Und deine Gedanken verändern.
schei. drauf, was andere von dir denken. Lass sie denken, wenn sie können.
Die meisten Menschen sind sowieso so sehr mit sich selbt beschäftigt, dass es ihnen völlig egal ist, wer ihnen da draußen auf der Straße wohl begegnet.

Warten ist wohl das schlimmste das du tun kannst.

Liebe Grüße

13.11.2017 12:12 • x 4 #207


@TomTomson

Ich muss sagen, ich habe diesen Leitspruch bisher immer nur auf Religion bezogen und nie weltlich betrachtet.
Ich kann nachvollziehen, was du schreibst und gebe dir darin auch zu großen Teilen Recht, aber...

Das Beispiel mit der Party. Es mag sein, dass der positiv eingestellte Mensch mehr Spaß hat. Allerdings habe ich persönlich kein Interesse an Oberflächlichkeiten, wie sie Menschen untereinander austauschen.

Zitat von TomTomson:
Warum handeln die Menschen so wie sie handeln? Aus Boshaftigkeit oder vielleicht weil sie es einfach nicht besser wissen und meistens auch selber leiden? Beginne deine Aufmerksamkeit auf das positive in der Welt zu lenken, beginne das Gute im Schlechten zu sehen.

Das ist mir relativ egal, solange das Ergebnis dasselbe ist. Ich werde niemanden umkrempeln. Ich bin nicht (mehr) sehr empathisch, was das angeht.

Zitat von TomTomson:
ch sage nicht, dass es von heute auf morgen geht, seine Glaubenssätze zu verändern, aber der wichtigste Punkt ist vor allem einzusehen, dass das eigene Weltbild zum einen nicht unbedingt der Wahrheit entspricht und zum anderen die Lebensqualität beschneidet. Es ist gar nicht so einfach, sein eigenes Weltbild zu hinterfragen, denn da steckt halt teilweise ein Grossteil unserer vermeintlichen Identität drin, da wehrt sich das Ego ganz schnell wenn es darum geht, sein eigenes Weltbild ändern zu wollen. Aber man muss sich da einfach selber einen Ruck geben, über seinen Schatten springen und sich bei den negativen Dingen fragen, kann ich das wirklich nicht anders sehen? Gibt es da nicht vielleicht doch eine positivere Sichtweise oder eine positivere Erklärung für das ganze?

Ein buddhistisches Sprichwort besagt, Wut und Groll gegen andere zu hegen, ist so als ob du ständig ein heisses Stück Kohle in deinen Händen hältst das du ihnen anwerfen möchtest, schlussendlich bist du derjenige der sich am stärksten daran verbrennt.


Verstehe ich.
Allerdings bringt positive Sichtweise immer eine Idee Naivität und Vertrauensseligkeit mit sich und das habe ich allein aus Selbstschutz vollkommen abgelegt.
Ja, ich habe eine Mauer aus Unzufriedenheit, vielleicht auch Arroganz und ein bisschen Hass gebaut. Ich wollte nie so sein, aber da es die Anderen so verlangten, bekommen sie nur das, was sie aus mir gemacht haben.
Wie sollte man positiv an Dinge gehen? Damit man hinterher doppelt in den Allerwertesten getreten wird?
Ja, selbsterfüllende Prophezeihungen und so. Ich MÖCHTE ja eigentlich nicht, dass mir Positives widerfährt, weil als Ausgleich sofort doppelt Negatives folgt. Ich möchte doch einfach nur meine Ruhe.

13.11.2017 23:00 • #208


Maniac84
Ok, wenn du ja mit allem so zufrieden bist, warum dann dein Threat?

13.11.2017 23:21 • x 1 #209


Also ein Haustier habe ich, das auch immer im Haus ist. Es hilft etwas.
Nein ich bin zum Glück nicht mehr in Behandlung. VT habe ich schon einige erfolglos durchgeführt.
Ja die Menschen machen mir total Angst. Ich weiss nicht warum. Aber selbst wenn da draussen kein Mensch mehr rumlaufen würde hätte ich Angst in die Stadt zu gehen. Körperlich geht es mir mittlerweile so schlecht dass ich das kaum absolvieren könnte. (alles schon probiert und erlebt) Durch die Medikamente spielt mein Körper total verrückt.
Mir geht es sehr schlecht in diesem Zustand. Ich weiss mir aber wirklich nicht zu helfen. Ich warte auf Besserung, was sonst?

13.11.2017 23:56 • #210


TomTomson
Er wirkt auf mich alles andere als zufrieden.^^ Wir sind nur ein wenig abgeschweift, aber eigentlich kann er das meiste auch auf sich beziehen.

@Persikka04
Ich war halt auch so, dass ich mir eine Schutzmauer aufgebaut habe. Und wenn man vertrauensseliger wird, nimmt man in Kauf, verletzt zu werden, aber das gehört nunmal dazu. Denn wirklich verletzen kann dich niemand, das können nur wir selbst mit unseren Gedanken. Und je mehr man an sich und seinem Selbstwert arbeitet, desto besser wird man auch mit Rückschlägen und negativen Reaktionen zurechtkommen. Denn wenn wir uns verschliessen schützen wir uns zwar von dem negativen, aber leider auch vor all dem positiven auf dieser Welt. Ausserdem heisst es ja auch nicht jeden schei. mit sich machen zu lassen, man kann ja trotzdem noch nein sagen wenn einem etwas nicht passt. Schlussendlich geht es ja darum, was du möchtest. Welcher Mensch möchtest du sein? Du schreibst ja selbst du möchtest nicht so sein und das glaube ich dir aufs Wort, so wollte ich auch nicht sein. Ich wollte ein herzlicher offener Mensch sein, der Wärme und Freude ausstrahlt. Aber nur weil sich die anderen Menschen daneben benehmen spielt man bei dem ganzen Unsinn noch mit? Lass die anderen Menschen unglücklich sein und ihr Schafsleben führen, aber beuge dich dem nicht mit und richte dich zu deiner wahren Grösse auf. Du wirst sehen, es gibt genug andere Menschen die genau so positiv drauf sind.

Es ist einfach schade wenn man sein Leben nicht so lebt wie man es eigentlich möchte, man hat ja (wahrscheinlich) nur eine Chance, und die sollte man voll auskosten. Es gibt doch eigentlich gar kein positiv und negativ. Es gibt nur den jetztigen Moment und der ist wie er ist. Ob etwas negativ oder positiv ist, beurteilen wir immer selber. Wir können auch im negativen das positive sehen. Das mit der Empathie kannst du dir leicht wieder antrainieren, indem du einfach beginnst dich in andere zu versetzen und versuchst Verständnis für sie zu entwickeln. Verzeihe ihnen und verzeihe auch dir selbst, wenn du beginnst Empathie für andere zu entwickeln, wirst du auch Mitgefühl für dich selber entwickeln und umgekehrt. Schlussendlich ist es eigentlich dasselbe. Ausserdem wird man erst empfänglich für Liebe, wenn man selber beginnt Liebe auszusenden. Daher beginne einfach damit dich selbst zu lieben. Aber nicht deine kreierte Ego Identität, welche du eigentlich ablehnst, sondern dein wahres Ich welches sich dahinter verbirgt.

Zitat von gamma82:
Mir geht es sehr schlecht in diesem Zustand. Ich weiss mir aber wirklich nicht zu helfen. Ich warte auf Besserung, was sonst?


Wie kopfloses Huhn gesagt hat, bringt es nichts auf ein Wunder zu warten. Du kannst dich da nur selber wieder rausholen. Beginne dich mit deinen Ängsten zu befassen. Was macht dir alles Angst und wieso? Woher kommt die Angst? Dann schau ob du die Situationen vielleicht anders beurteilen kannst? Z.B. wenn du verletzt wurdest, versuche zu verstehen wieso der andere Mensch vielleicht so gehandelt hat. Hat er selber an Minderwertigkeitsgefühlen gelitten? Hat er sich von dir angegriffen gefühlt? Verstehe warum du so gehandelt hast wie du gehandelt hast und verstehe auch wieso die anderen so gehandelt haben. Und dann verzeihe ihnen und auch dir selbst. Denn sie alle wussten es nicht besser. Wir sind doch alles bloss Menschen.

Arbeite gleichzeitig auch an deinem Selbstwertgefühl. Welche Eigenschaften magst du an dir? Wofür bist du stolz auf dich. Suche nicht nach grossartigen Dingen, sondern nimm auch ganz simple Dinge wie z.B. ich mag mein lächeln und meinen Humor oder ich bin stolz auf mich, dass ich schon so lange mit dieser Angst durchgehalten habe und noch immer weiterkämpfe.

14.11.2017 00:13 • #211


@Maniac84
Hast du den Threatersteller mit mir verwechselt?

@gamma82
Wirst du denn noch eingestellt? Der Sinn von Medikamenten soll ja eigentlich der sein, dass es dir besser geht. Vllt. die Notwenidigkeit einiger davon in Frage stellen? Zuerst muss es ja körperlich bergauf gehen, damit du mit dem Rest anfangen kannst.

14.11.2017 00:26 • #212


Maniac84
@Persikka04
Jip! Mein Fehler...

14.11.2017 00:27 • #213


Ja körperlich müsste es mir viel besser gehen, nur wie? Die toxischen Medikamente haben meine Gesundheit komplett ruiniert.

15.11.2017 15:17 • #214


Ich habe bereits alles ausprobiert. Ich nahm sogar mal Englisch-Nachhilfe nur um in den Kontakt mit einer jungen Frau zu kommen. Leider hat alles nicht geholfen. Am meisten haben die stationäre Klinikaufenthalte und die verschreibungspflichtigen, toxischen Medikamente von Ärzten meiner Gesundheit geschadet.
Jetzt kann ich nur noch abwarten und hoffen dass sich mein Gesundheitszustand verbessert. Was sonst?

22.11.2017 20:36 • #215


calinmagique
Hallo Gamma82,

das alles klingt recht traurig - ich fühle mit Dir.
Ich habe auch jahrelang sehr einsam gelebt, und in meiner
neuen Wahlheimat Wien habe ich noch nicht viele Freunde gefunden.
Jedoch bin ich von Anfang an zur hiesigen Kuschelgruppe gegangen;
die absichtslose, tief nährende Berührung und die lieben Menschen geben
mit Halt. Gerade für Leute, sie schon lange Single sind, ist Kuscheln ein
guter Mittelweg zwischen der zwanghaften Partnersuche und Einsamkeit.
Und es haben nicht wenige Menschen auf diesen Veranstaltungen ihren
Menschen fürs Leben gefunden.

Wenn Du mehr darüber wissen magst, schreib mir gerne.

Fühl Dich lieb gekuschelt

von Matthias

29.11.2017 15:55 • #216


Kuscheln finde ich toll, allerdings möchte ich nicht mit jedem kuscheln. Das ist ja Vorraussetzung für so eine Kuschelgruppe.
Mir sind die meisten Menschen anfangs unsympathisch. Ich benötige Vertrauen für sowas. Ich war schon auf einer Kuschelparty, war der totale Reinfall.

Außerdem habe ich seit meinem Klinikaufenthalt 2015 in SRH Karlsbad-Langensteinbach einen üblen Keim. Ich denke es wäre nicht so gut wenn sich dann alle anstecken.

30.11.2017 18:04 • #217


calinmagique
Hallo gamma82,

danke für Deine Antwort, auch für den Link zum Bericht über die Toxizität von Psychopharmaka.
Ich nehme seit April 50mg Sertralin und seit 2 Wochen 1/3 Tablette Trittico, da halten sich die
Nabenwirkungen bislang gottseidank in Grenzen.

Es tut mir sehr leid, dass Du einen Krankenhauskeim eingefangen hast. :-/ Auch dass es Dir bei der
Kuschelparty nicht gefallen hast, ist schade, aber ich finde es klasse, dass Du es ausprobiert hast.
Ein gewissen Grundvertrauen und die Fähigkeit, rasch auf fremde Menschen zuzugehen, ist bei diesen
Veranstaltungen hilfreich. Andererseits habe ich erlebt, dass ein Teilnehmer mit Asperger-Syndrom
zum Kuscheln kam und sich dort wohlgefühlt hat. Er fragte eben immer, ob er eine Person berühren darf,
aber das ist ja in Ordnung.

Dass man auf einer KP mit allen Leuten kuscheln muss, stimmt m.E. nicht. Es gibt kein Kuschel-Muss,
und man sollte eh auf seine Grenzen achten, also Nein sagen, wenn man von jemandem nicht berührt
werden möchte. Auch kann man Übungen auslassen und sich auf die Pausenmatte sitzen, wenn es einem zuviel wird.

Gibt es denn eine Möglichkeit, den Keim abzutöten? Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du bald wieder gesund wirst
und unter Leute gehen kannst, z.B. zu einem Stammtisch.

Fühl Dich lieb gedrückt

von calin

01.12.2017 09:00 • #218


Zitat von gamma82:
Ich lebe jetzt schon über 2 Jahre in der Isolation. Ich gehe nicht mehr unter Menschen, habe kein persönlichen Kontakt mehr zu andere Menschen. Es ist ein verdammt trostloses und trauriges Leben. Alles begann 2015, als meine Ärztin die toxischen Antidepressiva Escitalopram und Cymbalta abrupt absetzte. Schlagartig kam meine ausgeprägte Sozialphobie zurück. Es wurde so schlimm wie nie zuvor. Ich litt an sehr ausgeprägten Absetzungssymptomen. Dazu kamen diverse gesundheitliche Probleme die bis heute anhalten. Ich fühlte mich unter Medikamenten immer schlechter, ich konnte und wollte diese nicht mehr einnehmen. Nach 10 Jahren AD war einfach genug. Es half schließlich nicht wirklich gegen die Sozialphobie. Da es mir nun sehr schlecht ging vermied ich so gut es ging alle Situationen wo ich in Kontakt mit Menschen komme. Und das sind eben auch Spaziergänge wo ich anderen Menschen begegnen könnte. Dieses Leben ist nun so einsam und sinnlos geworden. Manche Situationen wie überfüllte S-Bahnen und Stadtbahnen vermisse ich wirklich nicht. Das war mir immer ein Graus. Auch Besuche beim Friseur hab ich mehr gehasst als geliebt. Anonyme Menschenmassen haben mir auch nichts gegeben, ich fühlte mich ziemlich verloren darin. Allerdings war schon auch gut mal etwas anderes als die 4 Wände zu sehen, Menschen, Natur, Tiere. Ich vermisse persönliche Kontakte zu anderen Menschen. Es geht mir gesundheitlich nun so schlecht dass dies nicht mehr möglich ist. Einkäufe und Arztbesuche waren für mich immer eine Qual. Da ich nicht mehr in die Stadt gehe bekomme ich nichts mehr mit von dem ganzen Trubel wie zu Ostern oder Weihnachten. Es fehlt schon etwas, auch wenn mich das nie glücklich gemacht hat. Ich wäre einfach so gerne wieder gesund, würde gerne die Zeit mit den Medikamenten rückgängig machen. Es geht aber nicht. Jetzt bin ich krank und weiß echt nicht wie es weiter gehen soll. Ich bräuchte dringend echte Hilfe, jemand der mich in Arm nimmt. Das habe ich aber nicht auf dieser kalten und gemeinen Welt. Körperkontakt wäre so wichtig für mich. Ich warte auf ein Wunder ...


*Im Arm nehms*
Da gehts dir nicht anders wie mir, ich lebe jetzt schon eine weile abgeschottet in meiner dunklen Hölle, traurig anzuhören, dass es anderen Menschen auch so geht, und doch irgendwie tröstend, eigentlich sollten sich solche Menschen zusammen schließen und gemeinsam einen Fuß in die Welt setzen, aber leichter gesagt als getan. Ich fühle mich im Moment auch hoffnungslos, körperliche und seelische Bedürftnisse liegen auf Eis, ich werde wahrscheinlich auch noch krank, Schlaf, Ernährung, Nähe, Sonnenlicht, Bewegung, nichts ist mehr richtig vorhanden, und ich weiß auch nicht was ich außer Jammern tun soll, eigentlich ist es einfach, aber doch ist es für uns viel schwerer als es aussieht, vielleicht schenkt dir das etwas Trost, wir sind nicht dumm oder faul, wir kämpfen fleißig mit uns selbst.
Ich weiß nicht warum ich dir das erzähle, aber ich tue es..

02.12.2017 01:01 • x 1 #219


02.01.2018 15:18 • #220




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Dr. Reinhard Pichler