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Hi,

ich weiß nicht wo ich überhaupt anfangen soll, mein ganzes Leben ist einfach nur eine Baustelle. Jetzt wo das Wochenende wieder anfängt, bin ich noch aufgewühlter und trauriger als sonst schon.

Ich bin Ende 20 und hatte noch nie eine Freundin. Es ist nicht so das ich nie die Gelegenheit dazu gehabt hätte, aber ich bin schon immer recht schüchtern und zurückhaltend im Umgang mit Frauen. Ich war schon einmal mit 19 etwas verliebt (einseitig natürlich), was aber von vornherein zum Scheitern verurteilt war und ich nur verarscht worden bin.
Ich habe mich die Jahre dann immer mal wieder aufgerafft, da ich mich ja wie ein normaler Mensch auch nur nach Zärtlichkeiten und Geborgenheit sehne. Nur ist es meist bei wenigen kurzen Bekanntschaften geblieben. Also entweder One-Night-Stands oder einmal wo es hätte mehr werden können und ich "geflohen" bin. Und einmal habe ich eine nähere Anbahnung nicht zugelassen obwohl starke Gefühle ihrerseits wohl im Spiel waren. Erst dachte ich das ich wohl an einer Art Bindungsphobie leide. Aber Anfang des Jahres hatte ich eine Frau kennengelernt, bei der ich gleich von Anfang an hin und weg war. Wir trafen uns und ich verliebte mich glaube ich zum ersten Mal richtig.
Wir waren auf einer Wellenlänge und verstanden uns super. Nach ein paar Treffen kam es dazu, dass wir uns die ganze Nacht küssten und kuschelten. Sie schrieb mir noch am nächsten Tag das sie sich auf das nächste Treffen freut und sich extra eher von der Arbeit frei nimmt.
Als wir uns dann trafen, traf mich der Hammer und sie meinte das der Funke nicht übergesprungen sei. Ich war am Boden zerstört, aber habe mich dann noch weiterhin mit ihr getroffen. Es kam dann noch mal dazu, dass wir Sex hatten und sie meinte das sie sich doch in mich geirrt hat. Naja ein paar Tage später bekam ich dann die nächste Abfuhr, jedoch war an dem Abend alles so liebevoll. Ich blieb trotzdem dran und wir trafen uns weiterhin und kamen uns einmal dann wieder näher. Ende vom Lied war dann eine endgültige Abfuhr und das da nie Gefühle im Spiel waren.

Das ist jetzt schon 3 Monate her und ich denke immer noch pausenlos an sie. Wenn ich an Orte komme an denen wir zusammen waren, geht es mir gleich immer viel schlechter. Ich bin schon überlegen hier wegzuziehen. Sie ist meine große Liebe und ich finde andere Frauen nicht wirklich attraktiv. Auch wenn ich jetzt daran denke eine Frau anzusprechen, ich habe Angst davor und bin einfach nur gehemmt. Wenn es zum Treffen kommen sollte, bin ich sowieso immer zu zurückhaltend und wirke anscheinend distanziert.

Und auf die "Richtige" zu warten, daran glaube ich auch nicht mehr. Vor allen Dingen ist es als Mann sowieso so das man Initiative zeigen muss oder man lernt jemanden unverbindlich aus dem Freundeskreis und der Arbeit kennen. Das fällt aber beides bei mir weg da meine Freunde in anderen Städten wohnen und ich Frauen von meiner Arbeit kategorisch ausschließe.

Ich fühle mich mit Ende 20 dem auch nicht gewappnet, wenn die Frauen hören das ich nie eine Freundin hatte bin ich ja eh schon unten durch. Bzw. sie merken es ja dass ich sehr unerfahren im Umgang mit Mädels bin. Auch ist es mir sehr unangenehm in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten auszutauschen oder Händchen zu halten. Und ich bin nicht der Typ der groß an Familiengründung denkt, ich will mein junges Leben noch genießen und vielleicht auch ein wenig das nachholen was ich alles verpasst habe, mit einer jungen Liebe.

Die ganze Sache hat mich innerlich total zerstört. Ich bin öfters am Tag den Tränen nahe und weine mich in den Schlaf. Auch denke ich oft an Suizid, denn was hat das Leben für einen Sinn, ohne das Wichtigste...nämlich Liebe. Ich fühle mich einfach so, dass es keinen Ausweg aus dem Dilemma gibt. Da mein Leben einfach eine riesengroße Baustelle ist und ich anscheinend unterbewusst unter übelsten Komplexen leide.

Das kommt sicher daher, dass meine Geschwister und ich von unserer Mutter geschlagen und seelisch missbraucht worden. Und ich durch mein eh schon geringes Selbstbewusstsein rührend, von der 5.-10. Klasse gemobbt wurde. Es ist einfach nur schade, dass man das schlechte Los gezogen hat und das Leben nicht so erleben kann wie Andere. Naja okay, es kann ja schließlich auch nicht jeder Mensch Millionär werden, warum sollte dann jeder auch lieben können.

Der Text ist ein wenig wirr geworden, aber ich hoffe mir kann irgendjemand weiterhelfen bzw. etwas Trost spenden.

09.06.2017 18:06 • 24.04.2019 #1


23 Antworten ↓


Brandungsburg
Hallo,

Fürs erste, der Satz ist Schwachsinn:
Zitat:
Ich fühle mich mit Ende 20 dem auch nicht gewappnet, wenn die Frauen hören das ich nie eine Freundin hatte bin ich ja eh schon unten durch


Ich glaube du stehst dir selbst im Weg. Du wurdest von einer Frau verarscht, in die du sehr verliebt warst. Das ist zwar schei., aber wenn man darüber hinwegkommen will, schafft man das auch. Vertrau' mir. Du solltest dringend etwas für dein Selbstbewusstsein tun, treibst du Sport? Hast du irgendwelche Hobbies oder sonstige Dinge, die du gerne tust?

Zitat:
Es ist einfach nur schade, dass man das schlechte Los gezogen hat und das Leben nicht so erleben kann wie Andere.


Rumjammern bringt dich nicht weiter, versuche etwas zu ändern.

Grüße von Jamie

09.06.2017 20:21 • #2



Einsamkeit, Depressionen und Angst

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Ja, auch wenn niemand sagen würde das es schlimm ist nie eine Beziehung geführt zu haben. Aber unterbewusst denken sich die Mädels sowieso so etwas wie "Der kriegt keine ab". Oder sind dann abgeschreckt weil derjenige eventuell zu unsicher ist. Also ich bin es aufjedenfall. Oder sie sind überfordert damit die Erste zu sein.

Und mein Selbstbewusstsein ist im Keller, ich lasse es mir zwar nicht anmerken und bin abgebrüht und locker. Aber ich zweifle im Inneren stark an mir. Das sind Gedankenspiralen die sich immer wieder wiederholen. Ich brauche auch sehr lange um mit anderen Menschen aufzutauen. Bei Mädels ist es dann oft so das ich gerne vorverurteilt in eine Schublade gesteckt werde und gar nicht mehr für eine Partnerschaft in Frage komme.

Ich habe in meiner Jugend leider essentielle Entwicklungsschritte verpasst um einen Marktwert zu haben. Ich kann diese wichtigen Erfahrungen leider auch nicht mehr nachholen. Ich habe richtig Angst davor eine Andere kennenzulernen. Ich will es auch nicht, da ich die Richtige ja schon gefunden habe. Also bleibt mir nur, mich mit dem Alleinsein abzufinden.

Und ja, ich treibe Sport. Leider nicht mehr so ambitioniert in meiner Freizeit. Weil ich mich einfach nicht mehr aufraffen kann. Aber während meiner Berufsausübung komme ich oft dazu sportlich tätig zu werden. Ansonsten habe ich keine handfesten Hobbies. Ich kann mich aber sehr schnell für neue Sachen begeistern, eigentlich. Nur ist es derzeit so, dass wenn ich nicht durch meinen Dienst abgelenkt werde, ich in einen Zustand der chronischen Leere und Aufgewühltheit verfalle.

09.06.2017 21:30 • #3


Bekannter von mir hat erst mit 30 seine erste richtige Freundin per Zeitungsannonce gefunden. Heute sind sie verheiratet, haben Haus und Kinder.

09.06.2017 21:38 • #4


Brandungsburg
Zitat:
Ja, auch wenn niemand sagen würde das es schlimm ist nie eine Beziehung geführt zu haben. Aber unterbewusst denken sich die Mädels sowieso so etwas wie "Der kriegt keine ab".


Nö. Ich denke so nicht. Und ich kenne einige andere Frauen, die so auch nicht denken.

Zitat:
Und mein Selbstbewusstsein ist im Keller


Was hält dich auf etwas daran zu ändern?

Zitat:
Und auf die "Richtige" zu warten, daran glaube ich auch nicht mehr.


In deinem zweiten Text schreibst du, dass du die Richtige bereits gefunden hast. Was denn 'nu? Davon mal abgesehen, es gibt nicht "die Richtige".

Dann sagst du, dass du einsam bist und dir "Liebe" fehlt und dann schreibst du wieder, dass du dich mit dem Alleinsein abfinden musst und dir wichtige Erfahrungen fehlen. Man kann an allem arbeiten, wenn man es denn will.

09.06.2017 22:24 • x 1 #5


Dann sag mir wie ich mein Selbstbewusstsein steigern kann. Ich schaffe es nicht über meine inneren Komplexe hinauszuwachsen.

Und das ich die "Richtige" gefunden habe, habe ich in meinem Eingangspost ja beschrieben. Nur leider hat es ja zwischen uns nicht geklappt. Ich finde die meisten anderen Frauen unattraktiv, die ich so auf der Straße sehe. Bzw. lerne ich sowieso recht selten welche privat kennen. Flirtapps oder Datingseiten sind für mich keine Alternative, da dies mehr einem Katalog ähnelt und für mich etwas von Konsum hat. Auf der Straße spreche ich keine Frauen an, weil ich das einfach nicht hinbekomme. Und ich will auch nicht quantitativ jede Frau ansprechen, nur um dann die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen das irgendwann mal ein Treffer dabei ist.

Ich habe auch Angst davor, wieder so enttäuscht zu werden. Das war nicht nur seelischer Schmerz, sondern auch körperliche Leiden. Zitteranfälle, Brustschmerzen, Kopfschmerzen und Magenschmerzen, inklusiver langer Fehlzeiten auf Arbeit waren die Folge. Durchgeschlafene Nächte kenne ich auch nicht mehr. Dafür Alpträume und schweißgebadet nachts aufwachen.

09.06.2017 23:08 • #6


Isa1982
Schade dass du so negativ über dich denkst. Ich glaube nämlich dass du bestimmt ein guter Mensch bist. Und so what? ! Du bist Ende zwanzig und hattest noch nie eine Freundin. So schlimm finde ich das gar nicht. Ich hab meinen ersten freund auch erst mit 27 kennen gelernt und was ist draus geworden? Heute sind wir glücklich verheiratet.
Klar hab ich auch irgendwann mal gedacht dass ich keinen finde aber das Gegenteil ist eingetroffen.
Denk nicht so viel nach - du hast keine Glaskugel und kannst nicht wissen was passieren wird.
Vielleicht gehst du morgen schon beim Bäcker raus und läufst ihr in die arme.

10.06.2017 11:04 • #7


Zitat von Oxymoron:
wenn die Frauen hören das ich nie eine Freundin hatte bin ich ja eh schon unten durch. Bzw. sie merken es ja dass ich sehr unerfahren im Umgang mit Mädels bin.

Musst du es den Bekanntschaften unbedingt gleich auf die Nase binden, dass du noch nie eine Freundin hattest? Ich glaube nicht, dass man Unerfahrenheit sowieso sofort merkt. Und selbst wenn - also mich als Frau würde das nicht abschrecken, im Gegenteil, bin nämlich selbst auch unerfahren. So kann man dann zu zweit die Liebe ganz neu entdecken, Sachen ausprobieren, ist doch auch schön. Stell ich mir zumindest so vor.

10.06.2017 11:17 • #8


Zitat von Isa1982:
Schade dass du so negativ über dich denkst. Ich glaube nämlich dass du bestimmt ein guter Mensch bist. Und so what? ! Du bist Ende zwanzig und hattest noch nie eine Freundin. So schlimm finde ich das gar nicht. Ich hab meinen ersten freund auch erst mit 27 kennen gelernt und was ist draus geworden? Heute sind wir glücklich verheiratet.


Ich denke nicht schlecht über mich, ich sehe nur die Tatsachen. Und ein guter Mensch zu sein heißt nicht im Umkehrschluss auchinteressant für das andere Geschlecht zu sein. Was ist überhaupt gut oder ist ein schlechter Mensch? Ich weiß ich habe eine Art an mir die mich uninteressant für das andere Geschlecht macht. Bzw. ich genüge halt nie, am Anfang bin ich vielleicht noch ganz interessant, aber dann verliert man schnell das Interesse und ich werde fallen gelassen bzw. tauge nur noch als sympathischer Kumpel.

Jetzt bei der Letzten habe ich mir auch noch gut zugeredet und mir meine Komplexe weggedacht. Ich dachte mir auch, dass ich mir das alles nur einbilde und sie Interesse an mir hat. Ich wollte schon wieder fliehen, bzw. mit einer Ausflucht nicht erscheinen bei ihr. Und ich habe mich zusammengerissen weil ich wirklich mal an mich geglaubt habe. Dann habe ich ja wieder gesehen was ich davon habe, ich genüge halt nie. Ich habe danach noch lange um sie gekämpft, aber ich bin ja für was längeres nicht gut genug.

Zitat von juwi:
Musst du es den Bekanntschaften unbedingt gleich auf die Nase binden, dass du noch nie eine Freundin hattest? Ich glaube nicht, dass man Unerfahrenheit sowieso sofort merkt. Und selbst wenn - also mich als Frau würde das nicht abschrecken, im Gegenteil, bin nämlich selbst auch unerfahren. So kann man dann zu zweit die Liebe ganz neu entdecken, Sachen ausprobieren, ist doch auch schön. Stell ich mir zumindest so vor.


Das merkt man. Spätestens dann wenn die Themen mal um Erwartungen von Beziehungen sich drehen oder mir ganz konkret die Frage gestellt wird. Außerdem sieht man das ganz stark an meiner Unsicherheit.



Ich glaube ich sollte mich wirklich einfach damit abfinden. Ich war ja immer schon allein, nur wurde ich dieses Mal angefixt und brauche nun meinen Entzug. Wenn ich vielleicht irgendwann nicht mehr an Sie denke, dann kann ich einfach ganz normal funktionieren und muss mich nicht mehr mit so einem Kram beschäftigen.

10.06.2017 13:59 • #9


Brandungsburg
Du hattest ein paar Enttäuschungen und das ist schei.. Aber diese Dinge machen viele durch, man darf nur nicht aufgeben, aber eben auch nicht krampfhaft danach suchen. Deine Freunde wohnen in anderen Städten, gehst du sie auch mal besuchen? Dann könnte man ja abends rausgehen und da lernt man eigentlich fast immer Leute kennen.

Zu deinem Selbstbewusstsein. Mir kommt es ein wenig so vor, als steckst du im Selbstmitleid fest. "Ich muss mich damit abfinden mimimi, ich hab eh keine erfahrung mimimimi." Fakt ist: Man muss keine Erfahrung haben, um bei einer Frau zu landen. Wenn man sich natürlich schon zusammengekauert hinsetzt und als Mann rüberkommt wie ein Mauerblümchen a lá "Mich will eh keine" würde mir als Frau auch das Interesse schwinden. Selbstbewusstsein kommt nicht über Nacht, aber denk' mal nach: Welche Dinge kannst du gut? Macht dir dein Job Spaß, bist du gut darin? Auch aus dem Sport kann man viel Selbstbewusstsein ziehen. Bist du mit deinem Aussehen zufrieden? Wenn nicht, änder' es. Und lass' dich nicht von Enttäuschungen runterziehen.

10.06.2017 14:21 • #10


Nichts davon wird in irgendeiner Form benötigt um glücklich zu sein. Wie bei anderen ist bei dir der Aufbau falsch. Du überspringst den teil der Selbstfindung und der Stärkung des Selbstbewusstseins und möchtest Frauen und Beziehung und was weiß ich...so das du selbst wenn du etwas findest nur emotional abhängig wärst und wenn sie dich eines Tages verlässt, weil Menschen das nun mal so tun, du zerbrichst....

Das andere Geschlecht ist überbewertet. Bevor hier die Hennen aufkreischen. Das meine ich auch aus der Sicht einer Frau....Männer sind genau so langweilig.

Finde eine Akivität, eine Lebensaufgabe und folge ihr....ich habe niemanden und fühle mich als würde mich das Glück sprengen, bin jede einzelne Sekunde ausgelastet.

10.06.2017 14:37 • #11


Ja, ich habe meinen Traumberuf ergriffen. Ich habe viele Jahre daraufhin gearbeitet, mit vielen Rückschlägen. Das ist auch ein Beruf der bei sehr vielen Frauen gut ankommt.
Ich habe viele Freunde in anderen Städten und besuche die auch sehr häufig. Ansonsten gehe ich auch viel aus und lerne natürlich auch sehr schnell Leute kennen.
Es ist auch mitnichten so, dass ich wie ein zusammengekauertes Stück Elend wirke. Ich bin eher der Beschützertyp, auch von der Statur her. Sonderlich groß bin ich mit 1,81m nicht, aber das ist okay. Sport treibe ich im Fitnessstudio und ich gehe öfter laufen.

10.06.2017 15:39 • #12


Musst du nicht sein. Du verdienst es genau so beschützt zu werden wie jede Frau. Dieses Bild ist falsch und wenn der mann sich in Gefahr sieht, darf er sich in Sicherheit bringen ungeachtet der Freundin in der Nähe.

Doch leider ist es eine nicht unbekannte Erscheinung, das unglückliche Männer entweder a s. wollen oder b sich betrinken gehen. Wieso muss das so sein. Wieso denken sie , das es einen Ausweg darstellt und wenn sie wissen, dass dem nicht so ist, wieso arbeiten sie nicht an besseren Methoden.

Und selbst wenn es ein oftmals platonischer Partner ist der angestrebt wird, heißt das nicht das damit nicht neue Probleme daherkommen und Schwierigkeiten, von noch viel schlimmerer Natur.

Dafür muss man nur in diesem Forum sein.

10.06.2017 15:56 • #13


Brandungsburg
Zitat:
Musst du nicht sein. Du verdienst es genau so beschützt zu werden wie jede Frau.


Manche Männer sind aber eben gerne Beschützer.

@te
Das mit deinem Job ist doch toll! Kannst du da kein Selbstbewusstsein rausziehen?

10.06.2017 16:01 • #14


Ja verstehe ich auch nicht. Das liegt daran, das wir nie zufrieden sein können, obwohl es uns gut geht.

10.06.2017 16:13 • #15


Ja, aber mich macht es tot unglücklich weil ich meine Seelenverwandte gefunden habe. Ich will keine platonische Beziehung. Eigentlich will ich nur eine Beziehung mit ihr. Ich hatte ja schon Chancen eine zumindest platonische Beziehung zu führen.

Ich habe halt immer auf die Richtige gewartet und nun bin ich deswegen ein seelisches Wrack. Ich will ja nicht einmal eine Andere kennenlernen.

Selbstbewusstsein aus dem Beruf ziehen... Naja ich definiere mich nicht über meinen Beruf. Ich glaube das wäre auch der falsche Weg. Ich weiß auch nicht ob ich wirklich unselbstbewusst bin. Meine Freunde sagen, dass es nicht so ist. Ich wirke anscheinend auch immer offen und sympathisch auf die meisten Menschen. Auch darf ich in meinem Beruf kein Unselbstbewusstsein ausstrahlen.

Aber bei Mädels bin ich halt oft erstmal nicht ich selber. Ich brauche lange zum Auftauen damit ich locker werde. Aber dafür haben die Meisten keine Geduld. Das ist dann das Abrutschen in die sogenannte Freundschaftsschiene. Ich habe auch Probleme mit Nähe. Das ist wie ein Schutzschild der unterbewusst aufgefahren wird. Ich wirke immer distanziert.

Ich fühle mich dadurch halt einfach verkorkst dass sind so Makel die man nicht mehr ausmerzen kann.

11.06.2017 00:12 • #16


Brandungsburg
Kanntest du deine "Seelenverwandte" überhaupt richtig? Schließlich hat sie dich doch hingehalten und verarscht. Ich sag dir, das ist Schwachsinn. Nicht umsonst heißt es "Andere Mütter haben auch hübsche Töchter". Du versteifst dich zu sehr auf die Eine, klar kann man machen, aber im Endeffekt wirst du merken, wie unglücklich du wirst und das Alleinesein keine Option ist. Ich habe mal ähnlich gedacht wie du. Ich dachte, dass ich DEN Mann gefunden hätte, ich dachte: "Es kommt niemand besseres, den oder keinen." Und heute? Fände ich denjenigen wohl immer noch toll, bin aber wahnsinnig verliebt in jemand anderen. So spielt das Leben.

Du sollst dich auch nicht über deinen Beruf definieren, aber es wäre doch ein Anhaltspunkt dein Selbstbewusstsein zu stärken? Jetzt schreibst du, dass du nicht wirklich unselbstbewusst bist (anders, als in deinem Eingangpost).


Zitat:
Ich fühle mich dadurch halt einfach verkorkst dass sind so Makel die man nicht mehr ausmerzen kann.


Man kann alles ausmerzen, wenn man es möchte. Aber ich habe das Gefühl, dass du nicht möchtest, also was erwartest du von deinem Post?

11.06.2017 03:22 • #17


Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Ich glaube schon an mich, bzw. ich bin reflektiert über mich selber und mir im Klaren darüber, dass mir bei der Partnerwahl favorisierte Eigenschaften fehlen bzw. das ich diese nicht allzu schnell offen zeigen kann. Ich werde mich auch nicht verbiegen für eine "Weiterentwicklung", da es in der heutigen Gesellschaft immer nur um Selbstoptimierung geht und Leistungsdruck. So etwas wie die wahre Liebe ist meiner Meinung nach eh nur Illusion.


Ich habe die letzten Tage auch viel über das Thema nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass man nicht alles im Leben haben muss. Ich werde auf keinen Fall mehr eine andere Person emotional so nah an mich heranlassen. Ich weiß wahrscheinlich nicht einmal was Liebe wirklich ist, da ich es ja nie kennengelernt habe. Weder von der Familie noch im Sinne der romantischen Liebe.

11.06.2017 19:47 • #18


Ich hatte ja jetzt im September eine tolle Frau kennen gelernt und wir kamen schnell zusammen. Es passte einfach super zwischen uns. Wir genossen jeden Augenblick gemeinsam und ich würde Freunden und Familie stolz vorgestellt.
Sie sagte zu mir sowas Wie "Jeder Moment mit dir ist einzigartig und die Treffen immer wunderschön" Es gab nie Streit, alles war harmonisch.
Endlich mal eine Frau gefunden die mir super gefällt und der ich super gefalle.
In der letzten Woche sagte sie zu mir noch ich sei besser als ihr Exfreund der sie nur 1-2mal im Monat sehen wollte und meinte sie wäre anstrengend und sie ansonsten auch schlecht behandelte. Sie sagte sie habe so große Gefühle für mich.

Ein paar Tage später machte sie Schluss weil sie ein Gefühlschaos hat und ihr alles zuviel wird sich 2 bis max 3 mal in der Woche zu sehen. Da sie ja eigentlich sehr freiheitsliebend sei. Aber davor war es immer super sich so oft zu sehen.

Sie sagte mir das sie wieder zu ihrem ex Kontakt aufnahm.
Und er ihre große Liebe ist und mir das gewisse Etwas fehlt.

Es fielen dann auch noch Worte wie Versager in meine Richtung.

Wieso kann ein Mensch nicht damit zufrieden sein was er hat, unsere Partnerschaft war super. Wir hatten immer viel Spass. Sie beteuerte oft wie toll ich bin in jedglicher Hinsicht.

Das ist jetzt 3 Monate her und ich komme nicht drüber hinweg. Das war meine erste Freundin und eine Frau bei der ich mich vollkommen wohl gefühlt habe.

Ich zerbreche daran

31.12.2018 16:46 • #19


das ist doch eigentlich fast völlig "normal". Nichts Außergewöhnliches. Die meisten Menschen, die man so kennenlernt, haben recht oberflächliche Gefühle.
In dem Moment, wo sie Dir das alles gesagt hat, was Du ihr bedeutest, wird sie das wohl geglaubt haben. Später hat sie es sich wieder anders überlegt, hat Euch miteinander verglichen, sich für ihren Ex entschieden. Willst Du sie wieder zurück? Weil Du nicht darüber hinwegkommst. Oder bist Du so sehr verletzt?

31.12.2018 17:24 • #20



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Dr. Reinhard Pichler