Hallo Ihr!!
erstmal danke für die Antworten. Ich will mal auf ein paar eingehen:
Zitat von Silent:Hm, ich denke dass kommt sehr stark darauf an, wie du bisher selber mit deinen Problemen umgegangen bist, und wie die Mitmenschen bisher darauf reagiert haben.
Ich bin sehr schlecht damit umgegangen, ich wusste noch nie wie ich damit umgehen soll.
Zitat von Silent:Mich halten dadurch einfach viele für spießig oder einfach zu dumm.
Dumm kommt bei mir sicher auch vor. Da ich aber grundsätzlich mit Kollegen nichts unternehme und auch bei Geburtstagsfeiern durch Abwesenheit glänze, glauben die meisten, das ich mich für was besseres halten würde und ziemlich Arrogant bin ( Stoffwechselendproduktausscheidungsorgan ( Hihi, Schimpfwörter werden hier zensiert... ) ist das Wort das in den Sinn kommt ) . Die anderen halten mich für seltsam.
Zitat von Silent:Würde ich es jetzt offen sagen, nehme ich an die Tatsäche eines ernsthaften Problems würde evtl. nur als "Ausrede" angesehen werden, und es würde irgendwie falsches Mitleid rüber kommen, hoffe du verstehst was ich meine.
Ich weiß nicht, ob man um Mitleid zu erregen so etwas benutzt, es hängt dabei aber sicher davon ab wie man es darstellt.
Zitat von unsicher:Ich würde es nur Leuten sagen die man schon länger kennt und von denen man weiß das man sich ihnen anvertrauen kann. Es ist sicher nicht richtig zu sagen "Ich kann das und jenes nicht machen, du musst Rücksicht auf mich nehmen weil ich eine soziale Phobie habe.."
Ich würde es mal ganz verdreht ausdrücken:
"Ich sage dir, das ich eine Soziale Phobie habe und zwar deshalb damit ich dieses und jenes machen kann. Denn da ich weiß, das du es weißt, kann ich viel ungezwungener mit dir umgehen. Ich muss keine Bewertung von dir mehr fürchten, weil ich sie schon kenne.
Zitat von Panaque:Mhmm...also mir hilft der wirklich sehr offene Umgang damit sehr gut. Ich kann auch mit anderen darüber sprechen und habe erst dadurch festgestellt, wie viele Leute in meinem Bekanntenkreis solche oder ähnliche Probleme haben.
Das wäre der zu wünschende Effekt. Nur ist mein Bekanntenkreis nach über 20 Jahren sehr überschaubar.
Zitat von unsicher:Aber manchmal da kommen mir meine Probleme so unglaublich banal vor und es ist mir unangenehm diese banalen Dinge die mich belasten in der Therapie zu besprechen, weil ich mir dabei etwas lächerlich vorkomme.
Ab wann spricht man überhaupt von "sozialer Phobie" und wie wurde das bei euch "festgestellt".
Ab wann man von sozialer Phobie spricht kann ich dir nicht exakt sagen, bei mir ist das auch noch nie diagnostiziert worden. Allein deshalb weil ich bisher noch nie auch nur irgend jemandem, speziell noch nie einem Therapeuten mein "Problem" geschildert habe. Ich wusste bis vor kurzem nicht, dass es sowas wie eine Soziale Phobie gibt. Ich habe zufällig im Radio davon gehört, und die Beschreibung der Symptome war eine exakte Beschreibung von mir, es fehlt als Symptom nur noch mein Name. Seitdem kämpfe ich nun mit mir, den Mut zu fassen mich an einen Psychotherapeuten zu wenden. Deshalb ja auch meine Frage nach dem Umgang im Umfeld. Ob man durch ein Outing ein wenig Sicherheit im näheren Umfeld zurückgewinnen kann.
Zitat von unsicher: schade, das niemand antwortet..War die Frage blöd oderso??
Ha, hab ja doch geantwortet!
Gruß,
Narumwur
PS: Apropos Psychotherapeuten, der Link "Psychotherapeuten" auf der linken Seite führt ins Nirvana...