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Mich quälen Panikattacken eigentlich an jedem ort.nicht nur unterwegs in Kaufhäusern oder überfüllten Räumen,nein sogar auch zuhause.egal ob ich allein bin oder jemand bei mir ist.gestern war es erst wieder soweit und ich habe mächtige probleme mich aus so einer situation wieder zu befreien!und dann kommt noch die Angst vor der Angst.da bin ich ein nervliches Wrack

20.09.2009 16:44 • 01.03.2020 #1


14 Antworten ↓


PanikStefan
Hallo Alex...

Bei mir ist es so, das ich gerade daheim diese Attacken habe. Schwindel, Brustschmerzen und schon gehts los... Dachte immer daheim sei ich sicher, aber irgendwie ist es besonders dort wo ich zur Ruhe komme.

Vielleicht liegt es auch da dran, dass bereis zweimal im Sept. der Notarzt anrücken musste wegen eines "angeblichen" Herzinfarktes!!

Habe heute meinen ersten Termin beim Psycho-Doc. Mal sehen was der so sagt!!

Dir wünsche ich alles Gute. Kann dir leider noch nicht so viele Tipps geben, da ich "neu" auf dem Gebiet bin.

Lg Stefan

21.09.2009 05:49 • #2



Panikattacken sogar zuhause

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Hallo Stefan!
Trotzdem danke für deine Antwort.ich habe auch gleich einen Termin und hoffe das es bald voran geht.nehme seit samstag tabletten weil gar nichts mehr ging aber ich möchte nicht länger als nötig welche nehmen.Kannst du dich denn in den momenten mit irgendwas ablenken?Bei mir klappt das leider überhaupt nicht.ich könnte dann nur heulen aus reiner panik und ich weiß nicht mal wovor..würde mich freuen wenn wir weiter kontakt halten!

21.09.2009 10:27 • #3


Hypnotist
Also der beste Tipp ist eigentlich sich stets abzulenken.
Am Allerbesten Sport machen !

Aber ich weiss auch wie schwer das ist wenn man einfach an nichts anderes mehr denken kann. Ich hatte versucht viel Fahrrad zu fahren, aber selbst da dachte ich dann "Blos nicht überanstrengen, du bist starker Raucher und bekommst bestimmt einen Herzinfarkt"

Bei mir hat sich die Agoraphobie immer weiter ausgeprägt so dass ich im November 2007 erstmalig 112 rufen musste.
Es zog sich über 3 Monate und ich dachte ich muss in der Klappsmühle landen weil ich an nichts anderes mehr denken konnte.
Irgendwann liessen die Panikattacken nach, aber so richtig aufhören an Infrakt oder schlimme Krankheit zu denken kontne ich nie (Hypochondrie)

Ich zog mich immer mehr zurück, meine Kumpels haben mich irgendwann schon gar nicht mehr angerufen weil ich ja eh nie Lust hatte oder kurzfristig absagen musste mit der Meinung es ginge mir nicht gut.
Ich konnte an nichts mehr positiv rangehen, hatte keine Interessen mehr, vernachlässigte sogar meine Frau immer mehr.
Nun hat mich meine Frau nach fast 5 Jahren verlassen aufgrund dessen. Sie fühlte sich nicht mehr geliebt und schlecht behandelt (irgendwie verständlich).
Nur hatte ich ja fast 2 Jahre gar nicht erkannt was mit mir los ist, also konnte ich auch nicht wirklich was ändern.
Erst dieser "Ar." meiner Ex-Frau hat mich dazu gebracht endlich heruaszufinden was mit mir los ist:
Agoraphobie und fast all ihre Nebenerscheinenungen, Hypochondrie und Depressionen !

Da ich nun erkannt habe wie ausgeprägt und akut das bei mir inzwischen ist, habe ich mich um einen Klinikplatz bemüht und gehe ab 13.10 in die Klinik "Havelhöhe" in Berlin die wohl im ganzen Bundesgebiet bekannt ist für ihre anthroposophische Medizin.

Ich kann jedem, der Panik oder sonstiges bei sich feststellt, sofort zu handeln und einen Therapeuten aufzusuchen.
Meisst haben die aber lange Wartezeiten. Wir sind nicht allein !
Psychichische Krankheiten treffen den Mensch weitaus häufiger als andere Krankheiten.
Man muss es nur erkennen und sich auch eingestehen (ich weiss, das ist nicht leicht)
Aber nur wenn ihr es auch erkannt habt, gibt es die CHance auf Heilung. Und diese Chance hat JEDER !

Wenn ihr glaubt dass einen normale Therapie beim Therapeuten, wo ihr einmal die Woche 2 Stunden hingeht, nicht ausreicht, dann sprecht mit eurem Hausarzt oder eben dem Therapeuten über einen Klinikaufenthalt.
Das ist kein einacher Schritt ! Schliesslich fühlt man sich mit sozialen Phobien eh schon minderwertig und man glaubt dass andere einen auslachen weil man in eine "Psychoklinik" geht.
Aber mal ehrlich ... wenn Kumpels, Freunde oder sonstwer darüber noch lachen, sind sie dann wirklich Freunde ? Sind solche Menschen es wert weiterhin mit ihnen Kontakt zu pflegen ? Nein, sind sie nicht !
Aber das ist ja auch ein typisches Symptom der Agoraphobie... man meint man müsste bei allen gut ankommen und darf sich blos keine Blösse geben...

Ein Appell an jeden:
Helft euch selbst !
Erkennt und gesteht euch ein dass ihr ein Problem habt !
Möglichst rechtzeitig !

Ich hab es erst nach 2 Jahren erkannt und was unter anderem dadurch in die Brüche gegangen ist, habe ich oben erwähnt.
Lasst es nicht soweit kommen denn es wird jeden Tag schlimmer wenn man es nicht erkennt.

Und schämt euch nicht zum Therapeuten oder gar in eine Klinik zu gehen.
ES KANN NUR HELFEN !

Ich bin froh dass ich den Schritt in die Klinik wage !

Und wenn ich eines Tages geheilt bin, werde ich euch hier so gut es geht mit Rat und Tat zur Seite stehen

MfG

21.09.2009 11:08 • #4


Man Respekt vor dem was du hier geschrieben und von dir preis gegeben hast!Meine Beziehung ist auch daran zerbrochen und ich weiß auch das ich ein problem habe aber möchte das gerne vorerst mit einem Therapeuten in Angriff nehmen.da ich noch 2 kinder habe ist es auch nicht einfach mit einem Klinikaufenthalt..obwohl ich mir sowas in diesen situationen der panik oft gewünscht habe.Der notarzt und krankenwagen war auch schon bei mir um mir zu sagen das alles in ordnung ist.das beruihgt ja schon ein wenig aber ich bekomme es in den schlimmen momenten wirklich nur mit tabletten hin da ich mich zu sehr in die situation reinsteigere..ich möchte meine lebenslust wieder haben!man ich bin gerade 30 jahre alt...

22.09.2009 09:21 • #5


Hallo alex,

ich kenn die Attacken auch zu Hause und unterwegs. Ganz egal. Auslöser bei mir sind die ständigen Gedanken an Tod und Sterben, wie Zwangsgedanken. Ich habe versucht positive Gedanken entgegenzusetzen und mir immer mantraartig Sätze vorgebetet. Das hat das ganze allerdings nur verschlimmert. Jetzt versuche ich immer die Angst zuzulassen und es hilft auch. Gut tun mir auch Spaziergänge oder Joggen gehen. Da passiert irgendwas in meinem Körper, und es geht mir danch besser. Vllt. hilft Dir ja auch einiges davon ?

Viele Grüße, wölfin

22.09.2009 15:01 • #6


Hallo Wölfin!
Danke für deine antwort..jede einzelne mehr gibt mir mut und kraft alles durch zustehen und alles irgendwann zu bewältigen!ich möchte ein unbeschwertes leben führen können wie früher auch!ich habe keine ängste vor dem tod,bei mir spiegelt sich das so wieder das ich denke das ich umfalle und mir keiner helfen kann oder ich mich übergeben muß.aber zu 100%kann ich das gefühl was ich in dem moment habe gar nicht beschreiben.ich hoffe das ich ganz bald eine therapie beginnen kann dir mir hilft und ich auch keine medikamente mehr brauche...wielange hast du schon damit zu kämpfen?LG Alex

22.09.2009 17:32 • #7


Hallo Alex,

ich kämpfe seit Januar diesen Jahres massiv gegen die Ängste. Vorher hatte ich nur sporadisch Panikattacken und ich konnte gut damit leben, weil sie nicht so oft auftraten.

Ich hatte mir das Buch von Doris Wolf geholt. Ängste verstehen und überwinden und danach versucht mein Denken umzustellen. Aber mein Gehirn funktioniert etwas verquer. Das entgegensetzen der Gedanken hat mir nicht sonderlich geholfen. Erst als ich darauf gekommen bin, dass ich die Ängste zulassen muss, wurde es besser. Habe die Angst dann manchmal regelrecht eingeladen so ala "Komm schon Angst. Ich kann mit Dir umgehen.". Auch meditative Techniken funktionieren bei mir bei PAs, also in die 3. Perspektive gehen bei einer Angstattacke und die Angst beobachten .... um zu merken, dass nichts passiert.

Ich habe die Ängste noch immer nicht überwunden, aber es ist schon besser geworden.

Liebe Grüße, wölfin

22.09.2009 20:04 • #8


Hypnotist
Einen Buchtipp kann ich auch noch geben bzw. weitergeben

Ernest L. Rossi - 20 Minuten Pause

Ich habs selbst nocht nicht gelesen da die Panikattacken ja nicht mehr wirklich mein Problem sind.
Aber auf der Suche nach einem Therapieplatz hatte ich halt auch diverse Gespräche am Telefon mit Therapeuten.
Eine sehr nette Ärztin hat sich am Telefon eine halbe Stunde Zeit für mich genommen und mir dieses Buch empfohlen.
Auf diesem Buch basierte wohl auch ihre Diplomarbeit und sie meinte man soll das Buch unbedingt ernst nehmen und wenn nötig auch ruhig öfters lesen.

Ich werds mir auch noch zulegen für meinen Klinikaufenthalt


PS: Die Seite "zeitzuleben" ist auch sehr interessant.
Den Selbstcoaching-Kurs, den sie da anbieten, hab ich mir schon bestellt für die Zeit nach der Klinik

22.09.2009 20:41 • #9


Hallo Alex,

bei mir hat es beim Friseur angefangen. Ich wußte garnicht wie mir geschieht geschweige denn wie ich damit umgehen sollte. Ettliche Untersuchungen ergaben natürlich nichts. Die Attacken kamen zuerst nur Zuhause oder im Auto. Danach überall. Beim einkaufen beim Arzt. Ich saß mal im Wartezimmer und hatte das Gefühl meine Beine nicht mehr zu spüren. Ich war nícht in der Lage aufzustehen. Da musste meine Ärztin kommen und mich holen. Gott sei Dank ist Sie sehr verständnissvoll und weiß gut damit umzugehen. Sie war die erste die sagt meine Symptome seine Nervlich bedingt. Geglaubt habe ich es zuerst nicht.Meine Ärztin meinte ich hätte eine Angststörung und ich fing mit einer Therapie an. Dank Ihrer Hilfe hatte ich keine Wartezeit. Gruppen und dann Einzelgespräche. Es ging auch besser. Ich habe eine ganze Zeit Tabletten eingenommen aus der Cithalongruppe. Trotz allem kamen die PA´s . Ich musste zusätzlich noch Diazepam einnehmen. War eigntlich immer benebelt. Was ist das für ein Leben?? Keins.
Dann habe ich den gang zum Hömöopathen gewagt und im meine Geschichte erzählt. Dazu muss ich noch erwähnen dass ich die Tabletten aus eigener Entscheidung abgesetzt habe. Was eine gute Entscheidung war.
Ich habe dann vor etwas mehr als 1 Jahr eine Therapie beim Hömöopathen begonnen. Die Erstverschlimmerung hat mir sehr zu schaffen gemacht, was da alles hochkam. Heute weiß ich nicht mehr wie ich das ausgehalten habe. Es war schlimm wenn nicht sogar die Hölle. Aber es hat sich gelohnt. Mit der Zeit wurde es besser. Ich habe immer noch Rückschläge mal weniger mal mehr. Ich habe auch jetzt gerade eine sehr schwere Zeit hinter mir. Attacken waren an der Tagesordnung. Aber es geht mir trotz allem besser wie mit den Tabletten. Ich kann es nur empfehlen. Auch wenn dieser Weg der Steinigere ist so lohnt es sich doch. Auch gibt es bei mir immer mal wieder Phasen wo ich zu einem Notfall Medi greifen muss aber doch deutlich weniger wie zuvor. Veruchs mal. Allerdings muss ich die Behandlung komplett selbst Zahlen. Gott sei Dank hab ich einen sehr verständnissvollen Mann der mich Untersützt wo er nur kann. Was auch für Ihn nicht immer ein leichtes ist.

Ich wollte nur mal meine Geschichte erzählen iss aber die Kurzfassung.

Man bekommt ja auch immer gesagt akzeptiere die Attacken aber meine Meinung ist, wenn Du das tust hast Du verloren. Ich werde Sie niemals akzeptieren sonder dagegen angehen, dann ich habe mir geschworen, das ich damit nicht alt werden will.

Sei lieb gegrüßt
Maybee

24.09.2009 15:52 • #10


01.03.2020 14:19 • #11


Schlaflose
Zitat von Pauline333:
Hallo zusammen, ich habe Panikattacken, wenn ich allein bin, also ohne jemanden, dem ich vertraue, der mir bei einer PA helfen könnte.
Unterwegs natürlich, deswegen verlasse ich kaum noch das Haus bzw. bin momentan sogar auch stationär, weil es nicht ging.
Auch zuhause war ich voller Angst und hatte Panikattacken.

Wer hat das auch und vielleicht sogar überwunden oder gemildert? I


Ich hatte vor 35 Jahren mehrmals am Tag überall Panikattacken, auch zuhause. Die ersten zwei Wochen habe ich mich nicht aus dem Haus getraut, aber nachdem ich zuhause immer wieder erlebt habe, dass ich bei den Attacken nicht in Ohnmacht falle oder sterbe, habe ich mir gedacht, da kann ich genausogut wieder rausgehen, weil es dort auch auch nicht passieren wird. Und so habe ich das auch gehalten. Ich habe die Attacken, wo auch immer sie mich überfielen, über mich ergehen lassen und bei jedem Mal, wo ich nichts passiert ist, habe ich gelernt, dass auch weiterhin nichts passieren wird. Nach ein paar Monaten wurden die PAs seltener und weniger stark und nach einem halben Jahr waren sie dann ganz weg.

01.03.2020 14:38 • #12


Danke, liebe Schlaflose, das macht Mut.
Vielleicht bin ich (noch) nicht stark genug fürs Aushalten. Ich finde sie sooo heftig, dass ich nur jemanden bitten kann, SOFORT zu mir zu kommen (dann wirds schon meist besser, wenn ich weiß, dass ich bald nicht mehr alleine bin) oder ich nehme eine Tavor. Das Panikgefühl ist einfach übermächtig.

War es bei dir auch so heftig? Man dreht doch fast durch, wenn man nicht versucht, es zu beenden...

01.03.2020 18:28 • #13


Schlaflose
Zitat von Pauline333:
War es bei dir auch so heftig? Man dreht doch fast durch, wenn man nicht versucht, es zu beenden...

Bei mir war es hauptsächlich immer das Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen oder zu sterben. Es hat keinen Unterschied gemacht, wenn jemand da war oder nicht. Es war immer gleich und es gab auch nichts, womit ich es beenden konnte. Mir blieb nichts übrig als abzuwarten, bis die Attacke aufhörte.

01.03.2020 21:06 • #14


Ohje, das klingt auch heftig. Gut, dass du es hinter dir lassen konntest.

01.03.2020 22:19 • #15



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