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Hi,
seitdem meine Frau mich wirklich unerwartet verlassen hat und sie die gemeinsame Wohnung gekündigt hat, bin ich bei mienem Bruder gelandet und bin nich nur einsam, sondern vermisse unsere gemeinsame Tochter (sie ist gerade mal 8 Monate. Wenn ich morgens aufwache, sind Tränen nicht zu verhindern, den ganzen Tag über denke ich an meine Tochter, die ich furchtbar vermisse. Ich darf sie vorerst nur einmal pro Woche sehen und das obwohl miene Frau eine diagnostizierte Borderlinestörung hat.

Jeder Tag ist mehr und mehr eine echte Qual, morgens aufstehen und nicht zu wissen warum, abends in Bett gehen und nicht zu wissen wie es meiner Tochter geht, ständig Angst zu haben, ihr passiert etwas. Jede Nacht Alpträume und schweissgebadet aufwachen, kann das Leben sein?


Bei meinem Bruder zu bleiben ist keine alternative auf Dauer, aber alleine in eine Wohnug? krieg schon schweissausbrüche an dem Gedanken daran.

Zu dem kommt eben noch, das hier kaum Menschen kenne, das obwohl ich eigentlich sehr kontaktfreudig bin. Ich fange an, an mir so sehr zu Zweifeln und komme aus dieser Situation nicht wirklich heraus. Ich wünschte manchmal, das das alles ein Ende hat, denn lange halte ich das nicht mehr aus.

Mein Doc meint, ich hätte keine Depression, hmm... vielleicht, vielleicht auch nicht, was ich habe, ist Angst vorm alleinsein.

Ich möchte doch eigentlich nur mein Leben Teilen, mit Freunden und einem Partner mit dem ich durchs Leben gehen kann, ist das zu viel verlangt?

Ich hab noch was vergessen, bei mir ist ein seltsames Phänomen. Immer wenn ich Kontakt zu Menschen habe, geht es mir schlagartig gut, sind die wieder weg, stürze ich regelmässig ab. Ist das normal?

27.10.2007 15:52 • 14.11.2007 #1


53 Antworten ↓


Hallo ,

das es dir so schlecht geht, denke ich ist eine ganz verständliche Reaktion, dein ganzes Leben steht auf dem Kopf, da muss man sich erst mal rein finden.
Mir persönlich geht es auch besser wenn ich unter Menschen bin, ich denke deine angst ist auch durchaus berechtigt,du hast von jetzt auf gleich deinen Lebensinhalt verloren, und weisst wahrscheinlich noch nicht so recht wie es jetzt weiter gehen soll.
Vielleicht würde es dir helfen, wenn du mit jemandem sprechen kannst ,und erst einmal verarbeiten was da jetzt alles passiert ist, ich denke da an einen Psychologen/in.
Wünsche dir viel Kraft.


LG Bine

27.10.2007 17:58 • #2



Einsamer gehts kaum noch

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Danke für die Antwort, das Problem ist, das mir mit Sicherheit kein Psychologe wirklich helfen kann, Ich weiss eigentlich sehr genau was in mir vorgeht, weiss eigentlich auch, was ich dagegen tun müsste, ich finde aber keinen Antrieb, schon gar nicht allein. Für andere kann ich Berge versetzen, aber ich alleine, fühl mich einfach nur Wertlos und nutzlos im Moment. Das war nicht immer so, aber seit diesem Ereignis ist alles drunter und drüber und ich zieh mich immer mehr zurück, werde immer einsamer und kriege immer weniger die Kurve irgendetwas zu Unternehmen. Ich wünschte es wäre jemand da, der mir dabei helfen könnte. Die alltäglichkeiten regelt nun mal kein Psychologe und der geht mit mir sicher auch nicht wieder mal raus, sei es zum Bummel oder anderes. Ich glaube ohne einen Partner an meiner Seite bin ich irgendwie ziemlich schwach.

27.10.2007 18:34 • #3


SonneD
Hallo Neustart,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum

Dein Nickname gefällt mir, er ist sehr positiv, das finde ich gut!

Ich finde auch, wie Bine, dass es verständlich ist, dass du nach der Trennung erstmal in ein Loch fällst.

Und ich würde mich auch Bine anschließen, dass es dir vielleicht helfen könnte, wenn du mit einem Psychologen einfach sprechen kannst. Mal loswerden, was du denkst und fühlst, kann sehr hilfreich und befreiend sein. Wie oft bin ich bei meinem Therapeuten raus gegangen und habe mich total motiviert gefühlt, obwohl ich vor dem Gespräch niedergeschlagen war.

Ich kann gut verstehen, dass du im Moment noch antriebslos bist, ich denke, das wird sich irgendwann ändern, dann hast du wieder Lust, auf Leute zu zu gehen und was mit deinen Freunden zu unternehmen.

Rede dir bitte nicht ein, ohne Partner schwach zu sein. Das ist nicht gut. Auch wenn du das jetzt vielleicht noch nicht hören magst, aber auch ohne Partner bist du wichtig und wertvoll. Suche dir ein Hobby oder etwas, was du schon immer mal machen wolltest. Auch ohne Partner kann man zufrieden sein und das solltest du immer im Hinterkopf behalten und als ein nächstes Ziel sehen.

Lass dir Zeit, die Trennung zu verarbeiten, weine, sei wütend, sei traurig, was auch immer, rede mit deinen Freunden! Besonders wenn die Angst vor dem Alleinsein kommt, ruf jemanden an und unternimm was. Und wenn es nur ein TV-Abend mit nem guten Freund ist.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Es wird sicher nicht einfach, aber du schaffst das! Allein für deine Tochter. Sie ist doch bestimmt eine riesen Motivation, oder? Vielleicht gibt es ja auch eine Möglichkeit, dass du sie öfters als einmal pro Woche sehen kannst!?

Viele Grüße von SonneD!

27.10.2007 18:54 • #4


Danke SonneD für deine motivierende Antwort, aber ich glaube das Problem was ich habe ist viel weitreichender als man denkt, denn: Sie ist gegangen, war ihre Entscheidung und das respektiere ich auch, aber sie ist Borderline gestört und ist in solchen Situation absolut zerstörerich in ihrem Umfeld und die, die sie am meisten liebt, schlägt sie am heftigsten mit allem was weh tut. Diesmal bin ich das Ziel ihrer kränkungen und sie weiss genau wo es wehtut bei mir, sie verät mir nicht, wo sie ist, weswegen ich auch keinen Zugang zu miener Tochter habe, sie gibt mir meine Tochter einmal pro woche für 3 stunden, weil das gericht das so wollte. nicht eine minute mehr. Ich sehe , wie meine tochter sich immer mehr negativ veränert und muss tatenlos zusehen. Das jugendamt schweigt, das gericht wartet auf das psychologische Gutachten, das ich gefordert hatte, meine Anwältin kann auch nichts machen. Dann lebe ich in der Wohnung meines Bruders zur Zeit , weit weg von jedem Freund, den ich mal eben besuchen könnte, unter 50 km ist nichts möglich. ich komme also in die wohnugn und bin nicht nur sehr einsam, sondern ständig am grübel, was mit meiner Tochter wohl gerade passiert. Ich träume nacht für nacht davon und das entscheidende ist, es sind keine fantasien, sondern meine Tochter ist in Gefahr, doch das Gericht sieht nur den Fakt, das ein Kind zur Mutter gehört. Diese Ohnmacht treibt mich immer weiter in die eigene Isolation. Bei jedem treffen (wegen Kindsübergabe) verletzt sie mich aufs neue und hat fast Spass daran, zu sehen, wie ich darunter leide, denn ich weiss nicht einmal warum sie sich getrennt hat von mir. Wir waren gerade mal 7 MOnate verheiratet. Ich bin weder gewalttätig noch übergriffig, ganz im gegenteil ! Manchmal hab ich den Gedanken, dass sie nur nach einem "Samenspender" gesucht hat. All das Zusammen lässt meine Einsamkeit wachsen und gedeihen. Da kann mir, wenn ich mich richtig reflektiere kein Psychologe helfen, denn alles was ich tun müsste, ist sich ablenken und weiter machen. Aufbauen kann er mich auch nicht, denn ich kann komplimente nur ganz schlecht annehmen. Ich frage mich einfach nur die ganze Zeit, wofür lebe ich noch weiter, als für meine Tochter, doch ist das ein echtes Leben?

Ich weiss einige werden sagen, du findest bestimmt eine andere blabla, doch auch da wird die Angst vorm alleinsein sein, vielleicht wird die Angst auch weg sein, in einer Beziehung, doch was ist danach?

Ich kann doch keine Beziehung führen , um meine Ängste zu beherrschen, wie krank isn das? Ich war in der letzten Beziehung auf Papasein und Familie eingerichtet und das hat sie mir gnadenlos genommen den Traum.

JaJa, man wird ja mal träumen dürfen....

27.10.2007 19:10 • #5


SonneD
Hallo Neustart,

mich berühren deine Worte sehr. Es ist schon schlimm, wie verletzend manche Menschen sind, ohne es zu merken.

Deine Frau ist wahrscheinlich so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie um sich rum gar nichts mehr richtig mitbekommt, oder? Wie geht sie denn mit eurer Tochter um? Ist sie denn eine liebevolle Mutter oder lässt sie ihre zerstörerische Art auch an der kleinen aus?

Ich finde es gut, dass du merkst, dass es an ihrer Borderline-Störung liegt und du es nicht auf dich beziehst. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es für dich sein muss, diese Situation ertragen zu müssen. Eine Trennung ist ja schlimm genug, aber nichtmal den Grund zu erfahren ist schon heftig.

Das klingt nach einem langen heftigen Kampf, den du da auch gerichtlich aushalten muss! Dafür wünsche ich dir viel Kraft! Warum sagt denn da auch das Jugendamt nix? Sowas verstehe ich nicht *kopfschüttel* Soweit ich das mitbekommen habe, ist es normal, die Eistellung vom Gericht "ein Kind gehört zur Mutter". Aber so, wie du die Situation beschreibst, klingt es für mich so, dass du gute Chancen hast, dass du sie mal mindestens öfters sehen kannst. Das Gericht kann die Borderline-Störung ja nicht einfach ignorieren. Ich hoffe, wenn die Gutachten mal da sind, dass du dein Kind öfters sehen kannst. Würdest du dir auch das alleinige Sorgerecht wünschen?

Dass du zur Zeit bei deinem Bruder wohnst, ist ja bestimmt eine Übergangslösung, oder? Suchst du denn nach einer eigenen Wohnung?

Das ist sehr gut nachvollziehbar, dass du dir Gedanken machst, ob es deiner Tochter gut geht. Das ist ja echt übel, dass dich deine Frau bei jeder Kindsübergabe extra noch verletzt. Ich verstehe solche Menschen nicht.

Du machst eine schlimme Zeit durch im Moment. Ich denke, wenn mal alles gerichtilich geklärt ist, du deine eigene Wohnung hast, dann wird es besser werden. Im Moment kann ich dir nur viel Durchhaltevermögen wünschen.

Hm, also ich kann dir nur nochmal raten, überlege dir das mit nem Psychologen. Einfach mal frei reden können, heulen können tut sehr gut. Und er zeigt dir positive Dinge, die du zur Zeit nicht siehst. Dadurch lernst du von ganz alleine, dass du Komplimente auch annehmen kannst. Das konnte ich früher auch nicht, aber jetzt kann ich es Er kann dir auch helfen, in deinem Leben wieder einen Sinn zu sehen.

Deine Tochter ist sicher ein wichtiger Punkt, damit du weiter lebst. Sie braucht dich, besonders bei einer Mutter, wo du sie in Gefahr siehst. Im Moment ist es schwer, viele Dinge, die du verarbeiten musst, auch du wirst bald sehen, dass das Leben dir wieder schöne Dinge zu bieten hat. Habe Geduld, das Loch wird vorbei gehen! Glaub mir, ich habe auch schon viele Löcher hinter mir!

Zitat:
Ich weiss einige werden sagen, du findest bestimmt eine andere blabla, doch auch da wird die Angst vorm alleinsein sein, vielleicht wird die Angst auch weg sein, in einer Beziehung, doch was ist danach?
Ich verstehe sehr gut, was du meinst. Es gibt so viele Menschen, die nur in einer Beziehung leben, weil sie nicht allein sein wollen. Das sehe ich auch als den falschen Weg. Lerne, mit dir zufrieden zu sein. Auch ohne Partner kann man zufrieden und glücklich sein! Das zu lernen, dabei könnte dir ein Therapeut sehr gut helfen...

Viele Grüße von SonneD!

27.10.2007 19:40 • #6


Hallo SonneD,

Warum das Jugendamt so reagiert ist ganz einfach, ich habe das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt und das liegt jetzt bei Gericht und das Jugendamt bietet mit zwar unterstützung an, aber nur wenn das Kindswohl gefährdet ist, es muss also akut etwas passieren. Morgen habe ich sie wieder bei mir, leider kann sie noch nicht sagen, wie es ihr geht, man ist also auf äusserliche Merkmale angewiesen. Als Krankenpfleger werde ich das dann auch sehen.

Der Kampf ist heftig zwischen ihr und mir, aber da ich mich mit "Borderline" sehr gut auskenne, weiss ich meist sehr genau, was als nächstes von ihr kommt. Im Kopf ist mir awie gesagt alles klar, aber mein inneres Erleben schreit um liebe und Umarmung.

Um es anders auszudrücken, ist es doch bei Ängsten und depressivem Verhalten so: die Grundspannung eines Angstpatienten ist definitiv höher als bei anderen, ein kleiner auslöser reicht da meist schon. Bei mir ist diese Anspannung auch nicht anders. Sie schürt dies natürlich auch immer.

Ich kenne mein Problem sehr genau und weiss wie ich ja schon sagte, was ich zu tun hätte um wieder auf die Beime zu kommen... doch....

Ich erinnere mich, das ich dieses Problem schon immer hatte, ein kliner Junge in mir schreit nach liebe und Geborgenheit, findet er das, kommt der kleine Junge zur Ruhe und ich bin wie ausgewechselt. Ich frage mich immer wieder, ob es dafür wirklich eine Behandlungsmethode gibt. Ich hab zu lange in der Psychiatrie gearbeitet und das Problem nicht in den Griff bekommen gesehen. Depressionen.. gibt jede Menge Antidepressive, Manische ..jede Menge Pillen, aber Angst.. die einzieg Möglichkeit die Angst medikamentös in den Griff zu kriegen ist so etwas wie Tavor, ne danke, Benzodiazepine machen doch sehr stark abhängig auf Dauer.

Klar kann man lernen mit der Angst zu lernen, ich habs 10.000 mal versucht und endet immer damit das ich auf eine Funktionale Ebene übergehe und Emotionen nicht mehr wahrnehmen kann, das kann keine Lösung hier sein. Meine Tochter verhindert das im übrigen zur Zeit sehr erfolgreich, denn wenn ich sie auf dem Arm habe bin ich der stolzeste Papa der Welt.

Ich hoffeMeine kleine Süsse kommt bald zu mir.

27.10.2007 20:09 • #7


SonneD
Hallo Neustart,

ah, ich verstehe, es muss erst wieder etwas passieren, ehe eine Behörde mal ihren A.. hoch krigt. Na toll

Ich hoffe, dass es deiner Kleinen morgen gut geht!

Das ist ja gut, dass du dich mit Borderline gut auskennst und daher einschätzen kannst, wie deine Frau reagiert. Dennoch wird jedes Wort wir ein Holzhammer auf den Kopf wirken, hm? Ich kann gut verstehen, dass dein Inneres nach Liebe und Umarmung schreit. Dann nimm deine Tochter ganz fest in den Arm, wenn dieser Wunsch hoch kommt!

Vielleicht ist im Moment noch nicht der Zeitpunkt gekommen, an dem du wieder auf die Beine kommst. Es braucht ja seine Zeit, das alles zu verarbeiten und noch bist du ja mitten drin im Dilemma. Ich denke, wenn sich die Wogen mal geglättet haben, wirst du auch wieder dir Kraft finden, um wieder auf die Beine zu kommen. Kämpfe jetzt erstmal um deine Tochter, das wird sicher all deine Kraft in Anspruch nehmen.

Hm, wenn du in der Psychiatrie gearbeitet hast, hast du wahrscheinlich eher die "harten" Fälle miterlebt. Ich leide schon sehr viele Jahre an Depressionen, eine Angsstörung habe ich nicht, aber ich habe noch nie Tabletten genommen. Ich bin seit Jahren in therapeutischer Behandlung und diese Gespräche helfen mir sehr. Von daher kann ich dich gut verstehen, dass du keine Medikamente nehmen möchtest. Das ist auch nicht unbedingt nötig, finde ich. Aber das kommt natürlich immer auf den Mensch und seine Probleme an.

Das finde ich prima, dass deine Tochter deine Emotionen aus dir "rauskitzelt" Auch deshalb wünsche ich dir, dass du sie ganz schnell ganz zu dir nehmen kannst!

Viele Grüße von SonneD!

27.10.2007 21:47 • #8


Danke SonneD, deine Worte tun gut. Ja ich kenne mich mit Borderline mehr als gut genug aus, habe das Glück gehabt mit einem der grössten Borderlineexperten der Welt zusammengearbeitet zu haben, vielleicht kennt ihn der Eine oder Andere hier : Birger Dulz, wer ihn nicht kennt, er hat ein hervoragendes Buch herausgebracht, zusammen mit Otto F. Kernberg. Wie auch immer, Psychiatrische Erkrankung kenne ich rauf und runter und wenn ich etwas ganz sicher weiss ist, das Borderline nicht heilbar ist und diese personen eine Gefahr für jeden darstellen können, ganz besonders bei Kindern. Meine Tochter ist nicht aus Zufall oder Spass an der Freude entstanden, ok ich geb zu Spass hat es gemacht aber ich bin ein 100% überzeugter Papa und habe miener Tochter hoch und heilig versprochen sie nicht allein zu lassen mit ihrer mutter. Was ich verspreche halte ich...IMMER.

Ich habe halt mit mir und meinem inneren Unfrieden zu kämpfen, mit dem Alleinsein ist es eben am schlimmsten, ich war auf Familie eingestellt und bin zum Einzelgänger degradiert worden und das nicht weil ich etwas getan habe, sondern weil sie mir etwas angetan hat, wofür sie selbst nicht mal wirklich etwas kann, sie hat den spontanen Beziehungsabbruch gemacht, ein beschriebenes Borderlinesymptom.

Vielleicht finde ich ja tatsächlich hier einen Weg mit der Einsamkeit umzugehen.

28.10.2007 08:17 • #9


Hallo ,

das ist kein Rat und keine Hilfe - nur eine Beschreibung...meine Mutter und eine meiner älteren Schwestern sind auch Borderliner....- und wenn sie nach sehr intensiven Zeiten des Zusammenseins, von jetzt auf nun den Kontakt abbrechen, dann fühlt sich das für mich "salop" so an, als würde ich von einem Heavy Metal Marathon Festival (auf dem ich auch nicht freiwillig war) plötzlich in eine stille und friedliche Waldlichtung gebeamt werden...

Ich liebe die Stille und die Natur, ich brauche Ruhe und Luft zum atmen und den Boden unter meinen *beep* Füßen um mich zu erden...aber es ist dieser krasse Gegensatz, der bedingt, dass sich das was ich brauche (Stille, Frieden, Handlungsfreiraum, etc) erstmal wie ein Leerraum anfühlt mit dem ich erstmal nicht wirklich "was anfangen" kann. Wirklich gut und ernstgemeinte Ratschläge von Freunden wie: "Jetzt kannst Du Dich endlich mal wieder um Deinen Kram kümmern" versteh ich intellektuell wie auch emotional...aber manchmal weiß ich nicht mehr wie das geht und funktioniert.

Das ist keine Sache von "Ach ich armes, hab mich Jahre und Monate nur um Andere gekümmert und jetzt..."es ist ein ganz praktischer und realer "Leerlauf" in dem ich erstmal wieder selbst rausfinden muß, wie leben und sich um "meinen Kram kümmern" außerhalb dieses Heavy Metal Festivals geht...da helfen mir auch keine lieb und ehrlich gemeinten Motivations und Aufmunterungsversuche meiner Freunde...es ist schön, dass sie noch da sind und mich moralisch unterstützen und auf meine Talente und Fähigkeiten vertrauen...aber letztlich geht es doch erstmal darum die ganz praktischen Dinge des Alltags wieder auf die Reihe zu bekommen, und dazu wende ich mich dann . wenn nötig auch an die dementsprechenden Profis...Arbeitsamt, Handwerker, Vermieter, Arbeitgeber etc, etc etc...mein soziales Netz ist unglaublich wichtig für mich, aber deren "Möglichkeiten" sind ganz natürlich auch beschränkt und die können ganz simpel auch nicht mein Leben für mich leben oder umstrukturieren.

Meine Mum und Schwester füllen - auf Grund ihrer Persönlichkeitsstörung - soviel Lebensraum von Jedem, der sie umgibt - ich glaube Du weißt wie ich das meine, dass es mir auch nach sovielen Jahrzehnten immer noch unmöglich ist, mich wirklich und echt von ihnen abzugrenzen...Wir haben im Moment keinerlei Kontakt und trotzdem vergeht kein Tag, kein Telefonklingeln, kein Türklopfen, kein nach Post sehen etc. wo ich ganz entspannt bleibe und meinen "Kram" weiter mache...weil ich eben aus Erfahrung weiß, dass ich nicht wirklich Einfluss darauf habe ob und wann und wie eine von Beiden entweder schwertschwingend oder total am Boden auftauchen...ich weiß nur dass...und manchmal erwische ich mich auch dabei einfach und simpel nix zu tun mit der "Entschuldigung": dann brauch ich´s nicht stehen und liegen lassen, nicht aufgeben, vermissen, wenn...

Deine Situation und Lage ist natürlich nochmal schwieriger und komplizierter, weil Du natürlich auch weiterhin der Vater Eures Kindes bist und bleibst....das ist eine sehr emotionale Angelegenheit...ich kann Dir aber nur empfehlen, Dir - um die praktische Seite des Ganzen nicht komplett der Willkür irgendwelcher Richter, Deiner Frau etc zu überlassen - Dir ganz konkrete und praktische Beratung und Hilfe bei den zuständigen und durchaus kompetenten Profis zu holen....Jugendämter, andere Organisiationen, Pro Familia etc etc etc...es geht nicht darum, Deine Frau zu besiegen oder mit ihr zu konkurrieren...es geht ganz praktisch darum Dir und Deinen Lebensumständen, als Vater und Mensch einen angemessenen Rahmen zu schaffen, der es Dir erlaubt überhaupt die Vaterrolle übernehmen zu können.

es geht darum, dass da ein Dritter zwischen Euch als Eltern als Vertreter für Euer Kind fungiert, außerhalb gerichtlicher Anordnungen, Jemand (eine Stelle, einen Mediator) der auch darauf achtet, dass eben keiner von Euch beiden Erwachsenen, willkürlich und je nach Stimmung agiert...ich meine damit keine Kontrollinstanz, sondern Jemanden, der sich professionell und Fordergründung für die Interessen des Kindes einsetzt....Das ist vielleicht nicht fair und nicht ok, aber die Anwälte und Gerichte sehen nur: Kindesvater campiert konfus und depressiv auf Bruders Sofa und kümmert sich nicht mal um sich selbst...und schon steht Deine Frau - gleichgültig wie impulsiv und unberechenbar sie ist, egal wie überfordert sie vermutlich selbst mit der Situation ist - als das "aktivere" und "organisiertere" Elternteil da...Mediatoren oder Sozialberater nehmen Euch beiden nicht die Verantwortung ab, aber die erinnern Euch immer wieder daran, dass Euer Kind keine Waffe ist und helfen Euch auch - getrennt oder zusammen - bei der Bewältigung alltäglicher und praktischer Sachen...

28.10.2007 16:14 • #10


Hallo Cathy,
Ich will nicht den Eindruck hinterlassen, dass ich untätig zusehe, wie meine Tochter in diesen Verhältnissen ist, ganz und gar nicht, ich habe bisher diverse Schritte unternommen, wie

1. Eine einstweilige Verfügung über das Sorgerecht und das Aufenthaltbestimmungsrecht beantragt bei Gericht, was das alles erst in Rollen gebracht hat.

2. Ich habe dafür gesorgt, dass das Jugendamt in allen Schritten informiert wird und habe versucht hierüber auch eine Schlichtung herbei zu führen, was sie ablehnte. Ich bin im ständigen Kontakt mit dem Jugendamt, sie nicht !

3. Ich berichte nicht nur meinem Anwalt, sondern parallel auch dem Gericht und dem Jugendamt über die Besuche bei ihr und was dort alles schief ging.

4. Ich habe bereits versucht einen Mediator einzusetzen, was sie gnadenlos ablehnt.

5. Ich habe dem Psychologischen Gutachter alle Informationen zukommen lassen,die ich noch hatte, um deutlich zu machen, das ich mir das alles nicht einbilde !

Will damit sagen, dass ich der aktivere Part hier bin. Sie zieht sich zurück und erscheint als Siegessicher, sie glaubt dass das alles Sinnlos ist, was ich tue. Sie ist sich ihrer Verantwortung hinsichtlich des Vaters, also mir gar nicht bewusst, sie sieht das Kind als ihr persönliches Eigentum an. Um das immer wieder zu bestätigen, sucht sie jede konfrontation, um mich zu verletzen. Heute zu Beispiel hat sie mich regelrecht von der "Seite" angepisst, weil ich ihr irgendwelche Unterlagen nicht mitgebracht hatte, die sie scheinbar gern gehabt hätte, man muss dazu sagen, das ich ihr nichts vorenthalte, aber wenn ich nicht weiss, was sie genau will, wie soll ich da reagieren? solche Momente machen mich eben unsicher, sie verhält sich mehr und mehr, als hätte ich sie vergewaltigt und anschliessend Zusammengeschlagen.

Bin ich dann wieder Zuhause, gehts mir meist hundeelend, denn sie weiss genau, wo sie mich treffen kann und wie das dann am besten weh tut.

28.10.2007 21:53 • #11


Hallo nochmal,

tut mir leid, wenn ich vorschnell vermutet habe, dass Du Dich - wie ich eben auch oft und erstmal "sammeln" und neu lernen mußt, nicht nur zu reagieren. Du schriebst auch anfänglich, dass Deine Frau Dich unvorhegesehen verlassen und die Wohnung gekündigt hat - ich dachte einfach, das ganze wär noch sehr frisch.

Ich würd Dir einfach gerne sagen "das wird schon wieder" "lass Deine Frau sich erstmal beruhigen und wieder runter kommen" oder irgendsowas...aber wir wissen wohl beide, dass es ihr ohne konsequente und engmaschige Verhaltenstherapie und Monitoring gar nicht "gegeben" ist, wieder runter zu kommen, sondern dass sie sich im Gegenteil tatsächlich von Dir misshandelt und bedroht fühlt - von Dir und jedem der eine ihrer Entscheidungen und Aktionen auch nur ansatzweise hinterfragt oder von ihr erwartet, dass sie sich wenigstens an das routinierte Prozedere hält, dass eine Trennung bzw. Scheidung so mit sich bringt...und natürlich ist für sie Eure Tochter, ihr Eigentum und Du bist allerhöchstens der Bittsteller.

Ich weiß natürlich nicht, wer und was bei Euch beiden für was verantwortlich war und wie das mit Euren Einkommensverhältnissen aussieht aber da sie es offenbar bewältigt hat, alleine den Mietsvertrag zu kündigen (ich dachte bei Eheleuten müssen auch beide einer Kündigung zustimmen?) kannst Du wohl davon ausgehen, dass es für sie schon lange keinerlei Zweifel oder Kooperationsbereitschaft mehr gab. Ich meine, dass Dir das Jugendamt nicht mal schnell das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht für Eure Tochter überträgt, "Nur" weil ihre Mutter Borderlinerin ist, ist wohl keine Überraschung.

Aber ich kann auch sagen, dass es mich persönlich auch nicht mehr überrascht, wenn meine Freunde selbst nach so vielen Jahren (ich bin 41), immer noch ungläubig und perplex reagieren, wenn ich ihnen tatsächlich mal irgendwelche kleinen Details erzähle, die mit meiner Mutter und/oder Schwester zu tun haben - wie man eben so in netter Runde über die Eltern, Schulzeit, etc erzählt...da kommen dann so Reaktionen wie: Was? Das kann sie doch nicht machen, das darf sie nicht, warum hast Du nicht einfach dies und das getan, dann lass sie doch einfach machen, wird schon sehen...etc.

Nicht alle Borderliner sind gleich oder wirklich vergleichbar, aber bisher konnte ich mir gegenüber Profis (z.B. dem Thera meiner Schwester) langatmige Erklärungsversuche sparen...also sind meine Freunde und deren "normal verkorkste" Familien hauptsächlich meine Orientierung - dass mit meiner Mutter etwas nicht stimmt, hab ich erst so halbwegs realisiert als ich mich bewußt bei Freunden zu Hause umgeschaut und beobachtet habe...die hatten auch Krach, deren Mütter waren auch nicht perfekt oder immer clever oder fair...es ist diese Intensität - bei uns brodelte und brodelt es immer...und dieses nicht genau "einschätzen" können, wann was zum Ausbruch führt oder die Stimmung umschlagen läßt war und ist bis Heute das, womit ich absolut gar nicht umgehen kann und das was man Außenstehenden auch nicht vermitteln kann.

Ich kann Dir nichts sagen oder raten - aber in jeder größeren Stadt gibt es Selbsthilfegruppen und Meetings für Angehörige und Partner von Borderlinern...dort bekommst Du vermutlich keine juristischen Ratschläge aber dort mußt Du ganz bestimmte Sachen die Deine Gefühlswelt und Reaktionen betreffen auch nicht erklären...die Leute dort bemitleiden sich nicht gegenseitig (jedenfalls sollte man das tunlichst vermeiden), dort geht es auch darum "zu akzeptieren" und sich wieder auf seine eigenen sieben Sinne zu verlassen und zu vertrauen -

Dass Du jetzt sowas wie eine "Trauerphase" durchmachst ist völlig normal...fast jede Trennung (gerade wenn die Beziehung intensiv kompliziert war auch und gerade wenn sie einem Kleinkrieg ähnelte) führt dazu, dass der Verlassene (oft auch der Ex-Partner) Trauergefühle entwickelt...nicht nur weil man plötzlich wieder nur "Ich" und nicht mehr "Wir" ist, sondern weil da eben der unausgefüllte Platz ist und das Vertraute nicht mehr da ist - und gerade in Beziehungen mit Borderlinern gibt es sowas wie eine gesunde "Distanz" und "Freiräume" nicht, so dass man auch nach einer Trennung darauf zurückgreifen könnte...nix mit "lass uns später drüber reden" o.ä...das ist keine Verurteilung aller Borderliner...das ist einfach so...JETZT HIER und GANZ VIEL von ALLEM


Auch wenn Deine Tochter sprechen könnte...sie wüßte nicht wie es ihr geht...sowas überlegst Du als Kind nicht wirklich...da kann auch in der harmonischsten Eltern-Kind Beziehung ein "Nein, Du kannst den Fernseher jetzt nicht anmachen" Weltuntergangstimmung beim Kind auslösen - Deine Tochter ist für die nächsten Jahre (Jahrzehnte) emotional absolut nicht in der Lage über irgendetwas eine fundierte und neutrale Beurteilung abzugeben oder einzuschätzen wann ihre Mutter aufgrund ihrer Borderlinestörung handelt oder wann sie einfach nur - wie jede andere Mutter auch - eine unpopuläre Ansage macht. Für Euer Kleinchen fühlt sich das erstmal gleich an. Genau wie für Deine Frau...und DAS ist das Problem.

Genau deshalb ist es ja gerade für Borderlineeltern und deren Kinder so unglaublich wichtig, dass die Eltern sich freiwillig und bewußt therapieren und helfen lassen...weil die eben, genau wie ihre Kinder, immense Schwierigkeiten damit haben, gerade in Stresssituationen, ihre eigenen Emotionen nicht sofort und ungefiltert auszuleben und für das ultimative und einzig gültige Entscheidungskreterium zu nehmen...ihre Gefühle sind die einzigste Wahrheit und Realität...und ich kann mir vorstellen, dass Dich Deine Frau deshalb behandelt als hättest Du sie jahrzehntelang, geschlagen, vergewaltigt und genötigt....meine Schwester ist mit allem Möglichen auf ihre Beziehungspartner losgegangen, hat deren Habe zersört und hat sie rausgeschmissen etc...aber für sie war und ist das "Notwehr"...wenn ich nicht live dabei gewesen wäre, hätte ich ihr ihre Version der Vorgänge "geglaubt" - aber so glaube ich ihr nur, dass sie das so fühlt und empfindet...und um so länger das her ist, je weniger Kontakt sie hat, um so überzeugter ist sie...sie fühlt sich auch - genau wie unsere Mutter - von mir angegriffen und behandelt mich - je nachdem wie es ihr geht - wie einen Feind...ich verstehe, dass Dich das belastet und Du das persönlich nimmst - das ist aber etwas, wo ich Dir nur raten kann "versuch es zu akzeptieren" "verteidige Dich nicht" und hinterfrage Dich selbst, nicht Deine Frau...SIE ist überzeugt, DU bist es nicht.

Ich meine, ist ja auch ein Fakt: Nur weil Du und ich und all die anderen keine Borderlinepersönlichkeitsstörung haben, macht uns das ja noch lange nicht grundsätzlich zu besseren, netteren und faireren Menschen, wir leben halt nur nicht all unsere spontanen ungefilterten Gefühle und Gedanken als ultimative Wahrheit.

29.10.2007 12:27 • #12


Hallo Cathy,

man merkt ganz eindeutig, das Du Dich mit Borderline wirklich auseinander gesetzt hast. Die ganze Problematik ist eben wie Du ja auch erkannt hast weitreichender als man glauben mag. Allerdings stimmt halt auch, das jeder Borderliner anders tickt und anders reagiert, sie stehen zwar alle unter dem Deckmantel des "Borderlines" was aber gar nichts zu sagen hat. Sie hat die passende Differenzialdiagnose Emotinal Instabile Persönlichkeitsstörung bekommen, was miener Meinung noch treffeneder ist, denn sie gehört zu den Personen, die sich emotional immer an anderen ausrichten, sprcih hier ihren Eltern. Der Wille der Eltern ist automatisch ihr Wille.

Ich glaube nicht einmal, dass das alles wirklich von ihr inszeniert wurde, sondern dass andere ganz gewaltig mit drinn rumwühlen. Bewusst will sie sich nciht mit mir treffen, oder mit mir telefonieren,weil sie genau weiss, dass ich keine 10 Minuten bräuchte, um ihr klar zu machen, dass sie einen riesigen Fehler gemacht hat. Sie will in ihrer neuen scheinbaren Welt leben, gut soll sie.

Viel wichtiger ist, das sie dermassen unstetig in ihrem Leben ist, das ich meine Tochter gefährdet sehe. Er gestern habe ich erste Anzeichen von Exikose entdeckt (Austrocknung) nicht dramatisch aber erste Anzeichen und das ist alles ander als lustig. Ich unterstelle ihr nicht, dass sie miener Tochter mit Absicht zu wenig zu trinken gibt, sondern dass sie es schlichtweg nicht wahrnimmt, wann meiner Tochter ihre Bedürfnisse hat, eben typisch Borderline.

Was mich betrifft, so fehlt mir das ganze "wir" ganz sicher, aber nicht mit dieser Frau nochmal. Ich bin reflektiert genug zu wissen, dass das nicht gut gehen könnte, mal abgesehen davon will ich das auch nicht mehr. Das Vertrauen ist einfach auch weg. Was eben geblieben ist, ist die Angst vorm alleinsein, das ich aber schon vor der Beziehung hatte und jetzt darunter leide, sicher ist die Beziehung der Auslöser gewesen, aber nicht die Ursache.

29.10.2007 14:40 • #13


Hallo nochmal,

whow - das ist natürlich harter Tobak - ich meine dass Du und Deine Frau beide "alleinsein" als unnatürlichen und vielleicht sogar krankmachenden Zustand erleben. Vermutlich liegst Du instinktiv richtig, mit der Vermutung, dass Deine Frau die Entscheidung der Trennung nicht alleine getroffen hat...ich hoffe nur für sie und Eure Tochter, dass sich - wer auch immer das war - diejenigen, sich nicht einfach zurückziehen und sie "alleine" lassen, weil sie meinen, jetzt müßte sie besser klar kommen. Viele Eltern von erwachsenen Borderlinern möchten/können sich nicht mit den Persönlichkeitsstörungen auseinandersetzen und fühlen sich ganz simpel überfordert, gerade weil da immer wieder die Themen aus der Kindheit und Jugend aktuell sind...Ich schätze mir würde es als alte Mutter auch schwer fallen zu verstehen, dass meine Tochter/Sohn emotional immer noch in der Pubertät steckt.

Mit Sicherheit ist Deine Frau noch emotional von ihren Eltern abhängig - aber intellektuell ist es für sie auch von "Vorteil" . DU hättest sie verlassen können, DU hast in der Beziehung ganz andere Anforderung an sie gestellt etc...ihre Eltern "können" sich nicht einfach verlassen, genauso wie Eure Tochter - dazu kommt natürlich, dass die vermutlich auch "Verantwortung" für ihre Tochter und deren Persönlichkeit ganz anders empfinden als z.B. Du...auch ein Grund, warum soviele erwachsene Borderliner keinen Kontakt zu den Eltern/Familien haben...entweder 150% oder gar nicht...je nachdem inwieweit die Eltern (meistens die Mutter) sich weiterhin verantwortlich machen lassen...

Aber das hilft Dir auch nicht weiter - ich finde es ziemlich "normal" dass Du jetzt - nach einiger Distanz - natürlich auch gezielter guckst, wie Deine Frau als Mutter "funktioniert" - wie war das bevor sie ausgezogen ist? Wie hast Du das empfunden, als ihr übers Kinderkriegen geredet habt, als sie schwanger war?

Sache ist nur die, dass Du auch nicht davor gefeit bist, Deine eigenen Emotionen, Enttäuschungen und Depressiven Gedanken mit einzuschließen, wenn Du Dir jetzt die Kleine Missy anguckst...das kannst Du auch nicht abstellen - denn solange Du der Meinung bist, Deine Frau hat einen Fehler gemacht indem sie Dich verlassen hat, kannst Du natürlich auch nicht darauf hoffen, dass es Eurer Tochter bei ihr gut geht. Weißt Du, was ich meine? Grob gesagt: Die schert sich einen Dreck um mich/unsere Beziehung, haut einfach ab, ich sitze mutterseelenalleine auf der Straße, die tut und läßt was ihr spontan einfällt, die kann sich gar nicht um ein Baby kümmern.

Sicherlich weißt Du besser als jeder andere wie schwer es für Deine Frau ist, die Bedürfnisse und ganz normalen Ansprüche von Anderen zu erkennen und diese dann nicht im schlimmsten Fall als Überforderung und/oder Bedrohung zu interpretieren...aber: So kleine Kinder brauchen nur mal einen feuchten Stuhlgang haben, Kälte Draußen Heizungsluft innen...und schon fehlt ihnen Flüssigkeit....ich behaupte nicht, dass ich besser wüßte, wie es Eurer Tochter geht...ich höre nur von Dir, dass es DIR überhaupt nicht gut geht - mit der Kleinen kannst Du im Zweifelsfall einfach zum Kinderarzt gehen - es stellt sich aber auch die Frage, was kannst Du für Dich tun?


Ich möchte mir darüber keineswegs ein Urteil erlauben, aber wenn Eure Beziehung auch darauf basierte, dass Ihr Beide nicht alleine sein "könnt", dann stell ich mir die ganze vorangegangene Beziehung sehr schwierig vor. Ich hoffe für Euch alle Drei, dass ihr auf einer neuen Ebene (ohne die Verlassenwerdängste) eine Basis findet, die es Euch Beiden Eltern "erlaubt" fair miteinander umzugehen...ihr seid beide "frische" Eltern - keiner von Euch ist Spezialist auf dem Gebiet...das heißt, ihr alle Beide werdet so oder so "Fehler" machen, völlig daneben und uncool sein und spätestens wenn sie 12-13 wird den Klapperstorch verfluchen.

Ihr müßt nur alle Beide viel mehr darauf achten, dass ihr dieses kleine Kind nicht dazu "benutzt" Eure Angst vorm Alleinsein zu bewältigen oder um Euch gegenseitig das Leben schwer zu machen. Eins ist mal klar, Eure Tochter wird und muß eines Tages ihren eigenen Weg gehen und so weit wie möglich selbstbewußt und selbstständig auch ihre eigenen Fehler machen...Es ist Eure Aufgabe als Eltern, sie fit dafür zu machen. Zugegeben ich bin selbst keine Mutter, aber ich finde das ist ein guter Job, eine schöne Motivation und der beste Anlass Dich vielleicht selbst auch neu zu entdecken?!

Ich meine, ich weiß nicht, inweit Du Dir Eure gemeinsame Zukunft vorgestellt hast (die Beziehung war mit Sicherheit nicht vorwiegend harmonisch und ein Hort der Sicherheit), Fakt ist aber, dass Du jetzt auch nicht alleine bist...da ist Deine Tochter, die - ob und wie Du das siehst ist völlig egal - ein Recht darauf hat Mutter UND Vater zu beanspruchen - nicht nur jetzt als süsses kleines Baby.Das heißt auch, dass sie, wenn sie bei Dir ist, ihr vertraute Sachen zu haben (ein eigenes Zimmer wär großartig) und eben nicht nur für ein paar Stunden als Gast auf Onkels Sofa rumsitzen darf...Wenn es Dir ein Gräuel ist, alleine zu wohnen, dann kannst Du auch z.B. ein-zwei Zimmer in einer WG mieten.

Ich bewundere Deinen Mut und Aktivismus, wenn es darum geht Deine Tochter mehr zu bevatern, das ist ja auch nicht die "Regel" - ist nur so, dass die Kleine mit entwickeln und wachsen nicht wartet bis sich ihre Eltern aussortiert haben...das ist auch ein Grund (jedenfalls sagt das eine befreundete Sozialarbeiterin) warum die Hauptfürsorge dem Elternteil zugesprochen wird, dass dem Kind wenigstens eine "äußere" Stabilität bieten kann...und das sind nun mal meistens die Mütter...denn die bekommen auch viel schneller Wohnungen, haben meistens in irgendeiner Form ein familiäres/soziales Netzwerk, das im Notfall als Hilfe einspringen kann etc...ich finde das auch nicht fair oder ok...aber ich bin auch kein Richter.

Wenn es nach mir ginge, dann könnten sich Kinder auch ganz offiziell von ihren Eltern scheiden lassen...und ich würd auch ganz allgemein bestimmen, dass Eltern, die sich trennen, gesetzlich zu einer "getrennte-Eltern-Beratung/Therapie" gehen MÜSSEN...nicht weil ich glaube, dass die alle ne Macke haben, sondern weil das Menschen sind, die sich selbst in einer Ausnahmesituation befinden und rein emotional schon mal gar keine "klugen" und "fairen" und weitreichenden Entscheidungen treffen können. Aber, ich hab nun mal nichts zu melden...

30.10.2007 13:46 • #14


Ich möchte mal etwas gerade stellen, wenn ich das nicht falsch verstanden habe. Ich instrumentalisiere meine Tochter nicht und ich ich bin auch nicht wegen der Trennung extrem zu ihr und suche nach Fehlern, sondern zähle ausschliesslich Dinge auf, die sie bereits in der Beziehung nicht ändern wollte bei unserem Kind. Da ist zum Beispiel, dass sie ihr öfter die Flasche verweigert hatte, weil sie der Ansicht war, dass sie genug getrunken hatte. 10 Minuten später gab ich ihr dann die Flasche und sie hat sie ausgtrunken, weil sie Durst hatte. Ich will damit sagen, dass sie nicht in der Lage ist, die Bedürfnisse meiner Tochter nicht wahr nehmen kann, oder nur unvollständig, wohin das führt wird man sehen.

Ich versuche tatsächlich meine Tochter zu schützen und nicht den gekränkten Vater zu machen. es geht mir einzig und allein um das wohl meiner Tochter und das reibt mich auch ziemlich auf.

01.11.2007 00:00 • #15


Es ist doch zum K.... , bin heute morgen wieder schweissgebadet aufgewacht, wieder innerlich am ende, wieder völlig durcheinander. jetzt hock ich hier sinnlos rum, friere und zittere und weiss nicht mal warum genau. Zwischendurch hört das zittern auf und ich bekomme schweissausbrüche, eine echte alternative zum frieren. So kann das doch nciht weiter gehen, wie soll man sich denn selber aushalten können in so einem zustand?

Mein Leben kotzt mich echt an.

01.11.2007 14:33 • #16


Hallo Neustart

möchte dich mit den vielen guten Tips und Ratschlägen verschonen, denn wer wirklich einsam ist, dem helfen die nicht. Was dir persönlich in deiner Lebenslage wohl helfen kann weißt am ende nur du selbst. Möchte dir hier keine Weisheiten mit auf deinen Weg geben, würde dir aber an meinem eigenen Beispiel gerne zeigen, dass nach langem grübeln langem nachdenken und kurz vor der Seelischen Kapitulation sich ein ganz neuer und bis dato unbekannter Weg sich öffnete. Zuerst einmal ging es mir wie dir. Hatte und habe noch immer viele Menschen um mich. Binn sogar verheiratet und habe zwei Kinder und trotzdem wurde die einsamkeit immer schlimmer. Ja sicher ich führe eine Wochenendehe hier werden viele sagen, dann ändere das doch. Aber in Wirklichkeit ist das nicht das Problem der Einsamkeit. Sicher, die Sehnsucht nach Körperlicher Zuwendung ist schon da, aber wichtiger war und ist jemanden für die Seele zu finden. Ja man redet miteinander und schwimmt hier und da auch auf der gleichen Welle. Aber die tiefe zu den Menschen fehlt. Mit zunehmendem Alter begriff ich dass es vielen Menschen so geht, auch wenn sie glücklich verheirat waren oder kurz vor der Scheidung standen.Die Oberflächlichkeit bestimmt des Menschen Alltag. Im entscheidenden Augenblick ist man fast immer allein. Das fängt bei der Geburt an, hört mit dem Tod auf und dazwischen ein ewiger Lernprozess. Mit viel Glück kann man schöne Momente teilen auch schlechte aber oftmals ist niemand hier wenn man teilen möchte.Mir ging es wie dir. Es war und ist noch immer schwer zu akzeptieren dass man zeitweise körperlich und geistig alleingelassen wird.Es dauerte lange bis ich begriff, dass alles in allem ein reiner Wiederholungsprozess war. Heute glücklich, morgen einsam, dann kamen die Kinder aus der Schule, wieder ´glücklich dann war das Wochenende vorbei der Mann ging wieder zur Arbeit wieder traurig....Irgendwann hab ich aber begriffen, dass diese ewige Zerissenheit mich so schwächte, dass eine Motivation meinerseits oder von anderen kaum möglich war. Es wird dir vielleicht ähnlich ergehen wenn du jetzt dein Kind sehen kannst und nach wenigen Stunden ist alles wieder anderst. Was ich dir damit erklären will ist, dass du deine Einsamkeit nicht abhängig von anderen machen kannst. Manchmal fühlt sich einsamkeit auch wunderschön an. Ein Spaziergang durch raschelndes Laub ganz allein mit dir selbst ohne Menschen drumrum kann dir schöne Momente bescheren die dir niemand nehmen kann oder zerstören nur weil er seine Freude daran hat dich leiden zu sehen.In schlimmen Momenten fange ich an zu schreiben das hilft, weil Worte nicht immer nur zerstören und wehtun. Sie können heilen und trösten.In so einer Situation entstand auch mein Songtext ertunken. Vielleicht hilft er dir zu verstehen, dass auch andere auf dem gleichen Weg schreiten und nur das timeing ein anderes ist.Wünsche dir die tiefe zu verstehen und beginne dich selbst wahrzunehmen...

ertrunken...
in den tiefen der Einsamkeit,
gesunken auf den Grund der Traurigkeit,
umnebelt von tief schwarzer Dunkelheit,
und dann,
einfach nur Stille...
geborgen, wie in Watte gehüllt,
vom Licht durchströmt und Wärme gefühlt,
allein mit sich selbst und keinem was schuldig,
ein tiefes Glücksgefühl, geduldig,
befreit, dem Himmel versprochen,
und dann,
gebrochen....
die Angst zu versagen,
die Zeit zu ertragen,
wieder Träume berühren,
die Lust zu verführen,
das Herz zu gebrauchen,
aufzutauchen,
und Schwäche zu zeigen...
und dann,
leiden...
hinweggespült und unsanft gestrandet
vor Schwäche fast taub und blind.
*beep* und hilflos wie ein Kind
Fast verhungert nach Gefühlen,
und um mich herum
so viele verdurstete Seelen...
und dann,
aufgewacht und entkommen...
zurück in die Fluten geschwommen,
von der Strömung mitgenommen,
ließ mich in ungeahnte Tiefen gleiten,
den Grund der Stille Beschreiten,
und dann,

war alles so vertraut......

01.11.2007 17:34 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Danke für deine antwort timeplanet, so wie du es beschreibst gehts mir halt ganz oft, ist jemand da, geht es mir gut, bin ich alleine geht es mit sch...... ist jemand für die seele da, kann ich durchaus auch alleine sein. doch im moent ist niemand da. Meine sehnsucht nach meiner tochter ist unglaublich gross, meine einsamkeit gewaltig. aber anstatt wirklich etwas zu tun, ziehe ich mich immer mehr zurück. ich gehe nur noch raus, wenn es sein muss, freunde rufe ich auch kaum noch an. mein job k.... mich nur noch an und den mache ich nur noch widerwillig.

wie kommt man da heraus?

02.11.2007 03:00 • #18


Zitat von Neustart?:
Danke für deine antwort timeplanet, so wie du es beschreibst gehts mir halt ganz oft, ist jemand da, geht es mir gut, bin ich alleine geht es mit sch...... ist jemand für die seele da, kann ich durchaus auch alleine sein. doch im moent ist niemand da. Meine sehnsucht nach meiner tochter ist unglaublich gross, meine einsamkeit gewaltig. aber anstatt wirklich etwas zu tun, ziehe ich mich immer mehr zurück. ich gehe nur noch raus, wenn es sein muss, freunde rufe ich auch kaum noch an. mein job k.... mich nur noch an und den mache ich nur noch widerwillig.

wie kommt man da heraus?


Hallo Neustart,

Ich kann Deine momentane Situation - so wie sie sich für Dich darstellt - sicherlich nicht genauso nachempfinden. Aber ich stimme timeplanet in sofern zu, als dass es - wenn auch hart und manchmal sogar unmöglich - an Dir ist über Deinen Tellerrand hinwegzuschauen...Du schreibst immer wieder, dass es Dir gut/besser geht, wenn andere Leute um Dich rum sind, das will ich Dir auch gar nicht ausreden - aber dann sagst Du auch selbst, dass Du Dich selbst von diesen Menschen, die Dich mögen und die Du magst zurückziehst...ich vermute mal, weil Du instinktiv spürst, dass all diese Menschen nicht wirklich und anhaltend DEINE Gefühle und Gedanken von Dir ablenken können.Gedanken und Gefühle und Ängste, die auch schon vor Deiner Beziehung da waren.

Deine Frau konnte das, weil sie schon auf Grund ihrer Persönlichkeit ständig und immer den Fokus auf sich lenkte und Dich von Dir selbst "ablenkte" und auch deshalb bist Du böse auf sie - sie hat Dich nicht nur als Partner und Ehemann verlassen, sondern sich auch aus dem Bereich DEINES Lebens zurückgezogen, den Du von Dir aus schon vor Eurer Beziehung nicht näher betrachten und untersuchen wolltest ...sie hat mit ihrem Weggehen genau diesen Bereich verlassen, den DU mit ihr "verkorkt" hast...Das ist absolut nicht böse oder gemein gemeint - aber grundsätzlich eignet sich Niemand besser dazu, um sich von sich selbst und die eigenen "Schwächen" und "Mankos" abzulenken, als Jemand mit einer Persönlichkeitsstörung wie Borderline.

Selbst im Vergleich fühlt und glaubt man tatsachlich irgendwann - wenn man nicht ganz genau aupaßt und sich selbst in Frage stellt - als ob man sich selbst besser im Griff hat, viel eher klar kommt, den klareren Durchblick hat, die alltäglichen Dinge besser geregelt bekäme etc und im extremfall glaubt man tatsächlich, diese Menschen könnten ohne einen nicht existieren ...das ist aber ein riesengroßer Trugschluss. Von daher glaube ich - nicht sicher - dass das was Du jetzt empfindest - die Angst vorm Alleinsein, die Melancholie, die Einsamkeitsgefühle etc schon immer da waren - wie bei Jedem anderen auch - aber weil Du diese im Zusammensein mit Deiner Frau ganz leicht verdrängen und unter ihren extrem-emotionen verbuddeln konntest, kommt es Dir jetzt so vor, als ob ihr weggehen diese ganzen Gefühle und Ängste überhaupt erst ausgelöst hätten.

Das ist aber nicht so - im Kopf weißt Du das natürlich ganz genau, sagst selbst, dass Du schon lange vor ihr Angst vorm Alleinsein hattest und egal wie anstengend und konfliktreich die Beziehung zwischen Dir und Deiner Frau war, DU hättest keinen Schlussstrich gezogen . auch und vielleicht NUR weil Deine Furcht vor dem Alleinsein größer war?.

- aber genau diesen Gedanken solltest Du auch in Bezug auf Deine Tochter anwenden...Du glaubst nur, wenn Du sie ganz und gar und mehr bei Dir hättest, dann würdest Du Dich weniger einsam fühlen, würdest Dich wieder energetisch und motiviert ins Leben stürzen, hättest eine Aufgabe und könntest Dich statt um Dich um sie und ihr wohlergehen kümmern, Das ist im Grunde eine großartige Sache...wenn da nicht immer auch diese "alleine kann ich gar nichts und fürchte mich vor mir selbst" Ding wäre...

So oder so, als Elternteil gehört es auch spätestens wenn es in den Kindergarten geht, zu Deiner größten Verpflichtung und Verantwortung, Dein Kind ein Stück weit loszulassen und sein eigenes Leben leben zu lassen...es wird Dich immer brauchen - ob Du willst oder nicht, diese Entscheidung habt ihr als Eltern bei der Zeugung getroffen - und Dich beanspruchen und auch überfordern und als Teenager terrorisieren lol...und genau deshalb und weil ihre Mutter dazu nicht nicht wirklich in der Lage ist, wirst DU immer Derjenige sein müssen, der für Euch alle drei Grenzen zieht, der eben nicht aus Furcht vor Konflikten und der Angst vorm Alleinsein agiert, sondern aus sicherer Überzeugung. Deine Frau mag eine instabile Emotionswelt haben, aber genau deswegen kannst Du ihr nicht "einreden" Du wärst "nur" um das Wohlergehen des Babies besorgt...es geht hier immer auch um Eure und DEINE ganz persönlichen Bedürfnisse und Ängste...das kannst und solltest Du nicht versuchen zu verdrängen.

02.11.2007 11:56 • #19


Ich glaube man muss hier etwas ganz gewaltig trennen, ich muss dir da wirklich widersprechen, denn meine Tochter ist eine Sache, meine Einsamkeit eine andere. Ich werde niemals auf die idee kommen, meinne Tochter zu gebrauchen um meine Einsamkeit zu kompensieren, das wäre nur perv.. Ich will meine Tochter vor diesem ganzen Inszest der Familie schützen, nicht mehr und nicht weniger. Das sie Borderline hat ist das Ergebnis dieses ganzen abartigen familienchaoses.

Abgesehen davon habe ich ich, was meine Einsamkeit betrifft nicht verkorkt, ganz im gegenteil, sie wusste das, wir haben oft darüber gesprochen und sie hat das gern mal benutzt um mir weh zu tun. Selbst in ihrem Abschiedsbrief ist sie darauf eingegangen.

02.11.2007 14:29 • #20



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