Kannst du nicht einfach mal zum Erstgespräch beim Psychotherapeuten gehen, wayne? Den zahlt die Krankenkasse, wenn du hier einen aussuchst:
https://www.psychic.de/psychotherapeuten.phpDenn ich glaube, der Neurologe bringt dich nicht viel weiter im Moment. Sagst du ja auch selber, dass du mit dem unzufrieden bist, und dann kann es sinnvoll sein, den Arzt zu wechseln. Dann hättest du eine zweite Meinung zu deinem Problem und im Idealfall würdest du dich bei dem auch noch besser aufgehoben fühlen.
Kann ja quasi nur besser werden.
Keine Luft bekommen, Brustschmerzen, Magen-Darm-Probleme.. kenn ich aus meiner Zeit mit der Agoraphobie auch. Was sind denn das für Anfälle, die du hast, beschreib das bitte mal. Kann ja auch sein, dass du falsch therapiert wirst. Dann bewegt sich natürlich nix vorwärts, das kann ja nur nach hinten los gehen.
Aber lass dir von deiner jetzigen Situation bitte nicht das ganze Leben vermiesen. Klar fühlt man sich da schei. und irgendwie hilflos, wie im falschen Film. Kenn ich auch. Aber wenn man sich zu sehr auf das Schlimme konzentriert, sieht man das Gute nicht mehr, das man im Leben noch hat.
Vielleicht wird es von alleine besser, vielleicht brauchst du ne andere Therapie oder andere Tabletten, damit es wieder bergauf geht. Aber deine Freunde haben schon Recht, auch, wenn's dir auf den Sack geht im Moment: Es wird schon wieder.
Glaub einfach mal dran, es stimmt. Kein Unglück bleibt für immer, auch, wenn es uns meistens so vorkommt. Genau so wenig wie immer Alles gut laufen kann, das gibt's auch bei keinem. Jeder hat so seine Problemchen. Du im Moment so einige. Das heißt aber nicht, dass das jetzt für immer so bleibt. Und selbst wenn es bleiben sollte, kann man trotzdem damit leben lernen. Ich bin auch auf einem Auge fast blind. Das geht nicht mehr weg. Lachen kann ich trotzdem.
Du kannst übrigens mal versuchen, dich selber auf "positiv" einzustellen. Kurz nachdem mein Papa plötzlich gestorben ist gab mir eine Therapeutin den Rat, jeden Tag ein paar Minuten lang ganz bewusst in mich zu gehen und mir zu sagen "Alles ist gut, so, wie es ist." Ich war natürlich damals total am Boden, mein Leben kam mir vor wie ein Trümmerhaufen. 4 Monate bis zum Abi, ich hatte Panikattacken und war mir ziemlich sicher, dass ich daran sterben würde, und mein Papa würde nie mehr aufwachen. schei. war das. Da war kein Licht am Ende des Tunnels, nicht mal ein ganz kleines. Ich hab überall nur schwarz gesehen, in jeder Richtung. Trotzdem hab ich angefangen, mir jeden Tag zwei- oder dreimal zu sagen: "Alles ist gut, so, wie es ist." Am Anfang wurde mir davon fast schlecht, weil ich fand, dass es gelogen war. Aber man kann sich selber sehr gut konditionieren, Gedanken lassen sich nämlich trainieren, Zuversicht kann man üben. Nach zwei, drei Wochen begann ich bereits, mich besser zu fühlen. Es war doch irgendwie Alles gut, wie es war. Die Welt war nicht mehr ganz so schwarz, bloß noch ein bisschen grau. Und nach ein paar weiteren Wochen hab ich auch wieder schöne Dinge sehen können. Nur, weil ich mir jeden Tag selbst gesagt hab, dass das Leben schon gut ist, wie es ist.
(Und, weil die Zeit halt doch irgendwie Wunden heilt.)
Wenn man sich etwas oft genug einsagt, dann glaubt man es irgendwann auch. Ist ein sehr wirkungsvoller Trick, den man leicht anwenden kann.
Und wenn du keinen Bock auf Party hast derzeit, wie wär's mal mit Kino oder Sport oder Essen gehen? Kann man doch auch gemeinsam machen, kostet auch nicht mehr als ein Abend in der Disse (sogar eher weniger), und man braucht keinen Alk. trinken, um dabei zu sein.
Liebe Grüße,
Bianca