Pfeil rechts

hallo...
ich habe folgendes Problem:
ein sehr guter Bekannter von mir hat Probleme.Eines ist zum beispiel seine Minderwertigkeitskomplexe,abgesehen davon hat er auch noch andere psychische Probleme.
Eigentlich hat er viele und auch gute Freunde und an Freundinnen hat es ihm auch nie gemangelt...
Allerdings ist er der Meinung,dass es besser ist,wenn er versucht seine Probleme selbst zu bewältigen und möchte damit niemanden belasten.In der Vergangenheit hat er schon oft die Erfahrung gemacht,dass sich Leute deshalb von ihm abwenden.Er hatte früher auch mal diese Probleme und das ging sogar soweit,dass er sich und seinem Körper starke Schmerzen zugefügt hat.jetzt macht er das zwar nicht mehr und ich hoffe es bleibt auch dabei...
Er hat auch schon darüber nachgedacht in professionelle Handlung zu gehen,aber ich glaube nicht das er das durchzieht...
Er glaubt auch nicht,dass man ihm in so einem Forum helfen kann,weswegen ich auch um Hilfe bitte.

Hat jemand eine Idee was er machen könnte und wie ich,oder jemand anderes ihm helfen könnte?
Ich bitte euch vom ganzen Herzen mir zu helfen.Dieser Mensch bedeutet mir unglaublich viel...

10.10.2007 16:03 • 12.10.2007 #1


7 Antworten ↓


Hallo Onyx,
das Beste was man machen kann hast Du ja schon gesagt... nämlich das Gespräch mit einem Therapeuten suchen. Meine frühere Therapeutin sagte mir immer:
"Was Essen für den Körper ist, ist REDEN für die SEELE!"Das Dein Freun genau dies nicht gerne macht kann ich gut nachvollziehen, denn viele sind damit überfordert. Bei Dir habe ich aber so ganz und gar nicht den Eindruck, eher im Gegenteil. Da ich ja auch nur aus eigener Erfahrung sprechen kann, würde ich vielleicht noch sagen, daß Du Deinem Freund absolut und klar zu verstehen gibst, daß egal wie schlecht es ihm geht, Du immer für ihn da bist, auch wenn er Dir Trübsal ohne Ende bläst... Ich selber habe viele Jahre ähnlich gedacht wie Dein Freund, konnte dann aber tatsächlich irgendwann drüber reden... mit einer Freundin, die nie müde wurde mir ihre Hand hin zu halten... Weißt Du wie ich mein??
Allerdings ist das mit "einen geeigneten PsychoDoc suchen" ja auch immer so eine Sache... ich war bei 5 Psychologen, bis ich dann endlich eine gefunden hatte... die mußte ich zwar selber bezahlen, aber hat mein Leben absolut zum Positiven verändert. Dein Freund hat also noch einiges vor sich... aber schon alleine das Wissen, daß jemand 100%ig hinter einem steht macht vieles einfacher und gibt Sicherheit.
Ich würde Dir gerne mehr sagen, aber ich kann ja auch nur das wiedergeben, was mir in dieser Situation wichtig war. Menschen, die für einen kompromisslos da sind, die Verständnis haben und Rückhalt geben, die selbst dann nicht abhaun, wenn der Unterarm mal wieder aufgeritzt ist... das alles und einen guten Psychologen... wenn man das alles hat kann man mal anfangen wieder vom Horizont zu träumen.

Ich wünsche Dir viel Liebe u. Geduld, und Deinem Freund viel Vertrauen u. Glauben auf ein schönes, gesundes Leben... liebe Grüße aus den Bergen, Dini

10.10.2007 19:53 • #2



HILFE!

x 3


danke erstmal für deinen guten Rad und für die Offenheit...
zum Thema Freundin ist mir da noch was eingefallen.Wenn ich ehrlich bin ist er nicht irgend ein Bekannter ,sondern mein Freund/Exfreund...
Wir hatten schon vorher Probleme und als ich ihn so lang bedrängt habe,das er mir von seinen Problemen erzählt hat,dann hab ich vorgeschlagen,dass wir uns fürs erste trennen.Es mir aber keines Wegs darum ihn von mir abzuschütteln.Ich hab das nur gemacht in der Hoffnung,dass ihm so eine 'Last' abfällt.natürlich hoffe ich,dass ich ihm helfen kann, weshalb ich in vielen Foren um Rad bitte und ich hoffe auch,dass wir vielleicht wieder zueinander finden...
Meinst du es war ein Fehler?

11.10.2007 16:05 • #3


Hallo Onyrx
Hm, ob das ein Fehler war?? fragst Du...
Also, rein vom Gefühl her würde ich mal vermuten JA... weil, wenn jemand wirklich echte tiefsitzende Minderwertigkeitskomplexe hat, für den ist es schwer zu glauben, daß Du nur Schluss gemacht hast, um ihm damit "eine Last" zu nehmen. Selbst für jemand mit gesundem Ego ist das schwer nachvollziehbar.
Spazier mal durch den Wald und schau tief in Dein Herz Onyrx, und frag Dich ob das wirklich der Grund war...
Wenn Du vielleicht doch etwas Angst bekommen hast würde das ja nichts an Deiner Liebe zu ihm ändern... es wäre nur zu normal, wenn Du Dich angesichts solcher Probleme überfordert gefühlt hättest... die Probleme die Dein Freund/Exfreund hat sind ja nu auch für einen gestandenen Psychologen nicht mal eben mit links zu machen...
Hast Du ihm den Grund des Schluss machens so erklärt?? Und wie hat er es aufgenommen??
Daß Du Dir so viel Mühe machst ihm zu helfen finde ich wirklich lobenswert! Aber aus Erfahrung weiß ich, daß Du Dir damit ein wirklich schweres Los gezogen hast... und solange ER nicht etwas bewegt, bewegst Du erst recht nichts. Weißt Du wie ich mein?? Du kannst für ihn DA SEIN, aber wirklich vorwäts gehen kann er nur allein. Für wie wichtig ich es halte, daß Menschen da sind habe ich Dir ja schon in der ersten Antwort geschrieben... und Schluss machen paßte da nicht so unbedingt rein. Auf der anderen Seite mußt Du aufpassen, daß Eure Beziehung auf Dauer nicht ausschließlich auf "DEINERSEITS GEBEN" und "SEINERSEITS NEHMEN" besteht, sonst bleibst Du irgendwann auf der Strecke.
Warum sträubt er sich denn so gegen proffessionelle Hilfe??
Du schreibst, daß Du auch noch in anderen Foren unterwegs bist. Weiß er eigentlich wie große Sorgen Du hast, und wieviel Mühe Du Dir machst?? Ich hoffe Du schon mal ein Danke schön! von ihm gehört.
So, ich hoffe es war was dabei wo Du vielleicht was mit anfangen kann. So weit es geht versuche ich zu helfen, aber wie gesagt, kann ja auch nur aus eigener Erfahrung sprechen. Wünsche Dir aber immer noch alles Glück der Welt!
Viele liebe Grüße aus den Bergen, Dini

11.10.2007 21:06 • #4


in vielen foren um rad gebeten? versuch`s doch mal bei ebay...

sorry.

11.10.2007 21:59 • #5


in vielen Foren um Rad gefragt?? Rat wird mit T am Ende geschrieben,

sorry

11.10.2007 22:16 • #6


Also erstmal finde ich nichts "schlimm" oder "krank" daran, wenn man versucht, seine Probleme, sein Leben selbst in den Griff zu bekommen...mit den Ratschlägen und Tipps und wirklich liebevoll gemeinter Fürsorge von Außen und auch mit psychologischer Behandlung ist das ja nicht getan - derjenige muss ja letztlich der/diejenige sein, der das was er da hört und lernt und erfährt für sich alleine umsetzt und aktiv lebt. Weißt Du was ich meine?

Dein Freund ist ja nicht doof, der weiß sehr gut wie´s ihm geht und dass es ihm schlecht geht, vermutlich auch warum und weshalb und genauso ist ihm klar was und wie er dagegen tun könnte/sollte müßte - er hat das größte Problem damit sein eigenes Wissen und seine eigenen Tipps und Einsichten aktiv in seinem Leben umzusetzen...

Ich kann mir auch vorstellen, dass das genau der Grund ist, warum er das alles lieber nicht "erzählt"...weil er dann - außer sich selbst - auch noch die Leute am Hals hat, denen er es erzählt hat weil:

1. können die ihm vermutlich nichts über IHN erzählen, was er nicht selbst weiß

2. er sich selbst schon eine Trillion Gedanken gemacht hat,

3. die anderen - gerade weil sie ihn gerne haben, gerade weil sie wollen dass es ihm besser geht, gerade weil sie meinen sie könnten mit Zuhören und Ratschlägen helfen - damit auch Druck auf ihn ausüben. Nicht mit Absicht, nicht massiv aber stetig und immer - denn denen ist genauso klar wie ihm selbst, dass ER aktiv werden muss...

Es gibt Leute, die "brauchen" diesen Druck von Außen, weil der für sie selbst eine Motivation ist - genauso gibt es Leute, denen ist völlig gleichgültig was irgendwer von ihnen erwartet, aber es gibt auch sehr viele Leute - und dazu gehöre ich auch - die mit "normalem" Druck und der eigenen Erwartungshaltung an sich selbst schon mehr als genug zu tun haben...das ist nicht böse gemeint aber guck mal, wie Du reagierst? DU willst jetzt von IHM dass ER sich Hilfe sucht, dass ER sich und seine Probleme in einem Forum diskutiert und dass er...weißt Du was ich meine? Ich weiß dass Du das nicht beabsichtigst und anscheinend bist Du wirklich besorgt... über sich und seine Probleme zu reden hat also nur bewirkt, dass Du jetzt von ihm eine "Handlung" erwartest/erhoffst/erwünschst...und dass Du ihn "verläßt"...

Und natürlich frustriert es Dich auch, dass er immer noch nix "tut"...manchen Leuten verschafft es Erleichterung und die fühlen sich besser, wenn sie Jemandem von sich und ihren Problemen erzählen können....aber eben nicht Jedem - das ist keine Krankheit oder Störung, das ist auch kein mangelndes Selbstbewußtsein, das ist ganz oft ne ganz rationale Entscheidung, die aus Erfahrung mit sich selbst entsteht:

Ich weiß was mir fehlt, ich weiß dass ich mich aufraffen und motivieren muss, ich weiß dass meine Freunde und Psychologen mir das sagen,raten werden, was ich mir selbst täglich sage und rate - also warum sollte ich ihnen davon erzählen und sie auch noch damit belasten - ganz besonders weil ich schon seit Ewigkeiten darauf warte, dass ich die Kraft und den Willen aufbringe die Sache endlich aktiv anzugehen.

Das ist nun mal leider so...gerade bei seelischen und psychischen Geschichten...die meisten Leute, die freiwillig in eine Klinik oder zu einem Therapeuten gehen, gehen da nur hin weil sie selbst absolut am Ende sind, nicht weil ihnen irgendjemand dazu geraten hat...oder weil sie irgendwem einen Gefallen tun wollen, weil der sich so sorgt...ich verstehe, dass das furchtbar schwer zu akzeptieren ist, aber geh bitte immer davon aus, dass Du Deinem Freund nichts über sich und seinen Problemen erzählen kannst, dass da keine "Hilfsmöglichkeit" ist, dass er nicht selbst schon lange "weiß", die er nicht selbst schon mal überdacht hat.

Geh mal einfach in eine "normale" Notaufnahme...wieviele Leute sind da mit akkuten unerträglichen Schmerzen und Beschwerden, die schon vor Monaten oder Jahren "bemerkt" haben, dass da irgendwas nicht stimmt...ist das verrückt und selbstzerstörerisch und unglaublich dumm? Natürlich...aber so sind wir nun mal.

12.10.2007 15:45 • #7


also soll ich jetzt deiner Meinung nach gar nichts machen,oder wie?!
und was soll er jetzt deiner Meinung nach machen?es kann ja nicht so weiter gehen.klar muss er nicht gleich in Behandlung,aber er und sein soziales Umfeld leiden auch darunter...

12.10.2007 22:17 • #8




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler