Hallo,
nur eine kurze Frage:
Ist es sinnvoll sich zu seiner Sozialen Phobie zu bekennen, sich also sozusagen zu "outen"?
Hilft es einem weiter, wenn man offen damit umgeht, oder macht es die Sache noch schlimmer, weil alle die schon immer gedacht haben das man "sonderbar" ist nun wissen das man ein "Problem" hat?
Grüße,
Narumwur

20.03.2008 13:10 • 06.04.2008 #1


14 Antworten ↓


Hm, ich denke dass kommt sehr stark darauf an, wie du bisher selber mit deinen Problemen umgegangen bist, und wie die Mitmenschen bisher darauf reagiert haben.

Mich halten dadurch einfach viele für spießig oder einfach zu dumm.
Würde ich es jetzt offen sagen, nehme ich an die Tatsäche eines ernsthaften Problems würde evtl. nur als "Ausrede" angesehen werden, und es würde irgendwie falsches Mitleid rüber kommen, hoffe du verstehst was ich meine.

Ich behalte das lieber für mich, und hoffe, das meine bald beginnende Therapie auch dazu beitragen wird, dass es bald besser wird.

LG Silent

20.03.2008 14:05 • #2


Nachteule
Hallo,

aus meiner Erfahrung, kann ich sagen daß ein offener Umgang mit der SP schon besser ist. Für sich selbst und mit den Leuten in seinem/ihrem Umfeld. Und Leute die sich über SP oder andere psychische Probleme mokieren spreche ich die soziale Kompetenz ganz eindeutig ab. Manchmal nimmt man sich selbst durch das Verschweigen die Chance für ein besseres Verständnis. Trotzdem ist es nicht schlecht abzuwägen. Einem Chef würde ich das in meinem Fall zwar auch nicht unbedingt auf die Nase binden. Aber manche Leute sind vielfach auch sensibler als andere gegenüber psychischen Problemen. Und ab und an hat man sogar das Glück solche Menschen zu erkennen.

LG,

Nachteule

21.03.2008 14:27 • #3


Hallo,

Ich schätze es stellt sich die Frage warum DU Jemandem davon erzählen möchtest oder eben nicht...eine soziale Phobie ist ja keine seltene Krankheit, deren "Symptome" NIEMAND verstehen kann...aber wenn Du Dir davon irgendeine Reaktion "erwartest" oder "befürchtest" - dann lass es eben...Wenn mir Jemand von einer "Diagnose" erzählt - dann möchte ich eigentlich auch gerne dazu wissen, was derjenige dagegen tut, ob und wie er sich behandeln und helfen läßt, oder ob ich sogar irgendetwas tun kann...weißte was ich meine? Aber ich sag das mal dazu - damit keine Missverständnisse aufkommen - ich bin fest davon überzeugt, dass JEDER der zum Psychologen/Therapeuten/Neurologen geht auch wenigstens mit einem "Diagnoseverdacht" bedacht wird...Ich kenne NIEMANDEN der von sich sagen würde völlig rund zu laufen und im Einklang mit Körper/Geist und Seele zu sein...Leute die zu einem Thera/Psychologen oder Neurologen gehen fühlen sich aber "krank"...und das ist doch nur wichtig...das und das diese Leute etwas tun um sich wieder besser/gesünder zu fühlen.

Wir alle kennen Leute, die ganz offensichtlich und ständig ein Verhalten ausleben, dass wir ganz intuitiv als "ungesund/krank" oder sogar als aggressiv und übel empfinden...aber das heißt ja nicht, dass die das selbst auch so empfinden...und dagegen irgendwas tun möchten...wenn mir so Jemand sagen würde "Du ich hab ne soziale Phobie", dann würd ich vermutlich genauso intuitiv vermuten, dass der/diejenige mir das sagt, damit ich zukünftig MEIN Verhalten ändere...kommt ja immer drauf an, wie gut man Jemanden kennt oder inwieweit das relevant für unsere Beziehung ist. Ich hab Freunde, die sind ähnlich gestrickt wie ich, wenn die sagen, sie haben keine Lust dies oder jenes zu unternehmen oder dass sie sich mal ne Auszeit gönnen, dann ist das völlig in Ordnung,dann lass ich sie halt in Ruhe und freu mich dass sie sich die Zeit und Muße gönnen sich zu sammeln, ein bißchen rumzugammeln o.ä...dann gibt es aber auch Freunde, die sagen sowas aber wollen unbedingt, dass man sich gerade dann um sie bemüht, sie versucht zu motivieren, zu unterhalten, abzulenken o.ä....

Wie gesagt, deshalb würd ich sagen, erstmal ist es wichtiger, dass DU weißt, warum und weshalb Du vielleicht der einen oder anderen Person von Deiner sozialen Phobie erzählen möchtest oder eben auch nicht...was Dein jeweiliges Gegenüber damit "anfangen" kann und will oder wie er/sie reagieren wird, kannst Du nicht voraussagen...aber was Du damit bezwecken/vermeiden willst, das weißt Du schon

21.03.2008 14:53 • #4


Hallo, ich schreibe mal einfach was dazu:).
Ich würde es nur Leuten sagen die man schon länger kennt und von denen man weiß das man sich ihnen anvertrauen kann. Es ist sicher nicht richtig zu sagen "Ich kann das und jenes nicht machen, du musst Rücksicht auf mich nehmen weil ich eine soziale Phobie habe.." Aber ich finde es wichtig drüber zu sprechen (auch außerhalb der Therapie), weil man dann auch Unterstützung bekommt. Vorausgesetzt natürlich man tut auch was und belässt es nicht einfach beim Verbreiten der Diagnose. Deshalb würde ich es auch nicht gleich jedem unter die Nase binden.

Ich habe keine richtige soziale Phobie, würde das eher als starke Unsicherheit beschreiben. Ich habe es einer Freundin erzählt die ich ewig kenne. Am Meisten hilft es mir aber, dass meine Familie bescheid weiß.
Liebe Grüße

21.03.2008 18:24 • #5


Mhmm...also mir hilft der wirklich sehr offene Umgang damit sehr gut. Ich kann auch mit anderen darüber sprechen und habe erst dadurch festgestellt, wie viele Leute in meinem Bekanntenkreis solche oder ähnliche Probleme haben.

Meine jetzige beste Freundin habe ich dadurch erst richtig kennengelernt und es fällt mir viel einfacher mit ihr (auch angstkrank) etwas zu unternehmen, denn sie versteht zu 100% was los ist.

Bei mir ist es so, dass ich trotzdem keinerlei Mitleid erwarte, ich aber schon Verständnis von meinen Freunden erwarte, wenn ich einfach einen beschissenen Tag habe. Denn ich habe eine Krankheit und muss mich dafür nicht schämen. Es ist mir trotzdem immer unangenehm, wenn ich sie enttäusche, aber ich mache das ja nicht absichtlich.

Allerdings würde ich es bei Bewerbungsgesprächen auch niemandem auf die Nase binden, aber ich glaube, dass wenn man mich fragt (nach gesundheitlichen Einschränkungen), dass ich ehrlich wäre.

Aber ich denke auch, dass es jeder selbst wissen muss. Ich würde mich soooo schrecklich fühlen, wenn ich das für mich behalten würde und niemals sagen könnte: "Ich habe grad Angst!".

LG
marie

21.03.2008 19:19 • #6


spainwolf
Hallo an alle

ich spräche über meine Krankheit mit den Leuten sehr offen (Agoraphobie) und das bringt mir sehr viel, das ist wie eine kleine Therapie.
Und du wirst sehen auf einmal bist du nicht alleine mit deiner Krankheit.

ich wünsche dir viel Kraft

gruss

spainwolf

21.03.2008 22:51 • #7


Guten Morgen,

da ich der selben Meinung wie spainwolf bin, kann ich euch auch
nur raten, euch zu der Krankheit (denn das ist sie ja) zu bekennen,
es lebt sich leichter.

Seit meine Leute im Büro wissen, dass ich unter PA's leide, habe ich weniger Druck; ich muß mich nicht verstecken, keine Ausreden erfinden.... mal wieder der Kreislauf ... usw.

Schöne Ostern
Michael

22.03.2008 11:43 • #8


Wie Panaque schon geschrieben hat (falls ichs nochmal wiederholen darf:) ), fand ich auch interessant zu erfahren, dass es anderen manchmal genauso geht in sozialen Situationen, nur das die keine richtige soziale Phobie haben.

Ich finde es aus dem Grund unangenehm mit Freundinnen darüber zu sprechen, die auch eher zurückhaltend sind. Wenn ich denen sage, dass ich wegen dem Problem, was sie ja auch in gewisser Weise haben eine Therapie machen, sehen sie sich vielleicht irgendwie persönlich "angegriffen". Manchmal würde ich es gerne erzählen, aber dann passt es einfach nicht ins Gespräch oder ich weiß nicht wie ich es einbringen soll.

Und ab und zu frage ich mich dann ob ich überhaupt das Recht auf eine Therapie habe, oder ob ich meine Problem nur zu wichtig nehme. Vor allem weil Kommunikationsprobleme ja viele Menschen zu haben scheinen und eine richtige soziale Phobie habe ich wohl nicht, jedenfalls hat mir die Therapeutin keine solche direkte "Diagnose" gegeben.
Dem Fragebogen zu Folge bin ich sehr ängstlich (zu 91%). Also schon ängstlicher als der Durchschnitt.
Aber manchmal da kommen mir meine Probleme so unglaublich banal vor und es ist mir unangenehm diese banalen Dinge die mich belasten in der Therapie zu besprechen, weil ich mir dabei etwas lächerlich vorkomme.

Ab wann spricht man überhaupt von "sozialer Phobie" und wie wurde das bei euch "festgestellt". Anhand eines Fragebogens oder durch Gespräche? Wurde euch gleich zu Anfang der Therapie diese Diagnose gegeben?
Ich hoffe ich entfremde mit den Fragen das Oberthema nicht zu sehr. Aber um anderen sagen zu können, was man überhaupt hat, wäre es ja ganz hilfreich, wenn man einen Begriff/Diagnose dafür hat.
Liebe Grüße

22.03.2008 17:34 • #9


Manchmal habe ich das Gefühl wir sind alle nur Menschen mit verschiedenen und gleichen Eigenschaften, aber es ist trotzdem so schwer miteinander umzugehen.
Heute habe ich mit einer Freundin getroffen, bei der ich so vieles an mir selber wiedererkenne, es ist so als würde ich sie sein. Aber ich glaube ich könnte nicht so offen darüber sprechen, was ich von ihr denke, was ich mir für Gedanken mache und ob sie die gleichen Gedanken hat (zum Beispiel wenn wir uns unterhalten oder wenn das Gespräch stoppt und man sich peinlich berührt gegenüber sitzt). Die Unsicherheit ist dann beinahe zum greifen da und trotzdem sitzt man nur still da. Dabei will man sich unterhalten, weil man sich mag, aber es gibt Situationen die so verdammt unangenehm sind (wie sich gegenüber sitzen und nicht wissen was man anstellen soll)..

23.03.2008 16:58 • #10


schade, das niemand antwortet..War die Frage blöd oderso??

25.03.2008 18:28 • #11


Hallo Ihr!!
erstmal danke für die Antworten. Ich will mal auf ein paar eingehen:

Zitat von Silent:
Hm, ich denke dass kommt sehr stark darauf an, wie du bisher selber mit deinen Problemen umgegangen bist, und wie die Mitmenschen bisher darauf reagiert haben.

Ich bin sehr schlecht damit umgegangen, ich wusste noch nie wie ich damit umgehen soll.

Zitat von Silent:
Mich halten dadurch einfach viele für spießig oder einfach zu dumm.

Dumm kommt bei mir sicher auch vor. Da ich aber grundsätzlich mit Kollegen nichts unternehme und auch bei Geburtstagsfeiern durch Abwesenheit glänze, glauben die meisten, das ich mich für was besseres halten würde und ziemlich Arrogant bin ( Stoffwechselendproduktausscheidungsorgan ( Hihi, Schimpfwörter werden hier zensiert... ) ist das Wort das in den Sinn kommt ) . Die anderen halten mich für seltsam.

Zitat von Silent:
Würde ich es jetzt offen sagen, nehme ich an die Tatsäche eines ernsthaften Problems würde evtl. nur als "Ausrede" angesehen werden, und es würde irgendwie falsches Mitleid rüber kommen, hoffe du verstehst was ich meine.

Ich weiß nicht, ob man um Mitleid zu erregen so etwas benutzt, es hängt dabei aber sicher davon ab wie man es darstellt.

Zitat von unsicher:
Ich würde es nur Leuten sagen die man schon länger kennt und von denen man weiß das man sich ihnen anvertrauen kann. Es ist sicher nicht richtig zu sagen "Ich kann das und jenes nicht machen, du musst Rücksicht auf mich nehmen weil ich eine soziale Phobie habe.."

Ich würde es mal ganz verdreht ausdrücken:
"Ich sage dir, das ich eine Soziale Phobie habe und zwar deshalb damit ich dieses und jenes machen kann. Denn da ich weiß, das du es weißt, kann ich viel ungezwungener mit dir umgehen. Ich muss keine Bewertung von dir mehr fürchten, weil ich sie schon kenne.

Zitat von Panaque:
Mhmm...also mir hilft der wirklich sehr offene Umgang damit sehr gut. Ich kann auch mit anderen darüber sprechen und habe erst dadurch festgestellt, wie viele Leute in meinem Bekanntenkreis solche oder ähnliche Probleme haben.

Das wäre der zu wünschende Effekt. Nur ist mein Bekanntenkreis nach über 20 Jahren sehr überschaubar.

Zitat von unsicher:
Aber manchmal da kommen mir meine Probleme so unglaublich banal vor und es ist mir unangenehm diese banalen Dinge die mich belasten in der Therapie zu besprechen, weil ich mir dabei etwas lächerlich vorkomme.
Ab wann spricht man überhaupt von "sozialer Phobie" und wie wurde das bei euch "festgestellt".

Ab wann man von sozialer Phobie spricht kann ich dir nicht exakt sagen, bei mir ist das auch noch nie diagnostiziert worden. Allein deshalb weil ich bisher noch nie auch nur irgend jemandem, speziell noch nie einem Therapeuten mein "Problem" geschildert habe. Ich wusste bis vor kurzem nicht, dass es sowas wie eine Soziale Phobie gibt. Ich habe zufällig im Radio davon gehört, und die Beschreibung der Symptome war eine exakte Beschreibung von mir, es fehlt als Symptom nur noch mein Name. Seitdem kämpfe ich nun mit mir, den Mut zu fassen mich an einen Psychotherapeuten zu wenden. Deshalb ja auch meine Frage nach dem Umgang im Umfeld. Ob man durch ein Outing ein wenig Sicherheit im näheren Umfeld zurückgewinnen kann.

Zitat von unsicher:
schade, das niemand antwortet..War die Frage blöd oderso??
Ha, hab ja doch geantwortet!

Gruß,
Narumwur

PS: Apropos Psychotherapeuten, der Link "Psychotherapeuten" auf der linken Seite führt ins Nirvana...

31.03.2008 00:14 • #12


hi unsicher,

ich finde süß und nachvollziehbar, was du schreibst. kommst jedenfalls sehr reflektiert rüber. find ich gut.
zu dem punkt: peinliches anschweigen - wenn du mal mit jemandem schweigen kannst und findest es nicht peinlich, hast du einen ganz tollen freund gegenüber....in allen andern fällen ist es nicht so schlimm. du bist schließlich keine moderatorin, die die leute unterhalten muss, oder?

für den notfall: unerklärlicherweise ist es ziemlich unterhaltsam, sich über namen zu unterhalten. wie nenne ich mein kind im besten und schlechtesten fall? was ist der wohl schlimmste name der welt? bei dem thema werden viele sehr kreativ. das fängt meistens damit an, dass einer sagt, meine kollegin hat ein kind gekriegt und das heißt:.... oder: in amiland nennen sie ihre kinder dienstag und sonne und bei uns geht das nicht....

ich hab auch zwei an sich zweifelnde freundinnen, die trotzdem nicht meine "anderen macken", nenn ich´s mal, haben und mit denen kann ich mich eigentlich perfekt über meine probleme unterhalten. die eine ist auch ziemlich schüchtern, weiß aber, dass sie sonst normal ist. ich dagegen muss meinen psychosomatischen beschwerden (schwitzen, schwindel, etc.) auf den grund gehen und von daher ist es ein anderes problem als reine schüchternheit und das sehen sie auch so.

was genau der begriff sozialphobie bedeutet ist wahrscheinlich egal. es müssen ja nicht irgendwelche fremden für dich etwas definieren, damit du dich besser in eine schublade stecken kannst. so weit ich weiß, nennt man so eine übertriebene schüchternheit.

aber ich glaube, ursachenbekämpfung ist wichtiger als dass man weiß, wie man seine beschwerden benennen soll...und wenn dir die therapie hilft, mach sie. sicher gibt es kränkere (gibt es das wort?) leute, aber seelenschmerzen kann eh nur jeder selbst beurteilen. man muss sich nicht schämen, dass man hilfe nimmt. also nimm, was du kriegen kannst. es gibt so viele schlimmere jammerlappen auf der welt. ich glaube nicht, dass du übertreibst, wenn du sagst, es geht dir schlecht.

meine schüchterne freundin hat übrigens unbewusst die taktik entwickelt, immer die schüchterne zu sein. fertig. sie sagt offen, nein vorträge halten ist nicht ihr ding. und im mittelpunkt steht sie auch nicht gerne. aber sie ist in zweiergesprächen ziemlich lebhaft und gleicht es dadurch wahrscheinlich aus.
ich finde jedenfalls, sie ist eine toughe coole frau. und sie denkt trotzdem, sie ist aschenputtel und voll peinlich. na ja. bestimmt bist du auch ganz in ordnung. erinnerst mich jedenfalls an sie.
von daher denke ich, ist konfrontation nicht das schlechteste. sag einfach in situationen, die du nicht magst, dass du dich dabei unwohl fühlst und warum. die meisten leute, die ich kenne, haben auch eine art schaden und deshalb finden es viele ok. vielleicht kommst du sogar ins gespräch.


boah, hab ich viel geschrieben, hoffe, es passt noch zum thema...
iebe grüße

31.03.2008 01:05 • #13


Hallo Narumwur und tropfen. Danke für eure Antworten
@ Narumwur: Vielleicht würde es dir helfen erst mit einem/r Therapeuten/in darüber zu sprechen. Ich kann seitdem ich die Therapie mache leichter darüber sprechen (bisher mit einer Freundin und meinen Eltern). Ich glaube viele Leute können das verstehen, wenn man ihnen davon erzählt, weil jeder so seine Schwächen und Probleme hat und wenn man ihnen von den eigenen Schwächen erzählt, dann werden sie einen dafür nicht kritiseren, sondern ganz im Gegenteil, sich einem zuwenden und unterstützen, vorrausgesetzt es handelt sich um einem vertraute und aufrichtige Personen).
Ich kann erst darüber sprechen seit ich die Therapie mache, weil ich dann sagen kann ich arbeite an diesem Problem..

@tropfen:freut mich dass du das was ich schreibe nachvollziehbar findest:)
Oft denke ich schon ich muss die Leute unterhalten, schließlich beschweren sich so viele immer das ich zu still bin.
Über Namen habe ich mich noch nie unterhalten:). Lustige Idee eigentlich.
Ich bin eher unfreiwillig die Schüchterne, muss aber zugeben das ich es auch selten mal ganz gerne bin:). Was ich nicht mag ist, wenn ich als unscheinbar und langweilig wahrgenommen werde(kommt leider aber immer wieder vor, vor allem bei Leuten die ich nicht gut kenne).
Stimmt viele Leute haben irgendetwas, was nicht perfekt ist. Schaden würde ich es nicht nennen:), aber Schwächen halt. Das verliert man schnell aus den Augen wenn man immer denkt sich umöglich zu verhalten, dumm und minderwertig zu sein, weil man in sozialem Umfeld so unsicher ist.
Ich fand das was du geschrieben hast passte super zum Thema!
Machst du momentan eine Therapie oderso?
Liebe Grüße

31.03.2008 15:58 • #14


hi unsicher,

freut mich, dass ich nix doofes geschrieben habe und es zum thema passte...

nein, ich mache momentan keine therapie, danke der nachfrage (is vielleicht mal wieder fällig) - ich zehre noch von der letzten

das mit der schüchternheit ist so eine sache - mal ist sie ganz passend, mal so gar nicht. gar nicht bemerkt zu werden, ist auch nicht so toll.

ich glaube, erfahrungswerte sind am wertvollsten beim menschenumgang - nur dass schüchterne menschen logischerweise weniger davon haben, weil sie sich nicht ständig in ätzende situationen bringen wollen...und sich nicht ständig im mittelpunkt bewundert sehen wollen.

im übrigen, hab ich einen recht extrovertierten freund, dem ich sachen auf den kopf zu sagen kann, und wir mögen es beide.

das ist bei mir ein kleiner ausgleich. trotzdem ist meine angst vor menschen nicht weg, aber es relativiert sich durch ihn, weil er ziemlich brutal nach vorne geht mit seiner meinung. (auch wenn ich mich dafür schämen würde, mag ich es, dass er es so frei von der leber macht).

wünsche dir was....
bis demnext
tropfen

07.04.2008 00:00 • #15




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