Hallo anonym_13
Zuerst einmal bist Du wirklich der einzige Mensch, der genau so ist wie Du nun mal eben bist.
So wie jeder von uns in Tat und Wahrheit ein Unikat ist. Das ist schön und gut so! Es macht die Begegnung mit unseren Mitmenschen anregend, weil jeder Mensch die Welt durch eine andere, eben seine Anlagen und lebensgeschichtlich geformte Brille sieht.
Das vermehrt die Perspektiven sowohl unserer Sicht auf die Welt wie auch unsere Mitmenschen.
Du bist daher gut so wie Du bist. Deine Präferenz für Ordnung, Struktur, Planung und Sicherheit ist eine Stärke die Dich auszeichnet. Eine Stärke die vielen anderen fehlt und mit der Du anderen helfen kannst, die ständig vom Schicksal "überrascht" werden, weil sie eben nicht über diese Präferenz verfügen in Strukturen zu denken und vor Entscheidungen ein angemessenes Risk-Assessment durchzuführen so wie Du.
Jean Paul Getty, einst einer der reichsten Männer der Welt wurde einmal im Interview gefragt, was denn das Geheimnis seines Erfolges sei? Darauf hat er geantwortet, dass er bei jedem neuen Projekt er sich jedes nur erdenkliche Horror-/Worst Case Szenario ausmalt, das man sich nur vorstellen kann.
Darauf der Reporter: "Ja und was tun Sie dann?" Getty: "Dann tue ich alles was nötig ist, damit genau diese Szenarien nicht eintreffen!"
So gesehen kann diese Deine Stärke, die Du vielleicht so noch gar nicht betrachtet hast, der Schlüssel zum Erfolg sein?!
Dann, wenn Du sie zur rechten Zeit am rechten Ort zu voller Wirkung bringst, bzw. entfaltest

Dass Du gerne alleine bist, bzw. Dich selbst aushalten und ertragen kannst spricht auch für Deine innere Stärke/Autarkie, welche es Dir ermöglicht andere Meinungen durchaus gelten zu lassen aber Dein ICH nicht von Ihnen abhängig ist.
Du bist fähig, so schätze ich Dich ein, Entscheidungen zu treffen die nicht immer unbedingt auf den Zuspruch oder die Zustimmung des Umfeldes treffen
und Dir dieser Widerstand nicht unbedingt etwas ausmacht, weil Du von dem was Du tust innerlich, ja stoisch überzeugt bist.
Als Planer und Analyst kommt es eben vor, dass die Komplexität der in Gesprächen mit Freunden erörterten Themen Deinen Geist gefangen nehmen und Dir viel Energie abfordern, eben weil Du sofort und auf der Stelle versuchst adäquate Antworten zu finden. Dann kommt wahrscheinlich dieses Abschalten weil die anderen eben nicht so in die Tiefe denken, ja über das Gesagte erst einmal nachdenken wie Du es tust.
Dann kommt für Dich, der konkrete Antworten sucht und sich nicht in endloser Manier verzettelt, irgendwann der Punkt, der "Overload", mit dem Du Dich dann aus einer ggf. Dich mehr verwirrenden als Schritt für Schritt für Klarheit sorgenden Diskussion verabschiedest.
Es kommt nun darauf an wie Du damit umgehst. Wenn Du merkst, dass sich eine Diskussion wieder vom Hundersten ins Tausendste zu verzetteln droht, so könntest Du, als analytisch denkender und veranlagter Mensch, z.B. die Führung übernehmen und dediziert für die Klärung unschlüssiger Punkte nachfragen bevor die anderen schon zum nächsten Punkt eilen. Dies wäre das Vorgehen, um einer ins Endlose ausufernden Diskussion neue Struktur zu geben und den Prozess wieder in die Spur zu bringen.
Das ist eine Fähigkeit wie Fertigkeit die heutzutage in einer immer hysterischer werdenden Welt ohne Struktur, Gold wert sein kann und ist.
Wie viele Menschen hasten heute mehr denn je rast- und gedankenlos von einem Dopamin-Flash zum nächsten, ohne auch nur einmal einen tieferen ,Gedanken daran zu verschwenden was im, Ihrem Leben wirklich zählt.
Schon gar nicht mehr bemerken wie sie und ihr Leben an Fäden hängen an denen alle möglichen Institutionen und Interessengruppen ziehen, um sie ohne Scham für ihre Interessen und Vorteile zu domestizieren.
Trotz Deiner zwanghaft/schizoiden Anlage (gem. Fritz Riemann: "Grundformen der Angst") hast Du trotzdem eine soziale Ader, die es Dir ermöglicht dennoch angemessen am sozialen Leben teilzunehmen und ein akzeptiertes Mitglied einer Gruppe zu sein. Bist also kein Soziopath, so wie es vielen anderen Menschen mit Deiner Präferenzlage geht, die jedoch eben keine angemessen depressive, dem DU zugewandten Ader haben, wie Du sie besitzt. Damit hättest Du vielleicht sogar eine ausgeprägte Dreifach Präferenz, welche wenige, dafür viele erfolgreiche Menschen auszeichnet.
Sehe Dein Verhalten, die Gaben die Du mitbekommen hast als Deine Stärken an. Hege und pflege diese Stärken Deines Charakters und finde die Aufgabe in der diese zum grössten Nutzen Deiner Mitmenschen gereichen.
Das ist das einzige was Dir, in Deinen jungen Jahren, nun noch fehlt: Wo genau Du diese Stärken zur vollen Geltung bringen kannst. Ich glaube es beschäftigt Dich wohl im Moment am meisten, dass Du Dir zuweilen eben wie ein "Alien" vorkommst unter Menschen die Deine Präferenzen eben nicht teilen.
Oft suchen wir uns unbewusst in unserem sozialen Umfeld eben ausgerechnet die Gegenpole zu unserem Charakter aus, weil wir etwas in uns vermissen, was eben dann die anderen mitbringen. In Deinem Fall ggf. Witz, Spontanität, kuriose Ideen, Leidenschaft, das sprühende Leben etc.pp. alles eben was sich uns, bzw. Dir aus Dir selbst heraus nicht erschliesst.
Ich würde mich über ein Feedback freuen wo ich mit meiner Fernanalyse richtig liegen könnte und wo ggf. vollkommen daneben

Ich wünsche Dir frohe Weihnachten und ein paar schöne Stunden mit Deinen Lieben und Freunden.
Viele Grüsse
Achtsamkeit