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Ich weiß nicht mehr weiter - Ich habe alle zerstört - Ich weiß, dass mir hier nicht geholfen werden kann, aber vielleicht tröstet es ein wenig oder es verhindert gar einen ähnlichen schmerzhaften Fehler.

Da sag´ich mal Hallo und versuch´ es ganz kurz zu halten!

Ich bin Anfang 40 und kann mich nur schwer öffnen und Gefühle zeigen.

Letztes Jahr hatte ich die Frau wieder getroffen, die mich schon als Teenager fasziniert hatte, da sie 3Jahre älter ist, konnte es keine Teenageliebe werden – Ist ja auch egal.

Jedenfalls habe ich sofort erkannt, dass sie etwas besonderes für mich ist und wir haben uns dann in kürzer werdenden Abständen getroffen – Das ging so 1,5 Monate. Da hat sie sich mir schon völlig geöffnet, also eigentlich keine Geheimnisse mehr vor mir gehabt. Ich habe das genossen und war ganz schön verliebt. Leider gelang es mir nicht, mich zu öffnen – Ich werde da sehr wortkarg, obwohl mein tristes Leben bis auf ein paar Peinlichkeiten, nichts hat, was ich verbergen müsste. Keine Ahnung warum, ist halt so.

Im Januar habe ich sie dann bei einem ihr wichtigen Projekt, mit Zeit, Kraft und etwas Geld sehr unterstützt, was sie auch sehr freute. Natürlich hatte ich auch einen kleinen Hintergedanken dabei und der hat sich dann auch erfüllt. Ich war total euphorisch und sie war auch verliebt – zweifellos. Es hätte nicht besser laufen können. Nun wurde das Thema meiner Vergangenheit wieder intensiviert und mich überkam die Angst, dass sie meinen Lebensstil nicht tolerieren könnte und mich deswegen verlassen wird – Diese Angst wurde immer stärke, dass ich die Kontrolle verlor. Ich fühlte mich so gut bei ihr, dass ich kurz davor war, mich ihr zu öffnen, leider war sie dann schon so gefrustet, dass sie mir die kalte Schulter zeigte und es gab Liebesentzug. Das blöde ist jetzt, dass ich diese Zeichen fehlinterpretiert hatte und es auf Stress bei der Arbeit, allg. auch gesundheitliche Überlastung zurück führte. Es kam also zu keiner Aussprache und das Klima wurde kälter. Erschwerend kam noch hinzu, dass wir (sie, ihr Kind (6) und ich) uns nacheinander eine üble Erkältung eingefangen hatten, das hat uns zwei Wochen gekostet, wo wir uns kaum gesehen hatten. Übrigens: mein Lebensstil ist chaotisch und nicht sonderlich erfüllt und ihrer sehr geordnet, auch wegen ihrem Kind und doch sehr erfüllt - Ich könnte da schon neidisch werden!

Danach hatte sie mir mitgeteilt, dass sie mir aufgrund meines Schweigens nicht vertrauen kann und das in einer Beziehung einfach nicht geht – Das sehe ich eigentlich genau so. Wir wollten uns aussprechen, aber ich kam mir vor wie beim Verhör und da das Klima inzwischen noch kälter geworden ist, habe ich völlig blockiert – Ich habe kein vernünftiges Wort herausgebracht. Sie hat dann verständlicher Weise die Geduld verloren und das war´s für den Tag. Zu hause habe ich mir Vorwürfe gemacht, ohne Ende, was für ein Idiot ich bin, etc. Die nächsten Tage verliefen ähnlich, es kam einfach nicht die Stimmung auf, damit ich mich öffnen kann – Sie hat ständig mit ihrem Telefon Nachrichten ausgetauscht oder/und der blöde Fernseher lief mit Zeug, was sie interessierte und da konnte ich einfach nicht. Das ging den ganzen März über – Ich habe es einfach nicht geschafft, meine irrationale Angst zu überwinden und ihr alles zu erzählen, stattdessen habe ich, weil ich so unsicher und unglücklich war, völlig daneben agiert und das habe ich nicht so wahrgenommen, aber sie meinte, dass das gar nicht geht und es für beendet erklärt. Selbst da konnte ich meine Angst nicht überwinden, obwohl ich sie noch so sehr liebe und eigentlich alles für sie tun würde. Mir ging/geht es richtig schlecht (andauernde, unglaubliche Magenkrämpfe) und ihr ging es wohl auch nicht so gut. Wir habe uns dann noch neutral getroffen, aber ich war eher noch stärker blockiert und das tat uns beiden nicht gut, sodass ich entschloss, dass wir uns besser nicht mehr treffen. Es kamen nur noch SMS, mails und ich habe ein paar Briefe geschrieben, was eher nach hinten los ging. Es kamen diverse Vorwürfe und Kleinigkeiten, weshalb ich untragbar bin. Ich habe quasi alles zugegeben und mein Verschulden eingeräumt, aber es ist aus ihrer Sicht vorbei, unumstößlich. Ich habe ihr zwar noch geschrieben, dass meine Ängste nicht kontrollieren kann und so gern, von Anfang an, Hilfe und Verständnis von ihr erhalten hätte, alles erfolglos. Ich habe uns beide wahnsinnig verletzt und ihre Verletzungen tun mir noch mehr weh, als meine eigenen.

Ich liebe sie noch so sehr und selbst bei ihr vermute ich noch Gefühle für mich, ich habe die Sache aber so verfahren, dass ich da nicht wieder herauskomme. Wenn ich labil wäre, würde ich mir bestimmt etwas antun. Aber so gefährde ich lediglich meine Existenz, da ich seit Wochen nicht mehr arbeiten kann (selbstständig) und verbringe so manche Nacht heulend im Bett – allein.

Ich bin am Boden, krank vor Kummer, mache mir unentwegt Vorwürfe und schaffe es immer noch nicht, mich zu öffnen bzw. wüsste gar nicht, wie es initiieren sollte, wenn ich es könnte - Obwohl so kurz, weiß ich sicher, dass es DIE Frau für mich ist, eine Alternative sehe ich nicht. Ich habe alles zerstört und sie lässt eine Bindung nicht mehr zu.

Es kann so hart sein – Macht nie den gleichen Fehler und tut alles, damit ihr euch zu 100% vertrauen könnt!

15.04.2015 14:58 • 17.04.2015 #1


9 Antworten ↓


Icefalki
Hallo x13, so ganz verstehe ich das nicht. Was heißt nicht öffnen. Du konntest ihr nicht sagen, das du sie liebst?

15.04.2015 19:04 • #2



Irrationale Angst - ich kann mich ihr nicht öffnen!

x 3


Hallo Icefalki,

Nee, mit Liebesbekundung gab es keine Problem, diese hat sie in vieler Art von mir bekommen und das mehrfach tgl. - Wir waren doch noch recht frisch verliebt.

Ich habe einfach eine Blockade, wenn es darum geht, über mich zu sprechen - Quasi meine private vita offen zu legen. In vorangegangen Affären/Liebschaften (für eine richtige beziehung hat es leider nie gereicht) war das nie ein Problem, das hat sich mit der Zeit dann alles irgendwie geklärt. Bei der Frau, um die es hier geht, sieht es halt anders aus. Ihr wurde vom Vater ihres Kindes übel mitgespielt - Er hat sie wohl von heute auf morgen einfach in der Schwangerschaft mit nichts sitzen lassen bzw. aus der Wohnung geschmissen. Genaue Gründe habe ich da auch noch nicht hinterfragt. Jedenfalls hat sie nun ein gesteigertes Bedürfnis, alles über mein Leben und meine Beziehungen wissen zu wollen. Grundsätzlich verstehe ich sie auch und wollte es ihr auch alles sagen, aber irgendwie habe ich eine Angst entwickelt - Verlustangst, davon gehe ich mal aus - die mich regelrecht lähmt. Ich habe einfach die irrationale Vorstellung, dass sie mich verlässt, wenn sie erfährt, wie trostlos und zum Teil unsinnig meine Lebensentscheidungen waren, weil sie selbst so geordnet ist und mit multiplen Interessen glänzt. Es ist mir nicht entgangen, dass sie so etwas wie meinen (alten) Lebensstil eher ablehnt. Und diese Angst hat mich so im Griff, dass ich jeder Konversation über dieses Thema ausweiche - Auch wenn ich will, ich kann nicht anders und das versteht sie als Vertrauensbruch. So kam eins zum anderen und durch meine Angst sie zu verlieren, habe ich sie letztlich verloren. Das macht mich so fertig, weil ich zu ihr überhaupt keinen Zugang mehr finde - Der Zug ist richtig abgefahren! Durch mein Schweigen habe ich sie und dadurch auch mich so sehr verletzt, dass sie anfing, alle möglichen Dinge aufzuzählen, warum eine Beziehung zwischen uns nicht funktionieren kann - Sämtliche Argument, die ich einbrachte, dass es dennoch funktionieren kann, lies sie nicht gelten. Wir können ja Freunde bleiben - Das Todesurteil einer Beziehung! Ich habe ihr heute Morgen final noch eine mail geschrieben, dass es für uns beide besser ist, wenn wir uns ein paar Monate nicht mehr sehen, damit wir uns nicht mehr weh tun können. Und, ich habe ihr erstmals meine Ängste beschrieben und ich muss sagen, es ist befreihend, mir geht es schon jetzt irgendwie besser, zumindest etwas, wenn ich bedenke, dass ich heute Nachmittag noch geheult habe, als ich den Beitrag verfasste und ähnliche Beiträge gelesen hatte - Da werde ich so emotional. Den ganzen "Mist" von der Seele zu schreiben, scheint zu helfen - So zumindest mein momentanes Empfinden. Das ändert aber nichts daran, dass ich mich dafür hasse, dass ich versagt habe und ich ausgerechnet diese Liebe nicht halten konnte.

LG
x13

15.04.2015 21:23 • #3


Icefalki
Ich hätte dir jetzt auch geraten, ihr alles mal zu schreiben, genauso wirklich alles, was sie sich gewünscht hat.

Dass sie Probleme nach der Enttäuschung hat, ist verständlich.

Ich weiß jetzt nicht, aber könntest du sie noch ein bisschen umwerben? Ihr zeigen, dass sie dir unheimlich wichtig ist? Natürlich nur, wenn du das emotional schaffst..

Vielleicht wirklich eine Pause einlegen und dann nochmals das ganze Programm mit Blumen, kleinen Aufmerksamkeiten. Usw..

Eigentlich hast du ja nichts zu verlieren.

15.04.2015 21:41 • #4


Hotin
Hallo x13,
Zitat:
Ich habe alles zerstört und sie lässt eine Bindung nicht mehr zu.


Das Du alles zerstört hast, kann ich eigentlich nicht erkennen. Du hast einfach keinen Weg gefunden,
dieser Frau selbstbewusst gegenüber zu treten. Nun bist Du traurig. Vielleicht ist dies eine schlimme
Erfahrung, die nun aber Dein ganzes Leben positiv verändern kann.

Zitat:
Wir wollten uns aussprechen, aber ich kam mir vor wie beim Verhör


Hat sie da nicht auch einiges falsch gemacht. Ist sie dominant und zieht Dich das an? Warum hat
sie ein Problem damit, das Du im Moment noch nicht offen sagen willst, was Du empfindest?
Du hast Deine Angst und sie hat Ihre Angst, oder wie ist das zu verstehen?

Zitat:
Ich bin am Boden, krank vor Kummer, mache mir unentwegt Vorwürfe


Warum eigentlich? Du hast Doch genau das getan, was Dir am wichtigsten ist. Keinen an Dein
Privatleben und Deine Gefühle ran zu lassen.
So lange das so ist, muss das zweit wichtigste, also die Liebe noch etwas zurückstehen.
Hört sich das sehr hart an?
Wenn Du möchtest, kannst Du allerdings einiges darüber lernen, wie Du in den von Dir beschriebenen
Situationen besser bestehen kannst.

Zitat:
Sämtliche Argument, die ich einbrachte, dass es dennoch funktionieren kann, lies sie nicht gelten.


Du kannst ihr doch keine Entscheidung abnehmen. Hört sich das nicht nach überreden an?

Zitat:
Ich habe ihr heute Morgen final noch eine mail geschrieben, dass es für uns beide besser ist, wenn wir uns ein paar Monate nicht mehr sehen, damit wir uns nicht mehr weh tun können.


Warum schreibst Du ihr nicht einfach mal. "Hey, ich vermisse Dich. Ich möchte Deine Stimme wieder hören.
Ich brauche Deine Nähe"
Kannst Du so was?

Viele Grüße

Hotin

15.04.2015 22:27 • x 1 #5


Zitat von Icefalki:
... ein bisschen umwerben? Ihr zeigen, dass sie dir unheimlich wichtig ist? ...


Natürlich würde ich sie gern umwerben, aber das wird sie zumindest jetzt nicht zulassen. Und dass sie mir unheimlich wichtig ist, sollte sie eigentlich wissen. Das konnte sie auch in meinen Briefen lesen.

Zitat:
... eine Pause einlegen und dann nochmals das ganze Programm mit Blumen ...


Das habe ich auch vor, allerdings muss ich dann schon "schmerzfrei" sein - Bzgl. der verlorenen Liebe, sonst wird das nach hinten losgehen, wenn bei mir die Trauer wieder hervor kommt. Und natürlich muss sie auch wollen. Ich werde sie wohl in 2-3 Monaten anrufen und fragen, ob wir uns mal wieder sehen können. Zwischendurch hat ihr Kind Geburtstag und da ich es auch mag, wird es auch einen "Gutschein" zum Eisessen für die beiden von mir geben und so bleibe ich zumindest virtuell ein klein wenig präsent.

Zitat:
Eigentlich hast du ja nichts zu verlieren.


Eigentlich doch, wenn ich das unsensibel angehe, war´s das für immer! Auch wenn es "nur" ein freundschaftliches Verhältnis wird, ist es wichtig für mich, dass wir einen lockern Umgang haben können. Meine Gefühle dürfen mir da bloß keinen Strich durch diese Rechnung machen und daher muss ich erst einmal den Verlust völlig verkraftet haben.

Zitat von Hotin:
Das Du alles zerstört hast, kann ich eigentlich nicht erkennen. ...


Doch, schon, weil es letztlich meine Schuld ist, dass sie mir nicht vertrauen kann und daran ist ja alles gescheitert. Zusätzlich habe ich mich durch meine Unsicherheit und Unzufriedenheit nicht unbedingt akzeptabel verhalten - Habe ihr quasi mit meiner schlechten Laune Tage verdorben, die für sie, eventuell auch für uns, hätten eigentlich schön werden können.

Zitat:
Hat sie da nicht auch einiges falsch gemacht. Ist sie dominant und zieht Dich das an? Warum hat
sie ein Problem damit, das Du im Moment noch nicht offen sagen willst, was Du empfindest?
Du hast Deine Angst und sie hat Ihre Angst, oder wie ist das zu verstehen?


- Was heißt falsch gemacht?! - Ich denke, sie hat einfach nicht erkannt, dass ich mit meinen Ängsten ringe. Ich habe es ihr da auch noch nicht sagen können. Sie wird sich verarscht gefühlt haben und wird für meine Gefühlslage nicht mehr empfänglich gewesen sein.

- Sie ist eine starke Frau, die im großen und ganzen weiß, was sie will. Sicher hat sie auch eine verletzliche Seite, aber die zeigt sie auch nicht jedem. Und nein, es zieht mich nicht an, wenn sie zu dominant wäre - Außer vielleicht ein bisschen im Bett. Sonst sollte eine gute Beziehung für mich auf Augenhöhe stattfinden.

- Das "Problem" ist, dass sie ab Start vollkommene Sicherheit und Vertrauen benötigt und da kam mein Herumeiern überhaupt nicht an. Ist ihr auch nicht zu verdenken, bei dem, was ihr vor 7 Jahren passiert ist. Das verstehe ich auch völlig und darum habe ich auch so einen Selbsthass, weil ich es einfach nicht geschafft habe, meine Ängste zumindest zu beherrschen.

Zitat:
Warum eigentlich? Du hast Doch genau das getan, was Dir am wichtigsten ist. Keinen an Dein
Privatleben und Deine Gefühle ran zu lassen. ...


In einer Partnerschaft ist auch für mich Liebe und Vertrauen das wichtigste, zumindest ab dem Punkt, den wir schon erreicht hatten. Ein kleines Geheimnis kann man ja auch behalten, nur Fragen kontinuierlich auszuweichen, das geht einfach nicht. Man darf dann seine Vergangenheit auch nicht unter Verschluß halten - Leider hat sie aus den geschilderten Gründen nicht abwarten können, bis ich den Schlüssel habe drehen können. Und da habe ich eben voll versagt!

Zitat:
... Hört sich das nicht nach überreden an?


Das hört sich auch nicht nur so an. Und das war ein weiterer Fehler! Sie hat mir schon mitgeteilt, dass ich versuche hier etwas zu erzwingen - Aber aus Not/Verzweifelung/Hilflosigkeit heraus macht man halt Dinge, die man hätte besser nicht machen sollen. Und das war dann der nächste Minuspunkt in meiner Liste ...

Zitat:
Warum schreibst Du ihr nicht einfach mal. "Hey, ich vermisse Dich. Ich möchte Deine Stimme wieder hören.
Ich brauche Deine Nähe"
Kannst Du so was?


Können schon, aber der Zeitpunkt wäre viel zu früh, denke ich. Die Verletzungen sind noch zu frisch und da befürchte ich, dass es nicht gut ankommen wird. Das bekommt sie sicher in den "falschen Hals" und fühlt sich bedrängt - Unter dem Motte: Ich würde etwas erzwingen wollen ...



Ich danke euch beiden sehr für euer Mitgefühl - Das hat mir schon etwas geholfen, da darüber zu schreiben, befreihend wirkt. Ich habe leider niemanden, mit dem ich über das Thema so offen sprechen kann. Selbst in der Familie, obwohl ein super Verhältnis, kann ich nicht völlig frei über meine Gefühle sprechen und die paar guten Freunde ... Weiß nicht, ob mir das helfen würde. Vielleicht hat ja noch jemand was dazu zu sagen - Ich werde sicher noch oft hier vorbei schauen, zumal ich nicht umhin komme, mich noch eine Weile mit meinem "Unglück" zu beschäftigen bzw. es zu verarbeiten.

gLG
x13

16.04.2015 16:08 • #6


Icefalki
X13, nur noch so eine Idee. Kannst du die Zwischenzeit nicht nutzen, deine Probleme aufzuarbeiten, also das "öffnen" zu probieren.

Ich weiß nicht was du finanziell verdienst. Aber es gibt auch professionelle Coach, die du zwar bezahlen musst, aber die dir neue Möglichkeiten öffnen könnten.

Mein Mann hat das für seinen Beruf genutzt..also in mitarbeiterführung.

Und er hat auch ganz schön an sich arbeiten dürfen.

16.04.2015 16:19 • #7


Hotin
Hallo x13,
Zitat:
Das macht mich so fertig, weil ich zu ihr überhaupt keinen Zugang mehr finde


Wenn Du Dich weiter so verhältst, wie Du es hier schreibst, wirst Du nie einen Zugang zu ihr
oder einer anderen Frau finden.

Lies bitte mal selbst, was und vor allen wie Du etwas schreibst. Du beschreibst in der Regel nie das,
was sie gesagt hat und reagierst dann darauf. So etwas würde ich als sinnvoll und normal bezeichnen.

Dein Denken erscheint mir aus einer Anhäufung von negativen Annahmen zu sein. Dies kann nur falsch sein
und Dich in ein unglückliches Leben führen.
Lies das doch bitte mal selbst. Wie würdest Du jemanden beurteilen, der das schreibt?
Zitat:
Der Zug ist richtig abgefahren!
dass ich mich dafür hasse, dass ich versagt habe
aber das wird sie zumindest jetzt nicht zulassen.
Das habe ich auch vor, allerdings muss ich dann schon "schmerzfrei" sein
wenn ich das unsensibel angehe, war´s das für immer!
Habe ihr quasi mit meiner schlechten Laune Tage verdorben
Sie wird sich verarscht gefühlt haben
wird für meine Gefühlslage nicht mehr empfänglich gewesen sein.
Die Verletzungen sind noch zu frisch und da befürchte ich, dass es nicht gut ankommen wird


Und das geht immer so weiter. Du ziehst Schlussfolgerungen ohne das Du wirkliche Gründe dafür hast.
Ich provoziere Dich jetzt mal.
Für so etwas brauchst Du doch eigentlich gar keine Partnerin.
Du gibst Dir doch alle Antworten selbst.
Schon vorher weißt Du auch, wie das alles ausgehen wird, nämlich negativ.

Es wird Zeit für Dich, Dein Denken realistischer werden zu lassen und immer zuerst auf die
Reaktionen Deiner Partnerin zu reagieren. Nicht zuerst auf Deine Gefühle (Ängste) zu reagieren.


Falls Du das nicht allein schaffst, Deine Bewertungen und Ängste in ein anderes Licht zu bringen,
überlege bitte mal, ob Du das in einer Therapie anschauen und aufarbeiten möchtest.

Viele Grüße

Hotin

16.04.2015 23:42 • #8


Hallo Icefalki,

natürlich werde ich es versuchen, meine Probleme aufzuarbeiten, aber ob ich das so schaffe? Wichtig ist für mich erst einmal, dass ich akzeptiere, dass ich diese (Warum ausgerechnet diese?) Liebe verloren habe. Dann wird es mir erst einmal besser gehen und werde hoffen, dass sie mir insoweit vergeben kann, dass wir wieder Kontakt haben können, um freier über mein Problem sprechen können. Hoffentlich verhalte ich mich dann nicht wieder unangemessen - Meine Liebe zu ihr wird wohl nicht so schnell erlöschen, wenn überhaupt. Auch wenn nur kurz, aber so intensiv habe ich noch keine Frau geliebt und deswegen habe ich bestimmt meine Probleme entwickelt. Zuvor waren Trennungen nur mehr oder weniger schmerzhaft für mich - Kam letztlich auf den Grund der Trennung an, meist bin ich verarscht worden und wenn Hass mitspielt, ist es wohl einfacher.

Ich denke, eine Therapie wäre vielleicht erfolgversprechender, um die Ursachen für meine irrationale Angst zu ergründen.

LG


Hallo Hotin,

vielen Dank für Deine Meinung sowie für Deinen Rat. Du hast absolut Recht, dass ich zu ihr nie einen Zugang finden werde, wenn ich mich weiter so verhalte. Das habe ich ja auch erkannt und da ich meine Gefühle, damit auch mein Verhalten, nicht voll unter Kontrolle habe, habe ich den Kontakt ausgesetzt, um mir keine Chance zu geben, sie weiter zu verletzen. Und erst, wenn ich „schmerzfrei“ bin, also den Verlust soweit verarbeit habe, dass ich mich damit abfinden kann, kann ich den Kontakt zu ihr wieder aufnehmen und sie um Entschuldigung bitten. Dann habe ich meine Gefühle hoffentlich im Griff und kann wieder locker mit ihr umgehen und dann findet sich vielleicht die Gelegenheit, dass wir uns aussprechen, natürlich ohne ihr Vorwürfe zu machen.

Ich denke, meine Annahmen sind schon begründet. Sie hat mir klar gesagt, dass mein Schweigen es kaputt gemacht hat, dass sie kein Vertrauen zu mir hat, dass wir in verschiedenen Welten leben, dass sie sich eine Partnerschaft mit mir so nicht verstellen kann, dass es ihr auch schlecht geht, ich sie verletzt habe und mein Verhalten sie weiter verletzt, dass sie auch zum Schutz ihres Kindes die Sache beendet, etc. und natürlich kann man auch ohne Worte einiges sagen. Und da ich sie verstehen kann, aber durch meine Ängste nicht in der Lage war/bin, es zu klären, gebe ich mir die Schuld, zumal ich ihr absolut zu spät meine Ängste gestanden habe, übrigens habe ich da auch noch keine Reaktion erhalten. Deshalb gibt es für mich auch nichts positives zu sehen. Einzig unbegründet war/ist wahrscheinlich meine Verlust-Angst, die mich hat blockieren lassen und die Angst wurde, für mich unerklärlich, immer stärker je weiter sie sich von mir entfernte. Somit habe ich die Kiste dann endgültig in den Sand gesetzt und komme nicht mehr heraus.

Und provozieren tust Du mich nicht, da ich nicht genau weiß, was Du mir damit sagen möchtest. Meine Schlussfolgerungen halte ich schon für begründet und natürlich weiß ich nicht vorher, wie etwas ausgeht, bis auf das, was jetzt schon „aus“-gegangen ist. Die Erfahrung lehrt mich weiter, dass ich sie jetzt nicht ansprechen brauche, solange ich meine Ängste nicht im Griff habe. Das ging bis jetzt nach hinten los und warum soll ich bei gleichen Voraussetzungen nun etwas anderes erwarten?

Positiv kann ich nur in die Zukunft schauen, wenn es mir gelingt, den Verlust so zu verarbeiten, dass ich ihn akzeptiere und sie mir dann die Chance gibt, dass wir uns auf freundschaftlicher Basis wieder treffen und Vertrauen aufbauen können. Und wenn sie nicht will, macht das mich nicht froh, aber dann werde ich es hinnehmen müssen.

Eine Therapie hätte ich im akuten Stadium dringend gebraucht. Jetzt ist es leider zu spät. Bin aber seit gestern stark am Überlegen, ob ich mich präventiv einer Therapie unterziehe, damit mir so etwas nicht mehr passiert oder zumindest damit umgehen kann.

Vielen Dank und LG
x13

17.04.2015 14:06 • x 1 #9


Icefalki
X13, ich denke, eine Therapie könnte dir nie schaden. Im Gegenteil. Es hilft sehr, wenn man Gründe seines Verhalten findet, sich damit auseinandersetzen kann und auch verstehen lernt.

Mir hat das unheimlich geholfen. Ich wünsche dir das auch.

17.04.2015 17:32 • x 1 #10



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Dr. Reinhard Pichler