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Ich passe nicht in die Gesellschaft

201517.06




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Sam1972 hat geschrieben:
Verzeiht, aber ich muss mich auskotzen. Ich bin einfach sauer. Immer wieder das Gleiche: Ich lasse jemanden ein Buch zukommen, da kommt nicht mal eine Danke, sondern GAR NICHTS. Haben die Leute alle nicht mal sowas wie Anstand? Das macht mich echt wütend und das ist wohl der Nächste auf meiner Abschussliste.
Und dann wieder eine sogenannte Freundin. In einem Monat schafft sie es nicht mal eine SMS zu schreiben. In zwei Jahren schafft sie es nicht mich mal einzuladen (sie wohnt 150 km entfernt). Oder sie ist hier in der Nähe weil sie ihrem Ex die Kinder bringt und denkt nicht mal drüber nach das sie mal vorbei kommen könnte oder man sich treffen könnte. Egal wie beschäftigt man ist. Die Zeit um mal kurz ne SMS zu schreiben, hat man immer. Was mich am meisten ärgert, ist das die Leute nicht den Hintern in der Hose haben zu sagen das sie kein Interesse mehr an einem Kontakt haben, sondern Ausrede um Ausrede erfinden. Boah nee, macht mich voll sauer sowas.
Wobei mir so ein Verhalten natürlich klar macht, das derjenige es nicht wert ist.
Finde es trotzdem traurig wie die Menschen heutzutage drauf sind. Ich bin dabei mich von solchen Menschen frei zu machen, denn die Hoffnung das mal was von der anderen Seite kommt und es kommt aber nichts macht mich echt fertig. Dann besser Haken dran machen als an etwas festzuhalten wo nichts rüber kommt.


Ich kann Dich so gut verstehen! Hatte heute auch wieder so Erlebnisse, über die ich gleichzeitig sauer und enttäuscht bin. Ich hatte einen Anruf von einem Bekannten, der sich so 2-3x/Jahr meldet (das war mal deutlich öfter der Fall, ich habe von meiner Seite irgendwann aufgegeben. Das letzte Mal hatten wir im Dezember Kontakt per SMS.). Ich war nicht besonders Gesprächig, habe mich einerseits über seinen Anruf gefreut & mich andererseits gefragt, was das soll. Neben einigem anderen hat er hat mir erzählt, dass seine Mutter vor ca. 3 Monaten gestorben ist.

Diese Info habe ich nach dem Telefonat per SMS an einen gemeinsamen Bekannten weiter gegeben, der direkt antwortete und mich unter anderem fragte, ob bei mir alles ok ist. Ich verneinte diese Frage. Seine Reaktion? Nichts...

Ich weiß immer gar nicht, wie ich mit sowas umgehen soll. Ich könnte mich darüber freuen, dass jemand wenigstens kurz an mich denkt. Leider ärger ich mich jedoch massiv darüber, dass die/der es sonst nicht tun... sondern ignoriert...

Irgendwo habe ich mal einen Satz gelesen/gehört (ich weiß nicht mehr): Manchmal muss man die Menschen nehmen, die man kriegen kann. & irgendwie finde ich es passend. Ich bin nicht in der Situation, die letzten Kontakte auch noch zu kappen.

Aber evt. ist genau das das Problem? Unsere Gutmütigkeit? Das wir zu viel mit uns machen lassen? Uns zu wenig wehren? Sam, hast Du schon mal jemanden komplett aus Deinem Leben gestrichen, von jetzt auf gleich? Ich glaube, ich nicht, jedenfalls nicht, dass ich mich erinnern kann. Vielleicht würde das jedoch das ein oder andere leichter machen...

Auf das Thema antworten


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  17.06.2015 08:58  
Stina72 hat geschrieben:
Aber evt. ist genau das das Problem? Unsere Gutmütigkeit? Das wir zu viel mit uns machen lassen? Uns zu wenig wehren?

Wogegen willst du dich denn wehren? Was lässt du denn mit dir machen? Nach dem, was du erzählt hast, geht es ja einfach darum, dass dir der Typ am Handy einfach nicht so viel Aufmerksamkeit zukommen liess, wie du es erwartet hättest. Ganz ehrlich? Menschen sind so. Punkt. Die allerwenigsten Menschen können mit ihrem eigenen Müllbeutel richtig umgehen. Und dann noch den Müllbeutel eines anderen mittragen? Vergiss es.

Das Problem ist, dass wir alle mal von den Hollywood- und TV-Serien-Bildern runterkommen sollten. Die suggerieren uns 30 beste Freundinnen und Freunde, die sich nachts durch Wind und Wetter kämpfen, um einem die Tränen zu trocknen; die das wichtige Meeting sausen lassen, um mit einem über den eingewachsenen Zehennagel zu diskutieren. Tatsache ist aber eher, dass man ein verd.ammtes Glück hat, wenn man im Leben überhaupt einen oder zwei solcher Menschen kennt. Der grosse Rest der Menschheit läuft bestenfalls unter "Bekanntschaft".

Ich für meinen Teil halte es so: "Hope for the best but prepare for the worst" und "Hope for the best but expect the worst". So halten sich menschliche Enttäuschungen in recht engen Grenzen.



  17.06.2015 09:33  
RicoBee hat geschrieben:

Ich für meinen Teil halte es so: "Hope for the best but prepare for the worst" und "Hope for the best but expect the worst". So halten sich menschliche Enttäuschungen in recht engen Grenzen.


Und das alles dann bitte noch auf Deutsch! Weil wir hier in Deutschland leben



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  17.06.2015 09:40  
Na wenn ich TV und Zeitungen so ansehe, ist Deutsch ja wohl die letzte Sprache, die noch zur Anwendung kommt :p

Hoffe das beste, aber bereite dich auf das schlechteste vor.
Hoffe das beste, aber erwarte das schlimmste.



  17.06.2015 09:42  
Hoffe das Bester und erwarte das Schlimmste?

Das ist ein schlimmer Satz und wenn der sich ins Gehirn ersteinmal eingeprägt hat, geht er nicht mehr so schnell heraus. Ich erwarte gar nichts,...Freundschaft ist! Ein Nehmen und Geben und wenn das einmal nicht so sein sollte, dann ist es auch gut.



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  17.06.2015 09:44  
Der soll ja auch nicht mehr raus. Wenn du das schlimmste erwartest, kannst du nur positiv überrascht werden.



  17.06.2015 09:47  
Ne das ist nicht meins, ich erwarte nur Gutes und was ich denke, kommt zu mir zurück



  17.06.2015 10:05  
RicoBee hat geschrieben:
MrDark hat geschrieben:
Zum Thema:
Habt ihr euch mal überlegt ob wir vielleicht einfach nur in der falschen Zeit leben?

Es gibt keine falsche oder richtige Zeit. Nur die Zeit, aus der man halt das beste machen muss. In den 70ern hätten die Hippies vermutlich ganz ähnliche Diskussionen geführt, hätten sie Internet gehabt.

Zum Thema anpassen oder nicht: Man muss da praktischerweise wohl auf einer dünnen Linie wandeln. Wenn ich zu einem Kunden gehe, kann ich nicht unrasiert und mit zerfetzten Jeans da auftauchen. Jedenfalls nicht, wenn ich den Auftrag haben will. In meiner Freizeit ist es mir allerdings wirklich Wurscht, was andere über mich denken. Wer nicht mit mir klar kommt, hat eben Pech gehabt.

Mit dem Nicht-Konform-Sein ist das eben so eine Sache. Ich erklärs mal anhand der Street Parade oder Love Parade oder wie das bei euch heisst. Am Anfang waren alle frech, frei, fröhlich, unangepasst. Wer da hinter den paar zusammengeschusterten Wagen im Glitzerfummel und mit pinken Haaren herlief, der hat sich was getraut, der hat sich nicht um die Leute geschert, die um ihn herum die Samstagseinkäufe erledigten. Mittlerweile rennen da aber jedes Jahr so viele "Unangepasste" rum, dass aus der Ausnahme die Regel geworden ist. Herzeigen und um jeden Preis auffallen ist die Devise. Die Industrie freut sich, denn solange man den Mythos der Rebellion aufrecht erhalten kann, fliesst auch das Geld für Kostüme, Energy Drinks und Parties.


Ich meinte damit eigentlich nicht die oberflächlichen Dinge wie z.B. Kleidung. Meiner Meinung nach kann man heutzutage rumlaufen wie man will, ob man grüne Haare, gelbe Haare hat oder ne Turmfrisur trägt oder was auch immer ist egal. Vielleicht ein bisschen ungewöhnlich aber man wird akzeptiert. Aber wenn man zu Schüchtern, zu Introvertiert ist oder nicht die gleichen Interssen/Hobbys hat wie die meisten in dieser Gesellschaft, hat man Probleme.

Mal ein Beispiel: Früher war mein ein Freak wenn man Videospiele gespielt hat. Heute ist man ein Freak wenn man nicht zockt. Selbst zu hören bekommen.

Früher war bestimmt auch nicht alles besser, aber die Leute haben mehr zusammengehalten. Vielleicht war es einfacher da Freundschaften zu finden. Man könnte aber noch viel weiter in die Vergangenheit gehen, oder Zukunft. Vielleicht würden wir da besser zurechtkommen. Wer weiß.
Das meinte ich mit der falschen Zeit.



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  17.06.2015 13:17  
@ RicoBee

Tolle Antworten, die mir aus der Seele sprechen...besonders gut finde ich das Bild von den Müllbeuteln...



@ Sam1972

Mir geht es auch oft so, daß ich mich über die völlig stumpfe Mehrheit der Menschen ärgere, aber ich mache weiter mit meiner unangepassten Art, denn ich bin empathisch und sensitiv und würde niemals so mit anderen Menschen umgehen. Heute kreiselt eben jeder um sich selber und egal, ob aus Dummheit, Unwissenheit oder Gleichgültigkeit gibt es perverse Reaktionen. Aber in dieser Welt leben wir nunn und so will ich weiter anders sein und zeigen, wie es auch besser geht!

Viele Grüße von Solaris





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  17.06.2015 20:47  
Ja ich habe schon Menschen aus meinem Leben abgehakt und bin auch momentan am aussortieren. Was nutzt mir denn jemand der sich eh nie meldet und kein Interesse zeigt? Es fällt mir auch nicht unbedingt leicht dies zu tun aber es quält mich noch mehr an irgendwas festzuhalten wo sowieso nichts rüber kommt und nur einseitig ist. Ärgere mich nur ständig drüber und es zermürbt mich. Mittlerweile komm ich so wie es ist ganz gut klar. Naja sicher würde ich mir ein-zwei gute Freunde wünschen aber ich glaube das ist genauso schwer zu finden wie den richtigen Partner den ich auch nicht habe. Viel Halt und Freude gibt mir mein Hund. Ich glaube wirklich Vertrauen habe ich zu keinem Menschen mehr.
Ich habe auch oft das Gefühl irgendwie in der falschen Zeit zu leben. Und ehrlich gesagt finde ich jeden Tag Gründe den Gedanken zu haben in die Einöde zu wollen. Soooo viele Menschen haben null Abstand, sind nicht mal in der Lage Danke zu sagen. So viele wollen sich mit nichts und niemanden auseinander setzen, so viele Leute motzen und Pöbeln rum, legen anderen Steine in den Weg wo sie nur können. Es gibt kaum mehr ein Miteinander und Zusammenhalt. Ich fühle mich damit nicht wohl und langsam zieh ich mehr und mehr zurück weil ich dieser Menschheit aus dem Weg gehen möchte. Ich komm da einfach nicht mit klar und das macht mich wütend und krank. Im Endeffekt geht's mir dann allein besser.
Ich mag auch nicht mehr nur Fußabtreter sein. Mir ist ein Geben und Nehmen wichtig. Ich höre mir gerne auch die Sorgen anderer an aber ich möchte mich halt auch aussprechen können und Hilfe bekommen wenn ich mal was habe.
Ja und es ist so, wenn man nicht ist wie der Großteil der Gesellschaft hat man es schwer und ist allein. Aber dennoch: Lieber allein als oberflächlich, Spaßgesellschaft,missgünstig usw. zu sein. Ich werde mich nie mehr für andere verbiegen!



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  18.06.2015 07:49  
Sam1972 hat geschrieben:
Naja sicher würde ich mir ein-zwei gute Freunde wünschen aber ich glaube das ist genauso schwer zu finden wie den richtigen Partner den ich auch nicht habe.

Ich denke, ein ganz großes Problem ist einfach die Frage, was man von Freunden erwartet. Freundschaft besteht aus einem ausgewogenen Verhältnis von Nehmen und Geben. Ist der Freund in Not, hilft man, soweit es möglich und machbar ist. Dabei ist dann aber auch die Frage, wie man Not definiert. Wenn jemand ständig anruft um seinen Frust abzuladen, ohne zu fragen, ob man gerade Zeit hat, dann geschieht das nicht aus Not. Derjenige ist kein Freund, sondern benutzt den anderen als seelischen Mülleimer.

Freundschaft braucht gegenseitigen Respekt und Achtsamkeit und genau daran scheitert meistens. Es wird vorwiegend genommen und wenig bis nichts gegeben.



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  18.06.2015 18:42  
Wünschen kann man sich viel.
Freunde zu haben ist ein schönes Kapitel.
Aber Freunde und Freundschaften, sind in meinen Augen zwei paar Schuhe.
Freunde kannst du viele haben, aber Freundschaften sind selten und daran muss man arbeiten.
Es ist wie du schreibst, ein geben und nehmen, Respekt und Vertrauen und es muss auch einen Streit aushalten, nicht die Flinte ins Korn werfen. Jeder muss seine Meinung sagen können.
Es beinhaltet sehr viel.
Eine echte Freundschaft kann und muss wachsen.
Für mich bedeutet es : blindes Vertrauen.
lg boomerine



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  20.06.2015 01:08  
Hallo Sam

Der Text könnte von mir sein

Bei mir ist es auch so, dass ich z.B. die Arbeitskollegen usw. ansprechen muss. Von denen kommt nichts. Keiner will mit mir privaten Kontakt haben.





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  21.06.2015 19:30  
Also was Arbeitskollegen betrifft, da möchte ich gar keinen privaten Kontakt. Würde auch nicht passen.
Hm, ich glaube, was mir am meisten fehlt, ist der passende Partner. Irgendwie fehlt da was. Aber ich glaube aufgrund dessen, dass ich halt nicht bin wie der Großteil der Gesellschaft, ist das leider fast aussichtslos jemanden zu finden. Das macht mich traurig.



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  21.06.2015 21:48  
Hi Sam.

Ich finde auch, dass man einfach jemanden an seiner Seite braucht, damit man nicht ganz so verloren im Leben ist.
In wie Fern bist Du nicht so wie der Großteil der Gesellschaft? Würde mich mal interessieren, wie Du Dich selbst einschätzt.

Gruß Thomas




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  22.06.2015 09:36  
"Früher war bestimmt auch nicht alles besser, aber die Leute haben mehr zusammengehalten. Vielleicht war es einfacher da Freundschaften zu finden. Man könnte aber noch viel weiter in die Vergangenheit gehen, oder Zukunft. Vielleicht würden wir da besser zurechtkommen. Wer weiß.
Das meinte ich mit der falschen Zeit.[/quote]"


Hmm, ich kann nur für mich sprechen...und mein "Früher" bezieht sich auf die Zeit vor 20 bis 30 Jahren- da war es ehrlich gesagt noch viel schwieriger "neue Menschen" kennenzulernen. Also so ohne Internet etc. Das finde ich heute wesentlich leichter!
Aber das ist nochmal eine andere Geschichte. Ich wollte eigentlich mehr auf die damals bestehenden Freundschaften eingehen:
Ich hatte eine super Freundin ( habe ich damals so empfunden), wir hatten die gleichen Interessen, den gleichen Humor, die gleichen Freunde. Echt alles toal super. Dann kam halt irgendwann mit dem Älterwerden der Alltag und man verlor sich aus verschiedenen Gründen so aus den Augen. Ich habe jahrelang um diese einmalige Freundschaft getrauert und immer nach einer ähnlichen Ausschau gehalten. Jetzt erst vor ein paar Jährchen habe ich eigentlich erst so richtig bemerkt, dass diese sogenannte Freundschaft sehr oberflächlich war. War mir nie so bewußt, weil wir immer so viel Spaß miteinander hatten und ich sie wirklich sehr gern hatte! Aber ich habe mich sehr verändert und sehe die Dinge jetzt mit ganz anderen Augen. Und je mehr ich über diese Freundschaft nachdenke desto mehr negative dinge fallen mir auf. Diese Freundin war eigentlich nie für mich da. Gottseidank hatten wir in jungen Jahren kaum wirkliche Probleme, aber es gab sie natürlich. Sie war z.B. sehr gut in der schule und ich nicht. ich bin dann auch durchgefallen. Sie hat mir nie angeboten mir zu helfen. Das fällt mir jetzt erst auf! wir waren in einer klasse- und plötzlich nicht mehr....und selbst das schien sie nicht sonderlich zu stören.....
und später habe ich ihr auch nie persönliche dinge erzählt, wie vom ersten Freund oder das man Ängste hat etc. oder man nicht weiß was man aus seinem Leben machen soll und einen das ganz schön erschreckt- also dinge die sie ja bestimmt auch teilweise betrafen. sprich: wir haben uns nie wirklich anvertraut. es war "nur" eine Freundschaft oder Bekanntschaft ( trifft es wohl besser) in den sogenannten "guten Zeiten". Nach und nach fallen mir auch Gegebenheiten ein, bei denen sie mich krass im Stich gelassen hat oder gar eiskalt angelogen. Ich wollte das früher wohl nicht wahrhaben und habe es irgendwie verdrängt. Auch bei anderen Leuten. Mir ist heute klar, dass ich es tatsächlich nicht "sehen" wollte, weil es dann eine Konsequenz von mir bedeutet hätte....die dann wahrscheinlich so ausgesehen hätte, dass ich mich hätte zurückziehen müssen- und davor hatte ich wahnsinnig Angst! Denn im Grunde hätte ich dann auch andere Freundschaften kündigen müssen. Und dazu fehlte mir früher der Mut.

Die Moral von der Geschichte ( müßt ihr bei Google suchen....hihi...nein, keine Ahnung vielleicht gibt es die gar nicht....) ist, meiner Erfahrung nach die: Ich glaube nicht, dass Früher alles besser war oder auch nur anders, sondern mein Blickwinkel jetzt einfach ein Anderer ist!

wißt ihr was ich meine?

bg
doglover



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  24.06.2015 03:46  
Sam1972 hat geschrieben:
Also was Arbeitskollegen betrifft, da möchte ich gar keinen privaten Kontakt. Würde auch nicht passen.
Hm, ich glaube, was mir am meisten fehlt, ist der passende Partner. Irgendwie fehlt da was. Aber ich glaube aufgrund dessen, dass ich halt nicht bin wie der Großteil der Gesellschaft, ist das leider fast aussichtslos jemanden zu finden. Das macht mich traurig.



Ich möchte hier nicht geringschätzig von euren Problemen mit der Einsamkeit und den fehlenden Freunden im "Privaten" sprechen, aber vielleicht hilft es euch ein wenig, wenn euch klar wird, das eure Situation nicht das Ende der Fahnenstange ist. Mir geht es so, das ich euch geradezu beneide. Nicht weil ihr keine Freunde habt, die habe ich auch nicht, aber ihr habt wenigstens Arbeitskollegen. Da ich seit vielen Jahren so krank bin, das ich nicht arbeiten gehen kann, fehlt mit selbst dieser Kontakt. Auch wenn er nicht so befriedigend ist wie ihr euch das vielleicht wünscht, würde ich alles darum geben, mit euch tauschen zu können. Ich möchte mich hier nicht selbst bemitleiden, aber ich wollte einfach mal eine andere Sicht der Dinge wenigstens anregen.

Vg Bilbo64

Danke1xDanke


  25.06.2015 15:58  
Ich würde auf die Arbeitskollegen gerne verzichten. Zumindest auf die meisten.



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  30.06.2015 00:40  
RicoBee hat geschrieben:
Stina72 hat geschrieben:
Aber evt. ist genau das das Problem? Unsere Gutmütigkeit? Das wir zu viel mit uns machen lassen? Uns zu wenig wehren?

Wogegen willst du dich denn wehren? Was lässt du denn mit dir machen? Nach dem, was du erzählt hast, geht es ja einfach darum, dass dir der Typ am Handy einfach nicht so viel Aufmerksamkeit zukommen liess, wie du es erwartet hättest. Ganz ehrlich? Menschen sind so. Punkt. Die allerwenigsten Menschen können mit ihrem eigenen Müllbeutel richtig umgehen. Und dann noch den Müllbeutel eines anderen mittragen? Vergiss es.


Nicht wehren, weil ich dem anderen etwas tuen will sondern um mich selber zu schützen. Eben z.B. in dem ich mich von Personen "trenne", bei denen ich merke, dass sie mir nicht gut tun.

Ich selber spreche immer von Bekannte, Freunde sind in meinen Augen etwas anderes. Der "Typ am Telefon" nennt sich selber jedoch einen Freund von mir, sein Verhalten jedoch bestätigt eher meine Annahme, Freunde verhalten sich meiner Meinung nach anders. Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass jeder sofort auf alles anspringt, was ich äußere, ich weiß gar nicht, wieso ich überhaupt geschrieben habe, dass es mir nicht gut geht, mache ich sonst nie... halte eigentlich immer mit allem hinter dem Berg... aber vermutlich ging es mir einfach zu lausig... saß gerade heulend in der Gegend rum...

Tatsächlich gehe ich im Allgemeinen davon aus, dass die meisten Menschen mir nicht gut gesonnen sind, auch ganz schön bescheuert, aber so wappne ich mich vor Enttäuschungen. Um so mehr freue ich mich, wenn dann das Gegenteil der Fall ist.

Ich weiß nicht, was Boomerine meint mit dem Satz "Freunde kannst du viele haben, aber Freundschaften sind selten und daran muss man arbeiten". Ein Feund ist für mich jemand, mit dem mich eine Freundschaft verbindet, wie kann ich einen Freund haben, wenn es mit dem jenigen keine Freundschaft gibt? Ich denke, dass eines der Probleme in der unterschiedlichen Auffassung des Begriffes Freund besteht. Für einige ist es das schnelle anklicken einer Person bei Facebook... für andere jedoch ist es eine wertvolle Verbindung zu einem anderen Menschen, der uns in unserer Seele berühert, der sich für uns interessiert, der für uns da ist, wenn wir ihn brauchen & für den man selber sich interessiert & da ist & da sein möchte, wenn er einen braucht.



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  01.07.2015 15:31  
Diese Frage hat sich wohl der eine oder andere schon desöfteren gestellt.
Passe ICH in diese gesellschaft?
Hallo, ich mir schon oft, nicht nur einmal.
Wie ist die Gesellschaft?
Jeder definiert dies anders.
dem Einem ist alles schittegal, der Anderemöchte nicht auf irgend eine Weise
auffallen.
ich jetzt, bin froh in Ruhe, in Frieden zu leben.
Erlebt hab ich genug..........
Ob man in gerade diese Gesellschaft paßt?
Dies muß jeder selber für sich erkennen und den Versuch starten, das beste rauszuschlagen.



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