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rero

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Hallo zusammen
Ich bin einsam.
Schon in der Schulzeit war ich immer alleine. Meistens jedenfalls. In der Primarschule hatte ich Panik vor den Pausen. Da jeder sein grüpchen hatte aber keiner mit mir was zu tun haben wollte.
In der 6. Klasse kam dann noch Mobbing dazu.

Die wenigen Freunde sind leider weggezogen.

Nach der Oberstufe wollte ich unbedingt eine Freundin. Das hat natürlich nicht geklappt und in der Lehre war ich sehr einsam.
Ich ging alleine an Parys.
Ich ging alleine in die Ferien.

Dann mit Mitte Zwanzig hat ich Glück und habe eine Familie gegründet.
Vor rund 25 Jahren hatte ich die Oberstufe abgeschlossen.
Kürzlich kam eine Einladung für eine "Revival Paryt".

via Facbook habe ich gesehen, dass alle andere untereinander befreundet sind -mich ausgenommen.
Ich habe dann Einige kontakte direkt angeschrieben. Einige habe sich gar nicht gemeldet, andere nur kurz gemeldet.
Mit einigen hatte ich für ein paar Tage ein Chat und ein reger austausch.
Und dann wieder stille. Einfach so.
Tja und nun kamen alle die Gefühle der Einsamkeit von damals wieder hoch.
Ich wollte es einfach mal los werden, da es mich fertig macht. Ich habe Apps heruntergeladen wo man neue freunde finden kann. Hab da ein paar Poten. Freunde gefunden. . angeschrieben. . und warte auf eine Antwort.

In Sportvereins war ich auch schon aber nach einem Smalltalk scheint es, als wenden Sich alle ab.

Ich habe hier kurz rein geschaut und gesehen, dass andre noch ein Härteres Schicksal habe aber das hilft mir jetzt auch nicht wirklich weiter.

Ich möchte nur ab und zu jemanden schreiben so wie ich hier schreibe.
Wenn sich jemand einsam fühlt und sich alle abwenden das kann einem schon fertig machen.

10.06.2019 17:17 • 12.06.2019 #1


5 Antworten ↓


joerin65


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Hallo das kenne ich habe so ähnlich geschichte hintermir habe auch kinder die wollen mit mir nix zu tun haben alles dreht sich nur um die böse mama

10.06.2019 17:27 • x 1 #2


-Leeloo-

-Leeloo-


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Hallo rero,
hast du mal in dich hinein gehört, warum du dich einsam fühlst oder woran es liegen könnte, bist du ein introvertierter Mensch und redest nicht so viel? Manchmal kommt das bei anderen Menschen komisch an...warum auch immer...oder warst du vielleicht besser als die anderen und die wollten deshalb nichts mit dir zu tun haben (Neid, Eifersucht)? Vielleicht bist du ein tiefgründiger Mensch und hattest vielleicht öfter mit oberflächlichen Menschen zu tun, die damit nichts anfangen können? Es gibt viele Möglichkeiten....vielleicht würde dir zunächst einmal helfen, wenn du mal reflektierst und dann mehr über dich erzählen kannst?

11.06.2019 16:32 • #3


rero

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Danke für Deine Antwort
ja ich bein ein introvertierter Mensch und redest nicht so viel. und dass das evtl. nicht so gut ankommt ist mir schon auch klar.
Beispiel Weihnachtsfeier (besonders wenn man an einem Tisch sitzt wo man niemand kennt)
Dann gibt mal den Small talk und vielleicht noch ein zwei interessante Thema und dann ist da auf einmal das Schweigen.
.........................
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.....sas lästige Schweigen, nicht mehr wissen was sagen - die Blockade im Kopf.
Oder es kommt ein Thema wo ich überhaupt nicht mitdiskutieren kann z.b über ein Sportereignis ein Fußballmatch oder Autos.
Und da sitzt man dann da und versucht irgendwie wieder ins Gespräch zu kommen.
Und das klappt dann nicht - man wirkt denn schnell mal als Langweiler....(das zumindes ist meine Erfahrung)

Irgendwie klappt das schon ein bisschen besser als früher - hab ich zumindest das Gefühl. Doch optimal ist es nicht.
Ich meide daher unter andere eben solche Anlässe - oder verabschiede mich dann frühzeitig.

Es kann nicht nur an mir liegen, denn ganz selten habe ich bei solchen Anlässen ein interessanten Gesprächspartner wo ich lange und ausgiebig Diskutieren kann. Aber eben sind das leider nur ausnahmen.

Ich würde nicht sagen das ich besser bin in irgend etwas. Bin eher so der Durchschnittstyp. Ich bin ehrgeizig aber nicht verbittert.
Wenn ich etwas mache gebe ich mir schon mühe es richtig zu machen.
Bin eher der Perfektionist evtl auch ein bisschen der Kontrollfreakt aber nicht übertrieben.
Was soll man machen wenn der Kollege ein Fehler gemacht hat und man den sieht.....?

- Freundlich darauf hin weisen (nicht arrogant oder überheblich sein) ...so etwa in dem Sinn. Bei kleine Fehler auch mal ein Auge zudrücken - ist nötig darauf hinzuweisen. ? evtl ja nicht....

Ich glaube die Meisten menschen sind eher oberflächlich. (ich inklusive)
Vielleicht brauch ich auch länger mich gegenüber andere zu öffnen.
Eine tiefe Freundschaft zu jemanden habe ich daher nicht.
Allein sein ist nicht gleich einsam sein. Aber wenn man keine Freunde hat und man auf einmal so etwas wie eine Depression hat, währe es eben schon schön, wenn man ein wirklich guten Freund hätte.

Zudem sollte eine Freundschaft ausgewogen sein. Kommt der Input nur immer von einer Person (von mir ) und selten bis nie vom Gegenüber empfinde ich das auch als mühsam.
D.h. reduziere ich mein Input ist die Freundschaft vorbei. - ich glaube meine Ansprüche diesbezüglich sind nicht zu hoch.
Oder wie seht Ihr das. Es soll ein geben und nehmen sein nicht nur ein geben, geben geben.....und fertig. :-/

11.06.2019 19:20 • #4


-Leeloo-

-Leeloo-


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Hallo rero,
das tut mir leid, aber ich kann es ein wenig nachvollziehen. Bin auch nicht sehr gesprächig, außer, wenn ich sehr aufgeregt bin, dann kann ich schon mal plappern wie ein Wasserfall und das kommt dann auch nicht gut an. Je nachdem, mit welchem Menschen man gerade zu tun hat und wie gut dieser einen kennt. Vielleicht setzt du dich zu sehr unter Druck, deshalb die Blockade. Ich sage auch nicht, dass es an dir liegt. Menschen sind so unterschiedlich. Es ist einfacher, wenn man sich mit Menschen umgibt, die einem ähnlicher sind, besonders, wenn man etwas schüchtern, zurückhaltend oder introvertiert ist. Ich war mal mit einem Menschen zusammen, der sich jedesmal unter Druck setzte, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt sagen zu müssen und aus Angst, irgendwie komisch anzukommen dann doch lieber nichts sagte. Ich hatte mir die Zeit genommen, ihn näher kennenzulernen und es hat gut gepasst. Viele haben kein Interesse, jemanden, der ruhiger ist, einfach mal aus der Reserve zu locken, um herausfinden zu können, warum der Mensch so ist. Das meiste spielt sich leider sehr oberflächlich ab (ich kann mir nicht vorstellen, dass du oberflächlich bist bezüglich deines Beitrags)
Bei mir war es z B. öfter der Fall, dass mir ins Wort gefallen wurde oder einfach nicht richtig zugehört wurde, wenn ich redete. Irgendwann hat es mir gereicht und ich habe gesagt, dass ich möchte, dass ich ausreden kann wie mein Gegenüber auch, ansonsten hat das Gespräch gar keinen Sinn mehr. Ich fragte mich, ob es an mir lag? Rede ich zu leise, zu unsicher? Rede ich zu detailliert? Nein, es stellte sich heraus, dass diese Menschen bei anderen genauso dazwischen redeten, warum auch immer. Ich denke, dass jeder Mensch so ist wie er ist, wenn er selbst mit sich im Reinen ist, gut ist. Leider ist das oft schwer, gleich auf den ersten Blick zu erkennen.
Mit besser meinte ich, dass du vielleicht in der Schule eher ein "Streber" warst. Manchmal wird man im Berufsleben gemobbt, weil man besser sein könnte oder besser mit Kollegen klar kommt wie auch immer. Das sehe ich aber eher als Schwachstelle von den Mobbern.
Wenn es für dich wichtig ist, dass der Fehler des Kollegen behoben werden sollte, dann kannst du das durchaus sagen, der Ton und das Wie macht die Musik.
Genau, allein ist nicht einsam. Ich habe mich sogar dazu entschlossen "allein" zu sein, weil mich alles andere nur stresst. Ich bin eher tiefgründig und die gegangenen Freunde habe ich wegen ihrer Oberflächlichkeit los gelassen. Jetzt gibt es halt nur noch eine feste Freundschaft, aber das ist mir persönlich viel mehr Wert als mehrere oberflächliche Personen.
Vielleicht musst du dich einfach noch ein wenig selbst besser kennenlernen. Zu deinem letzten Absatz bezüglich der Freundschaft gebe ich dir recht. Lass den kopf nicht hängen. Geh es langsam mit kleinen Schritten an, verändere dein Verhalten, probiere und teste dich aus, dann siehst du bestimmt auch eine Veränderung im Außen. Wenn das nicht gut war, dann probiere weiter, bis du dich selbst besser fühlst, denn dadurch kommen schon wieder andere Menschen ganz anders entgegen.

11.06.2019 20:03 • x 1 #5


rero

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Liebe leeloo
Vielen Dank für Deine Ausführliche Nachricht. Da kann ich nur sagen, Ja du verstehst mich und das finde ich toll.

Ich weiß nicht wie viel ich hier preisgeben soll, wie viel ich schreiben soll.....einerseits ist das ja öffentlich andererseits hilft das ja auch andere und ein Stück weit ja auch mir selbst.

@ Leeloo bei Deinem Profil hast Du nicht allzuviel über Dich angegeben.- z.B ob Du Online-Freundschaft suchst oder so....
Währe es ok für dich wenn ich Dir eine Private Nachricht schicke ? Du darfst mir auch gerne eine P.M. schicken - natürlich nur wenn Du möchtest.

Ja es kommt immer drauf an wie man etwas sagt, das ist genau so wichtig wie was man sagt. Am besten die Mitmenschen so behandeln, wie man auch selbst behandelt werden möchte.

Ich möchte nur noch kurz eine Sache erwähnen was über wahr während der Primarschule. Ich will hier aber nicht einen auf Tränendrüse oder rum heulen machen....
Das Mobbing hat indirekt mit meinem Namens zu tun (Keine Verbindung zum hier verwendeten Nick-Name)
in Verbindung mit Tampons gegen Monatsblutung. (Menstruation) In dem Alter war ich Sexuell nicht aufgeklärt und am schlimmsten war es für mich als wir eine Woche im Klassenlage waren.
Das Gefühl alle gegen einem zu haben, hilflos zu sein. Ich habe mich aus Scham auch nicht an den Lehrer gewendet oder sonst wo Hilfe geholt.
Da gibt es 3-4 die Sticheln die ganze Zeit, ein paar Mitläufer und die die unbeteiligt zusehen und wenn man wirklich glück hat, jemand der sich für einen einsetzt, wenn man das nicht selber kann.
Ich konnte es nicht, und da war auch Niemand der sich für mich einsetzte. Ich weiß selbst das das nicht einfach ist.
Ich glaube da habe ich mir da immer mehr verschlossen und der Teufelskreis beginnt. ...jeder der das selbst durchgemacht weiß wie so was läuft.
Abkapseln, noch mehr Abkapseln -man wird noch langweiliger für die anderen noch mehr Opfer usw.

Und irgendwann hat man nur noch Angst von Enttäuschungen, dass man sich gegenüber Interessanten Menschen, oder solchen die einem eigentlich mögen würden - würde man sich etwas an sich heranlassen - ebenfalls verschließt.

12.06.2019 19:59 • x 1 #6



Dr. Reinhard Pichler


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