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Hallo liebe Leute,

ich fühle mich einsam, obwohl ich Menschen habe, die mich lieben. Wenn ich bei ihnen bin, geht es mir besser. Leider ist das gerade nur äußerst selten der Fall. Alleine fehlt mir mehr denn je ein Mensch, der ein Stück des Weges mit mir geht.

Als ich letzte Woche zum Geburtstag meiner Uroma üebr 800 km nur für drei Tage zu Hause, zurückgelegt habe, hat mich eine Freundin besucht, die ich so gut kenne und liebe, als wäre sie meine Schwester.

Allein ihre Anwesenheit hat mich für einige Momente glücklich gemacht. Dennoch fühlte ich die Leere der fehlenden Partnerschaft in mir.
Dies alles sagte ich ihr und ließ mein Herz all das aussprechen, was ich seit langer Zeit für sie empfinde und sie auch schon weiß. Aber diesmal habe ich jedes Detail, meine Wünsche und die Treue meiner Liebe und meiner Handlungen erwähnt.
Ich hatte die ganze Zeit über Tränen in meinen Augen, denn ich habe die Wahrheit gesagt und war tief berührt in meinem Herzen. Ich glaube man weint, wenn man so tief in sein Herz schaut und jemandem sagt, was dort ganz ehrlich und wahrhaftig los ist.
Ich sagte ihr, dass ich sie genau so liebe, wie meine Brüder und ich genauso für sie da bin, wie auch für sie. Z.B. lag einer meiner Brüder mal schwer verletzt lange im Krankenhaus, was sie auch weiß. Ich sagte ihr, dass ich auch für sie vonüberall aus der Welt sofort herkommen würde, wenn ihr etwas passieren würde oder sie mich wirklich wahrhaft dringend braucht. Und dass sie immer mit mir reden kann, egal was los ist.
Für uns beide war das sehr ungewöhnlich, weil die Gesellschaft für diese Art der Liebe keine Form und kein Wort kennt. Die Inuit haben viele Worte für die verschiedenen Arten von Schnee. Warum haben die Menschen der Erde keine unterschiedlichen Worte für Liebe, von der es noch mehr Arten als Schnee gibt?

An ihrem Gesicht und all ihrer Körpersprache und durch das tiefe freundschaftliche Band, das uns verbindet, konnte ich spüren, wie gut ihr meine Worte taten. Dennoch empfindet sie nicht das gleiche (was ich schon länger weiß und nun nochmal bestätigt sah) und sie erzählte mir, dass sie diese geschwisterliche Zuneigung nicht ohne weiteres annehmen kann. Es war ihr emotional und geistig nicht möglich.
Ich sagte ihr, dass es nichts macht und es nichts an meinen Gefühlen ändert, niemals. (Ich habe übrigens kein Interesse mit ihr eine Partnerschaft einzugehen, nicht dass das jetzt jemd missversteht.)
Dabei habe ich festgestellt, dass es sehr wichtig ist, jemanden zu haben, den man lieben kann.
Es ist nicht so wichtig, geliebt zu werden. Man kann ohne diese Art der Zuneigung überleben, wenn man Erwachsen ist. Jedoch bezweifle ich, dass man ohne die eigene Liebe zu einem Menschen lange übelebt. V.a. wenn niemand da ist, der die Liebe empfängt. Das führt zu Depressionen und schlimmerem.
Es ist also wichtig, dass es jemanden gibt, der die Liebe empfangen kann, die in uns nur darauf wartet, heraus zu können und jemandem geschenkt zu werden. Allein das kann zum überleben und glücklich sein beitragen. Natürlich muss der geliebte Mensch das auch erfahren. Sonst kann die Liebe nicht zu ihm finden und bleibt in uns. Und unausgesprochen oder (noch schlimmer) unaddressiert, schlägt sie uns aufs Gemüt. Wir können uns sogar ärgern, dass niemand da ist, um unsere Lliebe zu empfangen. Dann kann ein Groll gegen die Menschen entstehen, der aber objektiv unsinnig ist.

Das schwierige bei der Sache scheint das Annehmen. Viele Menschen fühlen sich verunsichert, wenn sie geliebt werden (welche Art von Liebe auch immer). Denn es könnte ja als Schwäche ausgelegt werden, Liebe zuzulassen oder gar eigene Liebe zuzugeben. Es ist aber eine große Stärke.
Und wir Menschen wachsen daran. Und wenn der/die liebende genau sagt, was er/sie sich unter seiner/ihrer Art der Liebe vorstellt und es dem/der anderen sagt, kann es eigentlich für beide nur mehr Glück bedeuten.

Ich werde in zukunft offener sein und meine Liebe auch den Menschen schenken, denen sie gehört. Selbst wenn es mcih irgendwann verletzen könnte oder der Empfänger absolut nichts weiter damit zu tun haben will.
Selbst wenn die Liebe nicht genauso oder ähnlich erwidert wird, ist es gut sie auszusprechen. Denn die Liebe kommt vom lieben und nicht vom geliebt werden.

Seid euch treu und hört auf euren wahren Gefühle. Nur durch die Angst vor der Reaktion des Gegenübers und die Unausgesprochenheit, wird die Liebe schwer verletzt. Eine wahre Liebe kann auch durch fehlende Erwiderung nicht enttäuscht werden!

In diesem Sinne und mit diesem wahren Erlebnis wünsche ich allen Menschen und besonders uns Einsamen und noch Einsameren ein besinnliches und heiliges Weihnachtsfest!

Liebe Grüße,

Peter

06.12.2009 22:20 • 10.12.2009 #1


14 Antworten ↓


Zitat von Peter81:
Worte für die verschiedenen Arten von Schnee. Warum haben die Menschen der Erde keine unterschiedlichen Worte für Liebe, von der es noch mehr Arten als Schnee gibt?

Liebe ist ein Phänomen, das ist die eine Sache. Die andere ist, dass Begriffe durch differenziertes Kulturwissen, unterschiedliche Erfahrungswerte und Erlebnisse für jeden eine andere Bedeutung haben.

Zitat von Peter81:
... Dennoch empfindet sie nicht das gleiche (was ich schon länger weiß und nun nochmal bestätigt sah) und sie erzählte mir, dass sie diese geschwisterliche Zuneigung nicht ohne weiteres annehmen kann. Es war ihr emotional und geistig nicht möglich.

Zu denken, dass man Zuneigung abgeben und empfangen kann setzt voraus, dass diese ein eigenständiges Objekt ist - ist es so?

Zitat von Peter81:
Dabei habe ich festgestellt, dass es sehr wichtig ist, jemanden zu haben, den man lieben kann.

Man hat sich selbst - und es laufen draußen genügend Menschen herum, denen gegenüber man nicht unbedingt feindselig gestimmt sein muss...
Aber meistens geht es uns beim Partnerwunsch größtenteils um die Erfüllung eigener Bedürfnisse? Wenn wir ehrlich sind, werden wir es zugeben.

Zitat von Peter81:
Es ist nicht so wichtig, geliebt zu werden.

Es ist wichtig, aber diese Liebe muss man sich gegenüber selbst aufbringen um Abhängigkeiten zu vermeiden. Abhängigkeit ist keine Liebe.

Zitat von Peter81:
Jedoch bezweifle ich, dass man ohne die eigene Liebe zu einem Menschen lange übelebt. V.a. wenn niemand da ist, der die Liebe empfängt. Das führt zu Depressionen und schlimmerem.

Um ein Empfangen geht es gar nicht, sondern nur um das eigene Empfinden des eigenen Gefühls. Wie ein anderer empfindet kann man nur vermuten - und Vermutungen sind wieder nur ein Teil des eigenen Denkens.

Zitat von Peter81:
Es ist also wichtig, dass es jemanden gibt, der die Liebe empfangen kann, die in uns nur darauf wartet, heraus zu können und jemandem geschenkt zu werden.

Was verstehst du denn unter Liebe, die heraus soll? Du kannst Liebe empfinden, wer anders kann ein gleichwertiges Gefühl dir gegenüber entwickeln oder nicht. Ein Gefühl kann aber weder getauscht noch geschenkt werden.

Zitat von Peter81:
Wir können uns sogar ärgern, dass niemand da ist, um unsere Lliebe zu empfangen. Dann kann ein Groll gegen die Menschen entstehen, der aber objektiv unsinnig ist.

Objektiv unsinnig und ein subjektives Zeugnis davon, dass man unter Liebe den Einfluß eines anderen Menschen auf die eigene Befindlichkeit versteht. Das Wohlbefinden, das man nicht fähig ist selbst zu entwickeln, meint man durch ein bestimmtes Verhalten der anderen zu erreichen, was nie funktionieren kann. Und manchmal geht man dabei sogar recht rabiat vor - im Namen der Liebe.... versteht sich.

Zitat von Peter81:
Seid euch treu und hört auf euren wahren Gefühle. Nur durch die Angst vor der Reaktion des Gegenübers und die Unausgesprochenheit, wird die Liebe schwer verletzt. Eine wahre Liebe kann auch durch fehlende Erwiderung nicht enttäuscht werden!

Ein Gefühl der Verletztheit ist ein anderes als das Gefühl der Liebe!

Zitat von Peter81:
In diesem Sinne und mit diesem wahren Erlebnis wünsche ich allen Menschen und besonders uns Einsamen und noch Einsameren ein besinnliches und heiliges Weihnachtsfest!


Ein Hauptstudium der Jugend sollte sein, die Einsamkeit ertragen zu lernen, weil sie eine Quelle des Glückes und der Gemütsruhe ist.
(Arthur Schopenhauer)

Zitat von Peter81:
In diesem Sinne... wünsche ich allen Menschen und besonders uns Einsamen und noch Einsameren ein besinnliches und heiliges Weihnachtsfest!

In diesem Sinne - wünsche ich es dir auch.

07.12.2009 12:16 • #2



Ist die Einsamkeit so leicht zu überwinden?

x 3


Hallo vent,

es klingt in deinem Beitrag so , als hättest du ganz andere Erfahrungen mit der Liebe gemacht, als ich.

Kannst du bitte ein wenig mehr darüber schreiben, wenn du magst. Es würde mich wirklcih sehr interessieren andere Sichtweisen aus realen Erlebnissen kennen zu lernen.

Viele Grüße,

Peter

07.12.2009 20:44 • #3


Hallo Peter,

ich wollte dir keineswegs auf die Füße treten und habe dir auf der sachlichen Ebene geantwortet. Wenn du möchtest, kannst du da gerne anknüpfen, so ist auch meine Antwort gemeint gewesen.

Wenn man in einem öffentlichen Forum schreibt, sollte man damit rechnen, dass nicht alle Menschen der gleichen Meinung sein können wie man selbst und kann ev. auch als Vorteil sehen, dass diese Situation einem die Möglichkeit gibt seine Meinungen und Ansichten neu zu überdenken.

Ganz ehrlich - mit einigem, was du schreibst komme ich nicht klar.

Sonst kann die Liebe nicht zu ihm finden und bleibt in uns. Und unausgesprochen oder (noch schlimmer) unaddressiert, schlägt sie uns aufs Gemüt.

Also das kann definitiv nicht sein, die Fähigkeit zu lieben ist kein Paket, das man bei einem Gespräch über den Tisch rüber schiebt oder es mit der Luftpost verschickt. Auch kann Lieben nicht aufs Gemüt schlagen. Die sachliche Begründung dafür - s.o.

Wir können uns sogar ärgern, dass niemand da ist, um unsere Lliebe zu empfangen. Dann kann ein Groll gegen die Menschen entstehen, der aber objektiv unsinnig ist.

Aus Liebe kann kein Groll gegen Menschen entstehen. Groll ist ein negatives Gefühl, das in der von dir genannten Situation nur dann entsteht, wenn man von anderen Menschen - vergeblich - die Erfüllung eigener Bedürfnisse erwartet.

In der Psychologie und auch einigen Religionen geht es darum, dass Liebe immer bei sich selbst anfängt - und das ist das, was die meisten vergessen. Wenn man nicht gelernt hat sich selbst zu akzeptieren - und auch gut über die Runden zu kommen wenn man zufällig gerade Solo ist -, kann man auch einen anderen Menschen nicht lieben, zumindest nicht uneigennützig. Und wenn man so weit ist, dann braucht man den anderen nicht an die Nase zu binden, wie großartig man sie liebt, denn das versteht sich von selbst. Tut man es trotzdem, erwartet man etwas zurück. Das ist dann kein selbstloses Geben, wie du schreibst - und in der von dir erwähnten Situation hat das Mädchen mit Recht all die Emotionalität abgelehnt.

Du möchtest etwas von meinen Erfahrungen wissen? Ich kann dir schon mal sagen, dass wenn ich all die Fehler, die ich in meinem Leben gemacht habe hier niederschreiben sollte, dafür mehrere überlange Threads notwendig wären...



... nein, ich glaube nicht, dass es hier jemanden wirklich interessieren könnte. Ich hoffe ich konnte dir ein paar Gedankenanstöße liefern, so wie mich deine Geschichte auf ein paar neue Ideen gebracht hat.

Liebe Grüße Vent

07.12.2009 22:22 • #4


Hmm. Ihr scheint von zwei entgegengesetzten Enden an die Sache ranzugehen. Bin gespannt, wie es damit weitergeht.Vielleicht wird es doch noch eine Synthese geben?

Zitat von vent:
... nein, ich glaube nicht, dass es hier jemanden wirklich interessieren könnte. Ich hoffe ich konnte dir ein paar Gedankenanstöße liefern, so wie mich deine Geschichte auf ein paar neue Ideen gebracht hat.

Warum glaubst du das, dass es niemanden hier wirklich interessieren könnte, welche Erfahrungen du mit Liebe gemacht hast, vent? Zumindest mich würde es durchaus sehr interessieren!
Falls du nicht darüber sprechen magst, wäre das natürlich etwas anderes.

@ vent
Obwohl ich deine Argumente teilweise nachvollziehen kann, kann ich aber auch nachvollziehen, was Peter gemeint hat.

Ich denke ebenfalls, dass Menschen grundsätzlich ein Bedürfnis haben, jemanden zu lieben. Kinder wollen ihre Eltern lieben, z.B.
Und auf das Jemanden lieben hat man wesentlich mehr Einfluss als auf das Geliebt werden. Auf letzteres hat man so gut wie keinen Einfluss, es ist also nicht beliebig erzielbar.

Wenn man gerade mal zufällig und damit kurzfristig solo ist, dann ist es sicher nicht nötig, jemanden zum Lieben zu haben. Wenn man aber chronisch solo ist, aus welchen Gründen auch immer, dann ist es nach meiner Erfahrung und Beobachtung schon nötig, jemanden zu haben, sprich: zu kennen, den oder die man lieben kann - auch wenn man von dieser Person sonst nichts bekommt und nicht bekommen kann. Notfalls ist es dann ein/e Filmschauspieler/in, Mr. Spock oder eine Nachbarin, die man verehrt - aber an irgendjemanden muss man seine Liebesfähigkeit richten können, sonstn entsteht m.E. durchaus Groll oder tiefe Depression oder man dreht komplett durch.
Dass das nicht der Idealzustand ist, ist klar.
Aber für viele Menschen ist es der einzig mögliche.

Insofern glaube auch ich, dass es wichtig ist, zu lieben, und wichtiger zu lieben als geliebt zu werden.
(Darüber haben schon viele gescheite Köpfe geschrieben, mir fallen nur gerade keine ein.)

Es ist natürlich nicht zwingend, dass der/die Geliebte unbedingt widerliebt. Das ist der Idealfall für den Liebenden, aber es ergibt sich nicht zwingend aus dessen Liebe.

Was ich bei dir, Peter, auch nicht ganz verstehe ist: Wieso hat diese Freundin gesagt, dass sie deine Liebe zu ihr nicht annehmen könne? Was musste oder sollte sie da denn annehmen? Du hast ihr deine Gefühle geschildert - das ist okay und schön. Aber was gab es da anzunehmen? Hast du sie irgendwie bedrängt? Was hast du von ihr erwartet?

07.12.2009 23:02 • #5


Zitat von GastB:
Wenn man aber chronisch solo ist, aus welchen Gründen auch immer, dann ist es nach meiner Erfahrung und Beobachtung schon nötig, jemanden zu haben, sprich: zu kennen, den oder die man lieben kann - auch wenn man von dieser Person sonst nichts bekommt und nicht bekommen kann. Notfalls ist es dann ein/e Filmschauspieler/in, Mr. Spock oder eine Nachbarin, die man verehrt - aber an irgendjemanden muss man seine Liebesfähigkeit richten können, sonstn entsteht m.E. durchaus Groll oder tiefe Depression oder man dreht komplett durch.
Dass das nicht der Idealzustand ist, ist klar.
Aber für viele Menschen ist es der einzig mögliche.

Ja - möge es dem Mr. Spok gut gehen... und noch besser - der Nachbarin auch gleich mit!

Liebe ist der Wunsch, dass jemand anders glücklich sein möge, im allgemeinen jemand, den wir mögen. Die große Liebe dagegen ist der Wunsch, dass jeder glücklich sein und die Ursachen des Glücks haben möge.
(A.Berzin)

Für mich stellt sich die Frage, was u.U. mehr Ängste verursacht, die Situation der emotionalen Abhängigkeit von einem Schauspieler und die Befürchtung, man würde ohne seine Liebesgefühle an jemand ganz bestimmten haften nicht überleben können, oder das Alleinsein an sich. Angst davor, dass man ohne seine Liebe speziell an jemanden zu richten elend eingehen würde kann man m.E. fallen lassen, denn sonst würden der Psychiatrische Notdienst bzw. die Bestattungsinstitute in Klöstern, bei zurückgezogen lebenden älteren Menschen und bei den 11 Millionen Singles in Deutschland allgemein nur ein- und ausgehen. Ich denke gerade die Erkenntnis, dass den Idealzustand zu erreichen scheinbar nicht so schwer ist, vielen jede Menge Ängste wegnehmen kann. Warum sich mit einem Tombola-Nebenpreis zufrieden geben wenn man gute Chancen auf den Hauptgewinn hat. Ev. kann man diese Einstellung ebenfalls auf die Lösung der Ansgtproblematik übertragen....?

Liebe Grüße Vent

08.12.2009 11:40 • #6


... ich fühle mich einsam, obwohl ich Menschen habe, die mich lieben.

http://www.psychotipps.com/Einsamkeit.html

08.12.2009 11:41 • #7


Hallo vent,

leider komme ich bei deinen Ausführen intellektuell nicht mit. Ehrlich jetzt. (Magst du nicht doch mal über deine schlechten Erfahrungen sprechen?)

Aber deine Erwähnung von Klöstern und zurückgezogen lebenden Menschen verstehe ich so, dass du diese als Beleg dafür nimmst, dass man auch ohne Liebesobjekte psychisch überleben könne. Das halte ich ich nun aber für offensichtlich widerlegbar. Gerade Nonnen und Mönche lieben ja ganz ausdrücklich Gott und Jesus. Nonnen tragen einen Ehering, weißt du das? Sie sind nach ihrem Verständnis wirklich mit Gott verheiratet.

Alte Leute gehen nachweislich körperlich, seelisch und geistig ein, wenn sie nix und niemanden zum Lieben haben. Aber viele haben Kinder und Enkelkinder, die sie wenigstens aus der Ferne lieben können. Viele Senioren haben außerdem ein Haustier, einen Hund z.B., und lieben sie manchmal fast abgöttisch. Drum werden die Viecher ja oft auch so fett, weil sie maßlos mit Leckereien gemästet werden.

Und die Psychiatrien - die SIND voll von Menschen, die sich nicht geliebt fühlten UND deren Liebe abgewiesen wurde.

Du hättest keine besseren Beispiele wählen können, um Peters und meine These zu bestätigen.

LIEBE Grüße
GastB

09.12.2009 00:25 • #8


Zitat von GastB:
Bei diesem Thema wirst du merkwürdig distanziert-abstrakt, finde ich, aber trotzdem spürbar emotional beteiligt.

Ich wußte gar nicht, dass ich so ein gute Projektionsleinwand abgebe?


Zitat von GastB:
(Magst du nicht doch mal über deine schlechten Erfahrungen sprechen?)

Keine Erfahrungen sind schlecht.

Zitat von GastB:
Gerade Nonnen und Mönche lieben ja ganz ausdrücklich Gott und Jesus. Nonnen tragen einen Ehering, weißt du das? Sie sind nach ihrem Verständnis wirklich mit Gott verheiratet.

Nicht in allen Klöstern der Welt verheiraten sich Nonnen mit Christus.

Zitat von GastB:
Alte Leute gehen nachweislich körperlich, seelisch und geistig ein, wenn sie nix und niemanden zum Lieben haben.

Ich glaube du verwechselt etwas. Ein nicht spezifisch, sondern allgemein objektiviertes Liebesgefühl bleibt immer ein Liebesgefühl. Entwickelt man für sich selbst und alle anderen Lebewesen Liebe, braucht man keinen fetten Mops auszuführen...

Zitat von GastB:
Viele Senioren haben außerdem ein Haustier, einen Hund z.B., und lieben sie manchmal fast abgöttisch. Drum werden die Viecher ja oft auch so fett, weil sie maßlos mit Leckereien gemästet werden.

Nun, wenn dies dein Konzept zur Lösung der existenziellen menschlichen Probleme sein soll, dann gebe ich an dieser Stelle auch auf..!



Schöne Grüße Vent

09.12.2009 01:01 • #9


Zitat von vent:
Zitat von GastB:
(Magst du nicht doch mal über deine schlechten Erfahrungen sprechen?)

Keine Erfahrungen sind schlecht.

Nach guten Erfahrungen hören sich deine Ausführungen dazu aber nicht an!

Zitat von vent:
Zitat von GastB:
Gerade Nonnen und Mönche lieben ja ganz ausdrücklich Gott und Jesus. Nonnen tragen einen Ehering, weißt du das? Sie sind nach ihrem Verständnis wirklich mit Gott verheiratet.

Nicht in allen Klöstern der Welt verheiraten sich Nonnen mit Christus.

Nun weiche doch nicht aus, liebe vent. Wir sind in Deutschland und hier gibt es Nonnen. Diese lieben Christus inkl. Ehering. Was in anderen Religionen los ist, kann ich nicht beurteilen, es sollte beim Stichwort Klöster aber auch nicht maßgeblicher sein als die Verhältnisse in Deutschland bzw. dem Christentum.
Zitat:
Zitat von GastB:
Alte Leute gehen nachweislich körperlich, seelisch und geistig ein, wenn sie nix und niemanden zum Lieben haben.

Ich glaube du verwechselt etwas. Ein nicht spezifisch, sondern allgemein objektiviertes Liebesgefühl ...
[...]
Zitat von GastB:
Viele Senioren haben außerdem ein Haustier, einen Hund z.B., und lieben sie manchmal fast abgöttisch. Drum werden die Viecher ja oft auch so fett, weil sie maßlos mit Leckereien gemästet werden.

Nun, wenn dies dein Konzept zur Lösung der existenziellen menschlichen Probleme sein soll, dann gebe ich an dieser Stelle auch auf..!

? Da muss ich leider wieder intellektuell aussteigen.
Das ist doch kein Konzept, sondern eine Feststellung der Realität!
Und was ist ein allgemein objektiviertes Liebesgefühl?

Ich finde es irgendwie merkwürdig, dass du ausgerechnet bei dem Thema, das das emotional intensivste überhaupt ist, so abstrakt-linkshirnige Ausführungen machst, liebe vent!

Liebe Grüße
GastB

09.12.2009 01:32 • #10


Zitat von GastB:
Zitat von vent:
Zitat von GastB:
(Magst du nicht doch mal über deine schlechten Erfahrungen sprechen?)

Keine Erfahrungen sind schlecht.

Nach guten Erfahrungen hören sich deine Ausführungen dazu aber nicht an!

Bewertung (Logik)
Bewertung wird in der Logik die Zuordnung von Wahrheitswerten zu den Aussageformeln einer Sprache auf der Grundlage einer Belegung genannt.
(Wikipedia)


In der Entwicklungspsychologie ist Erfahrung das im Gehirn gespeicherte Ereignis, ohne welches Lernprozesse und die menschliche Gesamtentwicklung nicht denkbar (oder möglich) sind. (Wikipedia)

In diesem Komplex ein Bewertungsmaßstab einzusetzen ist IMHO genauso sinnfrei wie eigene Projektionen mit Internet-Texten zu verknüpfen. Deshalb schrieb ich dir u.A., dass es keine schlechten Erfahrungen geben kann.
Zitat von GastB:
Und was ist ein allgemein objektiviertes Liebesgefühl?


Allgemeinheit
Bedeutungen:

[1] kein Plural: Gesamtheit, alle
[2] meist im Plural: allgemeine Redensarten

Objektivieren
Bedeutungen:

[1] etwas objektiver machen, von subjektiven Aspekten befreien; den Anteil subjektiver Aspekte verringern
[2] etwas gegenständlich darstellen, zum Gegenstand machen

Liebe
Im ersteren Verständnis ist Liebe ein mächtiges Gefühl und mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt.

Ausgehend von dieser ersten Bedeutung wurde der Begriff in der Umgangssprache und in der Tradition schon immer auch im übertragenen Sinne verwendet und steht dann allgemein für die stärkste Form der Hinwendung zu anderen Lebewesen, Dingen, Tätigkeiten oder Ideen. Diese allgemeine Interpretation versteht Liebe also zugleich als Metapher für den Ausdruck tiefer Wertschätzung.

(Wikipedia)

Zitat von GastB:
Nun weiche doch nicht aus, liebe vent. Wir sind in Deutschland und hier gibt es Nonnen. Diese lieben Christus inkl. Ehering. Was in anderen Religionen los ist, kann ich nicht beurteilen, es sollte beim Stichwort Klöster aber auch nicht maßgeblicher sein als die Verhältnisse in Deutschland bzw. dem Christentum.

Warum sollte ich ausweichen und vor was... mache dir selbst ein Bild:

Religionen in Deutschland
http://www.remid.de/remid_info_zahlen.htm

Christliche Ordensgemeinschaften:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kl%C3%B6stern

Es sind 83 an der Zahl. In wie vielen von dieser Vielfalt tragen Nonnen Eheringe? Wie ist das prozentuelle Verhältnis zwischen den Nonnen- und Mönchsgemeinschaften? Und noch eine Frage - warum werden Kirchen immer leerer? Warum soll dann der Ehering einer Nonne für uns ein Argument sein?

Da nehme ich doch lieber den überfütterten Mops als Argument. Der Mops-Liebe kann ich eine Allumfassende Liebe entgegensetzen - und darum ging es hier. Ein Liebesgefühl braucht kein Ventil in der Form eines Mopses oder eines sonstigen Objektes und ist auch - metaphorisch ausgedrückt - kein mit einer verderblichen Flüßigkeit gefülltes Fass, das regelmäßig ausgeleert werden soll - wie hier behautpet.

Das behaupte ich einfach mal.....



Zitat von GastB:
Ich finde es irgendwie merkwürdig, dass du ausgerechnet bei dem Thema, das das emotional intensivste überhaupt ist, so abstrakt-linkshirnige Ausführungen machst, liebe vent! Surprised Passt irgendwie gar nicht zu dir, finde ich.

Ist es eine Aufwertung meiner Person aufgrund der Abwertung meiner hirnigen Ausführungen?
Emotional? Na klar...ich werde jetzt hirnige Ausführungen darüber anstellen müssen, welchen Emotionen ich mich hingeben soll nach solch einem Kompliment..!?

09.12.2009 10:52 • #11



Sehr interessant
@Peter
Zitat:
Dabei habe ich festgestellt, dass es sehr wichtig ist, jemanden zu haben, den man lieben kann.
Es ist nicht so wichtig, geliebt zu werden. Man kann ohne diese Art der Zuneigung überleben, wenn man Erwachsen ist

Wie ist Deine Mutter ?

09.12.2009 11:28 • #12


@ vent

Bei deiner stark intellektuellen Herangehensweise an die ganze Thematik ging ich davon aus, dass du weißt, was mit linkshirnig gemeint ist. Es ist nicht hirnig und auch kein Schimpfwort. Sondern dies hier:
http://www.argedon.de/akka/t_lehre/geh1.htm
http://www.git-seminare.de/methode/suggestopaedie.gif
http://www.oana.de/Gehirnhlft.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Hemisph%C3%A4renmodell
(Auswahl)

Wenn man der Liebe ausschließlich analytisch beikommen will, wird man ihr m.E. nicht gerecht und kann ihr Wesen m.E. nicht erfassen.

Die Nonnen (egal, ob sie nun auch noch einen Nonnenring tragen oder nicht) und die Senioren mit Tieren (übrigens deine eigenen Beispiele!

09.12.2009 14:11 • #13


Zitat:
Dabei habe ich festgestellt, dass es sehr wichtig ist, jemanden zu haben, den man lieben kann.
Es ist nicht so wichtig, geliebt zu werden. Man kann ohne diese Art der Zuneigung überleben, wenn man Erwachsen ist

@Peter gehe ich recht in der Annahme, dass Deine Mutter eine große emotionale Intelligenz besitzt?
Würdest du es überleben selbst nicht geliebt zu werden, Hauptsache es befindet sich ein Mensch immer in Deiner Nähe?
Welche Anforderungen würdest Du an eine Partnerin stellen?
Würdest Du Dich eher als emotionalen oder rationalen Menschen sehen?

09.12.2009 15:20 • #14


Einsamkeit ist eigentlich sehr leicht zu überwinden, man sollte sich nur Leute finden mitdem man gerne ausgeht auf die man echt imer zählen kann, nicht nur wenn es um ihre Probleme geht, die ab und zu Mal anrufen nur um kurz zu fragen wie es uns geht. Und solche Leute sind einfach zu finden weil sehr viele Leute einsam sind und sehr viele Leute dieselbe Sachen suchen wie Du!

10.12.2009 16:30 • #15



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