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Ist es nur meine Wahrnehmung, oder ist man in dieser Welt absolut verloren, wenn man sich nicht selbst sein bester Freund ist? Manchmal dachte ich das sind Phasen in denen man sich etwas einsam fühlt oder so. Aber mittlerweile denke ich das ist die *beep* Wahrheit.

Ich habe Freunde und Familie. Aber zu 99 Prozent ist irgendwie jeder gerade nur mit sich beschäftigt. Habe zur Zeit sehr viele Sorgen und merke größtenteils ist man allein , ohne allein zu sein. Ist eure Wahrnehmung auch so ?

Die Leute hören sich irgendwie kurz an was man auf dem Herzen hat und dann wars das und ihre Themen kommen wieder auf den Tisch. Meine beste Freundin sagte mir zum Beispiel zu einer Situation, dass sie nicht weiss was sie mir dazu sagen soll man kann nur abwarten. Thema war gegessen dann.

Irgendwie fühl ich mich allein gelassen von allen.

24.10.2022 17:21 • 23.11.2022 x 3 #1


10 Antworten ↓


Fatuu
Kenne ich.
Halte auch überhaupt nichts von diesen positivity Vibes, die alle immer predigen.
Was ich glaube, dass es mit Selbstliebe (denn nix anderes ist ja auch dieses Sei dir selbst der beste FreundGerede) viel einfacher ist, Zwischenmenschliche Beziehung zu führen und negative Erfahrungen zu überstehen. Aber jedem zu suggerieren, so muss man sein finde ich sehr anstrengend, aber da scheiden sich die Geister.

Ich bin jedenfalls auch nicht mein bester Freund und auch sicherlich sehr weit entfernt von Selbstliebe. Und es ist auch ein weiter Weg, das zu entwickeln. Das man daran arbeiten sollte, sich zumindest zu akzeptieren denke ich aber schon!

24.10.2022 17:53 • x 3 #2



Sei dir selbst dein bester Freund?

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Zitat von Fatuu:
Kenne ich. Halte auch überhaupt nichts von diesen positivity Vibes, die alle immer predigen. Was ich glaube, dass es mit Selbstliebe ...

Das ist so was mein Gefühl mir gerade sagt. Sei mit dir im Reinen, alle anderen haben eh ihre eigenen Probleme. Wenn mich eine Lebenslage überfordert habe ich auch mal das Bedürfnis dass Mich jemand fragt wie es in mir so aussieht. Aber das ist alles immer nur so sporadisch. Der einzige den es wirklich interessiert wie es mir geht zur Zeit, bin ich selbst.

24.10.2022 18:07 • x 1 #3


Mylenix
Selbstliebe, Selbstmitgefühl, Selbstwert, sich sein bester freund sein. Ich find das klingt alles irgendwie shizophren.
So als wäre man 2 Personen. Ich mache mir keine Gedanken darüber ob ich das habe oder nich, ich denke das ist der beste Weg, sonst denkst du immer irgendwas sein zu müssen, sonst biste irgendwie verkehrt.
Zitat von Juliak:
ohne allein zu sein. Ist eure Wahrnehmung auch so ?

Nicht ganz, ich denke bei mir hat es Andere Gründe, obwohl ich das ja auch kenne was du sagst.

24.10.2022 20:43 • x 3 #4


Majorie
@Juliak
Hey... gemeinsam ...einsam
Das fühle ich auch gerade. Allen um mich herum geht es gerade gut, nur mir nicht
Auch wenn mir alle zuhören und versuchen mich aufzumuntern oder abzulenken...mit meiner Sorge bin ich letztlich doch alleine.
Ich habe sie ja und nicht die Anderen.

Alles doof

24.10.2022 21:02 • x 2 #5


Wenn, ich selbst mein bester Freund wäre. Ich glaube, dann ist man auch nicht gesellschaftsfähig und man hat aufgehört zu lieben und steht jeden Tag auf der Schattenseite seines Lebens.

24.10.2022 21:07 • #6


Germanist
Darüber habe ich auch eine zwiespältige Meinung:

einerseits beobachte ich es immer (vor allem bei Männern und vielleicht auch bei den jetzt nicht so mit Intelligenz gesegneten Exemplaren ), dass dort so eine sich selbst der beste Freund sein stattfindet. Aber eben mit einer Art Holzhammermethode!

Das heißt: negative Aspekte über sich werden radikal ignoriert und es wird bei jeder noch so schlimmen Situation irgendwie versucht weiterzumachen, rein aus Prinzip. Oft kommen andere Menschen nicht gerade gut dabei weg. Für mich waren solche Menschen immer sehr unzugänglich, weil zu irrational. Aber für sie funktioniert's anscheinend....

Aber das haben die Erfinder dieser Herangehensweise sich nicht so im Sinn...

25.10.2022 15:47 • x 4 #7


kSchmiddy
Das ist eine sehr gute Frage.
In der heutigen Zeit habe ich tatsächlich auch das Gefühl, dass es so ist.
Als ich letztes Jahr an der Abendschule begonnen habe um meine Abschluss nachzuholen, stellte ich fest, dass die meisten tatsächlich nur nich von sich reden ohne Punkt und komma und man selbst eigentlich nur dazu da ist zu zuhören.
Seither beschäftige ich mich auch mit den Fragen, ob das so normal ist und ob was mit mir nicht stimmt oder das jetzt wirklich Standart ist.
Die Frage wie geht es dir ist ja schon lange nur eine Abstandsfrage, deren ehrliche Aussage der Fragende gar nicht hören will.

Meiner Beobachtung nach sind die Menschen nur noch zusammen fürs Feiern und Saufen, nicht aber um Bedürfnisse, Ängste, Gefühle, Wünsche usw zu reden

29.10.2022 19:32 • x 2 #8


kSchmiddy, da muss ich Dir leider recht geben mit den Aussagen, die du hier triffst.
@Majorie , freue Dich, dass es Leute gibt, die dir zuhören und dich aufmuntern wollen. Es gibt einige Threads, aus denen hervorgeht, dass die Freunde verloren gehen und Einsamkeit um sich greift.....

29.10.2022 21:25 • x 2 #9


Was ist denn falsch an der Einstellung, sich selbst der beste oder jedenfalls ein guter Freund sein zu wollen?

Sind die meisten Situationen nicht ganz wesentlich eine Frage der Kommunikation? Deine Freundin antwortete dir (nicht viel mehr), als dass sie an deine Geduld appellierte.

Wenn dir das unzureichend vorkommt; warum erfragst du nicht mehr? Was wäre denn das Mehr an Aufmerksamkeit und Teilnahme? Wünscht du, in den Arm genommen zu werden? Oder dass du dein Thema länger und ausführlicher besprechen kannst? Du könntest den Wunsch ja formulieren, sofern er dir selbst bewusst oder bewusster wird.
Vielleicht fragst du jemanden danach, dass du dich gerne ausführlicher aussprechen möchtest und einen Zuhörer brauchst. Wenn die Rollen klar verteilt und benannt sind, ist vielleicht mehr möglich?

29.10.2022 21:48 • #10


Shelby
Zitat von Juliak:
Die Leute hören sich irgendwie kurz an was man auf dem Herzen hat und dann wars das und ihre Themen kommen wieder auf den Tisch. Meine beste Freundin sagte mir zum Beispiel zu einer Situation, dass sie nicht weiss was sie mir dazu sagen soll man kann nur abwarten. Thema war gegessen dann.


Naja, ich sag immer ich bin keine menschliche Reha Klinik.

Wenn du regelmäßige Hilfe benötigst, dann ist vielleicht ein Therapeut doch die bessere Wahl.

Vor 2 Minuten • #11



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