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wolf12
Hallo Leute
ich bin seit32 Jahren verheiratet;eigentlich glücklich.2012 wurde bei meiner Frau Brustkrebs festgestellt.ES folgten Chemotherapie,PO und Bestrahlungen.Zusammen haben wir die Gischichte eigendlich gut durchgestanden.2014 ist dann ein Aneurysma im Kopf geplatzt.Schwere Hirnblutung.3 wochen Intensievstation in Minden.Dann 2 Monate Reha .
Von da aus war für 6 Monate im Pflegeheim. Kann sich jemand vorstellen wie es ist man seine Frau liebt,aber die Beziehung (Ehe) nur aus Besuchen in Krankenhäusern,Rehas und Pflegeheimen besteht.Danach konnte sie wieder nah Hause;hatte aber noch Lähmungsprobleme und Sprechprobleme. Jetzt im Sommer das nächste:Schlaganfall.
wieder Krankenhaus ,wieder Reha,wieder Pflegeheim.Sie kann jetzt nicht mehr laufen ,rechter Arm nicht kontrolieren,linker Arm eingeschränkt,sprechen sihn eingeschränkt und schlucken sehr eingeschränkt.ob sie noch einmal nach Hause kommt steht in den Sternen.Nun bin ich schon wieder seit 6 Momaten allein und einsam. Was soll ich jetzt machen. mir eine andere Partnerin suchen;das wäre meiner Frau gegenüber ,die ich immer moch liebe ,nicht Fair.Oder weiter einsam bleiben? Hab ich Überhaupt noch eine Ehe?Nun gib mir mal jrmand einen Rat.
LG Wolfgang

19.12.2017 22:08 • 23.12.2017 #1


7 Antworten ↓


Hallo und Guten Abend.

Also ich glaube ... dass kann Dir keiner beantworten ... weil niemand in deiner Situation steckt.
Ich finde ... an dem Sprichwort "In guten und in schlechten Zeiten" ist was dran ... aber auch wie viele der Meinung sind ... dass man
in so einer Situation auch noch ein eigenes Leben hat.
Wenn Deine Frau momentan in einem Pflegeheim untergebracht ist ... stellt sich die Frage ob sie irgendwann noch einmal nach Hause kommen wird
und wie ihr geistiger Zustand nach dem Schlaganfall ist.
Ich kenne einige ... die einen Ehepartner im Pflegeheim haben ... eine neue Beziehung eingegangen sind und wo der Partner den kranken Ehepartner des anderen akzeptiert oder vielleicht sogar in der gleichen Situation steckt.
Allerdings finde ich das nur vertretbar ... wenn der zu pflegende Ehepartner "geistig eingeschränkt" ist und eine normale Ehe gar nicht mehr gelebt werden kann und der neue Partner keine Probleme damit hat ... wenn der kranke Ehepartner gut versorgt ... umsorgt und sich um all seine Belange gekümmert wird.
Alles andere grenzt in meinen Augen an "Verrat" an der Ehe ... an ein im Stich lassen wenn es ernst wird. Kein Ehepartner sollte erleben wegen körperlichen Gebrechen ausgetauscht zu werden ... wenn geistig eine Ehe aufrecht erhalten werden kann.

Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung ...

19.12.2017 22:32 • #2



Einsam trotz Ehe

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Icefalki
Sorry, das meinst du jetzt nicht wirklich ernst?

Hab meinen vorherigen Text wieder gelöscht. Der war gar nicht nett. Das Leben ist das auch nicht immer. Aber Leben hat mit Verantwortung zu tun, und manchmal spuckt es einem in die Suppe. In deinem Fall tut mir deine Frau unendlich leid.
Deren Leben ist wirklich zum Kotzen. Frag sie doch mal, wie einsam sie sich fühlt. Ne, schreib jetzt nicht mehr weiter.

19.12.2017 22:36 • x 6 #3


Kaische
Ich finde das kann man so einfach gar nicht sagen. Ich selber war zum Glück noch nie in so einer Situation, aber ich bin da sehr gespalten mit meiner Meinung.

Auf der einen Seite glaube ich das die gefühlte Einsamkeit schon ziemlich schlimm sein kann, aber das was deine Frau durch machen muss/musste ist alles andere als ein Kindergeburtstag.
Auch in schlechten Zeiten sollte man zu seinem Partner stehen und sie mit ihm durchstehen, trotzdem verstehe ich das Problem.

Ich glaube ich könnte mir keine neue Beziehung in deiner Situation suchen, einfach weil die Frau dich ich liebe in einem Pflegeheim ist.
Vielleicht kann eine gute Freundschaft oder der Austausch mit Menschen die in einer ähnlichen Situation sind oder waren dir helfen!?

19.12.2017 22:44 • #4


fusselbuerste
Hallo Wolfgang,
auch ich bin seid 32 Jahren verheiratet, allerdings seid vielen Jahren nicht mehr glücklich in meiner Ehe.
Mein Mann ist vor vielen Jahren ins Koma gefallen und von da ab lief in seinen Kopf vieles schief.
Er hat seid vielen Jahren PA und hatte keinen Antrieb mehr am normalen Leben teil zu nehmen.
Ständig Krankenhausaufenthalte und keine Kraft etwas zu ändern.
Seid er dann einen Herzinfarkt hatte war dann alles vorbei. Die PA wurden extrem und er traute sich nix mehr zu.
Dennoch hätte ich mir nicht vorstellen können meinen Ehemann im Stich zu lassen.
Ich habe ihn in kleinen Schritten alles wieder beigebracht was der Mensch in der heutigen Zeit braucht um zu überleben.
Jetzt hat er alles wieder drinn was mich viel Kraft gekostet hat. Als er Monate weg war (Reha) habe ich meine Ehe mal überdacht.
Es gab viele Höhen aber noch mehr Tiefen dennoch bin ich nicht bereit alles aufzugeben.
TREUE fängt im Kopf an!
Auf den Gedanken mir einen anderen Partner zu nehmen bin ich in all den Jahren nie gekommen, finde ich absurd.
Vor vielen Jahren endschied ich in guten wie in schlechten Zeiten meinen Partner beizustehen und genau das macht eine Partnerschaft aus!
Wenn ich in meiner Beziehung unglücklich bin liegt das sicher nicht nur an meinen Partner sondern auch an mir!
Wenn ich mich einsam und allein fühle sind meine Tiere da die mich aus dem Tief holen.
Auch Freunde sind da. Dann habe ich noch 2 Erwachsene Kinder mit den ich reden kann.
Also bekomme ich meine "Tiefen" immer wieder in den Griff.

20.12.2017 08:39 • x 1 #5


Luna70
Zitat von wolf12:
Hab ich Überhaupt noch eine Ehe?


Ich würde sagen, ja. Allerdings ist es natürlich auch leicht gesagt, wenn man selbst nicht in der Situation ist. Für mich heißt Ehe tatsächlich "in guten wie in schlechten Zeiten", so wie wir es uns vor 25 Jahren versprochen haben. In jeder langen Partnerschaft bleiben die schlechten Zeiten nicht aus, aber bei dir kommt ja wirklich viel zusammen.

Deine Frau wird ja vermutlich kein "normales" Leben mehr führen können, wenn sie nach einem halben Jahr immer noch so starke Einschränkungen hat. Das heißt, ein Leben in dem man den Alltag gemeinsam bestreitet, sich die Arbeit teilt, zusammen in Urlaub fährt usw. wird es nicht mehr geben. Du wirst ein Alternativ-Plan brauchen. Wäre es eine Option, dass deine Frau zuhause gepflegt wird? Vielleicht mit Hilfe einer 24-Stunden-Pflegekraft. Dann hättet ihr immerhin wieder ein gemeinsames Leben, auch wenn es natürlich nie wieder wie früher wird. Das ist schwierig zu organisieren und zu finanzieren, das ist mir schon klar.

Die Feiertage werden sicher schwer für dich werden. Lass sie erstmal rumgehen und im neuen Jahr siehst du weiter. Momentan siehst du wahrscheinlich überhaupt kein Land mehr und deine Verzweiflung kann ich schon verstehen. Aber vielleicht gibt es für deine Frau doch noch eine Besserung ihres Zustandes.

20.12.2017 11:03 • #6


wolf12
Hallo ihr Lieben,
hier ist noch einmal der Wolf12.Danke das Ihr mir einmal in den Hintern getreten habt.
Ich denke mein Platz ist an der Seite von meiner Frau.Ich wäre warscheinlich nur körperlich bei einer Anderen und gleichzeitig mit dem Kopf bei meiner Frau. Mein Zukunftsplan hat so auszusehen das ich erst einmal für meine Frau (die ich immer noch liebe)da zu sein habe.Wenn es dann irgendwannzu Ende sein sollte(3 Tage.3Wochen,3 Monate oder wie auch immer) werde ich erst mal eine Auszeit brauchen. Danach Kann man sich nei orientieren.
LG Wolfgang

23.12.2017 09:18 • x 6 #7


Icefalki
Zitat von wolf12:
Hallo ihr Lieben,
hier ist noch einmal der Wolf12.Danke das Ihr mir einmal in den Hintern getreten habt.
Ich denke mein Platz ist an der Seite von meiner Frau.Ich wäre warscheinlich nur körperlich bei einer Anderen und gleichzeitig mit dem Kopf bei meiner Frau. Mein Zukunftsplan hat so auszusehen das ich erst einmal für meine Frau (die ich immer noch liebe)da zu sein habe.Wenn es dann irgendwannzu Ende sein sollte(3 Tage.3Wochen,3 Monate oder wie auch immer) werde ich erst mal eine Auszeit brauchen. Danach Kann man sich nei orientieren.
LG Wolfgang


Jetzt hast du meine Hochachtung. Und jetzt bin ich auch gerne bereit, dich hier weiter zu begleiten, wenn dir alles zuviel wird. Dieses Weglaufen, das man manchmal gerne praktizieren möchte, führt meistens dann zu schlimmeren seelischen Qualen. Das Leben in seiner ganzen Härte zu spüren und trotz allem ein liebevoller Mensch zu bleiben, andere zu unterstützen, die Hand nicht wegzuziehen, das zeichnet dann aus.

Das ist Liebe. Ich danke dir.

23.12.2017 09:56 • x 1 #8




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