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Black Dog

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Hallo,
ich habe mich hier angemeldet, um evtl Hilfe von euch zu bekommen. Mir geht es momentan richtig schlecht und ich habe kaum Energie aus dem Bett zu kommen, noch Lust zu Leben.
Ich leide unter Depressionen und habe zudem noch einige Charakter Eigenschaften, die es mir nicht besonders leicht mache daraus zu kommen. Ich bin Student und die Uni ist mein Weltmittelpunkt, sodass alles andere hinten ansteht. Jedoch ist es so, dass wenn ich mal Zeit habe kaum sinvolles zu tun haben, außer zu grübeln. Ich studiere jetzt seit 3 Jahren und habe immer noch keine richtigen Freunde gefunden. Ich bin schüchtern und introvertiert, was es auch nicht gerade leicht macht Leute kennen zu lernen. Ich laufe über den Campus, grübelnd und mit hängendem Kopf. Wie soll mich jemand mögen, wenn ich mich selbst nicht mag?! :/
Ich gehe kaum raus, also feiern, da ich einerseits kein Alk. trinke und keine Lust habe dafür "ausgegrenzt" zu werden und andrerseits ein bisschen geizig bin und auch nicht so viel Geld habe. Um mich um einen Hiwi-Job zu bemühen fehlt mir aber einfach die Energie.
Zudem leide ich sehr darunter, keine Aufmerksamkeit oder Anerkennung zu bekommen. Ich sehe beispielsweise Kommilitonen, die ständig an ihrem Handy sind und auf Nachrichten antworten. Mir schreiben nur ganz wenige Leute und diese Konversationen laufen auch meist auf das immer gleiche Thema hinaus, sodass sich viele "Freunde" schon abgewendet haben Ich bin echt komisch, ich warte stundenlang auf Antworten von Leuten, anstatt einfach was anderes zu tun, mache sogar ab und zu Vorwürfe.
Zu guter Letzt leide ich noch sehr stark daran, noch nie eine Freundin gehabt zu haben. Ich kann mir keinen Film oder Serie anschauen ohne dass mir bei Kussszenen oder Ähnlichem die Tränen kommen. Mir fällt es durch meine Schüchternheit schwer Frauen anzusprechen. Daher dachte ich übers Internet wäre es nicht all zu schwer über seinen Schatten zu springen, nur ist es dort noch einfacher für mögliche Partnerinnen mich zu "ignorieren" oder "leider kein Interesse" anzugeben.
Ich bin mit meinem Aussehen nicht unzufrieden, nur bilde ich mir halt immer ein, ich bin wohl doch nicht so schön, wenn mich keine mag.
Ferner ist noch hinzuzufügen, dass ich trotz Depression ein Mensch bin, der sehr sehr gerne lacht und Witze macht nur fällt mir das in der Vergangenheit immer schwieriger. Ich liege oft das ganze Wochenende im Bett und grübel und frage mich warum mir bspw niemand schreibt und verbinde damit , dass mich keiner mag etc das wird dann zum Teufelskreis. Und das kostet unglaublich viel Energie :/ und die fehlt mir dann im Studium um mich dort zu motivieren ...
Ich lasse auch mal meinen twitter account link (http://goo.gl/LhGVzK ) hier, falls es jemanden interessiert, was ab und an wirklich in mir vorgeht
Grüße Black Dog

26.01.2015 19:12 • 09.04.2015 #1


19 Antworten ↓


Luna70

Luna70


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Ich habe mir deinen Twitter-Account mal angeschaut und es kommt mir so vor, als hättest du eine handfeste Depression. Hast du psychologische Hilfe? Wenn du Suizid-Gedanken hast, ist es wirklich Zeit für einen Arztbesuch. Sicher gibt es an der Hochschule auch eine Beratungsstelle, wo du Hilfe bekommen kannst.

Wahrscheinlich transportierst du mit deiner Körpersprache viel von deinem Frust nach außen und das merken deine Kommilitonen natürlich. Deine Twitter-Botschaften (falls deine Studienkollegen davon wissen) sprechen auch eher davon: mir geht es schlecht, lasst mich alle in Ruhe, alles ist doof. Natürlich sollst du niemanden etwas vorspielen, davon rede ich gar nicht. Aber vielleicht kannst du Schritt für Schritt daran arbeiten, offener auf deine Studienkollegen zu zu gehen. Warum gehst du nicht mal mit einem Lächeln über den Campus? Wenn beim ersten Mal keiner zurücklächelt, nicht gleich entmutigen lassen. Du wirst sicher mit der Zeit merken, dass eine freundliche Begrüßung auch meist freundlich erwidert wird. Das wäre doch mal ein Anfang.

Hast du ein Hobby? Oder engagierst du dich irgendwo?

26.01.2015 22:04 • x 2 #2


Black Dog


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Hey Luna,

der twitter account ist nur für mich, anonym, steht nicht bei fb drin und davon wissen meine Bekannten nichts.

Zitat:
Sicher gibt es an der Hochschule auch eine Beratungsstelle, wo du Hilfe bekommen kannst.


Genau so eine Beratung gibt es bei uns an der Uni. Ich war auch dort. Es hat mir auch geholfen und mir ging es auch vor zwei Wochen relativ gut. Ich hatte ein Mädel kennen gelernt und noch nie erlebt, dass es so gut passte zwischen unseren Charakteren. Darauf hin sagte ich dann bei der Beratung, dass ich auf einem guten Weg bin, sodass wir uns darauf geeinigt haben, dass es der vorerst letzte Termin ist.
Jedoch habe ich einen Tag später dann herausgefunden, dass das Mädel mehr oder weniger nen Freund hat, worüber ich mich dann wieder tierisch geärgert habe und mich mit meiner letzten treusten Freundin gestritten habe, sodass sie es auch erstmal für richtig hält ne Pause einzulegen.
Ja und das hat dann wieder alles zu nichte gemacht :/

Ich besuche ja die Vorlesungen und Übungen um wenigstens etwas Kontakt zu haben und mache da auch Späße, ich lache trotz Depressionen furchtbar gerne, aber iwie sind in meinem Studiengang halt gar keine Leute von denen ich sagen würde, hey das passt, wir haben gemeinsame Interessen und Gesprächsthemen...

Zitat:
Hast du ein Hobby? Oder engagierst du dich irgendwo?

Mein Hobby ist die Musik, ich spiele Schlagzeug und Gitarre. Schlagzeug spiele ich auch im Verein. Jedoch ist es so, dass ich dort auch nur noch aus Disziplin und Alternativenlosigkeit hingehe und nicht weil es Spaß macht. Es hören nämlich immer mehr Leute aus meinem Alter auf bzw haben aufgehört oder kommen nur ganz unregelmäßig, mal wegen der Lust, mal weil sie woanderes studieren etc. Zudem ist es bei uns im Musikverein so, dass es 4 Schlagzeuger gibt, aber nur der älteste spielt. Ich habe es schon öfter mal gesagt, dass wir anderen 3 auch spielen sollten, aber es hat sich nie was geändert. Sowas ärgert mich dann zusätzlich noch bei den Proben...
Gitarre spiele ich nur alleine, zu Hause. Ich hatte mal die Initiative ergriffen und eine Band gegründet, welche sich jedoch schnell wieder auflöste, da aufgrund von Freundinnen (neben uni und schule) der Bandkollegen nicht mehr all zu viel Zeit war für die Band. Sowas kostet halt Energie. Es gibt den Satz:"Akzeptniere oder ändere es!" Da habe ich es versucht zu ändern und es ist wiedermal schief gelaufen...
Sonst mache ich ab und an noch ein bisschen Sport, aber auch alleine.

27.01.2015 10:15 • #3


Luna70

Luna70


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Momentan läuft es nicht gut für dich, da kann ich verstehen dass der Frust groß ist. Aber du gehst trotzdem zur Uni und zu den Proben in deinem Verein. Das heißt doch, dass du in dir ganz viel Stärke und Selbstdisziplin hast. Das sind gute Voraussetzungen dass du dich selbst wieder aus deinem Tief befreien kannst. Wenn dir die Beratungsstelle geholfen hat, dann mache doch wieder einen Termin aus. Du bist bestimmt nicht der erste, der zurückkommt weil es doch wieder schlechter geht.

Ich schätze mal, eine Band ist in deinem Alter noch schwierig auf Dauer, weil sich da im Leben der Bandmitglieder noch so viel ändert. Die Erfahrung hast du ja auch schon gemacht. Mein Bruder macht auch schon immer Musik und der war in unzähligen Bands, die sich dauert wieder aufgelöst und neu gegründet haben. Erst sehr viel später hat sich etwas Langfristiges ergeben. In einer Universitätsstadt gibt es doch sicher mehr als einen Verein oder eine sonstige Möglichkeit, zusammen Schlagzeug oder Gitarre zu spielen. Vielleicht kannst du ein bisschen Mut und Energie zusammenkratzen und dich in der Richtung mal schlau machen und ein paar Sachen ausprobieren.

Ich bin sicher, du wirst die richtige Partnerin noch finden. Du bist doch zielstrebig und klug und sagst von dir, dass du auch nicht hässlich bist. Bestimmt kannst du noch ein bisschen an dir arbeiten, deine Schüchternheit zu überwinden. Auch wenn du keinen Alk. trinkst, gehe trotzdem mal auf die Partys. Ich trinke auch wenig Alk. und andere Leute verstehen das manchmal nicht. Ich rechtfertige mich dafür aber nicht und bestelle einfach was Alk.. Je weniger mal darüber redet, desto besser. Nicht hingehen, um die große Liebe zu treffen sondern einfach um ein wenig Spaß zu haben. Du lachst doch gerne, ist doch super. Wenn du nette Leute (besonders weibliche) triffst, ist es gut. Wenn nicht, nicht gleich aufgeben. Nur Mut, das wird schon wieder.

28.01.2015 09:34 • x 1 #4


Principia_Hoffnung

Principia_Hoffn.


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Du bist erst 23 und noch mitten im Studium, lehn dich auch mal zurück, genieß das Studentenleben und schraub deine Erwartungen herunter. Arbeite weiter an dir, aber sei dir vor allem darüber im klaren, was du alles kannst, was deine stärken sind, wohin du es schon geschafft hast aber auch, wohin du es noch schaffen kannst. Schlagzeug und Gitarre können nicht viele Menschen spielen, nicht jeder hat die Möglichkeit überhaupt zu studieren, nicht viele Menschen haben die Willensstärke in Gesellschaft auf Parties auf Alk. komplett zu verzichten und du hast es auch schon geschafft hilfe aufzusuchen... ich finde, du kannst auch ein bisschen stolz auf dich sein. es gibt immer mal wieder phasen, in denen wir alleine sind oder uns alleine fühlen. daran ist erstmal gar nichts schlimm... es werden noch viele phasen in deinem leben kommen! also kopf hoch

28.01.2015 16:12 • x 1 #5


Jasmin2015

Jasmin2015


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Versuche es mit Sport, das tut sehr gut und man ist ausgelaugt nach den Training, egal was hauptsache viel schwitzen und energy abbauen, hat bei mir sehr geholfen.

28.01.2015 17:07 • x 1 #6


Black Dog


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Zitat von Luna70:
Momentan läuft es nicht gut für dich, ...

Mhh es geht mir schon seit knapp drei Jahren nicht so gut bzw so schlecht Aber du hast Recht, die Selbstdisziplin habe ich, jedoch ob es noch hilfreich ist für meinen "Energiehaushalt" zu den Proben zu gehen, stelle ich immer mehr in Frage. Aber wie gesagt, die Alternative ist, sich zu Hause einnisten
Das mit der Band sollte nur ein Beispiel sein, dass ich auch versucht habe was zu ändern, was mich auch unmengen meiner Energie gekostet hat und ich dann doch wieder gescheitert bin, nur dass der Akku jetzt noch leerer ist als vorher :/ Aber klar, wäre ich in einer Band jetzt, wäre das schon eine Art Traum, die in Erfüllung geht und wäre mit viel Spaß verbunden denke ich, da ich ja gerne Musik mache
Was genau meinst du mit zielstrebig, wenn ich nachfragen darf?
Mit den richtigen Leuten, mache ich gar selbst Witze über das Thema Alk.



Zitat von Principia_Hoffnung:
Schlagzeug und Gitarre können nicht viele Menschen spielen

Ja, ich habe aber iwie das Gefühl, dass es die otto normal Frau nicht mehr so interessiert in der heutigen Gesellschaft, da ist eher Selbstbewusstsein, Selbständigkeit, Kochkünste evtl muskulöse Körper gefragt. Ich kenne kaum jemanden, der sich da überhaupt für interessiert, was nicht heißen soll, dass es mir keinen Spaß macht
Danke für dein ganzes Lob @Principia_Hoffnung

Mit dem Sport ist das so ne Sache, ich war früher viel laufen, das hat mir auch geholfen. Nur dann kam der Schicksalsschlag, mein linkes Knie ist "kaputt", alte Familientradition. Ich fand das aber schon krass, dass es mir mir 21 Jahren passiert ist. Ich habe manchmal gar Probleme beim Treppen steigen...und ja, das macht das dann auch nicht einfacher, man steigert sich darein, immer mehr und mehr und mehr
Klar es gibt noch andere Sportarten, viele andere Sportarten. Viele Leute in meinem Alter gehen ja bspw ins Fitness Studio, ich mache Eigenkörpergeweichtsübungen, die aber auch nichts bringen, da ich ein "fast gainer" bin. Heißt (und es tut mir Leid für die Frauen, die das jetzt lesen werden ) ich kann so viel Essen, wie ich möchte und werde nicht dick, was im Umkehrschluss aber auch heißt, dass ich super schwer nur Muskeln aufbauen kann und ein bisschen wie ein Spargeltarzan aussehe, womit ich aber eig auch nicht das große Problem habe, ich selbst, andere schon, bin schon häufiger darauf angesprochen worden...Und so sehe ich es halt dann auch nicht ein, Geld für ein Studio auszugeben, was eh keinen sichtbaren Erfolge bringt und wo ich dann Leuten zu schauen kann, die dann wesentlich erfolgreicher trainieren...



Ein Grundproblem was ich noch habe, jetzt geht es mir besser, da ihr mir versucht zu helfen, ich bekomme Aufmerksamkeit, nur bald ist alles gesagt, dann wird der Post hier eingestampft und dann geht es bei mir wieder von vorne los. Es ist meiner Meinung nach absolut falsch, nur die Aufmerksamkeit durch seine Probleme zu bekommen

31.01.2015 11:13 • #7


Steward


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Lieber Black Dog,

Ich bin jetzt keine Frau, sondern ein Mann, aber ich wollte Dich dennoch wissen lassen, dass ich mich in dem, was Du schreibst, sehr gut wiederfinde. Auch Dein Nickname umschreibt meine Gefühlswelt recht gut. Niedergeschlagenheit als der schwarze Hund ist einfach ein gutes Bild.

Wie du trinke ich keinen Alk.. Schon allein dadurch fühlt man sich von manchem ausgegrenzt. Und auch ich empfinde es als schwierig, einen echten Freundeskreis aufzubauen und bin deprimiert, wenn andere ständig am Whats-appen sind und ich kaum Nachrichten erhalte. Da denke ich gerne an das Lied "Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich". Ein grundsätzliches Problem scheint auch zu sein, dass es nur sehr wenige "Freunde" gibt, die diese Bezeichnung wirklich verdienen, dh. Leute, die einem zur Seite stehen, wenn es einem grundsätzlich schlecht geht. Ich traue mich deshalb kaum in meinem kleinen, überschaubaren Freundeskreis mit jemandem darüber zu sprechen - aus Angst vor Ablehung und Unverständnis.

Und wenn ich jemandem schreibe und keine Antwort kommt - auch das ist ein grauenhaftes Gefühl. Genau, wie du es beschreibst: Man hat das Gefühl, dass niemand einen mag bzw. man vielleicht etwas falsch gemacht haben könnte. Das, was du als dein GRUNDPROBLEM beschreibst, kann ich auch verstehen.

Steward

31.01.2015 14:14 • x 1 #8


Thommi43


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Ich persönlich glaube, dass Du - Black Dog - genau das Problem hast, das heute viele haben. Wenn man nämlich nicht bereit ist, in Oberflächlichkeit zu leben, sei es Beziehung oder Freunde, ist man automatisch einsam. Denn die Menschen, die wirklich bedeuten, sind verdammt rar. Genau dieses Problem habe ich seit 20 und mehr Jahren, und nach der kaputten zurückliegenden Beziehung sehe ich mich genau dieser Einsamkeit ausgesetzt. Man bewegt sich in festen Bahnen und hat fast kaum Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Die Einsamkeit nimmt man überall mit hin. Und die Stärke, nicht ebenfalls oberflächlich sein zu WOLLEN, ist natürlich eine Schwäche in Bezug darauf, neue Kontakte zu knüpfen. Letztlich lebt man in sich selbst. Ich glaube, der Knackpunkt ist der innere Schein. Egal wie man ausschaut, wer in sich ruht, hat mehr Möglichkeiten. Und genau diesen Zustand zu erreichen, das wünschen sich m.E. viele hier.

31.01.2015 19:38 • x 2 #9


Black Dog


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Ehhm Steward, was ist jetzt genau das Problem daran, dass du keine Frau bist?

Vielleicht ist es interessant, woher mein Nickname kommt. Er kommt von folgendem Video, ich finde es fasst alles ganz gut zusammen.



Zitat:
Ich traue mich deshalb kaum in meinem kleinen, überschaubaren Freundeskreis mit jemandem darüber zu sprechen - aus Angst vor Ablehung und Unverständnis.

wenn du magst, können wir uns im privaten Chat austauschen, kannst mich gerne anschreiben

@Thommi43, ich finde deine Antwort sehr, sehr weise! Wobei es auch eine finstere Zukunft verspricht... :/ Du scheinst mir in Sachen Lebenserfahrung wohl etwas voraus zu sein und ich möchte mich bedanken für deine "Aufklärung".

Zitat:
Die Einsamkeit nimmt man überall mit hin

das kenne ich nur zu gut, traue ich mich dann doch mal auf partys, bin ich mit meinen Gedanken häufig wo ganz anders. Stehe manchmal auch ganz alleine am Stehtisch und frage mich wieder wie schei*e mein Leben ist und wie EINSAM ich bin..

31.01.2015 21:56 • #10


Luna70

Luna70


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Zitat von Black Dog:


Ein Grundproblem was ich noch habe, jetzt geht es mir besser, da ihr mir versucht zu helfen, ich bekomme Aufmerksamkeit, nur bald ist alles gesagt, dann wird der Post hier eingestampft und dann geht es bei mir wieder von vorne los. Es ist meiner Meinung nach absolut falsch, nur die Aufmerksamkeit durch seine Probleme zu bekommen


Wer sagt denn, dass bald alles gesagt ist? So ein Forum lebt ja vom Austausch und ich finde, das funkioniert hier ganz gut. Hier werden jeden Tag tausende von Wörtern gesagt und bisher habe ich noch nicht gehört, dass jemand gesagt bekam, so nun ist alles gesagt und nun meldest du dich bitte wieder ab. Bestimmt wird es Themen von anderen Usern geben, zu denen du etwas zu sagen hast. Das ist ein Geben und Nehmen. Eingestampft wird gar nichts, solange du möchtest wirst du im Austausch mit den anderen Usern bleiben.

Probleme haben wir hier alle, sonst wären wir ja nicht da.

Und dass es dir besser geht, ist doch gut.

31.01.2015 22:28 • x 1 #11


Luna70

Luna70


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Zitat von Black Dog:
Mhh es geht mir schon seit knapp drei Jahren nicht so gut bzw so schlecht


Wie geht es dir denn heute?

Ich wollte das gar nicht verharmlosen. Ich hoffe, das kam nicht falsch bei dir an. Deine Verzweiflung höre ich natürlich in deinen Beiträgen. Aber man hört auch deinen Humor raus und eine gewisse Energie, etwas zu ändern. Ich kenne das Gefühl, sich auf einer Party unter sehr vielen Menschen total einsam zu fühlen und kann deinen Frust darüber verstehen. Ich habe mich auch schon auf so mancher Feier auf die Toilette verkrümelt, weil ich mich völlig fehl am Platz gefühlt habe.

Ich habe mich mit den Jahren damit arrangiert, dass ich nicht zu den Leuten mit einem Riesen-Freundeskreis gehöre. Ich fühle mich in meinem engen Familienkreis wohl, bei meinen Kollegen (wir sind nur zu viert) und bei einigen wenigen Freunden. Mein Handy klingelt nur selten und wenn, dann gibt es auch wirklich was zu sagen.

Ich habe überhaupt das Gefühl, dass durch die unendlichen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation auch unglaublich viel unnötiges Zeug durchs Internet geschickt wird. Hauptsache, das Ding bimmelt andauernd, egal wie. Es kommt mir ein bisschen so vor, als würde es da bei jungen Leuten so was wie einen "Leistungsdruck" geben. Hauptsache, möglichst viele Facebook-Freunde, Whats-App-Gruppen usw.

Früher gab es mal sowas wie Brieffreundschaften und wenn man sich verabreden wollte, musste man eine Festnetz-Nummer wählen. Vorausgesetzt, derjenige war gerade zuhause... Sonst hatte man Pech.

Ich hoffe, dass es dir ein bisschen besser geht. Wenn du schon drei Jahre studierst, bist du dann bald fertig?

02.02.2015 19:55 • x 1 #12


Black Dog


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sorry, dass ich mich solange nicht gemeldet habe :/
ich bin momentan ein bisschen im Klausurstress...

Zitat:
So ein Forum lebt ja vom Austausch und ich finde, das funkioniert hier ganz gut.


ja du hast absolut Recht damit, ich schreibe jetzt mit 1, 2 Leuten privat hier und denen kann ich evtl dann auch ein bisschen helfen. Und dadruch geht es mir auch schon ein Stück weit besser

Zitat:
Ich hoffe, das kam nicht falsch bei dir an.

Alles gut, nichts passiert, nur wie gesagt, wenig Zeit Ich möchte bei weitem nicht, dass sich hier auch einer noch ernsthaft Sorgen um mich macht, wir haben ja schon genug eigene denke ich

Ja, ich gehe auch lieber auf die "grill und chill" Partys, als auf die Abrisspartys Sonst komme ich ja auch gar nicht zu Wort und meist ist der Alk. auch unterschiedliche bei den genannten Partys

Zitat:
Mein Handy klingelt nur selten und wenn, dann gibt es auch wirklich was zu sagen.

Ja, das ist ja wieder ein Hauptproblem von mir, so ähnlich ist es bei mir ja auch, nur ich habe mich nicht damit abgefunden

Zitat:
so was wie einen "Leistungsdruck"

ja den Eindruck habe ich auch, ich gehöre teilweise dazu, teilweise lache ich aber auch darüber (500 facebook FREUNDE, aha...Freunde...)
ich habe mir deshalb auch erst vor kurzem einen neuen Account zugelegt, damit ich nicht alle Leute rausschmeißen muss und habe auch kaum Leute geaddet, sonder eher adden lassen, dann wusste ich auch, dass eine Art Interesse an der "beziehung" besteht.
Ja es ist bestimmt auch nervig, wenn ständig das Handy bimmelt, aber wenn man nach nem anstrengendem Tag dann mal nach Hause kommt auf sein Handy schaut und wieder niemand geschrieben hat, macht mich das iwie einsam. Ok, würde es nicht, wenn zu Hause mich jemand ganz real erwarten würde, aber ist ja auch nicht der Fall...

Zitat:
erabreden wollte, musste man eine Festnetz-Nummer wählen

das kenne ich auch noch, oder man ist einfach kurz vorbei gefahren und hat gefragt, ob der jemand Zeit hat (wenn es im Ort war)

und zum Studium: drei Jahre Bachelor (Regelstudium, schaffen auch wenige (es soll nicht arrogant wirken)), momentan Master (Regelstudium: 2 Jahre)

Grüße Black Dog

03.02.2015 19:13 • #13


Luna70

Luna70


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Zitat von Black Dog:
und zum Studium: drei Jahre Bachelor (Regelstudium, schaffen auch wenige (es soll nicht arrogant wirken)), momentan Master (Regelstudium: 2 Jahre)

Grüße Black Dog


Dachte ich mir doch, dass du recht zielstrebig bist.

Freut mich, dass du einen kleinen Schritt nach vorne gemacht hast. LG Luna

04.02.2015 09:00 • x 1 #14


Rainer123


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Hallo Black Dog!
Hab die Beiträge hier ein wenig überflogen.
Die Musik spielt also eine große Rolle in deinem Leben, hast du aber auch schon mal versucht als Passiver da ran zu gehen? Eine eigene Band kann aufwändig sein, aber probier doch sonst mal aus einer anderen Position, nämlich als Fan. Hast du es schon mal mit Musikforen versucht? Egal in welcher Hinsicht ob es nur um Musik geht oder speiziel ein Genre oder Festival. Dort kannst du dich mit anderen Musikinteressierten (welche auch sicher selber tätig sind) austauschen. Vielleicht finden sich auch interessante Personen und vl entwickelt sich daraus ja eine Freundschaft, ein Freund muss ja nicht unbedingt aus der näheren Umgebung kommen.
LG Rainer

04.02.2015 13:52 • x 1 #15


Black Dog


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Danke Rainer für den Tipp, das ist echt eine gute Idee und sowas ist mir echt noch nicht in den Sinn gekommen oder vorgeschlagen wurden

Habe aber nochmal ne andere Frage an die Community hier.
(Okay ist ein bisschen blöd, dass das auch nicht Mitglieder lesen können, aber das Risiko werde ich wohl eingehen müssen )

Kennt ihr das auch, dass ihr euch manchmal fragt, ob ihr den richtigen Menschen von euren Problemen erzählt habt.
Oder ob ihr nur den Leuten es erzählt, weil sie die einzigen sind die zuhören?
Ich gehe manchmal sogar so weit, dass ich sage, dass man sich evtl mit anderen über mich lustig macht und ich lieber eine schlechte Konversation habe, in der ich sehr häufig gesagt bekomme, was ich (für einen Normalo) alles falsch mache und viel diskutiert/gestritten wird, was mich dann nicht gerade aufbaut, als gar keine Konversation zu haben...aber mein Verhalten ist wahrscheinlich für Gesunde auch einfach nicht zu verstehen...


Bin gespannt, auf eure Antworten

Grüße Black Dog

10.02.2015 16:00 • #16


Principia_Hoffnung

Principia_Hoffn.


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Mit anderen Leuten Probleme zu teilen, ist schon mal ein guter Schritt! Wie sie auf die neuen Informationen reagieren, ist dann eine andere Geschichte. Wenn sich andere über einen lustig machen, kann man sich auch fragen, warum sie es machen. Vielleicht möchten sie auch ihren eigenen sozialen Status verbessern, indem sie über andere lästern. Oder sie können sonst nicht anderes zu einer Konversation beitragen. Oder die Gruppe hat eigentlich keine richtigen Interessen. Wie auch immer, grundlegend für eine vertrauensvolle Unterhaltung ist, dass die Gesprächspartner echte Interessen aneinander haben, denke ich. Daher ist es bestimmt nicht richtig, gleich jedem seine Probleme zu erzählen, sondern auf ein reziprokes Vertrauen als Fundament zu achten... keine Ahnung ob das Sinn macht... naja wünsche noch einen schönen Tag!

15.02.2015 14:28 • x 1 #17


Black Dog


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Hey Principia_Hoffnung,
ich weiß ja nicht, ob sie sich lustig machen. Sie machen es ja nicht so, dass ich das mitbekomme Aber ich denke es halt manchmal.

Zitat:
echte Interessen aneinander haben

An dem zweifle ich häufig. Da ich, wie bereits beschrieben, nur über negative Sachen Aufmerksamkeit bekomme. Was mich ja auch zum Entschluss kommen lässt, dass sie sich irgendwie daran ergötzen. Aber es ist natürlich auch wieder die Frage, wie viel davon ist objektive und wie viel subjektive Wahrnehmung. Es ist ja nichts neues, dass man gerne misstrauisch wird, sich verletzt fühlt oder Sachen in seiner eingstirnigkeit völlig falsch wahrnimmt...

20.02.2015 10:35 • #18


Bennie

Bennie


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Nun das mit dem "allein sein" und mit den "Freunden" ist so eine Sache..

Alleine ist man im Grunde nur, wenn man allein sein möchte oder aber seine Ansprüche an sein Umfeld zu hoch setzt, so wie bei mir.

Man kann eigentlich immer und beinahe überall Leute finden, mit denen man etwas unternehmen kann (Internet sei Dank).
Jedoch darf man nicht zu viel erwarten von diesem "Freundschaften"..
Was erwartest du von einem Freund ?
Das er/sie mit dir wirklich durch dick und dünn geht ?
Das wäre dann einer von 10.000..
Die restlichen 500 von denen du glaubst sie würden mit dir durch dick und dünn gehen, kehren dir wenn es ernst wird spätestens den Rücken.
Also mein Tipp: Nicht so viel erwarten !

Leute mit denen man was unternehmen kann, sich mal unterhalten kann und das ein oder andere Hobby teilt, findet man relativ einfach, so lange man nicht unbedingt Soziophobiker ist.. aber selbst da gibt es durch das Internet einige Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen.

Mein Problem ist viel mehr, das ich mich von vielen alten Freunden distanziert habe, da diese ein gewisses Risiko darstellen (ja so ist das mit der Welt.. traurig traurig..)
Daher bin ich bis auf eine Hand voll Kontakte relativ einsam.. es könnten ein paar mehr sein, aber ersten will ich kein Risiko eingehen und zweitens ist mir das mittlerweile einfach zu wieder, irgendwem etwas um der Freundschaft Willen vorzuspielen.

27.02.2015 12:08 • #19


Black Dog


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So, nachdem die Klausurphase nun beendet ist, nochmal ein kleines Update von mir:

Zitat:
Mein Problem ist viel mehr, das ich mich von vielen alten Freunden distanziert habe, da diese ein gewisses Risiko darstellen

Was meinst du damit, ein Risiko darstellen? Ich ziehe auf jeden Fall den Hut vor dir, mir fällt die Distanzierung sehr sehr schwer, auch wenn es wahrscheinlich das "beste" wäre...

So nun zu mir, es hat sich ein bisschen was getan.
Durch die Klausurphase war ich gut abgelenkt und dachte eigentlich es geht mir besser, jedoch war mit Ende der Klausurphase auch der schwarze Hund wieder da. Es ist echt mies, wenn man seine ganze Freizeit mit grübeln verbringt.
Nunja, ferner habe ich nun einen Job gefunden an der Uni, und das in einem Bereich, in den ich auch wollte, jedoch mache ich da nun Sachen, die mir schon während meiner Abschlussarbeit sehr schwer gefallen sind, sodass ich mal wieder den Kopf hängen lasse
Ferner habe ich nun die endgültige Bestätigung, dass ich mit der einst engsten Vertrauten wohl nix mehr zu tun haben werde (erster Beitrag von mir) . Sie macht es fertig mit mir zu kommunizieren und möchte daher den Kontakt abbrechen, weiß aber auch dass sie bei mir einen großen Schaden anrichtet. Aber manchmal ist es halt besser egoisitisch zu sein...
Ich frage mich, ob ich es überhaupt nochmal schaffe, frei über meine Probleme zu reden, da sich alle früher oder später von mir abgewendet haben und mich nur noch auf meine Probleme reduziert haben.

Joa, das wars so als kleines update von mir.

Und danke nochmals für euren ganzen Beiträge

Grüße Black Dog

09.04.2015 19:07 • #20



Dr. Reinhard Pichler