Zitat von Sam1972:Naja, viele Leute sind ja scheinbar auch dauerbeschäftigt. Die haben ja nie Zeit. Empfinde ich allerdings auch irgendwie als Ausrede. Also ich denke, wenn mir jemand wichtig ist und ich den sehen will oder zumindest mal telefonieren, findet sich auch mal Zeit. Kenne Leute mit denen ich mich seit 3 Jahren treffen will. Die haben seit 3 Jahren angeblich nie Zeit. Da fass ich mir echt an den Kopf...klarer Fall von ich bin denen nicht wichtig. Muß mich von den Leuten frei machen. Bin auch gerade dabei zu reduzieren. Ich habe keine Lust mehr wie ein Idiot hinterher zu laufen. Bin doch nicht der Depp der Nation. Was will man außerdem mit Leuten von denen sowie nichts kommt? Frag mich nur, warum die nicht einfach sagen, sie haben kein Interesse. Dafür haben sie dann nicht den Ar... in der Hose. Zum kotzen sowas.
Naja, dennoch ist es einfach auch so, dass viele Leute eben nur Spaß miteinander teilen wollen und sonst gar nichts. Oder aber sie benutzen einen als Fußabtreter. Solange sie ihren Mist los werden wollen, ist man gut genug und wenn es denen wieder gut geht, sind sie ohne Erklärung weg.
Geht mir auch so. Das ist ein Phänomen, was sich zwischen Mann und Frau "Kumpelschiene" genannt wird, wo es niemals zu einer sexuellen Beziehung kommen kann, mit der plastischen Bezeichnung "Wo man zum Kotzen hingeht, isst man nicht". Und das ist zwischen zwei Frauen wohl ähnlich. Entweder man hat eine zum seelischen Müll abladen, oder eine für richtige Freundschaft. Erstere sind die Fußabtreter. Was die Anderen anders machen, habe ich noch nicht rausgefunden.
Zitat:Naja, ich habe zum Glück meinen Hund. Der ist ohnehin mein bester Freund.
Wenn ich so drüber nachdenke, brauche ich gar nicht Massen an Leuten. Ich würde mir sowas wie eine beste Freundin wünschen mit der man eben Freud wie auch Leid teilen kann, und wo man auch gegenseitig akzeptiert, wenn der andere mal seine Ruhe braucht. Aber ich glaube sowas ist ungefähr so schwer zu finden wie den passenden Partner. Das ist eigentlich das, was mir am meisten fehlt. Aber da hab ich leider auch die Begabung, dass ich immer viel gebe, aber nichts (oder nur extrem wenig) zurück bekomme, und auch da ist es so, dass wenn man mich nicht mehr braucht, kann ich abhauen.
Ich habe gerade eine Gelegenheit, eine Art Sozialstudie zu erstellen. An einem Campingplatz, wo mich die Nachbarn noch nicht richtig kennen, könnte ich so tun, als sei ich einer von ihnen. Das heißt dann aber auch, richtige Saufgelage über sich ergehen zu lassen, um dazuzugehören. Das ist nicht übertrieben. Eine andere Nachbarin, die das nicht mehr will, hat mir alles haarklein erklärt, "wie die so sind". Mein Verdacht geht in die Richtung, dass man so richtig proletenhaft sein muss, um z.B. zum Grillen eingeladen zu werden. Das war bei meinen Eltern schon so, bei früheren Nachbarn, und bei allen Treffen, die ich so miterlebt habe. Eigentlich will ich das gar nicht. Ich habe zwar mal von einem Grillfest gehört, was unter promovierten Physikern stattgefunden hat, wo es da eher sachlich zugeht, aber da kann ich aus anderen Gründen nicht mitreden.
Aber dennoch sind mittlere Menschenansammlungen meiner Meinung nach immer Kompromisse auf dem niedrigsten gemeinsamen Nenner. Das ist nicht arrogant, sondern muss so sein, damit die Wohlfühlzone der Teilnehmer nicht verletzt wird.