Hi!

Ich bin momentan an einem Punkt, wo ich nicht mehr so ganz weiter weiß.
Mein ganzes Leben verlief bisher (bin nun Mitte 20) ok, aber ich bin einfach nicht ganz glücklich. Ich habe das Gefühl, dass ich nirgends ganz dazu passe. Ich habe und hatte zwar immer einige Freunde und Kontakte mit denen ich was unternehmen kann. Aber richtig angekommen fühle ich mich nicht. Ich kann mich zwar mit ihnen unterhalten aber es erfüllt mich nicht. Ich langweile mich immer recht schnell und bin auch gerne mal alleine. Ich kann nicht mal richtig beschreiben wer ich bin. Vielleicht nahm dieses Gefühl schon in der Schule seinen Anfang. Schon da habe ich nicht richtig dazu gepasst und irgendwann habe ich dann angefangen Dinge zu machen, die andere auch machen, damit ich "dazugehöre".
Meine Eltern waren zwar immer für mich da und haben mich unterstützt, aber meine Mutter hatte immer großen Einfluss auf mich. Ich glaube, dass ich viele Dinge in meinem Leben nur ihr zu Liebe getan habe, weil sie mich beeinflusst hat, bis ich gemacht habe was sie wollte. Zum Beispiel bei meiner Berufswahl und auch bei meinen sportlichen Aktivitäten in der Jugend. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob ich es jemals so wollte.
Ich will auch irgendwie immer mehr. Brauche denke ich Herausforderungen. Habe nun ein abgeschlossenes Studium und einen guten Job. Aber nun habe ich schon das Gefühl, dass ich mich nicht mehr weiterentwickeln kann. Ich möchte nicht mein ganzes Leben so weitermachen. Wenn ich jetzt schon die Routine nicht ertragen kann.
In meinem Liebesleben war auch immer alles unkonventionell. Ich hatte noch niemals eine richtig stabile schöne Partnerschaft, obwohl ich einige Möglichkeiten gehabt hätte. Ich suche mir immer "Beziehungen" aus die chaotisch und kompliziert sind und mich niemals glücklich machten. Aber genau sowas laufe ich dann immer hinterher, statt den Menschen eine Chance zu geben, von denen ich weiß, dass sie alles für mich machen würden. Irgendwie fühle ich mich emotional auch extrem verarmt. Ich kann keine richtigen Gefühle zu lassen. Ich denke ich habe auch noch niemals jemanden geliebt (absolut keine Person). Ich weiß schon, dass ich einfach mal versuchen kann mich zu ändern, anderen Menschen eine Chance geben. Aber ich kann es einfach nicht. Nur langsam habe ich halt Angst, wie das alles einmal enden soll. Was soll ich später einmal machen? Im Prinzip sehne ich mich nach einer stabilen schönen Beziehung für ein gemeinsames Leben, aber ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich das kann. Ich weiß nicht, ob ich mich soweit öffnen kann und jemandem zu zeigen wie ich wirklich fühle. Ich kann mit niemandem über so etwas reden, nicht weil es keinen interessieren würde, sondern weil ich es einfach nicht kann. Ich verschließe mich, wenn mich jemand fragt oder sage irgendwas, wovon ich weiß, dass es ander hören wollen.

14.08.2013 15:44 • 13.04.2016 #1


12 Antworten ↓


Dubist
oh jey den Traum hatte ich auch, von einer schönen und stabilen beziehung.
Manchmal frage ich mich, ob man sich eben ab und zu die guten Stückchen rauspickt, damit es erträglich ist.
Keine Ahnung. Manche haben vielleicht so eine rosige Ehe oder Beziehung.
Aber bei vielen sieht es nur von Aussen so süß aus.
Vielleicht ist das Leben einfach chaotisch und schwierig und deshalb deine partner von damals auch chaotisch gewesen?
Ich weiß nicht, ich tue dir ungerne raten.
Weiß nur das Herz nährt sich an Dingen woran es sich freuen kann.
Finde diese Dinge die dein Herz erfreuen.
Vielleicht strahlst du dann auch die wärme aus, damit du wieder lieben kannst.
Und das ein Mensch oder ein junger Mann merken kann das du wieder zugänglich und offen für die Liebe bist.
lg

14.08.2013 17:27 • #2


*LittleAngel*
Ich kenne diese Gefühlsleere irgendwie sehr gut.

Ich habe ja irgendwie alles: Studium, selbstständiger Job, Beziehung seit 7 Jahren, eine tolle Familie und zumindest genug Geld um nicht zu verhungern, auch wenn ich keine großen Sprünge machen kann. Und trotzdem geht es mir überall besser, als im Alltag zu Hause. Ja ich bin unzufrieden und empfinde mich selbst schon als unverschämt, weil das was ich habe mir irgendwie nicht zu reichen scheint. Ich bin auch irgendwie nicht ''angekommen'', weder in meinem beruflichen Alltag, noch im häuslichen Alltag und auch in meiner Bezhiehung nicht. Auch dieses Unzugehörigkeitsgefühl kenne ich seit meiner Jugend. Ich gehörte immer nur teilweise zu allem, aber irgendwie nie so ganz. Viele meiner Interessen habe ich nur halbherzig angefangen, um dazuzugehören. Genauso Musikstile oder ähnliches.

Es gibt nur einen Weg für uns und das ist genau der, den Dubist vorgeschlagen hat: Tu genau das was dein Herz erfreut und deiner Seele Frieden bringt!

Ich hab es aufgegeben andere zufrieden stellen zu wollen, oder dazu zu gehören. Ja verdammt ich hätte einen tollen erfolgreichen Job bei VW haben können, mein Vater arbeitet dort und die schulischen Voraussetzungen hatte ich, aber nein ich will das einfach nicht! Ich will kreativ arbeiten und so bin ich selbstständige Nageldesignerin geworden. Auch wenn das noch Anlaufzeit braucht und ich nur Demütigungen seitdem ertragen muss, weil es keiner verstehen kann, wie ich nur sowas tun kann, ich ziehe das durch! Zwar bin ich, wie oben geschrieben, noch nicht richtig da angekommen, wo ich hinwill, weil mein Selbstbewusstsein mir noch einen Strich durch die Rechnung macht (ich bin noch nicht davon überzeugt, dass man meine Arbeit für den Preis auch abkauft, weil ich zu einer meiner größten Kritikern gehöre). Aber ich beiße mich dadurch, denn ich WILL das tun!

In der Beziehung ist es ähnlich. Mittlerweile zweifle ich, ob die noch Zukunft hat. Seitdem ich mein Ding durchziehe, ist mein lieber Herr nämlich gar nicht mehr so zufrieden mit mir... Wo ich noch nach seiner Nase getanzt habe, war ich ihm zu aufdringlich und bin ihm seiner Meinung nach hinterher gelaufen, und jetzt wo ich das abgelegt habe und nach MEINER Nase tanze, ist er nur noch unzufriedener mit mir. Echt sch** drauf, er glaubt nicht an das was ich tue? Er kann viele meiner Einstellungen (wie zb den Vegetarismus) nicht teilen oder gar nicht gut heißen? Sein Problem! Und wenn es sich irgendwann heraus stellt, dass wir anscheinend keine Gemeinsamkeiten haben und unterschiedliche Ansichten vom Leben, dann ist Schluss. Noch ist es nicht so weit, und er steckt momentan selbst in einer schwierigen Phase und hat deshalb für meine derzeitigen Anliegen einfach keinen Nerv, aber wenn sich das so fortsetzt oder gar schlimmer wird, bin ich weg.

Auch meinen sogenannten Freunden hinterher zu laufen und ein Interesse nach dem anderen durchzuprobieren bis die mit mir einverstanden sind, nee danke, gibt es für mich nicht mehr. Ich habe durchaus sehr gute Freunde, die nicht hundert Prozent meine Interessen teilen, aber die auch nach einiger Zeit Funkstille von selbst anrufen und sich erkundigen wie es mir geht. Mit denen ich ganz ungezwungen jeden Quatsch machen kann und die mich unterstützen wo sie können, auch wenn sie von meinen Interessen nicht immer überzeugt sind. Sie sind für mich da und da muss ich nicht so tun, als hätte ich was gemeinsam, wenn es nicht so ist und sie mir sonst die Freundschaft kündigen. Sie nehmen mich so wie ich bin und ich nehme sie so wie sie sind. Weil wir uns einfach blind verstehen. Da brauch ich keine 600 Freunde bei Facebook, denen ich am Ar*** vorbei gehe, wenn ich mein Ding durchziehe.

Wie bereits gesagt, ich bin noch nicht angekommen, noch habe ich keinen Punkt in meinem Leben erreicht, wo ich sage: Ja jetzt kann ich zur Ruhe kommen, ich bin da! Aber seitdem ich meine Interessen mehr verfolge und auf die Meinungen anderer keinen Wert mehr lege, geht es mir definitiv besser. Ich habe jetzt zumindest das Gefühl, diesen Punkt irgendwann erreichen zu können.

Und liebe Lexa, das kannst du auch! Es ist doch nichts schlimmes daran, dass du neues entdecken willst, dass dich Herausforderungen reizen und dass du Beziehungstechnisch auch noch rumprobierst. Wirklich glücklich wirst du eh nur mit einem Partner, wenn du ihm gegenüber das umwerfende Gefühl der Liebe spürst. Du schreibst du hättest bodenständige Männer haben können, die dich auf Händen getragen hätten... ist ja schön und gut, aber wenn dich einer von denen nicht gefühlstechnisch total umhaut, was sollst du dann auch mit denen? So einen wollt ich auch nicht haben. Dann würde ich auch die komplizierte Variante vorziehen, wenn es mich gefühlsmäßig mehr dort hinzieht.
Prinzipiell bist du ein Mensch genau nach meinem Geschmack. Unkonvenzionell. Ich kann mit solchen Menschen sowieso viel besser umgehen. Und wenn du deinem Herzen folgst wird diese Leere auch irgendwann verschwinden. Du bist jung und bist nicht so richtig sicher wonach du dich überhaupt sehnst und was für dich das beste ist. Ist das ist auch völlig in Ordnung so, du bist niemanden Rechenschaft schuldig. Probiere und teste dich und dein Leben, folge deinem Herzen und dann wirst du auch ankommen. Siehe es als Chance dich selbst zu entdecken um herauszufinden was du wirklich vom Leben willst. Meiner Meinung nach haben wir sogar anderen damit einen Schritt voraus. Wir sind noch bereit unsere Welt und alles herum noch genauestens zu prüfen, sie mit offenen Augen zu betrachten und dann den Weg zu beschreiten den unser Herz als am besten betrachtet. Leute, die mit 25 schon Familie und Kind haben, einen festen Job und denen anscheinend keine Fragen mehr offen bleiben, die fallen spätestens mit 40 in ein tiefes Loch, weil sie sich mehr vom Leben erhofft haben. Ausgenommen sind natürlich die, die sich nie etwas anderes sehnlichster gewünscht hatten.

Also kurzum: Sei du selbst, finde heraus, was dir die Beständigkeit geben kann und dann begib dich auf den Weg dieses Ziel zu erreichen, wie auch immer dieser aussehen mag. Ich bin sicher du kannst das

LG

14.08.2013 18:43 • #3


Zitat von Lexa:
Ich hatte noch niemals eine richtig stabile schöne Partnerschaft, obwohl ich einige Möglichkeiten gehabt hätte. Ich suche mir immer "Beziehungen" aus die chaotisch und kompliziert sind und mich niemals glücklich machten. Aber genau sowas laufe ich dann immer hinterher, statt den Menschen eine Chance zu geben, von denen ich weiß, dass sie alles für mich machen würden.


Was hat man denn von jemanden, der einem zwar die Koffer trägt, aber nicht in die gleiche Richtung geht?

Zitat von Lexa:
Ich will auch irgendwie immer mehr. Brauche denke ich Herausforderungen. Habe nun ein abgeschlossenes Studium und einen guten Job. Aber nun habe ich schon das Gefühl, dass ich mich nicht mehr weiterentwickeln kann. Ich möchte nicht mein ganzes Leben so weitermachen. Wenn ich jetzt schon die Routine nicht ertragen kann ...
Ich kann mit niemandem über so etwas reden, nicht weil es keinen interessieren würde, sondern weil ich es einfach nicht kann. Ich verschließe mich, wenn mich jemand fragt oder sage irgendwas, wovon ich weiß, dass es ander hören wollen.

Genügst Du Dir denn selbst?

14.08.2013 19:14 • #4


Mir selbst genüge ich auch nicht. Ich bin eigentlich immer unzufrieden mit mir selbst.

Ich möchte gerne meinen Weg finden, aber ich weiß nicht recht wo er hingehen soll. Ich fühle mich als wäre ich in einer Sackgasse angelangt.

15.08.2013 09:31 • #5


Zitat von Lexa:
Mir selbst genüge ich auch nicht. Ich bin eigentlich immer unzufrieden mit mir selbst.


Hast Du Dich schonmal gefragt, ob es Dir deswegen schwer fällt andere Menschen an Dich ranzulassen? Ich frage mich manchmal, ob man seine Unzufriedenheit eigentlich befürwortet, da man glaubt ohne sie seinen Antrieb zu verlieren.

PS Mir geht es dabei allerdings nicht darum, dass man mit gewissen Aspekten unzufrieden ist, sondern um eine unkonkrete Unzufriedenheit mit sich selbst.

15.08.2013 17:18 • #6


Doch das kann schon sein. Ich denke dauernd drüber nach, dass mich gar niemand mögen kann. Weiß auch nicht warum genau. Schlechte Erfahrungen zum Teil, viele Selbstzweifel.

15.08.2013 17:22 • #7


Zitat von Lexa:
Doch das kann schon sein. Ich denke dauernd drüber nach, dass mich gar niemand mögen kann. Weiß auch nicht warum genau. Schlechte Erfahrungen zum Teil, viele Selbstzweifel.


Tja, manche Hürden kann man nicht überwinden, sondern muss sie abbauen, aber das ist leichter gesagt als getan.

15.08.2013 17:43 • #8


Zitat:
Passe irgendwie nirgends so richtig hin...


Das Gefühl kenne ich auch, auch wenn es ein wenig anders ist, als bei dir, Lexa (ich hoffe, dass du erlaubst, dass ich dir gleich das DU anbiete).

Bei mir verhält es sich so, dass ich wohl der kontaktfreudigste soziale Phobiker bin, den es gibt. Was meine ich damit? Ganz einfach, ich habe eine irre Angst davor nach Draußen zu gehen und wenn ich es dann bin, dann fange ich an zu schwitzen, mein rechter Oberschenkel verkrampft sich nach innen, ich bekomme Rückenschmerzen und will sofort wieder nach Hause. Hinzu kommt, dass ich ja sowieso denke, dass "Trueman Story" und "Big Brother" auf meinem Beispiel aufgebaut wurde, sprich, ich glaube, dass den ganzen Tag Kameras auf mich gerichtet sind und wenn ich dann raus gehe, oder im Internet surfe, fühle ich mich auch sofort bestätigt. Da sind dann Bekannte, die mich Sachen fragen, wo ich denke "Ey, woher?" und solche "ZUFÄLLE"!

Na ja, lange Rede, kurzer Sinn, ich gehe also raus, einkaufen z.B. bei Penny und schleiche dann da hinein. Ich quatsche jeden an, wenn sich eine Möglichkeit ergibt, ich habe richtig viele Leute beim Einkaufen kennen gelernt. Und genau das Gegenteil will ich eigentlich... Ich würde am liebsten über einen Tunnel zum EInkaufen schleichen und dann praktisch unberührt wieder dort verschwinden, wenn alle Einkäufe getätigt sind.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall, ich will meiden und was mache ich!?! Ja, ich quatsche alles und jeden an, egal welches Alter, egal welche Religion * oder welcher Gesundheitszustand auch immer. Ich erzähle jedem Menschen meine gesamte Lebensgeschichte, giere nach Aufmerksamkeit und bin enttäuscht, wenn ich diese nicht bekomme. So wie auch jetzt schon wieder...

Das fatale daran, für mich, ich sitze neben mir, häre mir beim Reden zu, oder schaue was ich so schreibe und schüttle mit dem Kopf. Ich sitze immer neben mir und beobachte mich und dann denke ich, als der "Gesunde Andy", was der (ich) doch für ein Versager ist. Ja, ich weiß, dass ich schwer krank im Kopf bin und ich weiß auch, dass es nur mit Hilfe geht und die suche ich natürlich auch. Es ist immer wieder faszinierend, wie man sich selber sieht, wenn die eine Hälfte gesund ist und die andere eben nicht. Ich denke, so ein bissl schizzo ^^

Aber ich komme mal wieder zum Ursprung dieses Themas... ja, ich passe nirgendwo richtig dazu, aber wohl eher, weil mich die meisten Menschen nach sehr kurzer Zeit schon nicht mehr mögen und ich denke auch, dass man den Grund dafür hier schon sehr gut erlesen kann. Also verstecke ich mich weiter, in der Hoffnung niemanden mehr zu belästigen, mit dem Gedanken einfach nur in Ruhe gelassen zu werden und trotzdem Freude am Leben und am Miteinander zu haben. Ich sehne mich nach Geborgenheit, nach Freundschaft und einem normalen Leben, zwischen den Laken, nicht allein. Ich sehne mich danach wieder normal zu sein und nie wieder traurig...

Andy

* Zeugen Jehovas und andere Türklinkenputzer kommen bei mir seit Jahren nicht mehr, weil ich bereits jedem eine Blase ans Ohr gequatscht habe. Ist das jetzt gut?

15.08.2013 18:05 • #9


Hi Lexa,

Zitat von Lexa:
Ich langweile mich immer recht schnell und bin auch gerne mal alleine. Ich kann nicht mal richtig beschreiben wer ich bin. Vielleicht nahm dieses Gefühl schon in der Schule seinen Anfang. Schon da habe ich nicht richtig dazu gepasst und irgendwann habe ich dann angefangen Dinge zu machen, die andere auch machen, damit ich "dazugehöre"....
Ich verschließe mich, wenn mich jemand fragt oder sage irgendwas, wovon ich weiß, dass es ander hören wollen.


Was langweilt Dich denn an den anderen? Bist Du grundsätzlich von denen gelangweilt, von den Aktivitäten, von ihren Gesprächen?

Wenn letzteres zutrifft, kann ich Dir vorschlagen, mal mutig unkonventionell die Sache anzugehen und auf die Anpassung zu verzichten.
Probier es einfach mal aus, dann werden Gespräche interessant und der Umgang miteinander interessanter (muss natürlich irgendwie auf gleicher Wellenlänge passieren). Und was hast Du schon zu verlieren?

Kenne Personen in meinem Umkreis, mit denen ich mich nur auf Phrasen- und Floskelniveau unterhalten kann. Die sind mir nicht unsympathisch, oder so, aber irgendwie für mich austauschbar. Ist übrigens nicht deren Schuld, ich glaub nicht , dass die mir nix aufregendes zu sagen haben. Aber unsere Gespräche bewegen sich eben nur im sicheren Gefilde alltäglicher Phraseologien über nichtige Themen (Wetter, Essen, etc.) Und dann klappts doch manchmal, diesen Rahmen zu verlassen. Muss allerdings jemand mit anfangen und das kostet üble Überwindung.

Ist kein Rezept mit Garantierfolg, aber kannst Dich dabei selbst vielleicht besser kennenlernen...und wie gesagt, bezieht sich nur auf das Gespräch.

Einfach gesagt...

Chaim

15.08.2013 23:57 • #10


Du hast Recht, zu verlieren hätte ich damit wirklich nichts. Eben wie du sagtest, die Gespräche bewegen sich eben meist in sicheren Gefilden, nichtige, langweilige Dinge.
Muss nur mal schauen, wie man da am besten anfängt. Ein bisschen provozieren könnte dazu ja auch schon einen Anstoß geben oder?

16.08.2013 17:02 • #11


Ja, Provokation bringt vllt. die Leute dazu, sich zu bewegen. Was würdest Du denn unter Provokation verstehen?

Manche Leute kommen z.B. auf Zynismus oder Ironie überhaupt nicht klar, kann man denen dann auch nicht abverlangen. Ist aber auch nicht schlimm; man wird kurz rot und erklärt verzweifelt der oder dem Anderen, was Ironie bedeutet. Merkt man auch sehr schnell, wer Ironie versteht und wer nicht.

Ein bisschen unterschwellige Provokation ist auf jeden Fall nix verkehrtes.

19.08.2013 15:55 • #12


Siglinde1961
Hallo Ihr Lieben,
auch ich fühle mich nirgendwo dazu gehörend. Mein Humor ist anders, ich bin viel zu einfach gestrickt und weiß nie worüber ich reden soll. Immer habe ich das Gefühl, anders zu sein und die Leute zu langweilen. Gesprächspausen sind körperlich quälend für mich. Wenn ich z.B. in unserem Stammcafé sitze (ich bin in einer Beziehung), die Wirtin kennen wir von Anfang an. Sie ist nett und hat stets einen flotten Spruch drauf. Geht mein Partner kurz auf die Toilette so beginnt mein Herz zu rasen, die Gedanken in meinem Kopf überschlagen sich und mir fällt nichts ein, was ich sagen könnte. Ich fühle mich sehr einsam. Seit Jahren bin ich (aufgrund einer Krankheit in Rente) den ganzen Tag alleine zu Hause. Mit den Nachbarn komme ich einfach nicht in Kontakt. Was stimmt nicht mit mir? Mit meinem Arzt wage ich nicht, darüber zu reden. Hat Jemand eine Idee?

13.04.2016 10:48 • #13




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