Hallo zusammen,
ich bin 28 Jahre alt und komme aus Bielefeld.
Ich bin neu hier und froh dieses Forum gefunden zu haben indem ich offen schreiben kann und hoffentlich auch verstanden werde.

Vorwort:
Ich leide an einer Sozialen Phobie und bin seid ca. 4 Monaten erstmals in Therapie, naja ehergesagt bekomme ich von meinem Arzt SNRI (Cymbalta) und übe eine Selbsttherapie aus.
Es geht mir auch schon viel besser und kann fast alles machen, was mir vor kurzem noch schwer fiel.

Ich kann nicht genau sagen wann es anfing, es waren einzelne Situationen wo ich merkte das ich nicht nur Kontaktscheu oder ziemlich schüchtern bin, sondern mehr dahinter stecken muss. Sobald ich im Mittelpunkt stand, fingen die Symptome an: Das zittern beim essen, rot werden, Schweißausbrüche, Versprecher, Kloß im Hals usw. Mein Arzt diagnostizierte sofort die Soziale Phobie.
Nun nehme ich 120mg Duloxetin (Cymbalta) täglich, stelle mich Woche für Woche mehr in Mittelpunkt und fühle mich auch immer besser bzw. freier.
Auch im Beruf muss ich immer mehr im Mittelpunkt stehen, was meiner Selbsttherapie zugute kommt. Mit Venlafaxin hatte ich anfangs große Probleme morgens aufzustehen und bekomme deshalb nun Duloxetin, was ich wesentlich besser vertrage.

Heute:
Ein Außenstehender würde nie denken dass ich eine Soziale Phobie habe.
Das konnte ich immer sehr gut verstecken und hatte Situationen gemieden, wo ich aufallen könnte.

Nun geht es mir zwar schon sehr gut und meide fast keine Situation mehr, aber eins ist geblieben. Die Angst Frauen anzusprechen oder neue Kontakte zu knüpfen.
Wahrscheinlich habe ich das einfach nur in den letzten Jahren verlernt, aber ich würde gern offen über mich sprechen und da ist auch schon das Problem.
Aussenstehende können das zwar akzeptieren aber nicht nachempfinden.
Das war unter anderem auch ein Grund warum ich nun Single bin.
Deshalb möchte ich vorerst nicht so offen mit anderen darüber sprechen.
Sondern wende mich hier an das Forum.

Durch die Phobie ist auch mein Freundeskreis ziemlich geschrumpft und seid fast 2 Jahren bin ich nun leider Single.
Ich würde am liebsten eine Person kennen lernen, die genau wie ich weiß, dass so manche Situationen oder auch nur die Vorstellung daran, einem die Luft zum Atmen nehmen kann.

Ich habe oft gehört dass ich aufgrund meines Aussehens bestimmt keine Probleme habe eine Frau kennenzulernen. Und kaum einer glaubt mir das ich schon so lange Single bin. Das macht das ganze aber leider noch schwieriger, denn ich wirke dann eher arrogant, vergeben oder eingebildet wenn ich die Flucht ergreife, sobald ich ne Zeit lang beobachtet werde.


Kontaktsuche:
Wie und wo kann ich nun jemanden kennen lernen, die mich versteht und meinen obigen Text nachempfinden kann ? Ich hoffe hier !
Ich möchte mich nicht mehr einsam fühlen.
Falls jemand sonst eine Idee hat, wie am besten neue Freunde oder noch besser eine Partnerin findet, wäre ich dankbar über eure Antworten.

Hoffe das sich jemand meldet.

Viele Grüße
Dennis

16.01.2010 06:29 • 07.12.2014 #1


12 Antworten ↓


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#define Frau Elefant

Und schon klappt es auch mit dem Ansprechen.
Zitat von das-streben-nach-glück:
und seid fast 2 Jahren bin ich nun leider Single.

Du hattest eine Freundin? Warum ist die Beziehung auseinander gegangen? Wenn ihr noch zusammengeblieben wärt, dann wärst Du nicht Single.

Bielefeld...

16.01.2010 18:38 • #2


@dccbbba

Vielleicht magst du Dich ja auch vorstellen? Zu wissen, mit wem man sich "unterhält" erhöht eindeutig diue Gesprächsbereitschaft.

16.01.2010 22:33 • #3


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#define Betreuer Idiot

17.01.2010 09:15 • #4


Ich bin Single weil die Phobie mit ein Thema war!

Sie wollte immer unter Leute, und ständig ihren Freundeskreis erweitern und konnte mich nicht verstehen!

18.01.2010 21:31 • #5


Hallo, ich als sozio-phobisches Nordlicht ^^ grüße dich mal ganz herzlich.
Feuerwolf

18.01.2010 23:32 • #6


Hallo Dennis,

hat mich gefreut zu lesen, dass es auch noch anderen in dieser Stadt geht wie mir. Als ich deinen Betrag gelesen habe, habe ich mich mal schnell registriert. Was du schreibst, kenne ich gut. Bin 29 (m) und hatte schon in der Uni extreme Schwierigkeiten. Die Diagnose soziale Phobie kam bei mir auch erst vor ein paar Monaten. Habe Venlafaxin genommen: Katastrophe! Seither nehme ich nichts mehr ein.
Wobei ich übrigens kein Problem damit habe im Mittelpunkt zu stehen, wenn ich aktiv sein kann - z.B. reden. Kann es gut überspielen. Manchmal. Nervös bin dann zwar auch, aber richtig übele Symptome kriege ich, wenn ich passiv sein muss, in Seminaren oder so. Zum Glück ist mein Studium endlich abgeschlossen, ein einziger Durchhaltewettbewerb mit mir selbst.
Auch kann ich schlecht abbeiten, wenn mir Menschen gegenüber sitzen. Bin etwas paranoid und misstrauisch, obwohl ich das nicht will. Angst vor Ablehnung, etc.pp. Tja.
Auch mein Freundeskreis ist seit der Abizeit stark geschrumpft. Tue mich auch recht schwer Leute kennen zu lernen. Habe Gott sei Dank meine Freundin, die mir seit vielen Jahren die Treue hält. Sie versteht mich, da auch sie psychisch krank ist. Also wenn du Lust hast dich mal zu treffen, dann sag Bescheid. So etwas wie eine Selbsthilfegruppe gibt es Bielefeld leider nicht. Die nächste ist in Paderborn, soweit ich weiß.

Solidarischen Gruß,

Tom (Bielefeld)

02.03.2010 17:31 • #7


...wer suchet, der findet...


GRUPPE Selbsthilfegruppe Angst- und Panikattacken
ORT Bielefeld
STICHWORTE Angststörungen, Panikanfälle, Ängste
Kontakt über
KONTAKTSTELLE Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld
Öffnungszeiten:
montags, mittwochs und donnerstags 10.00 bis 13.00 Uhr sowie dienstags 15.00 bis 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung
TELEFON (0521) 96 406 96
E-Mail
WWW
FAX (0521) 96 406 97
ADRESSE Stapenhorststr. 5, 33615 Bielefeld

04.03.2010 23:28 • #8


Zitat von dccbbba:
Bielefeld...

Sehr verdächtig...

05.03.2010 23:40 • #9


Dabei handelt es sich um eine Plattform für Selbsthilfegruppen. Ich habe da schon mal angerufen. Es gibt leider z.Z. keine Gruppe für Sozialphobiker. Aber trotzdem Danke für die Recherche.

Gruß, Tom

06.03.2010 14:02 • #10


Dann gründe vielleicht eine Gruppe. Oft sind diese Gruppen auch nicht so gut besucht und man ist besser dran, etwas weiter zu fahren. Das gilt natürlich für alle Gruppen, nur gerade bei Phobikern stellt das natürlich das Problem dar. Weite Wege gehen meist nicht. Aber so oder so hilft nichts anderes. Wenn bsp.weise hier sich zwei oder drei aus dieser Gegend finden, die etwas machen wollen, können sie zusammen so eine Gruppe gründen und erhalten durch diesen Kontakt Unterstützung für ihr Vorhaben.

Ein guter Gedanke, der es wert ist drüber nachzudenken.

14.03.2010 14:25 • #11


Hallo Dennis,

Ist wohl etwas spät, wenn du das liest ich würde dich sehr gerne kennenlernen.

07.12.2014 17:28 • #12


hallo das-streben-nach-glück!

ich kenne dass was du beschreibst. bei mir hat damals meine sozialphobie in der unterstufe angefangen, und als ich dann die schule gewechselt habe ist es noch schlimmer geworden.
ich schaffte es lange nicht irgendeinen anschluss zu finden und litt unter panikatacken, erröten, zittern und übelkeit. wegen diesen dingen wurde ich auch eine zeit lang gemobbt, einfach weil die mitschüler meine schüchternheit als arroganz deuteten und ich im übrigen einen sehr eigenartigen eindruck machte. mit 16 fing ich dann mit einer hypnosetherapie und medikation an. tresleen, heute gladem. mir halfen diese beiden dinge gemeinsam sehr gut.

das thema sozialphobie kommt zwar immer wieder hoch. mir helfen die medikamente dann aber jedesmal auch wieder sehr.
die hypnose therapie kann ich auch nur weiter empfehlen. (mache ich im moment wieder, aber aus anderen gründen)

wenn man eine große schüchternheit jemandem gegenüber verspürt hilft es auch oft wenn man der person auch genau das sagt. die person kann sich dann darauf einstellen und wird vielleicht eher selbst die initiative ergreifen. oder man lernt vl etwas neues über die person. und es gibt genug frauen die sich für sensible, 'schüchterne' männer interessieren!

ich hoffe das hilft ein wenig.
lg

07.12.2014 18:34 • #13




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