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Wer von Euch hat ähnliche Erfahrungen schon erlebt?

Die Gefahr der Einsamkeit ist mit gro0en und vielen Gefahren verbunden. Ältere (hochbetagte) Menschen
sind fast schutzlos ausgesetzt als jüngere.

Bei der chronischen Einsamkeit hat man sich schon fast damit
abgefunden, somit ist man auf vielen Gefahren gefasst was einen passieren
kann im Alltag, aber nicht bei einer vorrübergehenden.

Die mögliche Suizidgefahr steigt, wenn keine Hilfe in Aussicht ist.
Einsame Menschen werden sehr schnell abgezockt, wenn diese
nicht aufpassen, vorallem bei Partnersuche. Das betrifft nicht nur
Frauen sondern auch Männer.
Internet und Zeitungen sind die vorreiter bei Kontaktsuche.
Dramatisch wird es bei denen die ein Helfersyntrom besitzen.
Emotional wie auch finanzell, letzere ist das schlimmste was einen
passieren kann.

Auch bei gesundheitlichen Problemen, ich löste das Problem auf meine Art, sofern es möglich ist.
Ich bestellte gleich immer ein Taxi, der Taxifahrer erledigte meine Einkäufe besorgt Medikamente etc...
Die waren immer da für mich. Kann aber auch nur angeraten werden, sofern man eigene finanzelle Mittel hat.

Im Grunde verbergen sich hinter der Einsamkeit, große Gefahren
wo man am Anfang gar nicht daran denkt, vorallem wenn man Single ist.



Seit wachsam, In diesem Sinne

Allee

21.08.2008 11:32 • 28.08.2008 #1


42 Antworten ↓


Hallo Allee !

Die Einsamkeit birgt die Gefahr, dass man sich irgendwann an jeden menschlichen Strohalm klammert, und dabei in eine grosse Falle treten kann.

Rein Lebenspraktisch ist man bei einem Unfall oder bei schwerer Krankheit sofort hoffnungslos verloren und/oder abhängig, also völlig hilflos.

Bei längerer Einsamkeit kommen oft Depressionen hinzu, und die Gefahr, dass man zu Kurzschlussreaktionen neigt, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, ist nicht mehr auszuschliessen.

Das sind so meine Erfahrungen mit dieser Lebenssituation.

Liebe Grüsse,

Helpness

21.08.2008 13:30 • #2



Gefahren der Einsamkeit

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Ja Hallo ,

und man muss alles allein machen. Renovieren, Umziehen,
Auto reparieren in Urlaub fahren etc. Keine S.. da die einem mal
hilft wenn man in der Patsche sitzt. Für mich ist das mittlerweile
zu einem sportlichen Ereignis geworden, das Setup für Dinge, die andere
nur zu zweit schaffen würden alleine auszurichten.

Gefahr seh ich vor allem darin, das man sich nicht gegenseitig
abstützen kann, und deswegen sich nur selten selbst vergessen kann,
also die Fähigkeit abzuschalten, zu wissen das noch andere für einen
da sind. Und das kann ich nur deswegen niederschreiben weil
ich die Erfahrung in einer sozialen Pufferzone gemacht habe, wo eben
alle für einen da waren und umgekehrt.

mlg Maxxis

21.08.2008 15:51 • #3


Hallo Helpness,

da hast du völlig recht, man sieht positiv in die Zukunft, ahnt nichts schlimmes, und tritt in einer Falle, aber aus der Falle zu entkommen
ist schwer. Bei mir hat sich sehr großes Mißtrauen aufgebaut gegenüber Fremden Personen. Wie ich das löse das Problem, dass weiss ich selbst nicht. Aber so kann es ja nicht weitergehen.

Schwere Depressionen hatte ich noch keine, zum Glück kann ich nur sagen. Auch ohne Depressionen neige ich dazu, schnelle Entschlüsse
zufassen die für mich jedoch negativ waren, positive Entscheidungen zutreffen darauf komme ich erst gar nicht.
Jedoch hab ich die früher immer für andere getroffen, an mich hab ich gar nicht gedacht.


Hallo Maxxis,

Da bist du weit aus fortgeschritten, ich schaffe alle die tätigkeiten seit langen nicht mehr.
bin zwar vor einigen Jahren umgezogen, seit gut einen Jahr hege ich dem Gedanken, schaffe das aber nicht es in der Tat umzusetzen.
Seit 10 Jahren war ich nicht mehr im Urlaub, fahre alleine nicht gerne, obwohl man bestimmt nette Menschen treffen kann.
Würde zugerne wieder mit Menschen zusammen sein oder fremde zu treffen. Besuche sehr gerne Ausstellungen, Messen, große Ereignisse etc... aber ich habe eine Sperre in mir - all die schönen Dinge sind verblasst. Sitze mehr vorm dem TV. Weiß nicht was los ist, wieso das ist.

Zuzweit ist eben vieles leichter das Leben zu gestalten bzw. Dinge aus dem Weg zuräumen. War immer für andere da, aber hab mich selbst vergessen dabei. Die Erkenntnis habe ich erst im letzten Jahr erkannt. Einsam bin ich schon sehr viele Jahre, hab das gar nicht gemerkt.
Finde das sehr seltsam, dass ich dies erst jetzt gemerkt habe.
Verschenkte Zeit - die verlorene Zeit kann ich nicht mehr einholen.

Viele Grüße

Allee

22.08.2008 07:42 • #4


Hallo Allee !

Ich habe jetzt eine lange Zeit einen grossen Bogen um Menschen gemacht. Aber in Zukunft werde ich wohl irgendwann einmal wieder auf Menschen zugehen müssen, und wollen.

Mein Weg ist Folgender:
Ich sage den Menschen offen und ehrlich meine Meinung, ich verberge auch nichts mehr von mir selbst. Zeige mich also so wie ich bin, von Anfang an.
An der Reaktion, die dann kommt, kann man sehr gut ablesen, mit welchen Menschen man es zu tun hat. So lässt sich sehr früh "der Spreu von dem Weizen" trennen.

Liebe Grüsse,

Helpness

22.08.2008 14:51 • #5


hi Helpness,

naja sicher sollte man sagen was man denkt, ist nicht immer einfach.
Die direkte Art verträgt nicht jeder in Deutschland.
Die Erkenntnis muss ich immer wieder machen.


Nur --- GUTE FREUNDE ---- können damit umgehen.
Aber erstmal welche finden.

in diesen Sinne

Allee

22.08.2008 17:26 • #6


Hallo Allee !

Sein wahres Gesicht zeigen und die Wahrheit sagen.

Wer dann noch da bleibt, kann zu einem GUTEN FREUND werden.

In Deutschland braucht man dazu aber wirklich viele Versuche, und es bleibt auch immer das Risiko, dabei "erschlagen" zu werden, oder (erst einmal) niemanden zu finden.

Liebe Grüsse,

Helpness

22.08.2008 17:42 • #7


wenn ich eure zeilen lese, werde ich zum Teil trairig. Es muss doch Möglichkeiten geben, zu ändern, was im Leben nicht passt?! Wie kann es denn zu einem "langjährigen Aushalten" kommen? Wie seid Ihr in diese Situation gekommen?

22.08.2008 20:57 • #8


Marvin Gainsborough
Die Wahrheit sagen - ich finde, das ist so ein Abwägen.

Die Wahrheit kann sein, dass ich starke Gefühle habe im Kontakt, ich kann aber auch denken: "Ok, habe starke Gefühle ihr (ihm) gegenüber, passend ist jetzt aber ein etwas nüchterner Ton, also akzeptiere ich diese Gefühle, rede aber auf einer neutraleren Ebene". Das wäre dann auch die Wahrheit, weil ich mich dazu entschlossen habe und es für mich ja auch wieder stimmt dann.

22.08.2008 23:19 • #9


Hallo !

@ Marvin:

Natürlich ist es ein Abwägen. Im Berufsleben oder z.B. auf Ämtern muss man oft das Blaue vom Himmel herunter lügen, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Im Privatleben und in Beziehungen sollte man aber von vornherein mit offenen Karten spielen, soweit einem das möglich ist.

@ simon_2006:

Wenn man alleine ist, und wenn sich Lebenssituationen nicht sofort ändern lassen, dann bleibt erst einmal nur das Aushalten. Die Alternative wäre tödlich, ich weiss wovon ich rede.

Liebe Grüsse,

Helpness

23.08.2008 12:29 • #10


Marvin Gainsborough
Nein so meine ich das nicht. Was ist denn schon Wahrheit?

- Ich kann jemandem z.B. sagen, was ich im Moment fühle - Angst z.B. Aber hilft das weiter? Der andere fühlt sich hier meintewegen pudelwohl - wird dann aber dadurch, dass er nun um meine Angst weiß, auch nur unsicher. Und meine Angst kann auch verschwinden, ohne dass ich sie permanent erwähne.

- Ich kann jemand meine Meinung sagen - aber die ist entstanden wie mein Weltbild. Der andere kommt aus einer anderen Entwicklungsecke und versteht mich gar nicht. Oder ich kann eine Meinung z.B. nicht verkraften, weil ich z.B. meinen Schutz brauche.

- Ich behaupte bspw.: "Ich habe Übung im Umgang mit anderen Menschen und traue mir das ...und das... zu." Dadurch kriege ich z.B. den Job, und mit dem Umgang stellt sich dann die anfangs doch etwas übertriebene Behauptung doch ein.

Es ist einfach nicht möglich, sich durch Worte an 100% Übereinstimmung anzunähern - und insofern gibts eigentlich auch kein "wahr". Mein Motto lautet:

"Ich sage was, und der andere sagt was, und das ist Kontakt".

Mehr Anspruch muss man daran nicht haben.

23.08.2008 16:58 • #11


Hallo Marvin !

Mit Wahrheit habe ich nicht gemeint gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.

Wenn man seine Meinung nicht sagen kann, und immer alles 100% sein soll, weil wenn..wenn...wenn..., dann hilft natürlich nur noch das Schweigen im Glaskasten. Nun verstehe ich dich auch.

IN VERITAS SILENCIUM

Liebe Grüsse,

Helpness

23.08.2008 18:01 • #12


Marvin Gainsborough
War das etwa ironisch gemeint ?

23.08.2008 20:41 • #13


Hallo Marvin!

Ja, ironisch aber auch tiefgründig zum Nachdenken.

Liebe Grüsse,

Helpness

24.08.2008 10:46 • #14


Hallo,
das mit dem Ausklinken u. das einen nichts mehr so recht begeistert draussen in der Welt kenne ich auch. Hatte zu dieser Zeit schwere Depressionen nämlich. Private, berufliche, finanzielle Flaute und dazu eine massive Soz.phobie - und null Unterstützung von Familie oder Freunden (der beste verstarb, danach Job verloren, vier Monate später starb mein Vater u. von zwei Partnern ausgenützt /betrogen oder wie man das nennen will).
Ja das erinnert mich daran, dass man sich, wenn man unten ist, an jeden "menschlichen Strohalm" klammert, auch wenn man sich schon wieder ein wenig hoch bringen konnte.

Und das will ich jetzt lernen, solche "menschlichen Strohhalme" - super treffender Ausdruck übrigens - aussen vor zu lassen. Ar., bei denen man nicht sagen darf, was man empfindet oder die für einen abwechselnd Zuckerbrot u. Peitsche haben usw. Es fällt mir noch schwer, das bei anderen unterscheiden zu können, ob sie wirklich so gut oder richtig für mich sind oder mehr nicht, aber ich werde es lernen, so hoffe ich.
Ich hatte nämlich einige solcher Strohhalme, bei denen ich nur eine kleine, ntarülich meine Wahrheit, gesagt habe - und schwupps, wurde ich fallen gelassen. Gerade wenn man eh einsam ist, trifft einen so etwas besonders schmerzlich, was jemand mit vielen Kontakten wahrscheinlich easier weg steckt. Jedenfalls auf solche Leute kann ich verzichten künftig. Klar lebt jeder auch irgendwo in seiner Welt, aber man muss sich mitteilen, damit man beider Welten ein Stück weit zusammen bringt - sonst geht ja eben gar nichts, oder nur ein sehr oberflächlicher KOntakt, meine ich.

@Allee : Depressionen machen, dass man sich zurückzieht, dass einen nicht mehr viel begeistert (ausser passives Tv-Zuschauerleben), dass man wenig Freude hat. Man muss nicht unbedingt selbst merken, dass man tatsächlich depressiv ist. Aber wenn man nicht alleine heraus kommt aus so einem Zustand, sollte man sich bald professionelle Hilfe holen, um seinen eigenen Leidensweg zu verkürzen, damit die Jahre blad wieder mit echtem Leben gefüllt werden können

Alles Gute, Ame

24.08.2008 20:40 • #15


hallo ame, da bin ich deiner Meinung. würde schon gerne wissen welche
Art von professionelle Hilfe Du meinst? Möchte gerne in "schönen" Leben
zurück.

In diesen Sinne

Allee

25.08.2008 06:55 • #16


Hallo, die vorangegangen Meinungen und Berichte kann ich nur unterstreichen. Seit 2001 lebe ich seit einer sehr schmerzlichen Trennung völlig allein. Zu Beginn war ich durch meine Angsterkrankung noch nicht einmal in der Lage, im nächsten Supermarkt einkaufen zu gehen. Einen Job hatte ich ebenfalls nicht mehr. Nach der Krankengeldzeit wollte das Arbeitsamt kein Geld bewilligen, da ich nicht vermittelbar war. Also, was blieb, - die EU-Rente. Diese Zeit erlebte ich völlig isoliert und mit grauenhaften Zukunftsängsten. Alle alten Kontakte gingen damals verloren und es kamen nur Neue im Rahmen von Mitpatienten in der Tagesklinik oder Reha-klinik hinzu. Es ist immer noch sehr schwer für mich, diese ständige Einsamkeit zu akzeptieren und zu ertragen. Andersrum, wenn ich mich überwinde und in die Stadt gehe, knüpfe ich relativ schnell Kontakte, die ich aber über eine längere Dauer nicht halten kann oder möchte. Ein Teufelskreis!!

Kennt das von Euch auch jemand?

Lieben Gruß

Elsa

26.08.2008 12:16 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Elsa !

Meine letzten wirklichen Kontakte hatte ich auch 2001 bis 2003, mit Mitpatienten nach einem Krankenhausaufenthalt in einer psychosomatischen Klinik.
Auch mir fällt es eigentlich sehr leicht, neue Kontakte zu knüpfen (ich tue es nur nicht mehr), aber sie haben dann nicht lange Bestand. Durch die Ängste und Depressionen hat man sich wohl zu sehr verändert, praktisch von der "normalen" Welt entfernt. Die Interessen und Lebensweisen sind zu unterschiedlich geworden.

Liebe Grüsse,

Helpness

26.08.2008 12:54 • #18


Hallo Helpness,

so ähnlich empfinde ich auch den Kontakt zu anderen Menschen. Ich glaube für mich, dass ich eine erneute Enttäuschung wie 2001 nicht überleben würde. Deshalb finde ich mich lieber mit diesem Null-Zustand ab, als dieses Risiko einzugehen. Ein fataler Kreislauf, den ich innerlich einfach nicht durchbrechen kann. Habe schon etliche Anläufe genommen, die immer im Sande verlaufen sind.

LG Elsa

26.08.2008 17:33 • #19


Hallo Elsa,

jede Enttäuschung ist anders. Aus lauter Einsamkeit erkennt man nicht
immer die Gehässigkeit des anderen. Mit der Einsamkeit werde ich mich nie abfinden.
Noch habe ich Hoffnung, aber wenn die nicht mehr ist, dann ist alles zuspät.
Vielleicht findet man noch Menschen in dieser "heilen" Welt, die einen verstehen und auch ehrlich sind.

Liebe Grüsse

Allee

26.08.2008 18:00 • #20



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