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Bei mir auch das übliche Dilemma:

Ich hätte gerne Freunde, aber nichts ergibt sich. Das macht mir doch zu schaffen, obwohl ich´s ertragen kann. Aber es fehlt was.

Ich vergrabe mich nicht, sondern gehe oft aus. Allein ins Kino? Klar. Allein ´nen
Drink schlürfen. Logo. Sport, Strand und Reisen, alles Dinge, die mache ich gerne. Ich spreche auch Leute an, aber irgendwie scheinen alle zu sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein. Auf Arbeit auch nette Menschen, aber alles bleibt oberflächlich.
Warum ist das so?

Mein Vater ist auch so ein Einzelgänger, kennt nur Leute durch meine Mutter. Und gerade sehe ich, daß sich meine Tochter ähnlich zu entwickeln scheint.
Meine Frau hat sich vor kurzem von mir getrennt, ein Grund, unter anderen, war: keine Freundschaften.

Habe auch schon einige Kontaktbörsen durch, aber da wird scheinbar nur der "Partner fürs Leben" gesucht. Möchte ich ja nicht, sondern einfach nur einen netten Freundeskreis.

Mein Problem ist wohl auch, daß ich meine Freundschaften nicht sonderlich pflege, aber ich arbeite dran. Bin auch oft umgezogen, was sicher nicht hilfreich war. Aber es ist definitiv nicht so, daß ich keine Freunde haben will.

Naja, langes Gerede: Kommst Du aus Berlin und hast Lust, mal was gemeinsam zu machen? Ganz unvoreingenommen. Bin für alles offen und schnell begeisterbar. Melde Dich einfach.

Gemeinsam statt einsam .

Lars

13.06.2010 19:32 • 06.12.2014 #1


16 Antworten ↓


Zitat von Ohnepep:
Mein Problem ist wohl auch, daß ich meine Freundschaften nicht sonderlich pflege, aber ich arbeite dran.

Hört sich an, als wenn "man" Freundschaften haben muss, weil es eben üblich ist und deren Unterhaltung an der Grenze zu Arbeit ist.

Freundschaft kommt von innen heraus. Aber auch alleine sein ist ein Wert.

Ich habe das Gefühl, Du hast zuviele Interessen und dadurch wenig Tiefgang. (Oder wenig Tiefgang und deswegen viele Interessen.)

14.06.2010 10:56 • #2



Lust was gemeinsam zu machen? Berlin - Männchen - 39

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jadi
welchen bezirk wohnst du denn?

14.06.2010 11:05 • #3


Zitat von saidndone:
Hört sich an, als wenn "man" Freundschaften haben muss, weil es eben üblich ist und deren Unterhaltung an der Grenze zu Arbeit ist.

Freundschaft kommt von innen heraus. Aber auch alleine sein ist ein Wert.

Ich habe das Gefühl, Du hast zuviele Interessen und dadurch wenig Tiefgang. (Oder wenig Tiefgang und deswegen viele Interessen.)

Ich bin definitiv gern allein, aber eben nicht immer!

Wie Du sagst, Freundschaften entwickeln sich, die kann man nicht bestellen. Deshalb denke ich auch im nachhinein, daß es keine gute Idee war, sowas zu posten, denn es hat den Beigeschmack von Zwang.

Und Du meinst, ich habe eventuell zu viele Interessen? Dachte gar nicht, daß das geht. Wenn ich mir da andere Leute in meinem Umfald anschaue, die stellenweise überhaupt keine Interessen haben, bin ich froh, nicht so zu sein.

Kann natürlich auch der geringe Tiefgang sein. Kannst Du das genauer erklären?

14.06.2010 15:09 • #4


Buddha sollte einen Vortrag halten und nahm stattdessen eine Blume in seine Hände und hielt sie in die Höhe. Erstauntes Schweigen. Nur ein Schüler applaudierte, der den Sinn verstanden hat.

DAS ist Tiefgang. (Okok, ich hab nich applaudiert, jedenfalls soll das angeblich Tiefgang sein.) Siehst Du - schon kann ich mich vor Freundschaftsanfragen kaum retten...

14.06.2010 23:12 • #5


Braucht man solch Tiefgang?

Du schreibst, Du glaubst ich habe zuviele Interessen und dadurch wenig Tiefgang. (Oder wenig Tiefgang und deswegen viele Interessen.)

Besteht da Deiner Meinung nach ein kausaler Zusammenhang? Welcher?

15.06.2010 15:06 • #6


Du nennst dich OHNEPEP und willst Freunde finden?

15.06.2010 18:34 • #7


Jetzt schmoll ich mich mal in meine Ecke und verabschiede mich von Euch.

Neue Leute kennenlernen, aber nicht die Situation analysieren wollte ich.

Viel Spaß weiterhin im Einsamkeits-Forum.

15.06.2010 18:43 • #8


Also ich bin auch gern allein, war es aber auch sehr lange nicht. Ganz und immer allein ist aber nicht toll. Ich hab mir hier im Wohnumfeld wenigstens einen gewissen Stamm aufgebaut, wenn auch mehr oder weniger nur für SmallTalk. Durch die Anschaffung meiner Hündin hat sich da auch viel geändert, man lernt ganz automatisch andere Hundehalter kennen und das ist eine bunte Mischung, von 20 bis 80 (Alter). Es ist Kommunikation, aber Freundschaft dann eben doch nicht.

Ich denke auch, wie wir sind, es hat auch viel was mit der Prägung im Elternhaus zu tun. Bei uns war es offen und locker, aber eben innerhalb der Familie. Bei Festen war viel los, aber auch nur Familie. Mein Vater hatte immer viel mit Menschen zu tun und als Chef von hunderten Leuten hatte er sich auch eine gewisse Art angeeignet, privat und beruflich getrennt. Es gab viele Neider, Freunde hatte er eigentlich nicht. Meine Mutter ist anders, aber ordnete sich irgendwie unter, passte sich an. Bei Geburtstagen, Silvester oder was auch immer, wenn, dann immer nur Familie, Freunde meiner Eltern gab es da nicht.

Und irgendwie wurden wir als Kinder wohl auch davon geprägt. Die Leute die ich kenne, die immer etliche Leute um sich haben und viel machen, da sind schon die Eltern so.

Ich bin ja eigentlich auch sehr kontaktfreudig und nicht schüchtern, aber irgendwie ist was eigenbrödlerisches da, was einen hemmt. Vielleicht will man (ich) sich nur nicht tiefgründiger mit anderen Leuten befassen. Denkbar.

15.06.2010 18:51 • #9


Crazy: Das ist das erste Mal, das ich von dir so offene Worte höre, das finde ich toll
OHNEPEP: Sorry ich meinte das nicht böse
Viel Spaß beim Freunde suchen.
Ich habe immer viele neue Bekanntschaften geschlossen, bin da sehr offen, aber Freundinnen ohne die ich nicht leben könnte, gibt es nur zwei und die sind die Größten!
liebe Grüße Nicole
Nicht böse sein!

15.06.2010 19:30 • #10


Zitat von Nicole72:
Crazy: Das ist das erste Mal, das ich von dir so offene Worte höre, das finde ich toll

Ja ich mache mir schon so meine Gedanken, schon lange. Und ich sehe es ja auch an meinem Bruder, wobei der ein anderes Leben hat als ich (Firma, Haus, 2 Kinder). Da kümmert sich auch nur die Frau um die Freundschaften und nicht wenige. Meinem Bruder ist das oft zu viel, aber der hat, im Gegensatz zu mir, auch den Kopf mit seiner Firma voll. Aber er ist eben auch irgendwie so, wie ich es bei mir sehe.
Und seine Frau kommt eben auch aus einer anderen Familie (Eltern Lehrer). Da war ständig die Bude voll, bei Feiern wie Silvester waren da immer 4 oder 5 befreundete Paare da. Die waren Hans Dampf in allen Gassen. Und so ist halt auch meine Schwägerin. Es liegt eben an der Kindheit.

15.06.2010 19:49 • #11


Ja, bei mir liegt alles an der Kindheit

15.06.2010 19:54 • #12


Das Problem ist halt auch, ob es einen belastet oder ob man sich gut fühlt, wenn man was ändert.

15.06.2010 19:59 • #13


Na,ja, also wenn ich es schaffe Nein zu sagen, anderen meine Grenze aufzuweisen, dann fühlt sich das erst immer gut an, aber hinterher kriege ich immer ein schlechtes Gewissen. Das ist ja z. B. ganz schön dumm...

15.06.2010 20:03 • #14


Wenn Du zu Deinen Entscheidungen stehst, dann musst Du auch kein schlechtes Gewissen haben.

15.06.2010 22:39 • #15


Stimmt

16.06.2010 08:36 • #16


jofako
Hallo zusammen,

bin gerade in diesem Forum gelandet . Kurz etwas zu mir: Ich lebe 9 km von Berlin entfernt, bin aber fast täglich in Berlin da ich dort arbeite. Ich bin 52 Jahre alt, habe zwei Söhne, einer lebt noch bei mir (aber nicht mehr lange).

Es wäre toll Leute zu finden, die gemeinsam etwas unternehmen wollen. Ich gehe gern ins Kino , Theater, spiele gern und quatsche gern herum-mal ernst, gern aber auch sehr humorvoll. Ob dann die Chemie stimmt um öfter etwas gemeinsam zu unternehmen, wird sich zeigen, aber der erste Schritt muss und will getan werden.

Also, wer Lust hat- uuuunnnd Schritt


Jofako

06.12.2014 08:30 • #17



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